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Erziehung im Nationalsozialismus

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Themen:
Hitlers Erziehungsziele
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° Ernst Krieck: Erziehungsstaat & funktionale Erziehung
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° Umstrukturierung des Schulwesens von Schira

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11/12/10

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O Themen: Hitlers Erziehungsziele O ° Ernst Krieck: Erziehungsstaat & funktionale Erziehung O ° Umstrukturierung des Schulwesens von Schirach (HJ und BDM & Gebrauchspädagogik ° Erlebnispädagogik nach Kurt Hahn (Aufgabe 3) Text wird ein Auszug aus einer Befragung eines/r Zeitzeugen/in sein Nationalsozialistische Erziehungsziele O ° Ziele der körperlichen Ertüchtigung Kraft - > Pädagogik Leistungskurs Q2, Lernzettel < ° Ziele der Charakterbildung O Willenskraft Körperliche Gesundheit Abhärtung für das spätere Leben Gewandtheit Vorbereitung auf das Soldatentum (für Jungen) bzw. Mutterschaft (für Mädchen) Flink sein Wie Windhunde, zäh wie Leder, hart wie Kruppstahl Entschlussfreudigkeit - Selbstvertrauen - Treue Überlegenheitsgefühl - Opferbereitschaft - Selbstbeherrschung 05. Oktober 2020 Bereitschaft zum absoluten Gehorsam Deutsch denken, deutsch handeln Mehr kämpfen, als wissen: keine intellektuelle Erziehung Keine Emotionen: Schmerzen ertragen - Jungs = Soldaten, Mädchen = Hausfrauen Gewalttätige, herrische, unerschrockene, grausame Jugend ° Oberstes Erziehungsziel: Formung des Menschen zum ,,nationalsozialistischen Typus", also einem Menschen, der völkisch (in Kategorie von Volk und Rasse) denkt und fühlt. Männer sollten dem Ideal des selbstbewussten und selbstbeherrschten Soldaten und Frauen dem Ideal der treuen Gefährtin des Mannes, die eine große Kinderschar aufzieht, entsprechen. O ° Ideologische Ziele Rassistisches Denken/Glaube an eine Herrenrasse („Die gesamte Bildungs- und Erziehungsarbeit (…..) muss ihre Krönung darin finden, dass sie den Rassesinn und das Rassegefühl instinkt- und verstandesgemäß in Herz und Gehirn der ihr anvertrauten Jugend hineinbrennt." (Hitler in ,,Mein Kampf") 05. Oktober 2020 Sozialdarwinistisches Denken: Es gilt das „Recht der Stärkeren“ - Stärkere hat zu herrschen und sich nicht mit Schwächeren zu Aus heutiger Sicht fehlende Erziehungsziele Kritikfähigkeit O Kreativität Empathie Weckung von...

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Neugier und Forschungsdrang - Intellektuelle Fähigkeiten Relexionsvermögen verschmelzen, um so die eigene Größe zu opfern“ (Hitler in ,,Mein Kampf") Entwicklung von Nationalstolz und Nationalgefühl Völkisches Denken: „Du bist nichts, dein Volk ist alles!" Führerprinzip: „Führer befiehl, wir folgen!" -> ,,Der Wichtigste Ziele der Schulbildung im Nationalsozialismus: ideologische Indoktrination und körperliche Fitness ° Funktion der Schule im Nationalsozialismus: Formung des Charakters im Sinne der nationalsozialistischen Ideologie, nachrangig die Vermittlung wissenschaftlicher Kenntnisse. Die Funktion der Schule war somit die Sozialisationsfunktion, nicht in erster Linie die Qualifikationsfunktion. ° Bildungsverständnis