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Lawrence Kohlberg - Die Theorie der Moralentwicklung

Lawrence Kohlberg - Die Theorie der Moralentwicklung

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Konfliktsituation
Heinz todkranke Frau leidet an einer besonderen
Krebsart. Es gibt ein Medikament, das ihr Leben nach
Ansichten der Ärzt
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Konfliktsituation
Heinz todkranke Frau leidet an einer besonderen
Krebsart. Es gibt ein Medikament, das ihr Leben nach
Ansichten der Ärzt
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Konfliktsituation
Heinz todkranke Frau leidet an einer besonderen
Krebsart. Es gibt ein Medikament, das ihr Leben nach
Ansichten der Ärzt
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Konfliktsituation
Heinz todkranke Frau leidet an einer besonderen
Krebsart. Es gibt ein Medikament, das ihr Leben nach
Ansichten der Ärzt

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Hier meine 15-Punkte GFS zur Theorie der Moralentwicklung von Lawrence Kohlberg.

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1 Konfliktsituation Heinz todkranke Frau leidet an einer besonderen Krebsart. Es gibt ein Medikament, das ihr Leben nach Ansichten der Ärzte retten könnte. Ein Apotheker hatte dieses Medikament vor kurzem entdeckt. Das Medikament war teuer in der Herstellung, jedoch verlangte der Apotheker ein Vielfaches seiner eigenen Kosten. Heinz borgte sich von allen Bekannten Geld, brachte aber nur einen Teil des Preises zusammen. Nach ergebnislosen Verhandlungen mit dem Apotheker, überlegt er, ob er in die Apotheke einbrechen und das Medikament stehlen soll. Bildquelle: https://i.pinimg.com/originals/ce/61/30/ce61306e1df7 4c0e074a43f049ad50bb.jpg GFS LAWRENCE KOHLBERG: THEORIE DER MORAL- ENTWICKLUNG 3 Leitfrage Wie entsteht die Moral und können wir die Entwicklung beeinflussen? ? 4 Lawrence Kohlberg Geburt in jüdischer Familie 1927 Bachelor of Arts 1949 1945 High-School- Abschluss 1958 Abschluss Promotion; Veröffentlichung seiner Dissertation Praktika an psychiatrischen Klinik 1947 Tätigkeit im Children's Hospital Boston 1958 1948 Psychologiestudium an University of Chicago 1959 Assistenzprofessor für Psychologie Yale University 5 Lawrence Kohlberg Fellow am Institute for Advanced Study in Behavioral Sciences in Palo Alto 1961 Durchbruch mit Werk: ,,Stage and Sequences" 1969 1962 Psychologische Fakultät University of Chicago Assistenzprofessor 1971 Infizierung mit Giardia Lambia bei Aufenthalt in Belize Associate Professor 1965 Diagnose der Viruskrankheit 1973 1968 ordentliche Professur für Erziehungs- wissenschaft und Sozialpsychologie an Harvard University Cambridge 1987 Tod durch Suizid Lawrence Kohlberg: Theorie der Moralentwicklung Stufenmodell Lawrence Kohlberg 1927 1945 1947 1948 1949 1958 1958 1959 1961 1962 1965 1968 1969 1971 1973 1987 •Geburt in jüdischer Familie •High-School-Abschluss •Praktika an psychiatrischen Kliniken Psychologiestudium an University of Chicago Bachelor of Arts •Abschluss Promotion; Veröffentlichung seiner Dissertation Tätigkeit im Children's Hospital Boston •Assistenzprofessor für Psychologie Yale University •Fellow am Institute for Advanced Study in Behavioral Sciences in Palo Alto Psychologische Fakultät University of Chicago Assistenzprofessor •Associate Professor ordentliche Professur an Harvard University Cambridge •Durchbruch mit Werk: ,,Stage and Sequences" Infizierung mit Giardia Lambia bei Aufenthalt in Belize •Diagnose der Viruskrankheit •Tod durch Suizid Moral >> lat. "moralis" ="die Sitten betreffend" » Werte und Regeln,...

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die in einer Gesellschaft anerkannt werden » reguliert zwischenmenschliche Verhalten => Grundlagen der Theorie durch Jean Piaget Stufe 6 Stufe 5 Stufe 4 Stufe 3 Stufe 2 Stufe 1 Postkonventionelle Ebene Konventionelle Ebene Präkonventionelle Ebene Orientierung am universell ethischen Prinzip Legalistische Vertrags- orientierung Orientierung an Gesetz und Ordnung ,,GoodBoy/ NiceGirl"- Orientierung Orientierung an Zwecken und Austausch Orientierung an Strafe und Gehorsam >> universelles Prinzip der » eigene Prinzipien » Rechte im Vordergrund » Erwägung Recht im Sinne des >> » Gerechtigkeit, Gegenseitigkeit und Gleichheit der Menschenrechte; Achtung der Menschenwürde » » >> Betrachtung der Folgen einer Handlung für die Gesellschaft Pflichterfüllung » >> >> gesellschaftlichen Nutzen zu ändern Bewusstsein für die Relativität der eigenen Meinung Einsicht der Funktion und Notwendigkeit von Rechten, Pflichten und Gesetzen Orientierung an Autoritätsperson (z. B. Familie) Erwartungen Anderer entsprechen Fairness aus pragmatischen Gründen Goldene Regel » Einhalten der Regeln » Vermeidung von Strafe und Unterordnung unter Macht Stufe 7? -> Vermutung Kohlbergs >> Mensch erfüllt von universeller Liebe, Mitgefühl oder Helligkeit >> Bsp.: Jesus, Buddha und Gandhi Heinz-Dilemma (Dilemma = mehrere widersprüchliche Normen) Heinz todkranke Frau leidet an einer besonderen Krebsart. Es gibt ein Medikament, das ihr Leben nach Ansichten der Ärzte retten könnte. Ein Apotheker hatte dieses Medikament vor kurzem entdeckt. Das Medikament war teuer in der Herstellung, jedoch verlangte der Apotheker ein Vielfaches seiner eigenen Kosten. Heinz borgte sich von allen Bekannten Geld, brachte aber nur einen Teil des Preises zusammen. Nach ergebnislosen Verhandlungen mit dem Apotheker, überlegte er, ob er in die Apotheke einbrechen und das Medikament stehlen soll. postkon- ventionell konventionell präkonventio- nell 5. 4. 3. 