Klafkis Lösungsvorschlag für Schulen
Klafki entwickelte einen konkreten Lösungsvorschlag für Schulen: das Konzept des exemplarischen Lernens. Dieses Konzept zielt darauf ab, Schülern eine gewisse Selbstständigkeit zur kritischen Erkenntnis-, Urteils- und Handlungsfähigkeit zu vermitteln.
Highlight: Der Fokus liegt auf problemlösendem und entdeckendem Lernen, nicht auf der reproduktiven Übernahme von Wissen.
Klafki betont die Wichtigkeit der aktiven Eigenarbeit des Lernenden. Er schlägt vor, den Lehrplan auf epochal typische Schlüsselprobleme zu konzentrieren, um eine optimale Bildung zu ermöglichen.
Example: Zu den aktuellen Problemen unserer Zeit, auf die sich Schüler fokussieren sollen, gehören ökologische Problematiken, Demokratisierung, Frieden, Gleichberechtigung und weltweite Vernetzung.
Die grundlegenden Fähigkeiten, die durch diesen Ansatz vermittelt werden, sind Kritikbereitschaft, Argumentationsbereitschaft und Empathie.
Für Klafki ist Bildung ein selbstintentionaler Vorgang (gesteuert durch Eigeninteresse), ein universales Menschenrecht (muss für alle zugänglich sein) und ein Medium des Allgemeinen (Schlüssel zur Welt).
Definition: Die drei Fähigkeiten, die einen gebildeten Menschen nach Klafki ausmachen, sind:
- Mitbestimmungsfähigkeit
- Selbstbestimmungsfähigkeit
- Solidaritätsfähigkeit
Highlight: Das ultimative Ziel der Bildung ist nach Klafki die Mündigkeit des Individuums.
Die kritisch-konstruktive Didaktik nach Klafki stellt somit einen umfassenden Ansatz dar, der darauf abzielt, Schüler zu selbstständigen, kritisch denkenden und handlungsfähigen Individuen zu erziehen, die in der Lage sind, aktiv an der Gestaltung der Gesellschaft teilzunehmen.



