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Päda Klausur EF zum Thema Entwicklung, Lernen und Reife

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 Fallbeispiel ,,Leonie"
In den Osterferien entdeckt die 4-jährige Leonie beim Spielen im Keller unter verschiedenen
Kartons eine Maus. Volle

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Die Klausur wurde mit einer 2+ benotet Erwartungshorizont ist dabei Thema: Entwicklung, Lernen und Reife

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Fallbeispiel ,,Leonie" In den Osterferien entdeckt die 4-jährige Leonie beim Spielen im Keller unter verschiedenen Kartons eine Maus. Voller Begeisterung ruft sie ihre Mutter herbei, um ihr die Entdeckung des neuen Spielkameraden" zu zeigen. Als die Maus unter den Kartons hervor rennt, fängt Leonies Mutter so laut und schrill an zu schreien, dass Leonie zu weinen beginnt. Einige Tage später findet Leonie im Garten eine große Spinne. Stolz bringt sie die Spinne in die Küche, wo ihre Mutter gerade kocht. Leonie setzt die Spinne vor ihrer Mutter auf der Arbeitsplatte ab, um dieses interessante Krabbeltier zu präsentieren. Die Mutter springt entsetzt zurück, schreit panisch auf und rennt aus der Küche. Leonie ist furchtbar aufgeregt und fängt an zu schreien und zu weinen. Als Leonie nach Ostern wieder in den Kindergarten kommt, hat die Erzieherin ein aufregendes Projekt geplant: Die Kinder dürfen im Wald Blätter und Äste sammeln, um daraus Naturbilder zu gestalten. Für die Kinder, die dabei besonders ordentlich waren und nach der Gestaltung ihrer Naturbilder die Arbeitsmaterialien wieder in den Schrank räumen, bekommen von der Erzieherin Weingummi in Form von Spinnen und Fledermäusen. Auch Leonie darf sich eine Süßigkeit aus der Packung nehmen. Anstatt sich zu freuen fängt sie jedoch furchtbar an zu weinen und läuft aus dem Raum. Nach der nächsten Bastelstunde räumt...

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Leonie, im Gegensatz zu den anderen Kindergartenkindern, ihre Bastelsachen nicht in den Schrank, sondern schmeißt sie auf den Boden. Die Kindergärtnerin ist ratlos und versteht das Verhalten von Leonie nicht. Um zu erfahren, warum Leonie so reagiert, sucht sie das Gespräch mit deren Mutter. (Autorentext: Frauke Wortmann, 06.04.2008) Aufgabe 1 (12 Punkte) Skizzieren Sie, was unter den Begriffen ,,Entwicklung", ,,Lernen" und ,,Reife" verstanden wird. Aufgabe 2 (14 Punkte) Formulieren Sie die Hauptgedanken des Fallbeispiels. Inhc Itsangabe Aufgabe 3 (30 Punkte) Erläutern Sie, inwiefern es sich im vorliegenden Fallbeispiel um einen Lernprozess handelt und erklären Sie dessen Verlauf mit Hilfe der klassischen Konditionierung. Schema Aufgabe 3 (24 Punkte) Die Erzieherin versucht in dem Gespräch mit Leonies Mutter herauszufinden, warum Leonie auf die Süßigkeiten mit Weinen und Weglaufen reagiert. Nach diesem Gespräch verfasst sie einen Brief an Leonies Eltern, in dem sie die Eltern kurz über ihr Fehlverhalten aufklärt und ihnen Tipps gibt, wie sie gemeinsam Leonies Verhalten verändern können. Entwerfen Sie einen solchen Brief an Leonies Eltern. Berücksichtigen Sie bei Ihren Ratschlägen die Ihnen bekannten Lerntheorie. EF Pädagogik Name:. Teilaufgabe 1 Anforderungen: Der