2. Heinz soll das Medikament stehlen, weil... ... das Recht auf Leben das Recht auf Eigentum übersteigt. ...er zum Wohl der Gesellschaft Verantwortung übernehmen muss. ... ein guter Ehemann seiner Frau hilft. seine Frau ihm auch einen Gefallen tun könnte. er bestraft wird, wenn er nicht hilft. Heinz soll das Medikament nicht stehlen, weil... ... das Gesetz die grundlegenden Rechte einzelner gegenüber anderen sichert, die diese Rechte übertreten. er das Gesetz achten muss und nicht jeder Bürger einfach das Gesetz brechen kann. ... er sonst in den Augen anderer ein Dieb wäre. wenn er seine Frau nicht liebt, es das nicht wert ist. er ins Gefängnis kommt, wenn er stiehlt. Die Plus-Eins-Regel: » Menschen sind in der Lage einer Argumentation zu folgen, die eine Stufe höher als die eigene ist. Kritik » keine Geschlechtertrennung » => mehrfache Prüfung durch Experten: unzuverlässige Ansicht keine Kulturtrennung O verschiedene Kulturen haben verschiedene Normen und Werte asiatischer Bereich: Wohlbefinden der Gemeinschaft westlicher Bereich: Wohlbefinden des Individuum Literatur: ■ ■ ■ Carol Gilligans Ergebnisse: - Männer handeln nach Gerechtigkeit und Fairness - Frauen handeln nach Mitgefühl, sozialer Verantwortung und Fürsorge ■ Garz, Detlef. Lawrence Kohlberg zur Einführung. Hamburg, 1996. Jung, Werner. Die moralische Entwicklung nach Kohlberg. 2011. http://www.werner- jung.de/21.html (Zugriff am 05. 01 2019). Kuhmerker, Lisa, Uwe Gielen, und Richard L. Hayes. Lawrence Kohlberg. München, 2001. Lerch, Dr. phil. Melanie. Die Theorie der Moralentwicklung nach Lawrence Kohlberg. 2019. https://www.knetfeder.de/kkpwp/moralentwicklung/ (Zugriff am 05. 01 2019). Oser, Fritz. Moralische Selbstbestimmung: Modelle der Entwicklung und Erziehung im Wertebereich. Stuttgart: Klett-Cotta, 1994. Peltzer, Ulf. ,,Lawrence Kohlbergs Theorie des moralischen Urteilens." 173. VS Verlag für Sozialwissenschaften. Scheibenpflug, Helga. Die höchste Stufe der Moral. Hamburg: Verlag Dr. Kovac, 2007. Stangl, Werner. Die moralische Entwicklung. 2019. http://arbeitsblaetter.stangl- taller.at/MORALISCHEENTWICKLUNG/ (Zugriff am 05. 01 2019). Stangl, Werner. Kohlbergs Theorie der Moralentwicklung. 2019. http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/MORALISCHEENTWICKLUNG/KohlbergTabelle.shtml (Zugriff am 05. 01 2019). Busch, Christina. Lawrence Kohlberg - Entwicklungsstufen moralischen Denkens und Handelns. München: GRIN Verlag, 2008. GFS - Lawrence Kohlberg: Die Theorie der Moralentwicklung Ich hab hier eine Konfliktsituation rausgesucht, möchte die mal jemand vorlesen? Heinz todkranke Frau leidet an einer besonderen Krebsart. Es gibt ein Medikament, das ihr Leben nach Ansichten der Ärzte retten könnte. Ein Apotheker hatte dieses Medikament vor kurzen entdeckt. Das Medikament war teuer in der Herstellung, jedoch verlangte der Apotheker ein Vielfaches seiner eigenen Kosten. Heinz borgte sich von allen Bekannten Geld, brachte aber nur einen Teil des Preises zusammen. Nach ergebnislosen Verhandlungen mit dem Apotheker, überlegt er, ob er in die Apotheke einbrechen und das Medikament stehlen soll. Genau danke, auf diesen Text bin ich gestoßen, als ich mich angefangen habe mit meinem GFS Thema zu beschäftigen: Die Theorie der Moralentwicklung nach Lawrence Kohlberg, welcher sich genau damit beschäftigt hat. Nachdem ich den Text gelesen habe, habe ich mich gefragt, wie eigentlich die Moralentsteht, also warum können wir uns so schnell ein Urteil über etwas machen und können wir die Entwicklung beeinflussen? Das soll auch die Leitfrage für meine GFS sein. Bevor wir uns mit den der Theorie der Moralentwicklung beschäftigen können, noch kurz einen Überblick über Kohlbergs Leben: 1927 wurde Lawrence Kohlberg als viertes Kind einer jüdischen Familie in einem Vorort von New York geboren. Er verbrachte seine High-School-Zeit in einem Internat, in dem er nahezu die gesamte Zeit wegen unterschiedlichen Vergehen gegen die Schulordnung unter Bewährung stand. Nach seinem High-School-Abschluss 1945, musste er als Wehrdienstleistender ins vom Krieg gezeichnete Europa. Er kam zu amerikanischen Handelsmarine nach Europa und verließ sie allerdings bald wieder, um ein unbezahlter Ingenieur auf einem Schiff, das jüdische Flüchtlinge durch die britische Blockade nach Palästina brachte, zu werden. Das Schiff wurde dann schließlich mit massivem Waffeneinsatz eingenommen und Kohlberg saß die nächste Zeit in einem Gefängnis auf Zypern fest. Nach seiner Befreiung lebte er erst eine Zeit lang in Palästina, kehrte dann mit gefälschten Papieren in die USA zurück, wo er 1947 einige Praktika in psychiatrischen Kliniken macht und schließlich 1948 sein Psychologiestudium an der angesehenen University of Chicago begann. Schon nach einem statt vier Jahren erlangte er den Titel ,,Bachlor of Arts". 1958, also nach 9 Jahren, erlangte er seine Promotion. In dieser Zeit arbeitet er auch die Entwicklungstheorie über das moralische Urteil aus und veröffentlich seine Dissertation über ,,Die moralische Entwicklung des Menschen". 1958 war er im Children's Hospital in Boston angestellt und 1959 erlangte er eine Assistenzprofessur für Psychologie an der Yale University. 1961 hielt er sich als Fellow am Institute for Advanced Study in Behavioral Sciences in Palo Alto auf. 1962 wurde er dann erst Assistenzprofessor und 1965 Associate Professor an der Psychologischen Fakultät der University of Chicago. 1968 erhielt er schließlich eine ordentliche Professur für Erziehungswissenschaft und Sozialpsychologie an der Havard University in Cambridge; Massachusetts. 