des nationalsozialistischen Pädagogik: Bildung im Sinne einer humanistischen Bildung, die dem Individuum zu Mündigkeit verhelfen will, lehnten die Nationalsozialisten verhemmt ab, weil sie im Gegensatz zu dem von ihnen angestrebten nationalsozialistischen Menschentyp steht. Ernst Krieck: Erziehungsstaat Der gesamte Staat hatte, wie auch die Erziehungsinstitutionen (Schule/ Familie/Kindergarten), die Aufgabe, die Menschen zum nationalsozialistischen Typus zu erziehen. Es sollte immer dafür Sorge getragen werden, dass die Deutschen sich konformistisch im Sinne des NS- Ideologie verhielten, egal ob in der Freizeit oder im Berufsleben (Beispiel: Begrüßung durch Hitlergruß). Erziehung zum Typus Durch Formationserziehung wurden die Kinder und Jugendlichem zu einem nationalsozialistisch denkenden und fühlenden Menschen geformt. Bei den Jungen erfolgte dies zunächst im Jungvolk, im Anschluss daran in der 05. Oktober 2020 Hitlerjugend (HJ). Bei den Mädchen erfolgte es zunächst bei den Jungmädeln, dann beim Bund deutscher Mädel (BDM). -> Beispiele für Methoden der Formationserziehung: Maschieren in der Kolonne Massenaufmärsche Gelöbnisse und Appelle Sport und Freizeit in Lagern Kurt Hahn: Erlebnispädagogik vier Elemente der Erlebnistherapie (1. körperliches Training, 2. Expedition, 3. Projekt, 4. Rettungsdienst) Kurt Hahn war ein Politiker und Pädagoge, der in Berlin aufwuchs Die Begründung für Erlebnispädagogik: Erziehung durch das Abenteuer, da die Jugend Dinge schätzt du wie Abenteuer Liebe, Liebe zur Gefahr und zum sich beweisen können; Nicht für jedermann erfahrbar, deswegen eine pädagogische Aufgabe; Eine umfassende Erziehung der Gesamtpersönlichkeit können nicht durch herkömmlichen Schulunterricht und rein theoretisches Wissen gelingen -> Herausforderung durch Ernst Situationen und die Bewährung in ihn seien unabdingbar Überzeugung Hahns, dass man die Menschen ,,zum Guten verführen" kann Seine Grundannahme war es, dass die gegenwärtige Zivilisation krank sei und krank mache, Sie rauben der Jugend oft die Kraft, bevor sie erwachsen ist - Ansatzpunkt: „Erlebnis“ als zentrales Motiv der Reformpädagogik Akzent des Bereichs: Internat Schloss Salem Einstellung zu Schule und Unterricht: kritische Distanz zur ,,verkopften" Schule ohne Lebensbezug Einstellung zu politischer rationaler Aufklärung: gegenaufklärerisch Arrangement von Erlebnissituationen: Gelegenheit zur Selbstentdeckung der Kinder, Triumph und Niederlage erleben lassen, Selbsthingabe an gemeinsame Sache, Zeiten der Stille, Fantasie, Wettkämpfe, Überwindung von Gefühlen Normen: Erziehung zum Gentleman, Ausgrenzung der Ausgegrenzten, eher persönliche Freundschaften gegründete Gruppen-Beziehungen Bezugssystem: ,,positives Menschenbild" (Glaube an das ,,Gute" im Menschen) - Leitsatz: ,,Werde, der du bist!" (Pindar) Erziehung als eine Erziehung des jungen Menschen in seiner Ganzheit, eher im Sinne einer Übung des Charakters als das Verstandes, Als Wissensvermittlung und soziales lernen. Hintergrund sind Hahns Erfahrungen mit grundlegenden Verhaltensschwierigkeiten von Jugendlichen in einer seiner Meinung nach krankmachenden Zivilisation (Mangel an menschlicher Teilnahme - Verfall des Mitgefühls, Mangel an - O 