Das Eisbergmodell und Abwehrmechanismen
Freud behauptete, "der Mensch ist nicht Herr im eigenen Haus" - weil unbewusste Prozesse unser Handeln steuern. In seinem berühmten Topographischen Modell (Eisbergmodell) teilt Freud unsere Psyche in drei Bewusstseinsebenen auf.
Die Spitze des Eisbergs ist das Bewusste - alles, was wir aktiv wahrnehmen. Darunter liegt das Vorbewusste, das durch Erinnerungen ins Bewusstsein geholt werden kann. Den größten Teil bildet das Unbewusste, das für uns nicht direkt zugänglich ist, aber trotzdem unser Verhalten beeinflusst.
Um uns vor unangenehmen Gefühlen zu schützen, entwickeln wir Abwehrmechanismen. Dazu gehören die Verdrängung (Verschiebung ins Unbewusste), Projektion (Zuschreibung eigener Eigenschaften auf andere), Verleugnung (Ignorieren unangenehmer Gefühle) und Rationalisierung (Rechtfertigung mit scheinbar logischen Gründen).
Aha-Moment: Die meisten unserer psychischen Prozesse laufen unbewusst ab - wie bei einem Eisberg, bei dem nur die Spitze sichtbar ist, während der größte Teil unter Wasser verborgen bleibt.
