1969 gelang Kohlberg sein wissenschaftlicher Durchbruch mit der Veröffentlichung seines Werkes ,,Stage and Sequences", seiner in den 60er Jahren entwickelten kognitiven Entwicklungstheorie, woraufhin er das Zentrum für moralische Entwicklung und Erziehung an der Graduate School of Education der Havard University gründet und bis zu seinem Tod leitet. Bei einem zehntägigen Forschungsaufenthalt in Punta Gordon (Belize) Ende 1971 bis Anfang 1972 infizierte Kohlberg sich mit der Viruserkrankung Giardia lambia. Dieser wird erst 1973 diagnostiziert. Die Viruskrankheit war bereits zu weit fortgeschritten und eine Heilung nicht mehr möglich. Kohlberg arbeitete unermüdlich weiter bis er am 17.01.1987 sich im Atlantik in der Nähe von Boston ertränkte. Erst am 6.April wurde seine ans Land gespülte Leiche gefunden. Bevor wir uns mit der Moralentwicklung beschäftigen können, sollten wir uns angucken, was Moral überhaupt bedeutet. Moral kommt vom lateinischen „Moralis“ und bedeutet soviel wie *Sittenbetreffend. Sie beinhaltet die *Werte und Regeln, die in einer Gesellschaft anerkannt werden und *reguliert das zwischenmenschliche Verhalten. Kohlberg hat sich also während seinem Studium Gedanken drüber gemacht, wie die Moral entsteht und hat sich dabei auch mit Piagets Entwicklungsstufenmodell beschäftigt und diesem zugestimmt, allerdings wollte er es weiterentwickeln. Sein Stufenmodell ist also an das von Piaget angelehnt. Das hat Lisa euch ja schon erklärt. Er legte Kindern und Jugendliche hypothetische moralische Konfliktsituationen vor, um diese dann anschließend zuzuordnen. Ein moralisches Dilemma ist eine Konfliktsituation, in der *zwei oder mehr Normen im Widerspruch stehen. *Zwischen denen muss dann ab gewägt werden, welcher Norm Vorrang zu geben ist. So ein moralisches Dilemma haben wir zu Beginn gelesen: das Heinz-Dilemma. Es ist eins der bekanntesten Dilemmata Kohlbergs, welches er damals in seinen Untersuchungen benutze. Seine Untersuchung basiert auf einer Stichprobe von 72 Jungen zweier Schulen aus dem Großraum von Chicago. Die Schulen wurden anhand ihrer geographischen sozio- ökonomischen Lage gewählt und die Jungen anschließend mithilfe der Schulakte anhand des Sozial- und Bildungsniveau der Eltern gezogen. Die Probanden wurden in Kleingruppen in zweistündigen Interviews zu hypothetischen moralischen Konflikten befragt. Die Instrumente bestanden aus neun Situationen, in denen die Kleingruppen mit moralischen Dilemmata konfrontiert wurden, bei denen jeder Proband zwischen zwei kulturellen legitimen oder illegitimen Alternativen wählen konnte. Anschließend hielt der Interviewer je nach Antwort einen Fragenkatalog zur Vertiefung bzw. Spezifizierung der Antwort bereit. *Dabei war es nicht wichtig, für welche Lösung sich die Kandidaten entschieden, da es keine kulturell richtige Lösung geben kann, sondern die Begründung, also das *„Warum“ spielte eine Rolle für Kohlberg. Er sah darin die Möglichkeit, die Struktur des moralischen Denkens zu eruieren. Aus den Reaktionen der Jungen dieser Untersuchung definiert Kohlberg sechs Entwicklungsstufen der Wertorientierung, die sich auf drei moralische Ebenen aufteilen lassen. Um seine Theorie zu bestätigen, führt er die gleiche Untersuchung mit denselben Methoden und Instrumenten an weiteren Altersgruppen sowie in anderen städtischen Mittelschichten durch. Die durchgeführten Erhebungen in den verschiedenen Kulturen führen für Kohlberg zur Schlussfolgerung, dass das Stufenkonzept unabhängig ist und das fehlen der Stufe 5 und 6 in vor allem entlegenen Dörfern wie der Türkei, an einer zeitlich langsameren Entwicklung liegt. Das ist das Entwicklungsstufenmodell, das er aus seinen Untersuchungen und den Grundlagen durch Jean Piaget erstellt hat. Bevor ich euch die Stufen erkläre, macht euch nochmal kurz über das Dilemma von vorhin Gedanken: Hier nochmal kurz das Dilemma: Heinz' Frau ist krank und das Medikament, dass er braucht, ist zu teuer. Soll Heinz in der Apotheke einbrechen und es stehen? Überlegt euch ob er einbrechen soll, aber vor allem auch warum, also begründet für euch eure Meinung. Die erste Stufe ist die *Präkonventionelle Stufe. *„,Prae“ kommt aus dem Latein und bedeutet ,,vor" und *,,conventio" heißt „,,Absprache", also bevor Absprachen getroffen werden. Keine Absprachen also einfaches Gehorsam hat man wenn man klein ist, also sehr junges Alter. Kohlberg hat der Stufe also Menschen im Alter von ca. 5 bis 12 Jahren zugeordnet. Vereinzelt können auch Jugendliche bzw. Erwachsene betroffen sein, ist aber sehr selten. Die Autoritätsperson bleibt stets als Vorbild. Die zweite ist die *konventionelle Stufe und bedeutet quasi nur *„Absprache“, also Gesetze. Kohlberg hat also die Priorität der gesellschaftlichen Regeln dieser Stufe zugeordnet. Meist sind dies Jugendliche, aber auch viele Erwachsene. Die dritte Stufe ist die *postkonventionelle. *,,Post“ kommt wieder aus dem Latein und heißt „nach“, das heißt *nach Absprachen. Es geht also über Absprachen und das Gesetz hinaus, z.B. Menschenrechte. Das sind Absprachen über den Absprachen der einzelnen Staaten hinaus, so etwas wie Menschenwürde, also ethische Aspekte. Diese Stufe wird nicht von allen Menschen erreicht. Kohlberg hat diese Stufen nochmal ein 6 Stufen geteilt, allerdings ist es oft schwer zu entscheiden, ob sich jemand zB in Stufe 1 oder 2, oder 3 oder 4 befindet, da sie innerhalb einer Hauptstufe sehr ähnlich sind. Die erste Stufe ist die einfachste moralische Lösung, die man finden kann: die Orientierung an Strafe und Gehorsam, also an der Autoritätsperson. Die Regeln müssen also eingehalten werden, weil ein Übertreten mit Strafe verbunden ist. Man betrachtet dabei nur eine Perspektive und zwar seine eigene, also die egozentrische Perspektive: Was krieg ich und was droht mir als Bestrafung. Wenn wir wieder an unser Szenario von vorhin denken, würde das bedeuten, ja, er soll das Medikament stehlen, weil wenn er nicht hilft, wird er bestraft oder nein, er soll nicht stehlen, weil er sonst ins Gefängnis kommt. Die zweite Stufe ist die Orientierung an Zwecken und Austausch, also „wie du mir, so ich dir". Das ist die einfachste Form der Goldenen Regeln. Es gibt nur zwei Perspektiven: Ich und Du. Man möchte also Fairness, aber nicht aus Gründen der Gerechtigkeit, sondern aus rein pragmatischen Gründen. Man denkt also nicht an die Gemeinschaft oder