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Hitler als Erzieher
Jugend NS-Zeit / Pädagogik
Prinzipien Hitlers
Führer-Gefolgschaftsprinzip
(Autorität und Gehorsam)
Prinzip des Rassenged
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Hitler als Erzieher Jugend NS-Zeit / Pädagogik Prinzipien Hitlers Führer-Gefolgschaftsprinzip (Autorität und Gehorsam) Prinzip des Rassengedankens (Sozialdarwinismus) Prinzip der Volksgemeinschaft ("Du bist nichts dein Volk ist alles!") Prinzip der Führung durch eine (rassische) Elite bzw. durch den jenigen mit den meisten Kompetenzen Antipluralismus, antidemokratische Haltung Feindbild: Nicht-Arier, nicht reinrassige Menschen, Juden, Menschen mit Behinderung, Nicht-Heteros, politisch Andersdenkende Hitlers Erziehungsgrundsätze 1. 2. 3. 4. 5. Gesunder Körper wichtiger als geistige Fähigkeiten Mädchen brauchten gesunde Körper, um "Deutschland ein gesundes, starkes Geschlecht" zu schenken • Jungen brauchten gesunden Körper, um Hitler als Soldaten zu dienen (keine Schwäche) • "Mit Wissen verderbe ich mir die Jugend" -> Jugendliche sollen über Regeln und Befehle nicht nachdenken, sondern diesen einfach Folge leisten Volkserhaltung soll für den Jugendlichen an erster Stelle stehen "Du bist nichts, dein Volk ist alles" -> Dein Leben als Individuum ist nichts wert, sondern nur die Gemeinschaft • Du sollst dich für das Wohl der Gemeinschaft opfern können/wollen ● Kinder sollen "Selbstvertrauen" erlangen Selbstvertrauen ist für Hitler der Drang nach Überlegenheit gegenüber anderen Der Jugendliche muss an die Unbesiegbarkeit seines Volkes glauben ● ● Rassesinn und Rassegefühl soll ausgebildet werden • "Es soll kein Knabe und kein Mädchen die Schule verlassen, ohne zur letzten Erkenntnis über die Notwendigkeit und das Wesen der Blutreinheit geführt worden zu sein" Arische Rasse = einzig wahre und reine Rasse Die Jugendlichen sollen deutsch denken und deutsch handeln und ihr Lebensweg ist schon für sie vorgegeben Ernst Krieck Jugend...

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NS-Zeit / Pädagogik Kritik • Jüdische Kinder seien unerziehbar • Gleichheit von allen (arische Rasse sei die reine und wahre Rasse) -> Blut der Deutschen sei noch nicht rein genug Idee des Erziehungsstaates • Kinder sollen sich frei bewegen können -> Vorrausetzung: überall gleiche Erwartungen • beruft sich auf anerkannte moralische Werte antipluralistisch (man soll sich Einordnen und Eingliedern) • Staat, Volk und Erziehung seien untrennbar miteinander vereint -> fügen sich staatlich vorgegebenen Werten ● • Verbote und Ausgrenzungen seien notwendige Effekte des Erziehungsstaates Führerprinzip sei nach Krieck die Garantie unvermeidliche Spannungen zu kompensieren ● Umsetzung durch Formationserziehung Selbsterziehung: Alle Gemeinschaften und Glieder (Staat, Volk, Erziehung/Freizeit, Schule, Familie) erziehen sich untereinander -> funktionale Erziehung sinnvoller als geplantes erzieherisches Vorgehen (intentionale Erziehung) von Schule und Eltern ● • Charktererziehung, damit die Jugendlichen den "täglichen Einsatz für den Führer und das Volk" erlernen -> "Kämpfertum" als Ideal • Jugend wird beeinflusst und gelenkt durch die Formationserziehung • Staat kann Schule und Freizeit (durch HJ) beeinflussen, doch die Familie kann dem Jugendlichen andere Werte vermitteln -> Gefahr des Erziehungsstaates Methoden 1. 2. 3. 