Prüfling... Erwartungshorizont ,,Fallbeispiel Leonie" Entwicklung: individuelle Veränderung eines Menschen, in psychischer und physischer Weise, lebenslanger Prozess Reifung: Reflexe, Instinkte oder andere unerlernte Verhaltensweisen, genetisch bedingter Vorgang Lernen: beruht auf Erfahrung und Übung, Konditionierung, Extinktion, Veränderung durch andere Umwelteinflüsse max. erreichbare Gesamtpunktzahl Teilaufgabe 2 Anforderungen: Der Prüfling... formuliert einen Einleitungssatz, der Autor, Titel, Textsorte und Thema des Textes benennt erkennt die in dem Fallbeispiel dargestellte Situation von Leonie: die vierjährige Leonie findet im Keller eine Maus und ist begeistert davon ihre Mutter schreit, als sie die Maus entdeckt, sodass Leonie zu weinen beginnt Leonie findet eine Spinne, die sie erneut der Mutter präsentiert L erneut beginnt die Mutter zu schreien, sodass Leonie weinen muss einige Zeit später bekommt Leonie im Kindergarten als Belohnung für ihre Ordentlichkeit nach der Bastelstunde ein Weingummi in Form von Spinnen und Fledermäusen angeboten Leonie weint, anstatt sich zu freuen, und hinterlässt ihren Platz nach der nächsten Bastelstunde unordentlich CV) max. erreichbare Gesamtpunktzahl Teilaufgabe 3 Anforderungen: Der Prüfling... stellt den Lernprozess schematisch dar (je 1 P.): neutraler Reiz (NS; Spinne) →neutrale Reaktion (NR) unkonditionierter Reiz (UCS; lauter Schrei der Mutter) Reaktion (UCR; Angst, Weinen) unkonditionierte mehrfache Kopplung von NS und UCS (Spinne + Schrei der Mutter) → unkonditionierte Reaktion (UCR; Angst, Weinen) Gesetz der Kontiguität (2 P.) ✓ konditionierter Reiz (CS; Spinne) → konditionierte Reaktion (CR; Angst, Weinen) stellt die Reizgeneralisierung heraus leitet zur Erläuterung in Textform über erläutert die Lerntheorie des klassischen Konditionierens Klassisches Konditionieren: Prozess d. Kopplung von NS mit UCS. Der ursprünglich neutrale R wird zum CS, der eine kond. Reaktion hervorruft max. erreichbare Punkte 4 4 4 12 max. erreichbare Punkte 2 12 14 max. erreichbare Punkte 10 2 16 Punkte 2 4 4 10 Punkte 2 11 13 Punkte 40 2 14 EF Pädagogik Erwartungshorizont,,Fallbeispiel Leonie" NS: neutraler Reiz, keine spezifische Reaktion UCS: ruft reflexhaft eine best. Reaktion hervor ✔ UCR: angeborene Reaktion, wird durch UCS ausgelöst CS: ursprünglich neutraler Reiz, ruft durch mehrmalige Kopplung mit UCS eine gelernte Reaktion hervor CR: erlernte Reaktion, wird durch CS ausgelöst Gesetz der Kontiguität: zeitlich-räumliches Zusammentreffen von Reizen Gesetz der Kontiguität: Spinne/Maus treffen mit dem Schreien der Mutter zusammen Stellt die Reizgeneralisierung heraus max. erreichbare Gesamtpunktzahl Teilaufgabe 4 Anforderungen: Der Prüfling... verfasst die Ansprache an die Eltern erläutert das (Fehl-)Verhalten von Leonie nennt Möglichkeiten zur Verhaltensänderung Leonies Extinktion Reziproke Hemmung Note: max. erreichbare Gesamtpunktzahl Darstellungsleistung Anforderungen Der Prüfling strukturiert seinen Text schlüssig, stringent und gedanklich klar und bezieht sich dabei auf die Aufgabenstellung. verwendet eine präzise + differenzierte Sprache mit einer adäquaten Verwendung der Fachterminologie. schreibt sprachlich richtig sowie syntaktisch und stilistisch sicher. verbindet