dass auch gemeinsame Interessen auf dem Spiel stehen, sondern nur an das, was einem selbst nützt. Beim Heinz-Dilemma heißt es dann also, ja, er soll das Medikament stehlen, weil er dann immer noch seine Frau hat und die eines Tages auch etwas für ihn tun könnte oder nein, weil wenn er seine Frau nicht liebt, dann wäre es die ganzen Schwierigkeiten nicht wert. Die dritte Stufe, also jetzt sind wir im konventionellen Bereich, ist die Good-Boy/Nice-Girl- Stufe. Das bedeutet die Orientierung liegt am sozialen Nahefeld oder einer Autoritätsperson, also z. B. der Familie. Man möchte den Erwartungen der anderen entsprechen und in den anderen Augen als guter Mensch da stehen. Man betrachtet also sich selbst, den anderen und das Umfeld. Für unser Beispiel heißt das: Ja, Heinz soll das Medikament stehlen, selbst wenn er die Frau nicht liebt oder es für einen Fremden ist, denn wir sollen bereit sein, anderen zu helfen und ein guter Ehemann hilft seiner Frau. oder Nein, er sollte das Medikament nicht stehlen, um einen guten Eindruck in der Gemeinschaft zu hinterlassen und sonst stände er in den Augen der anderen als Dieb da. Die vierte Stufe ist die Orientierung an Gesetz und Ordnung, also die Einsicht der Funktion und Notwendigkeit von Rechten, Pflichten und den Gesetzen. Man betrachtet die Folgen der Handlung für die Gesellschaft und das Gesetzbefolgen und Pflichtenerfüllen steht im Vordergrund. Die Perspektive liegt also auf mir, meinem Gegenüber und der Gesellschaft. Das bedeutet dann für Heinz: Ja, er soll das Medikament stehlen, weil Menschen zum Nutzen der Gesellschaft Verantwortung für andere übernehmen müssen. oder Nein, man sollte das Gesetz achten, denn der Respekt vor dem Gesetz würde zerstört werden, wenn die Bürger meinen, sie können jederzeit Gesetze brechen, wenn sie nicht mit ihnen übereinstimmen. Die fünfte Stufe ist die Legalistische Vertragsorientierung am Sozialvertrag. Das klingt komplizierter als es ist. Damit ist einfach gemeint, dass das Handeln im Sinne allgemeiner Individualrechte und im Sinne von Maßstäben, die von der gesamten Gesellschaft kritisch überprüft und akzeptiert worden sind. Der Mensch ist sich bewusst, das von vielen Menschen und Gruppen auch eine Vielzahl von Werten und Meinungen vertreten wird und dass die meisten Werte und Normen gruppenspezifisch sind. Also der rechtliche Standpunkt ist wichtig, aber unter der Berücksichtigung der Möglichkeit, das Recht im Sinne vernünftiger Erwägungen des gesellschaftlichen Nutzens zu ändern. Man betrachtet also nicht nur sich, sondern auch alle anderen. Durch das Heinz-Dilemma wird es nochmal verständlich. Das würde dann bedeutet, ja er soll stehlen, da das Recht auf Leben das Recht auf Eigentum verdrängt oder sogar übersteigt. oder Nein, Heinz soll das Medikament nicht stehlen, da man das Gesetz achten sollte, weil das Gesetz die grundlegenden Rechte einzelner gegenüber anderen sichert, die diese übertreten. Die Stufe sechs ist die Orientierung am universellen ethischen Prinzip oder auch die Gewissens- und Prinzipienorientierung. Das bedeutet das moralisch richtiges Handeln wird mit ethischen Prinzipien, die sich auf logischen Zusammenhang, Universalität und logische Widerspruchslosigkeit berufen, in Einklang gebracht. Das sind also abstrakte und ethische Prinzipien, wie z. B. der kategorische Imperativ von KANT. Es sind keine moralischen Regeln wie z. B. die zehn Gebote, sondern Prinzipien die im Kern Gerechtigkeit, Gegenseitigkeit und Gleichheit menschlicher Rechte sowie die Achtung der Würde des Menschen als individuelle Personen ansehen. Man betrachtet alles also mit eigenen Prinzipien und seiner Moralvorstellung. Das System ist so komplex, dass ich auch kein Beispiel dafür nennen kann. Es wird auch nur von ca. 5% der Menschen erreicht. Das Modell nach Kohlberg hatte 6 Stufen, allerdings hat er später die Vermutung geäußert, dass es eine 7.Stufe geben könnte, in der das moralische Urteil transzendental begründet wird. Er hat diese Stufe nicht viel ausgeführt und meinte, dass nur sehr wenige Menschen es bis dahin schaffen. Der Mensch soll von universeller Liebe, Mitgefühl oder Helligkeit erfüllt sein. Personen, die er in seinem Werk zitiert hat, waren Jesus, Buddha und Gandhi. Hier hab ich noch ein Diagramm: auf der x-Achse ist das Alter in Jahren und auf der y-Achse der Anteil in Prozent. Wenn ihr euch die Stufe 1 anguckt, sieht man direkt, dass es am Anfang viele sind, aber mit zunehmenden Alter abnehmen. Gleichzeitig entwickelt sich auch die zweite Stufe, allerdings sinkt die Anzahl der Menschen, die sich auf dieser Stufe befinden, auch sehr schnell. Die dritte jedoch steigt erst und sinkt nur wenig, das heißt viele Menschen bleiben auf dieser Stufe. Der Anteil der Menschen auf der Stufe 4 steigt stetig an, das heißt mit zunehmenden Alter kommen immer mehr in die vierte Stufe. Bei der fünften sieht man, dass diese von einem sehr geringen Teil der Menschen nur erreicht wird. Hier ist nochmal ein Überblick von den verschiedenen Stufen mit der jeweiligen Antwort mit Begründung je nach dem, in welcher Stufe man ist. Jetzt könnt ihr mal kurz gucken, in welcher Stufe ihr seid. Ich hab passend zum Heinz-Dilemma noch ein Alltagsbeispiel in den Nürnberger Nachrichten gefunden. Banküberfall wegen herzkranker Tochter Weil er Geld für die Herzoperation seiner kleinen Tochter brauchte, hat ein griechischer Versicherungskaufmann eine Bank überfallen. Der 31-Jährige wurde in Thessaloniki unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt. Bei dem Überfall hatte er 14 655 Eure erbeutet, war aber nach kurzer Zeit festgenommen worden. Seine acht Monate alte Tochter leidet an einer Herzkrankheit. Er habe das Geld für einen Eingriff in den USA benötigt, hatte er der Polizei gesagt. Mehrere Wohltätigkeitsorganisationen haben ihm nun Hilfe angeboten. Die Plus-Eins-Regel