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Pädagogik Erikson

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 Abi 2021
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Erik Homburger Erikson: Psychosoziale Entwicklung Zur Person:
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Abi 2021 Zur Person: Zur Theorie: Krise: Erik Homburger Erikson: Psychosoziale Entwicklung Zur Person: 1902-1994 Flucht in die USA während der NS-Zeit Besuch einer Kunstakademie, Hinwendung zur Psychoanalyse durch den Kontakt mit Anna Freud Ausbildung zum Psychoanalytiker, Professor für Entwicklungspsychologie in Barkley & Harvard Grundthesen der Theorie: Erweiterung & Modifikation der Theorie von Freud Ergänzung um drei weitere Phasen & soziale Aspekte Persönlichkeitsentwicklung gemäß dem epigenetischen Prinzip Zeichnet nur grobe Entwicklungslinien Jede Phase verbunden mit Konflikten & Krisen Akzentsetzung der Entwicklungsdynamik auf die soziale Einbindung innerpsychischer Kräfte Betrachtung der Entwicklung unter der Perspektive der Bewältigung psychosozialer Herausforderungen Erziehungswissenschaften Leben ist in acht aufeinander folgende Krisen unterteilt → folgt dem Prinzip der Epigenese Reihenfolge der Entwicklungsstufen ist unumkehrbar & universal (siehe Ende Kritik => stimmt nicht) bewältigte Krisen bilden das Fundament für die folgenden Krisen (Erfahrungen aus den vorangegangenen Phasen werden verwendet, um neue Identitätskrisen zu verarbeiten) Anforderungen/Krisen resultieren aus gegensätzlichen Anforderungen & Bedürfnissen Bewältigung der Krisen führt zum Aufbau einer Ich-Identität & kennzeichnet die wachsende Persönlichkeit → Ich-Identität als wichtigstes Ziel Bewältigung der Krisen wirkt entwicklungsfördernd & bringt sich positiv auf die Persönlichkeit auswirkende Kompetenz Ziel ist nicht die perfekte Bewältigung aller Krisen (ist möglich), möglichst viele Krisen möglichst gut lösen. zentrale Komponenten sind die innere Einheit & die Krise Mensch gehorcht inneren Entwicklungsgesetzen Entwicklung stellt einen Prozess von Neubildungen dar auf Basis der vorangegangenen Krisen Vielschichtigkeit des Identitätsbegriffs bei...

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Erikson: Identität: Entwicklung von Persönlichkeit, durch sich selbst & innerhalb von Beziehungen Persönlichkeitsentwicklung immer im Kontext mit sozialen Beziehungen Ich-Entwicklung & Identitätsentwicklung sind eng miteinander verbunden: O O Ich = organisiertes System von Einstellungen, Motiven & Bewältigungsleistungen; Kernbereich der Persönlichkeit (innere Einheit) Ich-Identität = Selbstkonsistenz: "man weiß, wer man ist" & kennt die eigene Individualität, die über Zeit, Situationen & soziale Kontexte hinweg bestehen bleibt Identitätsentwicklung = zentraler Aspekt & lebenslanger Prozess O O O ICH-Identität: O O O O Gefühl, man selbst zu sein Bild eines einheitlichen Menschen, der „er selbst ist" & in die Gesellschaft integriert ist Einheitlichkeit von Erscheinung & Wesen subjektives Empfinden Gefühl eine zusammenhängende Persönlichkeit zu sein, die im Besitz seiner Kräfte, Aktivität & Entscheidungsfähigkeit ist Bildung aus den Eigenschaften, die das Individuum sich selbst zuschreibt, um sich von anderen abzugrenzen Selbstbild als reflexiver Aspekt Wissen, um eigene Unverwechselbarkeit & dessen Bejahung Identität bleibt meist unbewusst erstellt am 30.03.2021 O meist nur emotionale Befindlichkeit O wird in kritischen Lebensphasen besonders deutlich man bleibt einheitlicher, gleichbleibender Erlebnisträger, auch wenn man