die Ebenen Sachdarstellung, Analyse und Bewertung sicher und transparent. belegt seine Aussagen durch angemessene und korrekte Nachweise (Zitate etc.). Gesamtpunktzahl Punkte gesamt gut Cplus (plus) 2 1+ 1 1- 2+2 2- 3+ 3 3- 4+ 4 100- 95-90- 85- 80- 75- 70- 65- 60- 55- 50- 46 96 91 86 81 66 76 61 56 71 51 Schione Arbeit, 30 max. erreichbare Punkte 2 6 16 19.3.19 24 max. erreichbare Punkte 5 3 5 5 2 20 100 26 Punkte 2 2 12 Punkte Datum/Unterschrift 5 3 4 5 F 5- 6 5+ 5 4- 45- 40- 35- 30- 25- 41 36 31 26 O N1.1 Pädagogik - Klausur NY " Reife": Die Reifung ist ein Prozess, in dem. es um körperliche Veränderung und Entwicklung geht. Diese Veränderung bzw. Entwicklung wird als endogen bezeichnet. Die Reifungsprozesse Khaffen eine grundlegende Vorraus- - setzung in dem Entwicklungsprozess, vor allem in der flühen Kindheit. Beispiele defir wären die Sprach- Entwicklung oder Pubertät. 1 Die Reifung an sich ist also körper- lich angelegt. "Leinen" ter dem Begriff Lernen verstent man eine Veränderung, bei der die Quelle in der Umwelt liegt. Diese Quelle wird als exotern bezeichnet, dies von dar außerlichen Faktoren, die in der Umwelt liegen, abhängen. Exoterne Faktoren wären z. B. Müdigkeit oder. Motivation. Im Gegensatz zur Reifun hort man nie auf zu lernen, sondern man lerni sein Leben lang, wobei dies auch spontan erfolgen kann. Das Lemin R R exogen S.O. R 1 16 ist der Gegenbegriff zul Reifung. " Entwicklung": Auch als Leonie ihrer Mutter nach diesem Vorfall eine Spinne zeige, sei diese wieder energisch aufgesprungen in der Entwicklung werden sowohl und habe erneut laut aufgeschrien, Sachen erlernt als auch die körper- worauf Leonie anfinge zu weinen. liche Entwicklungen und Veränderungen, I'm kindergarten zeige Leonie also die Reifung, erzielt. Es spielen also endogenes ond exoterne Faktoren eine Rolle, de in der Entwicklung gewisse Ver. anderungen ausprägen. Allerdings ist die Entwicklungsphese im Erwachsenenalter zu Ende, de ebenfalls Verhaltensweisen, die zuvor nicht bekannt seien.. Als Leonie sich für inte sorgfältige A seit ein Gummibärchen, in Form von Spinnen und Fledermäusen, nehmen dürfe, finge sie an zu weinen und werfe inre Bastelsachen auf den Boden. • man schon ausgewachten ist. Nr.2 in dem Fallbeispiel "Leonie", ver- fasst von Frauke Wortmann und erschienen am 6.04.2008, geht es um die vier-jährige Leonie, die Verhaltens-und Wahrnehmungs- veränderungen gegenüber bestimmten Tieren zeigt. Anfangs sei Leonie eine Tierfreunaan gewesen und zeige ihrer Mutter stort eine Maus. Diese erschrecke sich jedoch fürchterlich und schreie so laut auf, dass auch Leonie anfinge zu weinen. ( Nr. 3 Schema: Phase 1 3 NS (Leonie sieht Spinned Haus UCS Wieder- holung: 4 (Mutter Schreit Laut auf) NS+ UCS UCR (Leonie Sicht spinne/Haus und Mutter schreit laut au fials diese das Tier sieht) (sie weint) • Gesetz der Kontiguitat NR (keine spezifische Reaktion) CS (Leonie sieht Tier) UCR (sie weint) CR (sie weint) Sb [-] ([der] kontiguität genannt. Anschließend erfolgt die vierte und Lettle Phase des klassischen Konditionierens. In dieser Phase wird aus dem NS ein bedingter Reit (CS⇒ conditioned Stimulus), der zuvor ein ursprünglich neutraler Reiz war, der aufgrund einer mehrmaligen Koppelung mit dem UCS eine