05. Oktober 2020 Sorgfalt ,,Seuche der Schlamperei", Mangel an Initiative, Mangel an körperlicher Leistungsfähigkeit Erziehung durch das Abenteuer und durch Erlebnisse, durch die Jugendliche ihre eigenen verborgenen Kräfte gewahr werden können. Auf diesem Hintergrund werden Bewegungen in Ernstsituationen als hilfreich erachtet im Landschulheim, in Kurzzeitschulen durch körperliches Training, Expedition usw. O ° besonders herauszuheben ist bei Hahns Ansatz die Berücksichtigung des Individuums, die dem „völkischen Gedanken“ Schirachs widerstrebt Chancen und Grenzen von Erlebnispädagogik heute sind anhand der konkreten Angebote, die zur Verfügung stehen, zu überlegen. Dabei wird abzuwägen sein zwischen den Risiken einzelner Aktivitäten und dem zu erwartenden pädagogischen Nutzen - Beziehung mit der Zielsetzungen eines Erlebens im Rahmen einer Gruppensituation, die die Individualität des Jugendlichen berücksichtigt, an Lerninhalten aus der Lebenswelt des Jugendlichen mit seinen Fähigkeiten anknüpft, ganzheitliches Lernen fördert, Stabilität im Psychischen erhöht, konstruktive Konfliktbewältigung in der Gruppe ermöglich. Erziehung, durch die Anteilnahme, Verantwortungsbereitschaft, planvolles Handeln, Fitness, Ausdauer, Initiative ermöglicht wird Erziehung in bestimmten Bereichen wie Segeln, Bergsteigen, Kanu fahren, Expedition, Sport u.a. Gebrauchspädagogik ,,Du hast die Pflicht, gesund zu sein" Leitmotive: ehre, Vorbild, Kameradschaft, Ehre und Dienst Man erhält seine Identität in der Gemeinschaft, Man soll Gemeinschaft erleben, nicht erlernen -> durch Aufmärsche, Lagerfeueratmosphäre, Uniformierung, Gesänge und Fahnenkult Jugendlichen sollen emotional angesprochen werden Jugend führt Jugend (Jugendstaat) seine Pädagogik als Lebensform, bei der der funktionale Charakter im Vordergrund steht Er war auf die Ziele Hitlers (10 Gebote) ausgerichtet -> sein Ansatz funktional Richtiges Verhalten sollte vorbildhaft vorgeführt und vorgelebt werden Vorbild als bestes Erziehungsmittel Individuum an sich nichts wert, Körper gehört dem Staat Meinung aufgezwungen Gefühle, wie Ehrfurcht, nationale Zugehörigkeit, Freude, Trauer sollen angeregt werden Positive Erlebnisse und Erfahrungen (individuelle Leistungsfähigkeit und das Gemeinschaftsleben) 05. Oktober 2020 - Kameradschaftlichen dienstliche Beziehung untereinander (auch zwischen Jungen und Mädchen) Hitlerjugend (HJ) - wirken attraktiv für Jugendliche, Gemeinschaft und Einheit, durch gutes Verhalten Belohnungen (beispielsweise Macht ausüben), manipulativ, verlockende Freizeitangebote als Mittel zum Zweck, anders Denkende Kinder und Jugendliche werden ausgeschlossen, brechende Persönlichkeit und zwingende totalen Hörigkeit, Zwangscharakter und Militarisierung, gefühlsmäßige und gedankliche Abstumpfung, psychische Störungen, Konkurrenzkämpfe untereinander 1926 gegründet aus Nationalsozialistischer Jugendbewegung Uniformiert und militärisch organisiert ,, Jugend wird von Jugend geführt" "" - „Das Deutsche Jungvolk" (DJ) -> Jungs von 10-14 Jahren; „Die Hitlerjugend" (HJ) -> Jungs von 14-18 Jahren Feierliche Aufzüge, Propagandamärsche, Lagerleben, Paraden, Fahrten, Geländespiele Einmal wöchentlich Heimabend: Treff der Ortsgruppen, Aktivitäten