Eigenschaften dazugewinnt/ verändert angelegt zwischen zwei Polen (z.B. Urvertrauen vs. Urmisstrauen der ersten Krise) kennzeichnet einen Wendepunkt im Sinne einer entscheidenden Periode birgt eine erhöhte Verletzlichkeit & ein erhöhtes Potenzial in sich Entwicklungskrisen sind nicht negativ oder problematisch, sondern entwicklungsfördernd Durchlaufen der Krisen hat das Ziel, die Ich-Identität aufzubauen Bewältigung der Krise ist die zentrale Entwicklungsaufgabe Krisen werden nie vollständig gelöst, sondern bleiben ein Leben lang aktuell Krisen müssen auf einer bestimmten Stufe ausreichend bearbeitet werden, um die nächste Stufe erfolgreich bewältigen zu können Krise ist nicht identisch mit einer Störung, sondern kennzeichnet normalen Entwicklungsvorgang Abi 2021 Prinzip der Epigenese: Erziehungswissenschaften Ausgangspunkt der Entwicklungsvorstellung Epigenese (gr. lat.) vgl. epigenetisches Prinzip = Entwicklung eines jeden Organismus durch aufeinanderfolgende Neubildungen Ablauf der Entwicklung in acht Krisen nach einem festgelegten Grundplan Mensch unterliegt inneren Entwicklungsgesetzen jeder Teil hat zu einer bestimmten Zeit eine gesteigerte Bedeutung (spezielle Aszendenz) bewältigte Krisen bilden das Fundament für die folgenden Krisen verläuft über die ganze Lebensspanne nach der Bewältigung noch vorhanden alle Teile bilden zusammen ein funktionierendes Ganzes Prozess von Neubildungen, die auf der Basis vorangegangener Entwicklungen entstehen keineswegs nur Entfaltung von vorbestimmten/ angeborenen Keim Innere Einheit: menschliche Entwicklung dabei nie gradlinig & ohne Konflikt Mensch entwickelt seine Persönlichkeit auf der Basis seiner Anlagen innerhalb von sozialen Beziehungen in Krisen & Konflikten erstellt am 30.03.2021 zentrales Merkmal der Ich-Identität ein Gefühl, das sich jedes Mal neu nach der erfolgreichen Bewältigung der jeweiligen psychosozialen Krise in einer Phase einstellt Einheit zwischen den Anforderungen der sozialen Umwelt & der (wachsenden) Persönlichkeit Phasen der psychosozialen Entwicklungstheorie - Grundlagen: Es gibt 8 Stadien In jedem Stadium rückt eine Krise in den Mittelpunkt O O Diese muss hinreichend bewältigt werden, um Konflikte in den folgenden Stadien erfolgreich bewältigen zu können Wird eine Krise nicht bewältigt, können psychosoziale Probleme entstehen Die vorangegangenen Phasen bilden somit das Fundament für die kommenden Phasen. Angesammelte Erfahrungen werden verwendet, um neue Identitätskrisen zu verarbeiten Eriksons Vorstellung für eine gesunde Entwicklung: Erziehung nach Erikson bedeutet die Suche nach dem pädagogischen Mittelweg Zur Bewältigung der einzelnen Krisen ist es daher erforderlich das Kind beide Pole der Krise erleben zu lassen und es aktiv in die Lösung der dieser miteinzubeziehen Daher ist natürlich immer auf einen liebevollen Umgang zu achten (Bsp. Stadium 1: Kind erlernt hauptsächlich Urvertrauen, benötigt aber ebenfalls ein gesundes Maß Misstrauen im Leben) Alter / Krise 1) Urvertrauen vs. Urmisstrauen 0-1,5 (Säuglingsalter) Mutter 2) Autonomie vs. Scham/ Zweifel 1,5-3 (Kleinkindalter) Eltern 3) Initiative vs. Schuldgefühle 3-6 (Spielalter) Familie 4) Werkssinn vs. Minderwertigkeits- gefühl 6-12 (Schulalter) Nachbarschaft, Schule, Peers, Lehrer 5) Identität vs. Identitätsdiffusion 13 - 16 (Adoleszenz) Peers, Idole 7) Generativität vs. Stagnation Erwachsenenalter Familie, nächste Generation Abi 2021 6) Intimität & Solidarität vs. Isolation Junges/ frühes Erwachsenenalter Intimpartner, Freunde 8) Integrität vs. Verzweiflung Seniorenalter