gelernte/bedingte Reaktion bewirkt han. Diese bedingte Reaktion (CR-> unconditioned response) definiert sich so, dass der Edukant eine eriernte Reaktion, die durch den CS ausgelöst wurde, erhalten hat. Bezieht man sich nun auf die nier vorliegende Problematik, lässt sich mit dem dargesteuten Schema folgendes erklären. Anhand Leonies Verhalten fällt auf, dass alle klassische Konditionierung stattfindet, welche im Folgenden genauer erläutert wird. Allgemein lässt sich die klassische Konditionierung nach Ivan Pawlow in vier Phasen aufteilen. meist In Phase eins wird der Edukand einem neutralen Reiz (NS- neutral stimulus) ausgesetzt, auf den er meist neutra reagiert bzw. keine spezifische Reake- tion steigt (NR → neutral response). Die zweite Phase definiert sich durch den unbedingten Reiz (UCS → un- conditioned stimulus), der vom Edu- kanden gezeigt wird. Unter dem UCS versteht man einen Reiz, cler Ohne vorangeganes Lernen eine Reaktion auslöst. Die Versuchsperscill. Zorächst findet man bei Leonies der Edukand entgegnet sien dern. UCS mit einer bedingten Reaktion CUCR Unconditioned response), die eine angeborene Reaktion ist, die durch den UCS ausgelöst wird. in der dritten Phase werden so- wohl der NS als auch der UCS zeitnah vorgeführt, wobei die UCR erneut als Resultat folgt. Diese Wiederholung wird auch Verhalten gegenüber Tieren keine spezifische Reaktion, als sie in Be- rührung mit diesen kommt. Als sie jedoch mit den Tieren zu ihrer Mutter gent, lost alese den un- bedingten Reiz(UCS) mit ihrem lauten Schrei aus. Dieser Reiz hat sich eben- falls auf die 4-jährige Leonie über- tragen, dalsie eine UCR zeigt, indem sie anfängt zu weinen. Durch

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Vielen Dank, wirklich hilfreich für mich, da wir gerade genau das Thema in der Schule haben 😁

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Fallbeispiel ,,Leonie" In den Osterferien entdeckt die 4-jährige Leonie beim Spielen im Keller unter verschiedenen Kartons eine Maus. Voller Begeisterung ruft sie ihre Mutter herbei, um ihr die Entdeckung des neuen Spielkameraden" zu zeigen. Als die Maus unter den Kartons hervor rennt, fängt Leonies Mutter so laut und schrill an zu schreien, dass Leonie zu weinen beginnt. Einige Tage später findet Leonie im Garten eine große Spinne. Stolz bringt sie die Spinne in die Küche, wo ihre Mutter gerade kocht. Leonie setzt die Spinne vor ihrer Mutter auf der Arbeitsplatte ab, um dieses interessante Krabbeltier zu präsentieren. Die Mutter springt entsetzt zurück, schreit panisch auf und rennt aus der Küche. Leonie ist furchtbar aufgeregt und fängt an zu schreien und zu weinen. Als Leonie nach Ostern wieder in den Kindergarten kommt, hat die Erzieherin ein aufregendes Projekt geplant: Die Kinder dürfen im Wald Blätter und Äste sammeln, um daraus Naturbilder zu gestalten. Für die Kinder, die dabei besonders ordentlich waren und nach der Gestaltung ihrer Naturbilder die Arbeitsmaterialien wieder in den Schrank räumen, bekommen von der Erzieherin Weingummi in Form von Spinnen und Fledermäusen. Auch Leonie darf sich eine Süßigkeit aus der Packung nehmen. Anstatt sich zu freuen fängt sie jedoch furchtbar an zu weinen und läuft aus dem Raum. Nach der nächsten Bastelstunde räumt...