vorbereiten, Hören von propagandistischen Radiosendungen Vermittlung der NS-Ideologie Wurden gegeneinander aufgehetzt Nächst freiwillig, am 25. März 1939 „Jugenddienstpflicht" -> Zwangsmitgliedschaft Gegliedert nach Altersgruppen und Geschlecht Hatte System von Gefolgschaftstreue, Kameradschaft, Pflichterfüllung, Willensstärke, Betonung der körperlichen Leistungsfähigkeit, Rekrutierung zum Soldaten Bund deutscher Mädel (BDM) Soll stolze, edle Frauen hervorbringen Alle Mädchen zwischen zehn und 21 Jahren erfasst Mädchen zwischen 10 und 21 Jahren (10-14: JMB, 14-18 BDM)-> später BDM-Werk Glaube&Schönheit für Mädchen zwischen 18&21 Vorrangiges Ziel: Erziehung für den Nationalsozialismus und Vorbereitung auf die künftige Aufgaben der Frauen Dem 1. Dezember 1936 für alle Mädchen verpflichtend Ziel: Erziehung der gesamten weiblichen Jugend zur Ideologie Attraktive Freizeitangebote, ähnlich wie bei Jungen Frau als Gefährten des Mannes, viele Kinder, Horizont auf Familie und Haushalt beschränken BDM Beispiel für eine generelle Strategie des Nationalsozialismus: jeder Mensch sollte für den in der Stadt arbeiten Gemeinschaftserlebnis unter Gleichaltrigen Mädchen wurden ähnlich beeinflusst wie Jungen

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O Themen: Hitlers Erziehungsziele O ° Ernst Krieck: Erziehungsstaat & funktionale Erziehung O ° Umstrukturierung des Schulwesens von Schirach (HJ und BDM & Gebrauchspädagogik ° Erlebnispädagogik nach Kurt Hahn (Aufgabe 3) Text wird ein Auszug aus einer Befragung eines/r Zeitzeugen/in sein Nationalsozialistische Erziehungsziele O ° Ziele der körperlichen Ertüchtigung Kraft - > Pädagogik Leistungskurs Q2, Lernzettel < ° Ziele der Charakterbildung O Willenskraft Körperliche Gesundheit Abhärtung für das spätere Leben Gewandtheit Vorbereitung auf das Soldatentum (für Jungen) bzw. Mutterschaft (für Mädchen) Flink sein Wie Windhunde, zäh wie Leder, hart wie Kruppstahl Entschlussfreudigkeit - Selbstvertrauen - Treue Überlegenheitsgefühl - Opferbereitschaft - Selbstbeherrschung 05. Oktober 2020 Bereitschaft zum absoluten Gehorsam Deutsch denken, deutsch handeln Mehr kämpfen, als wissen: keine intellektuelle Erziehung Keine Emotionen: Schmerzen ertragen - Jungs = Soldaten, Mädchen = Hausfrauen Gewalttätige, herrische, unerschrockene, grausame Jugend ° Oberstes Erziehungsziel: Formung des Menschen zum ,,nationalsozialistischen Typus", also einem Menschen, der völkisch (in Kategorie von Volk und Rasse) denkt und fühlt. Männer sollten dem Ideal des selbstbewussten und selbstbeherrschten Soldaten und Frauen dem Ideal der treuen Gefährtin des Mannes, die eine große Kinderschar aufzieht, entsprechen. O ° Ideologische Ziele Rassistisches Denken/Glaube an eine Herrenrasse („Die gesamte Bildungs- und Erziehungsarbeit (…..) muss ihre Krönung darin finden, dass sie den Rassesinn und das Rassegefühl instinkt- und verstandesgemäß in Herz und Gehirn der ihr anvertrauten Jugend hineinbrennt." (Hitler in ,,Mein Kampf") 05. Oktober 2020 Sozialdarwinistisches Denken: Es gilt das „Recht der Stärkeren“ - Stärkere hat zu herrschen und sich nicht mit Schwächeren zu Aus heutiger Sicht fehlende Erziehungsziele Kritikfähigkeit O Kreativität Empathie Weckung von...