besagt, dass Menschen in der Lage sind einer Argumentation zu folgen, die eine Stufe höher ist als die eigene. Das wird z. B. in der Schule angewendet durch höherstufige Schüler, Denkanstöße von Lehrern oder die Arbeit mit dem Entwicklungsmodell nach Kohlberg. Das bedeutet, wenn ein Schüler auf Stufe 3 wäre*, und der Lehrer auf Stufe 4* etwas erklärt, wird der Schüler in seinem bisherigen Denken verunsichert und überprüft sein Denken von der höheren Position. Auf diesem Wege lernt der Schüler auf Langzeit seine Stufe zu erhöhen. Es gab allerdings nicht nur positives Feedback sondern auch Kritik. Unteranderem wurde kritisiert, dass er die Geschlechter nicht trennt und das System auf alle Menschen überträgt, ohne die Kulturen zu trennen. Carol Gilligan, die eine der Kritiker war, hat die Geschlechter anhand der ,,Heinz-Studie" Kohlbergs unter dem Gesichtspunkt des Geschlechts wiederholt. Sie kam zum Ergebnis, dass Männer nach Gerechtigkeit und Fairness und Frauen nach Mitgefühl, sozialer Verantwortung und Fürsorge handeln. Ihre Behauptungen wurden allerdings von Experten mehrfach überprüft, wobei betont wurde, dass ihre Moralansichten als nicht zuverlässig gelten und Sprechtext: GFS Kohlberg Ich hab hier eine Konfliktsituation rausgesucht, möchte die mal jemand vorlesen? Heinz todkranke Frau leidet an einer besonderen Krebsart. Es gibt ein Medikament, das ihr Leben nach Ansichten der Ärzte retten könnte. Ein Apotheker hatte dieses Medikament vor kurzen entdeckt. Das Medikament war teuer in der Herstellung, jedoch verlangte der Apotheker ein Vielfaches seiner enen Kosten. Heinz bo sich allen Bekannten Geld, brachte aber nur einen Teil des Preises zusammen. Nach ergebnislosen Verhandlungen mit dem Apotheker, überlegt er, ob er in die Apotheke einbrechen und das Medikament stehlen soll. Genau danke, auf diesen Text bin ich gestoßen, als ich mich angefangen habe mit meinem GFS Thema zu beschäftigen: 1 2 Die Theorie der Moralentwicklung nach Lawrence Kohlberg, welcher sich genau damit beschäftigt hat. Nachdem ich den Text gelesen habe, hab ich mich gefragt, wie eigentlich die Moral entsteht, also warum können wir uns so schnell ein Urteil über etwas machen und können wir die Entwicklung beeinflussen? 3 4 Das soll auch die Leitfrage für meine GFS sein. Bevor wir uns mit den der Theorie der Moralentwicklung beschäftigen können, noch kurz einen Überblick über Kohlbergs Leben: 1927 wurde Lawrence Kohlberg als viertes Kind einer jüdischen Familie in einem Vorort von New York geboren. Er verbrachte seine High-School-Zeit in einem Internat, in dem er nahezu die gesamte Zeit wegen unterschiedlichen Vergehen gegen die Schulordnung unter Bewährung stand. Nach seinem High-School-Abschluss 1945, musste er als Wehrdienstleistender ins vom Krieg gezeichnete Europa. Er kam zu amerikanischen Handelsmarine nach Europa und verließ sie allerdings bald wieder, um ein unbezahlter Ingenieur auf einem Schiff, das jüdische Flüchtlinge durch die britische Blockade nach Palästina brachte, zu werden. Das Schiff wurde dann schließlich mit massivem Waffeneinsatz eingenommen und Kohlberg saß die nächste Zeit in einem Gefängnis auf Zypern fest. Nach seiner Befreiung lebte er erst eine Zeit lang in Palästina, kehrte dann mit gefälschten Papieren in die USA zurück, wo er 1947 einige Praktika in psychiatrischen Kliniken macht und schließlich 1948 sein Psychologiestudium an der angesehenen University of Chicago begann. Schon nach einem statt vier Jahren erlangte er den Titel ,,Bachlor of Arts". 1958, also nach 9 Jahren, erlangte er seine Promotion. In dieser Zeit arbeitet er auch die Entwicklungstheorie über das moralische Urteil aus und veröffentlich seine Dissertation über „Die moralische Entwicklung des Menschen". 1958 war er im Children's Hospital in Boston angestellt und 1959 erlangte er eine Assistenzprofessur für Psychologie an der Yale University. 5 6 1961 hielt er sich als Fellow am Institute for Advanced Study in Behavioral Sciences in Palo Alto auf. 1962 wurde er dann erst Assistenzprofessor und 1965 Associate Professor an der Psychologischen Fakultät der University of Chicago. 1968 erhielt er schließlich eine ordentliche Professur für Erziehungswissenschaft und Sozialpsychologie an der Havard University in Cambridge; Massachusetts. 1969 gelang Kohlberg sein wissenschaftlicher Durchbruch mit der Veröffentlichung seines Werkes „Stage and Sequences“, seiner in den 60er Jahren entwickelten kognitiven Entwicklungstheorie, woraufhin er das Zentrum für moralische Entwicklung und Erziehung an der Graduate School of Education der Havard University gründet und bis zu seinem Tod leitet. Bei einem zehntägigen Forschungsaufenthalt in Punta Gordon (Belize) Ende 1971 bis Anfang 1972 infizierte Kohlberg sich mit der Viruserkrankung Giardia lambia. Dieser wird erst 1973 diagnostiziert. Die Viruskrankheit war bereits zu weit fortgeschritten und eine Heilung nicht mehr möglich. Kohlberg arbeitete unermüdlich weiter bis er am 17.01.1987 sich im Atlantik in der Nähe von Boston ertränkte. Erst am 6.April wurde seine ans Land gespülte Leiche gefunden. Bevor wir uns mit der Moralentwicklung beschäftigen können, sollten wir uns angucken, was Moral überhaupt bedeutet. Moral kommt vom lateinischen ,,Moralis" und bedeutet soviel wie Sittenbetreffend. Sie beinhaltet die Werte und Regeln, die in einer Gesellschaft anerkannt werden und reguliert das zwischenmenschliche Verhalten. Kohlberg hat sich also während seinem Studium Gedanken drüber gemacht, wie die Moral entsteht und hat sich dabei auch mit Piagets Entwicklungsstufenmodell beschäftigt und diesem zugestimmt, allerdings wollte er es weiterentwickeln. 