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Leonie, im Gegensatz zu den anderen Kindergartenkindern, ihre Bastelsachen nicht in den Schrank, sondern schmeißt sie auf den Boden. Die Kindergärtnerin ist ratlos und versteht das Verhalten von Leonie nicht. Um zu erfahren, warum Leonie so reagiert, sucht sie das Gespräch mit deren Mutter. (Autorentext: Frauke Wortmann, 06.04.2008) Aufgabe 1 (12 Punkte) Skizzieren Sie, was unter den Begriffen ,,Entwicklung", ,,Lernen" und ,,Reife" verstanden wird. Aufgabe 2 (14 Punkte) Formulieren Sie die Hauptgedanken des Fallbeispiels. Inhc Itsangabe Aufgabe 3 (30 Punkte) Erläutern Sie, inwiefern es sich im vorliegenden Fallbeispiel um einen Lernprozess handelt und erklären Sie dessen Verlauf mit Hilfe der klassischen Konditionierung. Schema Aufgabe 3 (24 Punkte) Die Erzieherin versucht in dem Gespräch mit Leonies Mutter herauszufinden, warum Leonie auf die Süßigkeiten mit Weinen und Weglaufen reagiert. Nach diesem Gespräch verfasst sie einen Brief an Leonies Eltern, in dem sie die Eltern kurz über ihr Fehlverhalten aufklärt und ihnen Tipps gibt, wie sie gemeinsam Leonies Verhalten verändern können. Entwerfen Sie einen solchen Brief an Leonies Eltern. Berücksichtigen Sie bei Ihren Ratschlägen die Ihnen bekannten Lerntheorie. EF Pädagogik Name:. Teilaufgabe 1 Anforderungen: Der Prüfling... Erwartungshorizont ,,Fallbeispiel Leonie" Entwicklung: individuelle Veränderung eines Menschen, in psychischer und physischer Weise, lebenslanger Prozess Reifung: Reflexe, Instinkte oder andere unerlernte Verhaltensweisen, genetisch bedingter Vorgang Lernen: beruht auf Erfahrung und Übung, Konditionierung, Extinktion, Veränderung durch andere Umwelteinflüsse max. erreichbare Gesamtpunktzahl Teilaufgabe 2 Anforderungen: Der Prüfling... formuliert einen Einleitungssatz, der Autor, Titel, Textsorte und Thema des Textes benennt erkennt die in dem Fallbeispiel dargestellte Situation von Leonie: die vierjährige Leonie findet im Keller eine Maus und ist begeistert davon ihre Mutter schreit, als sie die Maus entdeckt, sodass Leonie zu weinen beginnt Leonie findet eine Spinne, die sie erneut der Mutter präsentiert L erneut beginnt die Mutter zu schreien, sodass Leonie weinen muss einige Zeit später bekommt Leonie im Kindergarten als Belohnung für ihre Ordentlichkeit nach der Bastelstunde ein Weingummi in Form von Spinnen und Fledermäusen angeboten Leonie weint, anstatt sich zu freuen, und hinterlässt ihren Platz nach der nächsten Bastelstunde unordentlich CV) max. erreichbare Gesamtpunktzahl Teilaufgabe 3 Anforderungen: Der Prüfling... stellt den Lernprozess schematisch dar (je 1 P.): neutraler Reiz (NS; Spinne) →neutrale Reaktion (NR) unkonditionierter Reiz (UCS; lauter Schrei der Mutter) Reaktion (UCR; Angst, Weinen) unkonditionierte mehrfache Kopplung von NS und UCS (Spinne + Schrei der Mutter) → unkonditionierte Reaktion (UCR; Angst, Weinen) Gesetz der Kontiguität (2 P.) ✓ konditionierter Reiz (CS; Spinne) → konditionierte Reaktion (CR; Angst, Weinen) stellt die Reizgeneralisierung heraus leitet zur Erläuterung in Textform über erläutert die Lerntheorie des klassischen Konditionierens Klassisches