Jean Piaget und die kognitive Entwicklung des Kindes
Die Theorie der kognitiven Entwicklung nach Piaget beschreibt den systematischen Aufbau mentaler Fähigkeiten bei Kindern. Piaget entwickelte ein differenziertes Modell, das heute als Jean Piaget Stufenmodell bekannt ist und fundamentale Erkenntnisse für die Entwicklungspsychologie liefert.
Das Piaget Stufenmodell basiert auf der Annahme, dass die kognitive Entwicklung einem inneren Fahrplan folgt und in vier aufeinander aufbauenden Stadien verläuft. Jedes Stadium muss vollständig durchlaufen werden, bevor das nächste erreicht werden kann. Diese systematische Progression ermöglicht es dem Kind, zunehmend komplexere Denkoperationen zu beherrschen.
Definition: Das Äquilibrationsprinzip beschreibt das Streben nach einem Gleichgewicht zwischen vorhandenen kognitiven Strukturen und neuen Umwelterfahrungen. Es ist der zentrale Motor der kognitiven Entwicklung.
Die vier Entwicklungsstadien umfassen das sensumotorische Stadium (0-2 Jahre), das präoperationale Stadium (2-6 Jahre), das konkret-operatorische Stadium (6-11 Jahre) und das formal-operatorische Stadium (ab 11 Jahren). Jede dieser Phasen zeichnet sich durch spezifische kognitive Errungenschaften aus.