8 Er legte Kindern und Jugendliche hypothetische moralische Konfliktsituationen vor, um diese dann anschließend zuzuordnen. Ein moralisches Dilemma ist eine Konfliktsituation, in der zwei oder mehr Normen im Widerspruch stehen. Zwischen denen muss dann ab gewägt werden, welcher Norm Vorrang zu geben ist. So ein moralisches Dilemma haben wir zu Beginn gelesen: das Heinz-Dilemma. Es ist eins der bekanntesten Dilemmata Kohlbergs, welches er damals in seinen Untersuchungen benutze. Seine Untersuchung basiert auf einer Stichprobe von 72 Jungen zweier Schulen aus dem Großraum von Chicago. Die Schulen wurden anhand ihrer geographischen sozio- ökonomischen Lage gewählt und die Jungen anschließend mithilfe der Schulakte anhand des Sozial- und Bildungsniveau der Eltern gezogen. Die Probanden wurden in Kleingruppen in zweistündigen Interviews zu hypothetischen moralischen Konflikten befragt. Die Instrumente bestanden aus neun Situationen, in denen die Kleingruppen mit moralischen Dilemmata konfrontiert wurden, bei denen jeder Proband zwischen zwei kulturellen legitimen oder illegitimen Alternativen wählen konnte. Anschließend hielt der Interviewer je nach Antwort einen Fragenkatalog zur Vertiefung bzw. Spezifizierung der Antwort bereit. Dabei war es nicht wichtig, für welche Lösung sich die Kandidaten entschieden, da es keine kulturell richtige Lösung geben kann, sondern die Begründung, also das „Warum" spielte eine Rolle für Kohlberg. Er sah darin die Möglichkeit, die Struktur des moralischen Denkens zu eruieren. Aus den Reaktionen der Jungen dieser Untersuchung definiert Kohlberg sechs Entwicklungsstufen der Wertorientierung, die sich auf drei moralische Ebenen aufteilen Das ist das Entwicklungsstufenmodell, das er aus seinen Untersuchungen und den Grundlagen durch Jean Piaget erstellt hat. Bevor ich euch die Stufen erkläre, macht euch nochmal kurz über das Dilemma von vorhin Gedanken : 9 10 Hier nochmal kurz das Dilemma: Heinz' Frau ist krank und das Medikament, dass er braucht, ist zu teuer. Soll Heinz in der Apotheke einbrechen und es stehen? Überlegt euch ob er einbrechen soll, aber vor allem auch warum, also begründet für euch eure Meinung. Die erste Stufe ist die Präkonventionelle Stufe. „Prae“ kommt aus dem Latein und bedeutet ,,vor" und „conventio" heißt „,,Absprache", also bevor Absprachen getroffen werden. Keine Absprachen also einfaches Gehorsam hat man wenn man klein ist, also sehr junges Alter. Kohlberg hat der Stufe also Menschen im Alter von ca. 5 bis 12 Jahren zugeordnet. Vereinzelt können auch Jugendliche bzw. Erwachsene betroffen sein, ist aber sehr selten. Die Autoritätsperson bleibt stets als Vorbild. Die zweite ist die konventionelle Stufe und bedeutet quasi nur „Absprache", also Gesetze. Kohlberg hat also die Priorität der gesellschaftlichen Regeln dieser Stufe zugeordnet. Meist sind dies Jugendliche, aber auch viele Erwachsene. Die dritte Stufe ist die postkonventionelle. ,,Post" kommt wieder aus dem Latein und heißt,,nach", das heißt nach Absprachen. Es geht also über Absprachen und das Gesetz hinaus, z. B. Menschenrechte. Das sind Absprachen über den Absprachen der einzelnen Staaten hinaus, so etwas wie Menschenwürde, also ethische Aspekte. Diese Stufe wird nicht von allen Menschen erreicht. Kohlberg hat diese Stufen nochmal ein 6 Stufen geteilt, allerdings ist es oft schwer zu entscheiden, ob sich jemand zB in Stufe 1 oder 2, oder 3 oder 4 befindet, da sie innerhalb einer Hauptstufe sehr ähnlich sind.

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1 Konfliktsituation Heinz todkranke Frau leidet an einer besonderen Krebsart. Es gibt ein Medikament, das ihr Leben nach Ansichten der Ärzte retten könnte. Ein Apotheker hatte dieses Medikament vor kurzem entdeckt. Das Medikament war teuer in der Herstellung, jedoch verlangte der Apotheker ein Vielfaches seiner eigenen Kosten. Heinz borgte sich von allen Bekannten Geld, brachte aber nur einen Teil des Preises zusammen. Nach ergebnislosen Verhandlungen mit dem Apotheker, überlegt er, ob er in die Apotheke einbrechen und das Medikament stehlen soll. Bildquelle: https://i.pinimg.com/originals/ce/61/30/ce61306e1df7 4c0e074a43f049ad50bb.jpg GFS LAWRENCE KOHLBERG: THEORIE DER MORAL- ENTWICKLUNG 3 Leitfrage Wie entsteht die Moral und können wir die Entwicklung beeinflussen? ? 4 Lawrence Kohlberg Geburt in jüdischer Familie 1927 Bachelor of Arts 1949 1945 High-School- Abschluss 1958 Abschluss Promotion; Veröffentlichung seiner Dissertation Praktika an psychiatrischen Klinik 1947 Tätigkeit im Children's Hospital Boston 1958 1948 Psychologiestudium an University of Chicago 1959 Assistenzprofessor für Psychologie Yale University 5 Lawrence Kohlberg Fellow am Institute for Advanced Study in Behavioral Sciences in Palo Alto 1961 Durchbruch mit Werk: ,,Stage and Sequences" 1969 1962 Psychologische Fakultät University of Chicago Assistenzprofessor 1971 Infizierung mit Giardia Lambia bei Aufenthalt in Belize Associate Professor 1965 Diagnose der Viruskrankheit 1973 1968 ordentliche Professur für Erziehungs- wissenschaft und Sozialpsychologie an Harvard University Cambridge 1987 Tod durch Suizid Lawrence Kohlberg: Theorie der Moralentwicklung Stufenmodell Lawrence Kohlberg 1927 1945 1947 1948 1949 1958 1958 1959 1961 1962 1965 1968 1969 1971 1973 1987 •Geburt in jüdischer Familie •High-School-Abschluss •Praktika an psychiatrischen Kliniken Psychologiestudium an University of Chicago Bachelor of Arts •Abschluss Promotion; Veröffentlichung seiner Dissertation Tätigkeit im Children's Hospital Boston •Assistenzprofessor für Psychologie Yale University •Fellow am Institute for Advanced Study in Behavioral Sciences in Palo Alto Psychologische Fakultät University of Chicago Assistenzprofessor •Associate Professor ordentliche Professur an Harvard University Cambridge •Durchbruch mit Werk: ,,Stage and Sequences" Infizierung mit Giardia Lambia bei Aufenthalt in Belize •Diagnose der Viruskrankheit •Tod durch Suizid Moral >> lat. "moralis" ="die Sitten betreffend" » Werte und Regeln,...