Lebenspartner, Familie Phasen der psychosozialen Entwicklungstheorie nach Erikson: Konstruktive Lösung Problematische Lösung innere Unruhe (in Maßen entwicklungsfördernd → fordert Eigenaktivität), Unausgeglichenheit, Ablehnung der Bezugspersonen - Unsicherheit, Angst Selbstzweifel, Minderwertigkeitsgefühle, Unsicherheit, fehlende Selbstständigkeit, Überschätzung →willkürliches Handeln, ohne auf andere Menschen zu achten ~Angst vor Schande übertriebene Schuldgefühle, Verständnislosigkeit, Beziehungsprobleme, hektische Übernahme von Initiative, Unfähigkeit dauerhafte Beziehungen einzugehen Angst vor Strafe, Angst nicht liebenswert zu sein zu viel Eifer, Unterlegenheitsgefühle, Minderwertigkeitsgefühle (in Maßen entwicklungsfördernd → fordert Anstrengung), Selbstüberschätzung mangelndes Selbstvertrauen, Gefühl des Versagens, Außenseiter Balance, innere Ruhe & Ausgeglichenheit, Gefühl der tiefen inneren Geborgenheit, Erfahrung von Urmisstrauen als Grundlage Niederlagen hinzunehmen stabiles Siche eitsbew sstsein Balance, Trieb- & Bedürfniskontrolle, eigener Wille, Anpassung an erste soziale Regeln wichtiger Schritt für Persönlichkeitsentwicklung ~ Selbstwahrnehmung als Handelnder, Verursacher von Geschehnissen Verantwortung übernehmen, Gewissensbildung, Entwicklung zwischenmenschlicher Beziehungen, Initiative (=positive Reaktion auf Herausforderungen) ~ Vertrauen eigene Initiative & Kreativität Balance von Eifer & Unterlegenheit, hohes Maß Werkssinn (Bestreben, in einem größeren Umfeld Nützliches zu leisten), Vernunft & Bescheidenheit, realistische Einschätzung ~ Vertrauen auf eigene Fähigkeiten Bildung eigener Identität, Ablösung von Eltern, Selbstfindung, löst sich zunehmend von Familie → z.B. Musik-, Sportvereine, Tiere (Pflege Lebenssinn), Hinterfragen von Ideologien ~ Festes Vertrauen in die eigene Person Partnerschaften führen, in denen besondere Verantwortung für anderen übernommen wird, Zuwendung erfahren ~ Fähigkeit zur Nähe & Bindung Fortpflanzung, Übernahme von Verantwortung für nachwachsende Generation ~ Interesse an Familie mit dem eigenen Leben ins Reine kommen, Lebensende akzeptieren Erziehungswissenschaften ~ grundlegende Zufriedenheit, Gefühl der Ganzheit radikale Ablehnung von Autoritäten, kritiklose Unterwerfung, Identitätsdiffusion = Misslingen des Auswählens aus Identitätsangeboten ~ unsicheres Selbstbewusstsein, falsches Selbstbild Nichtgelingen des Aufbaus intimer Beziehungen = Zustand der Isolierung ~ Gefühl der Einsamkeit, Leugnung des Bedürfnisses nach Nähe, Angst vor Spontanität, Vermeidung von Konkurrenz keine Bereitschaft zur Verantwortung / produktives Gesellschaftsmitglied zu sein ~ fehlende Zukunftsorientierung getroffene Entscheidungen nicht akzeptieren können, Unzufriedenheit mit der eigenen Lebensführung ~ Enttäuschung, Angst vor dem Tod Positives Erzieherverhalten liebende Fürsorge, nicht immer sofort reagieren, Zurückweisungen & Niederlagen hinnehmen lernen, Stabilität, Verlässlichkeit Kombination: Konsequenz/Verbote & Freiheiten lassen → Bedürfnisse im gesellschaftlichen Rahmen befriedigen Initiative fördern, Grenzen aufweisen, aber nicht abweisen, gleichgeschlechtliches Elternteil sollte aktiv auftreten & als Vorbild fungieren auch mal verlieren lassen, Platz in der Gesellschaft zeigen, Möglichkeiten bieten Leistungen zu erbringen, Regelverständnis fördern Beratung, Kritik, Grenzen aufweisen, Selbstständigkeit fördern, Anforderungen stellen, Idole & Leitbilder Kritik & Orientierung, Bedarf eines Moratoriums: temporär aus Handlungsräumen ausbrechen 1 1 erstellt am 