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Die Funktion der Schule war somit die Sozialisationsfunktion, nicht in erster Linie die Qualifikationsfunktion. ° Bildungsverständnis des nationalsozialistischen Pädagogik: Bildung im Sinne einer humanistischen Bildung, die dem Individuum zu Mündigkeit verhelfen will, lehnten die Nationalsozialisten verhemmt ab, weil sie im Gegensatz zu dem von ihnen angestrebten nationalsozialistischen Menschentyp steht. Ernst Krieck: Erziehungsstaat Der gesamte Staat hatte, wie auch die Erziehungsinstitutionen (Schule/ Familie/Kindergarten), die Aufgabe, die Menschen zum nationalsozialistischen Typus zu erziehen. Es sollte immer dafür Sorge getragen werden, dass die Deutschen sich konformistisch im Sinne des NS- Ideologie verhielten, egal ob in der Freizeit oder im Berufsleben (Beispiel: Begrüßung durch Hitlergruß). Erziehung zum Typus Durch Formationserziehung wurden die Kinder und Jugendlichem zu einem nationalsozialistisch denkenden und fühlenden Menschen geformt. Bei den Jungen erfolgte dies zunächst im Jungvolk, im Anschluss daran in der 05. Oktober 2020 Hitlerjugend (HJ). Bei den Mädchen erfolgte es zunächst bei den Jungmädeln, dann beim Bund deutscher Mädel (BDM). -> Beispiele für Methoden der Formationserziehung: Maschieren in der Kolonne Massenaufmärsche Gelöbnisse und Appelle Sport und Freizeit in Lagern Kurt Hahn: Erlebnispädagogik vier Elemente der Erlebnistherapie (1. körperliches Training, 2. Expedition, 3. Projekt, 4. Rettungsdienst) Kurt Hahn war ein Politiker und Pädagoge, der in Berlin aufwuchs Die Begründung für Erlebnispädagogik: Erziehung durch das Abenteuer, da die Jugend Dinge schätzt du wie Abenteuer Liebe, Liebe zur Gefahr und zum sich beweisen können; Nicht für jedermann erfahrbar, deswegen eine pädagogische Aufgabe; Eine umfassende Erziehung der Gesamtpersönlichkeit können nicht durch herkömmlichen Schulunterricht und rein theoretisches Wissen gelingen -> Herausforderung durch Ernst Situationen und die Bewährung in ihn seien unabdingbar Überzeugung Hahns, dass man die Menschen ,,zum Guten verführen" kann Seine Grundannahme war es, dass die gegenwärtige Zivilisation krank sei und krank mache, Sie rauben der Jugend oft die Kraft, bevor sie erwachsen ist - Ansatzpunkt: „Erlebnis“ als zentrales Motiv der Reformpädagogik Akzent des Bereichs: Internat Schloss Salem Einstellung zu Schule und Unterricht: kritische Distanz zur ,,verkopften" Schule ohne Lebensbezug Einstellung zu politischer rationaler Aufklärung: gegenaufklärerisch Arrangement von Erlebnissituationen: Gelegenheit zur Selbstentdeckung der Kinder, Triumph und Niederlage erleben lassen, Selbsthingabe an gemeinsame Sache, Zeiten der Stille, Fantasie, Wettkämpfe, Überwindung von Gefühlen Normen: Erziehung zum Gentleman, Ausgrenzung der Ausgegrenzten, eher persönliche Freundschaften gegründete Gruppen-Beziehungen Bezugssystem: ,,positives Menschenbild" (Glaube an das ,,Gute" im Menschen) - Leitsatz: ,,Werde, der du bist!" (Pindar) Erziehung als eine Erziehung des jungen Menschen in seiner Ganzheit, eher im Sinne einer Übung des Charakters als das Verstandes, Als Wissensvermittlung und soziales lernen. Hintergrund sind Hahns Erfahrungen mit grundlegenden Verhaltensschwierigkeiten von Jugendlichen in einer seiner Meinung nach krankmachenden Zivilisation (Mangel an menschlicher Teilnahme - Verfall des Mitgefühls, Mangel an - O 05. Oktober 2020 Sorgfalt ,,Seuche der Schlamperei", Mangel an Initiative, Mangel an körperlicher Leistungsfähigkeit Erziehung durch das Abenteuer und durch Erlebnisse, durch die Jugendliche ihre eigenen verborgenen Kräfte gewahr werden können. Auf diesem Hintergrund werden Bewegungen in Ernstsituationen als hilfreich erachtet im Landschulheim, in Kurzzeitschulen durch körperliches Training, Expedition usw. O ° besonders herauszuheben ist bei Hahns Ansatz die Berücksichtigung des Individuums, die dem „völkischen