Konditionieren: Prozess d. Kopplung von NS mit UCS. Der ursprünglich neutrale R wird zum CS, der eine kond. Reaktion hervorruft max. erreichbare Punkte 4 4 4 12 max. erreichbare Punkte 2 12 14 max. erreichbare Punkte 10 2 16 Punkte 2 4 4 10 Punkte 2 11 13 Punkte 40 2 14 EF Pädagogik Erwartungshorizont,,Fallbeispiel Leonie" NS: neutraler Reiz, keine spezifische Reaktion UCS: ruft reflexhaft eine best. Reaktion hervor ✔ UCR: angeborene Reaktion, wird durch UCS ausgelöst CS: ursprünglich neutraler Reiz, ruft durch mehrmalige Kopplung mit UCS eine gelernte Reaktion hervor CR: erlernte Reaktion, wird durch CS ausgelöst Gesetz der Kontiguität: zeitlich-räumliches Zusammentreffen von Reizen Gesetz der Kontiguität: Spinne/Maus treffen mit dem Schreien der Mutter zusammen Stellt die Reizgeneralisierung heraus max. erreichbare Gesamtpunktzahl Teilaufgabe 4 Anforderungen: Der Prüfling... verfasst die Ansprache an die Eltern erläutert das (Fehl-)Verhalten von Leonie nennt Möglichkeiten zur Verhaltensänderung Leonies Extinktion Reziproke Hemmung Note: max. erreichbare Gesamtpunktzahl Darstellungsleistung Anforderungen Der Prüfling strukturiert seinen Text schlüssig, stringent und gedanklich klar und bezieht sich dabei auf die Aufgabenstellung. verwendet eine präzise + differenzierte Sprache mit einer adäquaten Verwendung der Fachterminologie. schreibt sprachlich richtig sowie syntaktisch und stilistisch sicher. verbindet die Ebenen Sachdarstellung, Analyse und Bewertung sicher und transparent. belegt seine Aussagen durch angemessene und korrekte Nachweise (Zitate etc.). Gesamtpunktzahl Punkte gesamt gut Cplus (plus) 2 1+ 1 1- 2+2 2- 3+ 3 3- 4+ 4 100- 95-90- 85- 80- 75- 70- 65- 60- 55- 50- 46 96 91 86 81 66 76 61 56 71 51 Schione Arbeit, 30 max. erreichbare Punkte 2 6 16 19.3.19 24 max. erreichbare Punkte 5 3 5 5 2 20 100 26 Punkte 2 2 12 Punkte Datum/Unterschrift 5 3 4 5 F 5- 6 5+ 5 4- 45- 40- 35- 30- 25- 41 36 31 26 O N1.1 Pädagogik - Klausur NY " Reife": Die Reifung ist ein Prozess, in dem. es um körperliche Veränderung und Entwicklung geht. Diese Veränderung bzw. Entwicklung wird als endogen bezeichnet. Die Reifungsprozesse Khaffen eine grundlegende Vorraus- - setzung in dem Entwicklungsprozess, vor allem in der flühen Kindheit. Beispiele defir wären die Sprach- Entwicklung oder Pubertät. 1 Die Reifung an sich ist also körper- lich angelegt. "Leinen" ter dem Begriff Lernen verstent man eine Veränderung, bei der die Quelle in der Umwelt liegt. Diese Quelle wird als exotern bezeichnet, dies von dar außerlichen Faktoren, die in der Umwelt liegen, abhängen. Exoterne Faktoren wären z. B. Müdigkeit oder. Motivation. Im Gegensatz zur Reifun hort man nie auf zu lernen, sondern man lerni sein Leben lang, wobei dies auch spontan erfolgen kann. Das Lemin R R exogen S.O. R 1 16 ist der Gegenbegriff zul Reifung. " Entwicklung": Auch als Leonie ihrer Mutter nach diesem Vorfall eine Spinne zeige, sei diese wieder energisch aufgesprungen in der Entwicklung werden sowohl und habe erneut laut aufgeschrien, Sachen erlernt als auch die körper- worauf Leonie anfinge zu weinen. liche Entwicklungen und Veränderungen, I'm kindergarten zeige Leonie