30.03.2021 Negatives Erzieherverhalten Vernachlässigung o. übertriebene Zuneigung Hyperaktivität, Unfähigkeit, Frustrationen auszuhalten extrem einseitige Erziehung, rigide bestrafen/ kritisieren, zu nachgiebig sein Abweisung, rigide Machtdemonstration in bestimmten Kompetenzbereich drängen, Ablehnung egoistisch, strikte Vorgaben/Verbote, keine Hilfe bei Orientierungssuche, Entmündigung, zu viele Freiräume 1 1 Ziel: Ich-Erkenntnis Balance zw. Urmiss-/ Urvertrauen, um Frustrationen bewältigen zu können → Ich bin, was man mir gibt. innere Instanz bilden, die sie daran hindert, soziale Normen zu missachten → Ich bin, was ich will. Initiative ergreifen können & Gewissensbildung → Ich bin, was ich mir vorstellen kann zu werden. hohes Maß an Werksinn mit ein wenig Minderwertigkeit = Vernunft & Bescheidenheit → Ich bin, was ich lerne. Erarbeiten der eigenen Identität, Öffnung zur Außenwelt, Fähigkeit gesellschaftliche Anforderungen zu bewältigen → Ich bin, was ich bin. Partnerschaften aufbauen, Verantwortung für andere übernehmen → Ich bin, was ich für andere Menschen bin. Einsatz für Fortbestand der eigenen Gemeinschaft → Ich bin, was ich zu leisten vermag. Zufriedenheit mit eigenem Leben, keine Furcht vor Tod →→ Ich bin, was ich als sinnhaft empfinde. Abi 2021 Kritische Würdigung: Erziehungswissenschaften Pro Ⓒ Ⓒ Weiterentwicklung der psychoanalytischen Theorie Freuds Berücksichtigung des soziokulturellen Kontext im Erwachsenenalter Theorie betrachtet Entwicklung der Persönlichkeit aus einer breiten Perspektive => betrachtet historische & soziale Variablen Offenlegung der Folgen bestimmter erzieherischer Einstellungen & Verhaltensweisen/ welche psychischen Strukturen Menschen ausbilden unterstreicht die Bedeutung erzieherischer Verantwortung zeigt Gefahren extrem einseitiger Orientierungen Ⓒzeigt Bedeutung der Balance des erzieherischen Verhaltens zwischen extremen Polen bietet Orientierungen, aber keine pädagogischen Handlungspläne = besonderer pädagogischer Wert Ⓒ Andeutung welche erzieherischen Verhaltensweisen welche Auswirkungen haben könnten Ⓒ nicht einfach ein pädagogisch „richtiges“ oder „falsches“ Verhalten kann dazu beitragen, bedeutende pädagogische Annahmen differenziert zu beurteilen Ⓒthematisiert die Bedeutung von Krisen & Unstimmigkeiten bzw. Konflikten für die Entwicklung erstellt am 30.03.2021 Contra nicht frei von bestimmten kulturellen Einstellungen bietet Orientierung, aber keine pädagogischen Handlungspläne Deutung erforderlich = falsch interpretierbar Zusammenstellung aus Beobachtungen, empirischen Verallgemeinerungen & abstrakten theoretischen Postulaten Teilweise veraltet & nicht auf die heutige Zeit anwendbar geht nicht auf Geschlechter ein (besonders nicht auf Frauen) wurde von vielen als „nicht universell anwendbar" gesehen, jedoch hat Erikson sein Modell als universell konzipiert, dass die Krisen kulturübergreifend erlebt werden zu viel Interpretation => kaum Bewertung möglich nicht wenige Kinder wachsen heute ohne Vater auf oder erleben in Patchwork-Familien wechselnde Bezugspersonen => nicht thematisiert Ⓒzunehmende Institutionalisierung von Erziehung nicht thematisiert Fragen: welchen Einfluss hat multimedialer Einfluss? inwieweit wird dadurch die Einflussnahme der Eltern geschwächt? war Psychologe, nicht Pädagoge Frage: soll man die Persönlichkeit von Kindern aus nicht traditionellen Familienverhältnissen als weniger frei entfaltbar ansehen? → unter Berücksichtigung, dass Erikson Psychologe also nicht Pädagoge war resultiert, dass seine Erkenntnisse zwar grundlegende Erkenntnisse über die psychische Entwicklung bieten, allerdings in jedem Handlungskontext neu angewendet & gedeutet werden müssen