Gedanken“ Schirachs widerstrebt Chancen und Grenzen von Erlebnispädagogik heute sind anhand der konkreten Angebote, die zur Verfügung stehen, zu überlegen. Dabei wird abzuwägen sein zwischen den Risiken einzelner Aktivitäten und dem zu erwartenden pädagogischen Nutzen - Beziehung mit der Zielsetzungen eines Erlebens im Rahmen einer Gruppensituation, die die Individualität des Jugendlichen berücksichtigt, an Lerninhalten aus der Lebenswelt des Jugendlichen mit seinen Fähigkeiten anknüpft, ganzheitliches Lernen fördert, Stabilität im Psychischen erhöht, konstruktive Konfliktbewältigung in der Gruppe ermöglich. Erziehung, durch die Anteilnahme, Verantwortungsbereitschaft, planvolles Handeln, Fitness, Ausdauer, Initiative ermöglicht wird Erziehung in bestimmten Bereichen wie Segeln, Bergsteigen, Kanu fahren, Expedition, Sport u.a. Gebrauchspädagogik ,,Du hast die Pflicht, gesund zu sein" Leitmotive: ehre, Vorbild, Kameradschaft, Ehre und Dienst Man erhält seine Identität in der Gemeinschaft, Man soll Gemeinschaft erleben, nicht erlernen -> durch Aufmärsche, Lagerfeueratmosphäre, Uniformierung, Gesänge und Fahnenkult Jugendlichen sollen emotional angesprochen werden Jugend führt Jugend (Jugendstaat) seine Pädagogik als Lebensform, bei der der funktionale Charakter im Vordergrund steht Er war auf die Ziele Hitlers (10 Gebote) ausgerichtet -> sein Ansatz funktional Richtiges Verhalten sollte vorbildhaft vorgeführt und vorgelebt werden Vorbild als bestes Erziehungsmittel Individuum an sich nichts wert, Körper gehört dem Staat Meinung aufgezwungen Gefühle, wie Ehrfurcht, nationale Zugehörigkeit, Freude, Trauer sollen angeregt werden Positive Erlebnisse und Erfahrungen (individuelle Leistungsfähigkeit und das Gemeinschaftsleben) 05. Oktober 2020 - Kameradschaftlichen dienstliche Beziehung untereinander (auch zwischen Jungen und Mädchen) Hitlerjugend (HJ) - wirken attraktiv für Jugendliche, Gemeinschaft und Einheit, durch gutes Verhalten Belohnungen (beispielsweise Macht ausüben), manipulativ, verlockende Freizeitangebote als Mittel zum Zweck, anders Denkende Kinder und Jugendliche werden ausgeschlossen, brechende Persönlichkeit und zwingende totalen Hörigkeit, Zwangscharakter und Militarisierung, gefühlsmäßige und gedankliche Abstumpfung, psychische Störungen, Konkurrenzkämpfe untereinander 1926 gegründet aus Nationalsozialistischer Jugendbewegung Uniformiert und militärisch organisiert ,, Jugend wird von Jugend geführt" "" - „Das Deutsche Jungvolk" (DJ) -> Jungs von 10-14 Jahren; „Die Hitlerjugend" (HJ) -> Jungs von 14-18 Jahren Feierliche Aufzüge, Propagandamärsche, Lagerleben, Paraden, Fahrten, Geländespiele Einmal wöchentlich Heimabend: Treff der Ortsgruppen, Aktivitäten vorbereiten, Hören von propagandistischen Radiosendungen Vermittlung der NS-Ideologie Wurden gegeneinander aufgehetzt Nächst freiwillig, am 25. März 1939 „Jugenddienstpflicht" -> Zwangsmitgliedschaft Gegliedert nach Altersgruppen und Geschlecht Hatte System von Gefolgschaftstreue, Kameradschaft, Pflichterfüllung, Willensstärke, Betonung der körperlichen Leistungsfähigkeit, Rekrutierung zum Soldaten Bund deutscher Mädel (BDM) Soll stolze, edle Frauen hervorbringen Alle Mädchen zwischen zehn und 21 Jahren erfasst Mädchen zwischen 10 und 21 Jahren (10-14: JMB, 14-18 BDM)-> später BDM-Werk Glaube&Schönheit für Mädchen zwischen 18&21 Vorrangiges Ziel: Erziehung für den Nationalsozialismus und Vorbereitung auf die künftige Aufgaben der Frauen Dem 1. Dezember 1936 für alle Mädchen verpflichtend Ziel: Erziehung der gesamten weiblichen Jugend zur Ideologie Attraktive Freizeitangebote, ähnlich wie bei Jungen Frau als Gefährten des Mannes, viele Kinder, Horizont auf Familie und Haushalt beschränken BDM Beispiel für eine generelle Strategie des Nationalsozialismus: jeder Mensch sollte für den in der Stadt arbeiten Gemeinschaftserlebnis unter Gleichaltrigen Mädchen wurden ähnlich beeinflusst wie Jungen