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die in einer Gesellschaft anerkannt werden » reguliert zwischenmenschliche Verhalten => Grundlagen der Theorie durch Jean Piaget Stufe 6 Stufe 5 Stufe 4 Stufe 3 Stufe 2 Stufe 1 Postkonventionelle Ebene Konventionelle Ebene Präkonventionelle Ebene Orientierung am universell ethischen Prinzip Legalistische Vertrags- orientierung Orientierung an Gesetz und Ordnung ,,GoodBoy/ NiceGirl"- Orientierung Orientierung an Zwecken und Austausch Orientierung an Strafe und Gehorsam >> universelles Prinzip der » eigene Prinzipien » Rechte im Vordergrund » Erwägung Recht im Sinne des >> » Gerechtigkeit, Gegenseitigkeit und Gleichheit der Menschenrechte; Achtung der Menschenwürde » » >> Betrachtung der Folgen einer Handlung für die Gesellschaft Pflichterfüllung » >> >> gesellschaftlichen Nutzen zu ändern Bewusstsein für die Relativität der eigenen Meinung Einsicht der Funktion und Notwendigkeit von Rechten, Pflichten und Gesetzen Orientierung an Autoritätsperson (z. B. Familie) Erwartungen Anderer entsprechen Fairness aus pragmatischen Gründen Goldene Regel » Einhalten der Regeln » Vermeidung von Strafe und Unterordnung unter Macht Stufe 7? -> Vermutung Kohlbergs >> Mensch erfüllt von universeller Liebe, Mitgefühl oder Helligkeit >> Bsp.: Jesus, Buddha und Gandhi Heinz-Dilemma (Dilemma = mehrere widersprüchliche Normen) Heinz todkranke Frau leidet an einer besonderen Krebsart. Es gibt ein Medikament, das ihr Leben nach Ansichten der Ärzte retten könnte. Ein Apotheker hatte dieses Medikament vor kurzem entdeckt. Das Medikament war teuer in der Herstellung, jedoch verlangte der Apotheker ein Vielfaches seiner eigenen Kosten. Heinz borgte sich von allen Bekannten Geld, brachte aber nur einen Teil des Preises zusammen. Nach ergebnislosen Verhandlungen mit dem Apotheker, überlegte er, ob er in die Apotheke einbrechen und das Medikament stehlen soll. postkon- ventionell konventionell präkonventio- nell 5. 4. 3. 2. Heinz soll das Medikament stehlen, weil... ... das Recht auf Leben das Recht auf Eigentum übersteigt. ...er zum Wohl der Gesellschaft Verantwortung übernehmen muss. ... ein guter Ehemann seiner Frau hilft. seine Frau ihm auch einen Gefallen tun könnte. er bestraft wird, wenn er nicht hilft. Heinz soll das Medikament nicht stehlen, weil... ... das Gesetz die grundlegenden Rechte einzelner gegenüber anderen sichert, die diese Rechte übertreten. er das Gesetz achten muss und nicht jeder Bürger einfach das Gesetz brechen kann. ... er sonst in den Augen anderer ein Dieb wäre. wenn er seine Frau nicht liebt, es das nicht wert ist. er ins Gefängnis kommt, wenn er stiehlt. Die Plus-Eins-Regel: » Menschen sind in der Lage einer Argumentation zu folgen, die eine Stufe höher als die eigene ist. Kritik » keine Geschlechtertrennung » => mehrfache Prüfung durch Experten: unzuverlässige Ansicht keine Kulturtrennung O verschiedene Kulturen haben verschiedene Normen und Werte asiatischer Bereich: Wohlbefinden der Gemeinschaft westlicher Bereich: Wohlbefinden des Individuum Literatur: ■ ■ ■ Carol Gilligans Ergebnisse: - Männer handeln nach Gerechtigkeit und Fairness - Frauen handeln nach Mitgefühl, sozialer Verantwortung und Fürsorge ■ Garz, Detlef. Lawrence Kohlberg zur Einführung. Hamburg, 1996. Jung, Werner. Die moralische Entwicklung nach Kohlberg. 2011. http://www.werner- jung.de/21.html (Zugriff am 05. 01 2019). Kuhmerker, Lisa, Uwe Gielen, und Richard L. Hayes. Lawrence Kohlberg. München, 2001. Lerch, Dr. phil. Melanie. Die Theorie der Moralentwicklung nach Lawrence Kohlberg. 2019. https://www.knetfeder.de/kkpwp/moralentwicklung/ (Zugriff am 05. 01 2019). Oser, Fritz. Moralische Selbstbestimmung: Modelle der Entwicklung und Erziehung im Wertebereich. Stuttgart: Klett-Cotta, 1994. Peltzer, Ulf. ,,Lawrence Kohlbergs Theorie des moralischen Urteilens." 173. VS Verlag für Sozialwissenschaften. Scheibenpflug, Helga. Die höchste Stufe der Moral. Hamburg: Verlag Dr. Kovac, 2007. Stangl, Werner. Die moralische Entwicklung. 2019. http://arbeitsblaetter.stangl- taller.at/MORALISCHEENTWICKLUNG/ (Zugriff am 05. 01 2019). Stangl, Werner. Kohlbergs Theorie der Moralentwicklung. 2019. http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/MORALISCHEENTWICKLUNG/KohlbergTabelle.shtml (Zugriff am 05. 01 2019). Busch, Christina. Lawrence Kohlberg - Entwicklungsstufen moralischen Denkens und Handelns. München: GRIN Verlag, 2008. GFS - Lawrence Kohlberg: Die Theorie der Moralentwicklung Ich hab hier eine Konfliktsituation rausgesucht, möchte die mal jemand vorlesen? Heinz todkranke Frau leidet an einer besonderen Krebsart. Es gibt ein Medikament, das ihr Leben nach Ansichten der Ärzte retten könnte. Ein Apotheker hatte dieses Medikament vor kurzen entdeckt. Das Medikament war teuer in der Herstellung, jedoch verlangte der Apotheker ein Vielfaches seiner eigenen Kosten. Heinz borgte sich von allen Bekannten Geld, brachte aber nur einen Teil des Preises zusammen. Nach ergebnislosen Verhandlungen mit dem Apotheker, überlegt er, ob er in die Apotheke einbrechen und das Medikament stehlen soll. Genau danke, auf diesen Text bin ich gestoßen, als ich mich angefangen habe mit meinem GFS Thema zu beschäftigen: Die Theorie der Moralentwicklung nach Lawrence Kohlberg, welcher sich genau damit beschäftigt hat. Nachdem ich den Text gelesen habe, habe ich mich gefragt, wie eigentlich die Moralentsteht, also warum können wir uns so schnell ein Urteil über etwas machen und können wir die Entwicklung beeinflussen? Das soll auch die Leitfrage für