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Abi 2021 Zur Person: Zur Theorie: Krise: Erik Homburger Erikson: Psychosoziale Entwicklung Zur Person: 1902-1994 Flucht in die USA während der NS-Zeit Besuch einer Kunstakademie, Hinwendung zur Psychoanalyse durch den Kontakt mit Anna Freud Ausbildung zum Psychoanalytiker, Professor für Entwicklungspsychologie in Barkley & Harvard Grundthesen der Theorie: Erweiterung & Modifikation der Theorie von Freud Ergänzung um drei weitere Phasen & soziale Aspekte Persönlichkeitsentwicklung gemäß dem epigenetischen Prinzip Zeichnet nur grobe Entwicklungslinien Jede Phase verbunden mit Konflikten & Krisen Akzentsetzung der Entwicklungsdynamik auf die soziale Einbindung innerpsychischer Kräfte Betrachtung der Entwicklung unter der Perspektive der Bewältigung psychosozialer Herausforderungen Erziehungswissenschaften Leben ist in acht aufeinander folgende Krisen unterteilt → folgt dem Prinzip der Epigenese Reihenfolge der Entwicklungsstufen ist unumkehrbar & universal (siehe Ende Kritik => stimmt nicht) bewältigte Krisen bilden das Fundament für die folgenden Krisen (Erfahrungen aus den vorangegangenen Phasen werden verwendet, um neue Identitätskrisen zu verarbeiten) Anforderungen/Krisen resultieren aus gegensätzlichen Anforderungen & Bedürfnissen Bewältigung der Krisen führt zum Aufbau einer Ich-Identität & kennzeichnet die wachsende Persönlichkeit → Ich-Identität als wichtigstes Ziel Bewältigung der Krisen wirkt entwicklungsfördernd & bringt sich positiv auf die Persönlichkeit auswirkende Kompetenz Ziel ist nicht die perfekte Bewältigung aller Krisen (ist möglich), möglichst viele Krisen möglichst gut lösen. zentrale Komponenten sind die innere Einheit & die Krise Mensch gehorcht inneren Entwicklungsgesetzen Entwicklung stellt einen Prozess von Neubildungen dar auf Basis der vorangegangenen Krisen Vielschichtigkeit des Identitätsbegriffs bei...

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Erikson: Identität: Entwicklung von Persönlichkeit, durch sich selbst & innerhalb von Beziehungen Persönlichkeitsentwicklung immer im Kontext mit sozialen Beziehungen Ich-Entwicklung & Identitätsentwicklung sind eng miteinander verbunden: O O Ich = organisiertes System von Einstellungen, Motiven & Bewältigungsleistungen; Kernbereich der Persönlichkeit (innere Einheit) Ich-Identität = Selbstkonsistenz: "man weiß, wer man ist" & kennt die eigene Individualität, die über Zeit, Situationen & soziale Kontexte hinweg bestehen bleibt Identitätsentwicklung = zentraler Aspekt & lebenslanger Prozess O O O ICH-Identität: O O O O Gefühl, man selbst zu sein Bild eines einheitlichen Menschen, der „er selbst ist" & in die Gesellschaft integriert ist Einheitlichkeit von Erscheinung & Wesen subjektives Empfinden Gefühl eine zusammenhängende Persönlichkeit zu sein, die im Besitz seiner Kräfte, Aktivität & Entscheidungsfähigkeit ist Bildung aus den Eigenschaften, die das Individuum sich selbst zuschreibt, um sich von anderen abzugrenzen Selbstbild als reflexiver Aspekt Wissen, um eigene Unverwechselbarkeit & dessen Bejahung Identität bleibt meist unbewusst erstellt am 30.03.2021 O meist nur emotionale Befindlichkeit O wird in kritischen Lebensphasen besonders deutlich man bleibt einheitlicher, gleichbleibender Erlebnisträger, auch wenn man Eigenschaften dazugewinnt/ verändert angelegt zwischen zwei Polen (z.B. Urvertrauen vs. Urmisstrauen der ersten Krise) kennzeichnet