Wolfgang Niekes Grundlagen der interkulturellen Pädagogik
Du kennst das bestimmt: In deiner Klasse sitzen Schüler aus verschiedenen Kulturen, aber echtes Verständnis füreinander ist manchmal schwierig. Wolfgang Nieke, ein deutscher Professor für Allgemeine Pädagogik, hat genau für dieses Problem ein Konzept entwickelt.
Seine Grundannahme ist simpel aber wichtig: Die Schule muss interkulturelle Handlungskompetenz vermitteln. Das bedeutet, dass sowohl zugewanderte Schüler ihre eigene Identität entwickeln können als auch die Mehrheitsgesellschaft lernt, anderen Kulturen respektvoll zu begegnen.
Ethnozentrismus ist dabei ein zentrales Problem - die Tendenz, das eigene Verhalten für richtig und gut zu halten, während andere Kulturen als schlecht bewertet werden. Niekes erstes Ziel ist deshalb die Wahrnehmung des eigenen Ethnozentrismus. Du lernst zu erkennen, dass du Situationen aus deiner eigenen Perspektive bewertest und andere völlig andere Sichtweisen haben können.
Tipp: Versuche erstmal zu beschreiben, was du siehst, bevor du bewertest - das hilft dabei, Vorurteile zu vermeiden!