Der Erziehungsstaat nach Ernst Krieck
Ernst Krieck entwickelte das Konzept des Erziehungsstaates, das die Grundlage für die NS-Erziehung bildete. Zentrale Aspekte waren:
- Pädagogisierung des gesamten gesellschaftlichen Lebens
- Funktionale Erziehung durch Gestaltung des öffentlichen Lebens
- Erziehung als ständiger Prozess: "Jeder erzieht jeden"
- Staat übernimmt die Erziehung des Nachwuchses
Definition: Erziehungsstaat - Ein Konzept, bei dem alle gesellschaftlichen Institutionen an einem Strang ziehen und erzieherisch wirken.
Die Massenpsychologie spielte eine wichtige Rolle in der NS-Pädagogik:
- Hohe Gruppenidentifikation und Diskriminierung von Außenseitern
- Dominanz der Mehrheitsmeinung und Gruppenzwang
- Autoritätshörigkeit und Ausblendung von Kontroversen
Example: Die NS-Propaganda nutzte diese Prinzipien, indem sie den "Führer" als Autorität inszenierte und ein starkes "Wir-Gefühl" gegen vermeintliche Feinde schuf.
Weitere Aspekte der Erziehung im Nationalsozialismus waren:
- Formationserziehung in straff organisierten Jugendverbänden
- Anti-Pluralismus: Es durfte nur eine richtige Meinung geben
- Kollektivität statt Individualität
- Einsatz von Sanktionen und Repressionen zur Durchsetzung
Highlight: Die NS-Erziehung zielte auf eine lebenslange Sozialisationssteuerung ab, die militärisch geprägt war und individuelle Entwicklung unterdrückte.





