einen Wendepunkt im Sinne einer entscheidenden Periode birgt eine erhöhte Verletzlichkeit & ein erhöhtes Potenzial in sich Entwicklungskrisen sind nicht negativ oder problematisch, sondern entwicklungsfördernd Durchlaufen der Krisen hat das Ziel, die Ich-Identität aufzubauen Bewältigung der Krise ist die zentrale Entwicklungsaufgabe Krisen werden nie vollständig gelöst, sondern bleiben ein Leben lang aktuell Krisen müssen auf einer bestimmten Stufe ausreichend bearbeitet werden, um die nächste Stufe erfolgreich bewältigen zu können Krise ist nicht identisch mit einer Störung, sondern kennzeichnet normalen Entwicklungsvorgang Abi 2021 Prinzip der Epigenese: Erziehungswissenschaften Ausgangspunkt der Entwicklungsvorstellung Epigenese (gr. lat.) vgl. epigenetisches Prinzip = Entwicklung eines jeden Organismus durch aufeinanderfolgende Neubildungen Ablauf der Entwicklung in acht Krisen nach einem festgelegten Grundplan Mensch unterliegt inneren Entwicklungsgesetzen jeder Teil hat zu einer bestimmten Zeit eine gesteigerte Bedeutung (spezielle Aszendenz) bewältigte Krisen bilden das Fundament für die folgenden Krisen verläuft über die ganze Lebensspanne nach der Bewältigung noch vorhanden alle Teile bilden zusammen ein funktionierendes Ganzes Prozess von Neubildungen, die auf der Basis vorangegangener Entwicklungen entstehen keineswegs nur Entfaltung von vorbestimmten/ angeborenen Keim Innere Einheit: menschliche Entwicklung dabei nie gradlinig & ohne Konflikt Mensch entwickelt seine Persönlichkeit auf der Basis seiner Anlagen innerhalb von sozialen Beziehungen in Krisen & Konflikten erstellt am 30.03.2021 zentrales Merkmal der Ich-Identität ein Gefühl, das sich jedes Mal neu nach der erfolgreichen Bewältigung der jeweiligen psychosozialen Krise in einer Phase einstellt Einheit zwischen den Anforderungen der sozialen Umwelt & der (wachsenden) Persönlichkeit Phasen der psychosozialen Entwicklungstheorie - Grundlagen: Es gibt 8 Stadien In jedem Stadium rückt eine Krise in den Mittelpunkt O O Diese muss hinreichend bewältigt werden, um Konflikte in den folgenden Stadien erfolgreich bewältigen zu können Wird eine Krise nicht bewältigt, können psychosoziale Probleme entstehen Die vorangegangenen Phasen bilden somit das Fundament für die kommenden Phasen. Angesammelte Erfahrungen werden verwendet, um neue Identitätskrisen zu verarbeiten Eriksons Vorstellung für eine gesunde Entwicklung: Erziehung nach Erikson bedeutet die Suche nach dem pädagogischen Mittelweg Zur Bewältigung der einzelnen Krisen ist es daher erforderlich das Kind beide Pole der Krise erleben zu lassen und es aktiv in die Lösung der dieser miteinzubeziehen Daher ist natürlich immer auf einen liebevollen Umgang zu achten (Bsp. Stadium 1: Kind erlernt hauptsächlich Urvertrauen, benötigt aber ebenfalls ein gesundes Maß Misstrauen im Leben) Alter / Krise 1) Urvertrauen vs. Urmisstrauen 0-1,5 (Säuglingsalter) Mutter 2) Autonomie vs. Scham/ Zweifel 1,5-3 (Kleinkindalter) Eltern 3) Initiative vs. Schuldgefühle 3-6 (Spielalter) Familie 4) Werkssinn vs. Minderwertigkeits- gefühl 6-12 (Schulalter) Nachbarschaft, Schule, Peers, Lehrer 5) Identität vs. Identitätsdiffusion 13 - 16 (Adoleszenz) Peers, Idole 7) Generativität vs. Stagnation Erwachsenenalter Familie, nächste Generation Abi 2021 6) Intimität & Solidarität vs. Isolation Junges/ frühes Erwachsenenalter Intimpartner, Freunde 8) Integrität vs. Verzweiflung Seniorenalter Lebenspartner, Familie Phasen der psychosozialen Entwicklungstheorie nach Erikson: Konstruktive Lösung Problematische Lösung