also die Reifung, erzielt. Es spielen also endogenes ond exoterne Faktoren eine Rolle, de in der Entwicklung gewisse Ver. anderungen ausprägen. Allerdings ist die Entwicklungsphese im Erwachsenenalter zu Ende, de ebenfalls Verhaltensweisen, die zuvor nicht bekannt seien.. Als Leonie sich für inte sorgfältige A seit ein Gummibärchen, in Form von Spinnen und Fledermäusen, nehmen dürfe, finge sie an zu weinen und werfe inre Bastelsachen auf den Boden. • man schon ausgewachten ist. Nr.2 in dem Fallbeispiel "Leonie", ver- fasst von Frauke Wortmann und erschienen am 6.04.2008, geht es um die vier-jährige Leonie, die Verhaltens-und Wahrnehmungs- veränderungen gegenüber bestimmten Tieren zeigt. Anfangs sei Leonie eine Tierfreunaan gewesen und zeige ihrer Mutter stort eine Maus. Diese erschrecke sich jedoch fürchterlich und schreie so laut auf, dass auch Leonie anfinge zu weinen. ( Nr. 3 Schema: Phase 1 3 NS (Leonie sieht Spinned Haus UCS Wieder- holung: 4 (Mutter Schreit Laut auf) NS+ UCS UCR (Leonie Sicht spinne/Haus und Mutter schreit laut au fials diese das Tier sieht) (sie weint) • Gesetz der Kontiguitat NR (keine spezifische Reaktion) CS (Leonie sieht Tier) UCR (sie weint) CR (sie weint) Sb [-] ([der] kontiguität genannt. Anschließend erfolgt die vierte und Lettle Phase des klassischen Konditionierens. In dieser Phase wird aus dem NS ein bedingter Reit (CS⇒ conditioned Stimulus), der zuvor ein ursprünglich neutraler Reiz war, der aufgrund einer mehrmaligen Koppelung mit dem UCS eine gelernte/bedingte Reaktion bewirkt han. Diese bedingte Reaktion (CR-> unconditioned response) definiert sich so, dass der Edukant eine eriernte Reaktion, die durch den CS ausgelöst wurde, erhalten hat. Bezieht man sich nun auf die nier vorliegende Problematik, lässt sich mit dem dargesteuten Schema folgendes erklären. Anhand Leonies Verhalten fällt auf, dass alle klassische Konditionierung stattfindet, welche im Folgenden genauer erläutert wird. Allgemein lässt sich die klassische Konditionierung nach Ivan Pawlow in vier Phasen aufteilen. meist In Phase eins wird der Edukand einem neutralen Reiz (NS- neutral stimulus) ausgesetzt, auf den er meist neutra reagiert bzw. keine spezifische Reake- tion steigt (NR → neutral response). Die zweite Phase definiert sich durch den unbedingten Reiz (UCS → un- conditioned stimulus), der vom Edu- kanden gezeigt wird. Unter dem UCS versteht man einen Reiz, cler Ohne vorangeganes Lernen eine Reaktion auslöst. Die Versuchsperscill. Zorächst findet man bei Leonies der Edukand entgegnet sien dern. UCS mit einer bedingten Reaktion CUCR Unconditioned response), die eine angeborene Reaktion ist, die durch den UCS ausgelöst wird. in der dritten Phase werden so- wohl der NS als auch der UCS zeitnah vorgeführt, wobei die UCR erneut als Resultat folgt. Diese Wiederholung wird auch Verhalten gegenüber Tieren keine spezifische Reaktion, als sie in Be- rührung mit diesen kommt. Als sie jedoch mit den Tieren zu ihrer Mutter gent, lost alese den un- bedingten Reiz(UCS) mit ihrem lauten Schrei aus. Dieser Reiz hat sich eben- falls auf die 4-jährige Leonie über- tragen, dalsie eine UCR zeigt, indem sie anfängt zu weinen. Durch