4. Emotionalität und Erlebnis statt Verstand und Wissen politisch-staatlich vororganisiertes Gemeinschaftsleben Einheitlichkeit statt Pluralität und Vielfalt Steuerung von Massen statt Entfaltung von Individualität Baldur von Schirach Jugend NS-Zeit / Pädagogik Konzept der Gebrauchspädagogik Neufundierung eines Gemeinschaftslebens und Gemeinschaftsbewusstseins durch HJ und ● BDM • Die Freizeit der Kinder soll durch die HJ kontrolliert werden, damit es zu keiner ungewollten Individualität komme • Man muss die Dinge aktiv machen, um sie zu erlernen (z.B. Aufmärsche, die zum Volksgedanken und Gemeinschaft führen) • Der Körper ist dabei das wichtigste am Jugendlichen und dieser gehört dem Volk o Er soll gepflegt und auf ihn geachtet werden (Die 10 Leitmotive) • Man braucht Vorbilder an denen man sich orientieren kann (z.B. HJ-Führer) o Diese sollen nicht viel älter sein als der Jugendliche selbst, damit der Jugendliche sich mit ihm identifizieren kann Leitmotive der Gebrauchspädagogik Erlebnis • gemeinsam-emotional erlebte Erfahrungen sozialer Zugehörigkeit man muss erleben und nicht verbal erlernen Vorbild ● ● ● ● Gleichaltriger Führer als Vorbild "richtiges" Verhalten wird vorgelebt Orientierung (Identitätsbildung) Kameradschaft • dienstliche Beziehungen der HJ-Mitglieder • öffentliche Verhaltensnorm Ehre • Individuum alleine hat keine Ehre, Gruppe schon • Nicht angepasstes Verhalten beeinträchtig Ehre Dienst ● organisiertes Jugendleben • nützliche Dienste in der Öffentlichkeit Vorbereitung auf spätere Aufgaben für Volk und Staat ● Kritik Massive Schulkritik -> Schule vermittelt zu viel Wissen Kritik an Juden -> Juden seien "eine Gefahr für die europäische Kultur" Kritik an Aufklärung -> Aufklärung sei "sozialzersetzend" HJ und BDM Jugend NS-Zeit / Pädagogik Prinzipien der HJ Erziehung zum Aktivismus • Durch Sport soll der Aktivitätsdrang gezähmt werden • Ziel: Im Krieg möglichst viele Aufgaben zugeteilt bekommen wollen Leistungserziehung Wettkämpfe und verschiedene Leistungsabzeichen • Ziel: Jungen sollen selbstbewusst und stark werden, sowie an die Unbesiegbarkeit seines ganzen Volkes glauben Geltungsstreben • Systeme der Rangstufen mit Beförderungen und Rangabzeichen ● Ziel: Drang nach hohen Rängen in der Gesellschaft Forciertes Selbstbewusstsein • Durch Kämpfe und Siege • Ziel: An das Selbstbewusstsein der Jugendlichen appellieren Muster-Junge der HJ Aktivitätsdrang Körperlich Leistungsfähig • An Organisationsprinzipien gewöhnt ● reflektiert anerkannte Normen der Gesellschaft nicht, sondern leistet diesen einfach folge • Entfaltet Initiativen nur innerhalb ● ● anerkannter Normen "Kämpferisch" erzogen • Will gleichaltrige Kameraden übertreffen ● Nur Siege bringen ihm Stolz ● Selbstbewusst ● Will körperlich immer vollkommener und stärker werden Muster-Mädel der BDM • strebt danach eine stolze und edle Frau zu werden • strebt danach Mutter zu werden Hat kein Privatleben, sondern lebt nur für und in der Gemeinschaft ● • Gebärt viele Kinder "reines" Blutes • Hat ihre Anlagen so ausgebildet, dass die vererbten Teile die Nation bereichern • Hohes Selbstwertgefühl • Trainierter Körper . Charakterstark HJ und BDM Jugend NS-Zeit / Pädagogik Struktur in der HJ • Fest geregeltes System • Klare Vorgaben, die nicht in Frage gestellt werden • Einer hat das Sagen • Vorbildfunktion durch Führer Ordnung ● Wie erzieht diese Struktur? • Den Kinder wird von klein auf beigebracht, dass es nur einen Führer gibt o Wenig Möglichkeiten das Führerprinzip kritisch zu sehen • Kinder lernen von klein auf Gehorsam und klare Regeln • Kindern wird Ordnung und System Erhaltung beigebracht Prinzip der Selbstführung Ältere Generation führt jüngere • "Führer" muss bestimmten Richtlinien folgen; hat seine Entwicklung (körperlich & geistig) schon hinter sich ● jeder hat die Möglichkeit "Führer" zu werden "Jugendführer" üben so schon die Prinzipien und Eigenschaften eines "Führers" • Ziel: Selbstständigkeit; schnelle und mühelose Erziehung; Führer als Vorbild ● ● Kritik daran Erfolg oder Misserfolg hing von den "Individualitäten" der Führer ab • Die jeweiligen Schüler zeigten nicht immer vollstes Engagement • Die Führer gingen selber noch zur Schule • Die Macht, die die Führer bekamen konnte