innere Unruhe (in Maßen entwicklungsfördernd → fordert Eigenaktivität), Unausgeglichenheit, Ablehnung der Bezugspersonen - Unsicherheit, Angst Selbstzweifel, Minderwertigkeitsgefühle, Unsicherheit, fehlende Selbstständigkeit, Überschätzung →willkürliches Handeln, ohne auf andere Menschen zu achten ~Angst vor Schande übertriebene Schuldgefühle, Verständnislosigkeit, Beziehungsprobleme, hektische Übernahme von Initiative, Unfähigkeit dauerhafte Beziehungen einzugehen Angst vor Strafe, Angst nicht liebenswert zu sein zu viel Eifer, Unterlegenheitsgefühle, Minderwertigkeitsgefühle (in Maßen entwicklungsfördernd → fordert Anstrengung), Selbstüberschätzung mangelndes Selbstvertrauen, Gefühl des Versagens, Außenseiter Balance, innere Ruhe & Ausgeglichenheit, Gefühl der tiefen inneren Geborgenheit, Erfahrung von Urmisstrauen als Grundlage Niederlagen hinzunehmen stabiles Siche eitsbew sstsein Balance, Trieb- & Bedürfniskontrolle, eigener Wille, Anpassung an erste soziale Regeln wichtiger Schritt für Persönlichkeitsentwicklung ~ Selbstwahrnehmung als Handelnder, Verursacher von Geschehnissen Verantwortung übernehmen, Gewissensbildung, Entwicklung zwischenmenschlicher Beziehungen, Initiative (=positive Reaktion auf Herausforderungen) ~ Vertrauen eigene Initiative & Kreativität Balance von Eifer & Unterlegenheit, hohes Maß Werkssinn (Bestreben, in einem größeren Umfeld Nützliches zu leisten), Vernunft & Bescheidenheit, realistische Einschätzung ~ Vertrauen auf eigene Fähigkeiten Bildung eigener Identität, Ablösung von Eltern, Selbstfindung, löst sich zunehmend von Familie → z.B. Musik-, Sportvereine, Tiere (Pflege Lebenssinn), Hinterfragen von Ideologien ~ Festes Vertrauen in die eigene Person Partnerschaften führen, in denen besondere Verantwortung für anderen übernommen wird, Zuwendung erfahren ~ Fähigkeit zur Nähe & Bindung Fortpflanzung, Übernahme von Verantwortung für nachwachsende Generation ~ Interesse an Familie mit dem eigenen Leben ins Reine kommen, Lebensende akzeptieren Erziehungswissenschaften ~ grundlegende Zufriedenheit, Gefühl der Ganzheit radikale Ablehnung von Autoritäten, kritiklose Unterwerfung, Identitätsdiffusion = Misslingen des Auswählens aus Identitätsangeboten ~ unsicheres Selbstbewusstsein, falsches Selbstbild Nichtgelingen des Aufbaus intimer Beziehungen = Zustand der Isolierung ~ Gefühl der Einsamkeit, Leugnung des Bedürfnisses nach Nähe, Angst vor Spontanität, Vermeidung von Konkurrenz keine Bereitschaft zur Verantwortung / produktives Gesellschaftsmitglied zu sein ~ fehlende Zukunftsorientierung getroffene Entscheidungen nicht akzeptieren können, Unzufriedenheit mit der eigenen Lebensführung ~ Enttäuschung, Angst vor dem Tod Positives Erzieherverhalten liebende Fürsorge, nicht immer sofort reagieren, Zurückweisungen & Niederlagen hinnehmen lernen, Stabilität, Verlässlichkeit Kombination: Konsequenz/Verbote & Freiheiten lassen → Bedürfnisse im gesellschaftlichen Rahmen befriedigen Initiative fördern, Grenzen aufweisen, aber nicht abweisen, gleichgeschlechtliches Elternteil sollte aktiv auftreten & als Vorbild fungieren auch mal verlieren lassen, Platz in der Gesellschaft zeigen, Möglichkeiten bieten Leistungen zu erbringen, Regelverständnis fördern Beratung, Kritik, Grenzen aufweisen, Selbstständigkeit fördern, Anforderungen stellen, Idole & Leitbilder Kritik & Orientierung, Bedarf eines Moratoriums: temporär aus Handlungsräumen ausbrechen 1 1 erstellt am 30.03.2021 Negatives Erzieherverhalten Vernachlässigung o. übertriebene Zuneigung Hyperaktivität, Unfähigkeit, Frustrationen