Sozialisation als lebenslanger Prozess
Die Hurrelmann Theorie betrachtet Sozialisation als einen lebenslangen Prozess der Realitätsverarbeitung. Dieser Prozess ist entscheidend für die Persönlichkeitsentwicklung und basiert auf dem Zusammenspiel von innerer und äußerer Realität.
Definition: Personale Ressourcen sind die Fähigkeiten des Individuums, die bei der Bewältigung der Entwicklungsaufgaben helfen, während soziale Ressourcen die Unterstützung durch das Umfeld darstellen.
Die erfolgreiche Bewältigung der Entwicklungsaufgaben hängt von der Verfügbarkeit ausreichender personaler und sozialer Ressourcen ab. Durch das Erfüllen sozialer Erwartungen wird der Mensch zu einem Gesellschaftsmitglied, wobei die sozialen Ressourcen kulturabhängig sind.
Highlight: Sozialisation wird als Bewältigungsverhalten verstanden, das auf Belastungen im Lebensalltag reagiert.
Es gibt zwei Hauptbewältigungsstrategien:
- Gelingende Bewältigung, die zu sozialer Integration, personaler Individuation, psychischem Wohlbefinden und körperlicher Integration führt.
- Nicht gelingende Bewältigung, die soziale Abweichung, psychische Störungen und körperliche Krankheiten zur Folge haben kann.
Die Klaus Hurrelmann Theorie betont, dass jede Art der Verarbeitung produktiv ist und das Individuum in seiner Entwicklung voranbringt. Der Jugendliche wird als "schöpferischer Konstrukteur" gesehen, der aktiv an seiner Persönlichkeitsentwicklung beteiligt und für seine Lebensführung selbst verantwortlich ist.