entweder zur Stärkung des Charakters beitragen oder zum Missbrauch führen ● HJ und BDM Jugend NS-Zeit / Pädagogik Wie können Machtmissbrauch und jugendliche "Großmannssucht" verhindert werden? • Ältere Führer einsetzen Weniger Befehlsgewalt und Macht verleihen Ständige Kontrollen wegen Machtmissbrauch Aus Amt entlassen, wenn Macht missbraucht wird ● ● ● Prinzip der Uniformierung • Unterstreicht Zugehörigkeit zur Gruppe und Volksgemeinschaft o niemand tanzt aus der Reihe • die Herkunft ist nicht erkennbar (alle haben den gleichen Wert, egal welchen Beruf der Vater bspw. ausführt (vermeintliche Egalität)) • Braunhemd der HJ als ehrenvoller Anzug -> Stolz • Uniform präsentiert die Haltung -> Einsatz und Leistung für das Vaterland und den Führer; soldatische Haltung • zeigt Gesellschaftsfähigkeit • Individuum im Verband Prinzip des Soldatischen Selbstständiges, Rasches, Lebendiges, Sieghaftes verkörpern Selbstdisziplin (soldatische Haltung über eigene Bedürfnisse) o freiwillige Disziplinierung o Einordnung unter eines einzigen Willen Jungvolk: Starke Beherrschung des Körpers mit natürlicher und spielerischer Anmut Ältere: soldatische Haltung wirkt gezwungen und beherrscht • Starke Beherrschung des Körpers und der geistigen Fähigkeiten • Marschieren in Formationen ● ● ● o Individuum im Verband o keine äußerlich sichtbaren individuellen Fähigkeiten o Unterordnung • Gesichtsausdruck, seelische & körperliche Haltung bei allen gleich, entsprechend der Uniform • Aber: allein die Uniform macht nicht den Typus der Hitler-Jugend aus HJ und BDM Jugend NS-Zeit / pädagogik Dienste und Aufgaben in der HJ Jungvolk/Jungmädel: Jede Woche Heimnachmittag und Sportnachmittag (2 Stunden) (+ Geländedienst für das Jungvolk) • BDM: Jede Woche Heimabende und Sportabende + monatlich einen "Gruppen-Appell" + zwei Dienstagabende für theoretisch-technischen Unterricht + einmal monatlich einen praktischen Dienst + hauswirtschaftliche Vorbereitung auf die zukünftige Mutterrolle HJ: Jede Woche Heimabende und Sportabende + monatlich einen "Gruppen-Appell" + zwei Dienstagabende für theoretisch-technischen Unterricht + einmal monatlich einen ● ---> Die Freizeit der Kinder wurde so gut wie möglich mit HJ-Aktivitäten gefüllt, damit sie dort in ihrem Handeln und Denken beeinflusst werden konnten Sonderausbildung In der Sonderausbildung wurden Dinge betrieben, die im normalen HJ-Dienst nicht vorkamen • Jungen: z.B. Marine-HJ, Motor-HJ, Flieger-HJ -> die Jungen wurden somit zu Soldaten ausgebildet • Mädchen: z.B. Kulturarbeit, Sanitäts- und Lazarettdienst, Haushaltsdienst; später Kriegsbedingt auch: Gesundheitsdienst, Fernmeldedienst -> Frauen wurden auf ihre Rolle als Mutter vorbereitet ● Bedeutung des Sports ● 1/3 der Zeit wurde sich mit weltanschaulicher Bildung beschäftigt; 2/3 der Zeit mit Sport • förderte Disziplin ● praktischen Dienst + Schießdienst und Geländedienst + zusätzliche Dienste wie bspw. Wettkämpfe, Landdienst etc. ● o Kriegsbedingt erlernten sie dann aber auch Fähigkeiten, die im Krieg von Nöten waren und nicht durch die im Krieg benötigten Männer ausgeführt werden konnten • Ab 1936 wurden Vereine aufgelöst o Individualsport war nicht mehr möglich (nur noch Sport in der HJ) ● Weltanschauliche Schulung Beeinflussung persönlicher Wertevorstellungen und Sichtweisen Die NS-Kultur wurde propagandistisch, durch Theatergruppen, Chöre, etc. unter die Jugend gebracht Es gab für die ganze HJ einen Schulungsplan nach dem die Themen in den verschiedenen Jahrgangsstufen vermittelt wurden ● stellte sicher, dass Mädchen auf die Rolle der Mutter vorbereitet werden und Jungen auf die Rolle als Soldaten 1934 wurde das sportliche Leistungsabzeichen eingeführt (verfplichtend) o zur Förderung der Leistung als auch als Kontrollmittel (weltanschauliche Fragen mussten auch beantwortet werden)