auszuhalten extrem einseitige Erziehung, rigide bestrafen/ kritisieren, zu nachgiebig sein Abweisung, rigide Machtdemonstration in bestimmten Kompetenzbereich drängen, Ablehnung egoistisch, strikte Vorgaben/Verbote, keine Hilfe bei Orientierungssuche, Entmündigung, zu viele Freiräume 1 1 Ziel: Ich-Erkenntnis Balance zw. Urmiss-/ Urvertrauen, um Frustrationen bewältigen zu können → Ich bin, was man mir gibt. innere Instanz bilden, die sie daran hindert, soziale Normen zu missachten → Ich bin, was ich will. Initiative ergreifen können & Gewissensbildung → Ich bin, was ich mir vorstellen kann zu werden. hohes Maß an Werksinn mit ein wenig Minderwertigkeit = Vernunft & Bescheidenheit → Ich bin, was ich lerne. Erarbeiten der eigenen Identität, Öffnung zur Außenwelt, Fähigkeit gesellschaftliche Anforderungen zu bewältigen → Ich bin, was ich bin. Partnerschaften aufbauen, Verantwortung für andere übernehmen → Ich bin, was ich für andere Menschen bin. Einsatz für Fortbestand der eigenen Gemeinschaft → Ich bin, was ich zu leisten vermag. Zufriedenheit mit eigenem Leben, keine Furcht vor Tod →→ Ich bin, was ich als sinnhaft empfinde. Abi 2021 Kritische Würdigung: Erziehungswissenschaften Pro Ⓒ Ⓒ Weiterentwicklung der psychoanalytischen Theorie Freuds Berücksichtigung des soziokulturellen Kontext im Erwachsenenalter Theorie betrachtet Entwicklung der Persönlichkeit aus einer breiten Perspektive => betrachtet historische & soziale Variablen Offenlegung der Folgen bestimmter erzieherischer Einstellungen & Verhaltensweisen/ welche psychischen Strukturen Menschen ausbilden unterstreicht die Bedeutung erzieherischer Verantwortung zeigt Gefahren extrem einseitiger Orientierungen Ⓒzeigt Bedeutung der Balance des erzieherischen Verhaltens zwischen extremen Polen bietet Orientierungen, aber keine pädagogischen Handlungspläne = besonderer pädagogischer Wert Ⓒ Andeutung welche erzieherischen Verhaltensweisen welche Auswirkungen haben könnten Ⓒ nicht einfach ein pädagogisch „richtiges“ oder „falsches“ Verhalten kann dazu beitragen, bedeutende pädagogische Annahmen differenziert zu beurteilen Ⓒthematisiert die Bedeutung von Krisen & Unstimmigkeiten bzw. Konflikten für die Entwicklung erstellt am 30.03.2021 Contra nicht frei von bestimmten kulturellen Einstellungen bietet Orientierung, aber keine pädagogischen Handlungspläne Deutung erforderlich = falsch interpretierbar Zusammenstellung aus Beobachtungen, empirischen Verallgemeinerungen & abstrakten theoretischen Postulaten Teilweise veraltet & nicht auf die heutige Zeit anwendbar geht nicht auf Geschlechter ein (besonders nicht auf Frauen) wurde von vielen als „nicht universell anwendbar" gesehen, jedoch hat Erikson sein Modell als universell konzipiert, dass die Krisen kulturübergreifend erlebt werden zu viel Interpretation => kaum Bewertung möglich nicht wenige Kinder wachsen heute ohne Vater auf oder erleben in Patchwork-Familien wechselnde Bezugspersonen => nicht thematisiert Ⓒzunehmende Institutionalisierung von Erziehung nicht thematisiert Fragen: welchen Einfluss hat multimedialer Einfluss? inwieweit wird dadurch die Einflussnahme der Eltern geschwächt? war Psychologe, nicht Pädagoge Frage: soll man die Persönlichkeit von Kindern aus nicht traditionellen Familienverhältnissen als weniger frei entfaltbar ansehen? → unter Berücksichtigung, dass Erikson Psychologe also nicht Pädagoge war resultiert, dass seine Erkenntnisse zwar grundlegende Erkenntnisse über die psychische Entwicklung bieten, allerdings in jedem Handlungskontext neu angewendet & gedeutet werden müssen