meine GFS sein. Bevor wir uns mit den der Theorie der Moralentwicklung beschäftigen können, noch kurz einen Überblick über Kohlbergs Leben: 1927 wurde Lawrence Kohlberg als viertes Kind einer jüdischen Familie in einem Vorort von New York geboren. Er verbrachte seine High-School-Zeit in einem Internat, in dem er nahezu die gesamte Zeit wegen unterschiedlichen Vergehen gegen die Schulordnung unter Bewährung stand. Nach seinem High-School-Abschluss 1945, musste er als Wehrdienstleistender ins vom Krieg gezeichnete Europa. Er kam zu amerikanischen Handelsmarine nach Europa und verließ sie allerdings bald wieder, um ein unbezahlter Ingenieur auf einem Schiff, das jüdische Flüchtlinge durch die britische Blockade nach Palästina brachte, zu werden. Das Schiff wurde dann schließlich mit massivem Waffeneinsatz eingenommen und Kohlberg saß die nächste Zeit in einem Gefängnis auf Zypern fest. Nach seiner Befreiung lebte er erst eine Zeit lang in Palästina, kehrte dann mit gefälschten Papieren in die USA zurück, wo er 1947 einige Praktika in psychiatrischen Kliniken macht und schließlich 1948 sein Psychologiestudium an der angesehenen University of Chicago begann. Schon nach einem statt vier Jahren erlangte er den Titel ,,Bachlor of Arts". 1958, also nach 9 Jahren, erlangte er seine Promotion. In dieser Zeit arbeitet er auch die Entwicklungstheorie über das moralische Urteil aus und veröffentlich seine Dissertation über ,,Die moralische Entwicklung des Menschen". 1958 war er im Children's Hospital in Boston angestellt und 1959 erlangte er eine Assistenzprofessur für Psychologie an der Yale University. 1961 hielt er sich als Fellow am Institute for Advanced Study in Behavioral Sciences in Palo Alto auf. 1962 wurde er dann erst Assistenzprofessor und 1965 Associate Professor an der Psychologischen Fakultät der University of Chicago. 1968 erhielt er schließlich eine ordentliche Professur für Erziehungswissenschaft und Sozialpsychologie an der Havard University in Cambridge; Massachusetts. 1969 gelang Kohlberg sein wissenschaftlicher Durchbruch mit der Veröffentlichung seines Werkes ,,Stage and Sequences", seiner in den 60er Jahren entwickelten kognitiven Entwicklungstheorie, woraufhin er das Zentrum für moralische Entwicklung und Erziehung an der Graduate School of Education der Havard University gründet und bis zu seinem Tod leitet. Bei einem zehntägigen Forschungsaufenthalt in Punta Gordon (Belize) Ende 1971 bis Anfang 1972 infizierte Kohlberg sich mit der Viruserkrankung Giardia lambia. Dieser wird erst 1973 diagnostiziert. Die Viruskrankheit war bereits zu weit fortgeschritten und eine Heilung nicht mehr möglich. Kohlberg arbeitete unermüdlich weiter bis er am 17.01.1987 sich im Atlantik in der Nähe von Boston ertränkte. Erst am 6.April wurde seine ans Land gespülte Leiche gefunden. Bevor wir uns mit der Moralentwicklung beschäftigen können, sollten wir uns angucken, was Moral überhaupt bedeutet. Moral kommt vom lateinischen „Moralis“ und bedeutet soviel wie *Sittenbetreffend. Sie beinhaltet die *Werte und Regeln, die in einer Gesellschaft anerkannt werden und *reguliert das zwischenmenschliche Verhalten. Kohlberg hat sich also während seinem Studium Gedanken drüber gemacht, wie die Moral entsteht und hat sich dabei auch mit Piagets Entwicklungsstufenmodell beschäftigt und diesem zugestimmt, allerdings wollte er es weiterentwickeln. Sein Stufenmodell ist also an das von Piaget angelehnt. Das hat Lisa euch ja schon erklärt. Er legte Kindern und Jugendliche hypothetische moralische Konfliktsituationen vor, um diese dann anschließend zuzuordnen. Ein moralisches Dilemma ist eine Konfliktsituation, in der *zwei oder mehr Normen im Widerspruch stehen. *Zwischen denen muss dann ab gewägt werden, welcher Norm Vorrang zu geben ist. So ein moralisches Dilemma haben wir zu Beginn gelesen: das Heinz-Dilemma. Es ist eins der bekanntesten Dilemmata Kohlbergs, welches er damals in seinen Untersuchungen benutze. Seine Untersuchung basiert auf einer Stichprobe von 72 Jungen zweier Schulen aus dem Großraum von Chicago. Die Schulen wurden anhand ihrer geographischen sozio- ökonomischen Lage gewählt und die Jungen anschließend mithilfe der Schulakte anhand des Sozial- und Bildungsniveau der Eltern gezogen. Die Probanden wurden in Kleingruppen in zweistündigen Interviews zu hypothetischen moralischen Konflikten befragt. Die Instrumente bestanden aus neun Situationen, in denen die Kleingruppen mit moralischen Dilemmata konfrontiert wurden, bei denen jeder Proband zwischen zwei kulturellen legitimen oder illegitimen Alternativen wählen konnte. Anschließend hielt der Interviewer je nach Antwort einen Fragenkatalog zur Vertiefung bzw. Spezifizierung der Antwort bereit. *Dabei war es nicht wichtig, für welche Lösung sich die Kandidaten entschieden, da es keine kulturell richtige Lösung geben kann, sondern die Begründung, also das *„Warum“ spielte eine Rolle für Kohlberg. Er sah darin die Möglichkeit, die Struktur des moralischen Denkens zu eruieren. Aus den Reaktionen der Jungen dieser Untersuchung definiert Kohlberg sechs Entwicklungsstufen der Wertorientierung, die sich auf drei moralische Ebenen aufteilen lassen. Um seine Theorie zu bestätigen, führt er die gleiche Untersuchung mit denselben Methoden und Instrumenten an weiteren Altersgruppen sowie in anderen städtischen Mittelschichten durch. Die durchgeführten Erhebungen in den verschiedenen Kulturen führen für Kohlberg zur Schlussfolgerung, dass das Stufenkonzept unabhängig ist und das fehlen der Stufe 5 und 6 in vor allem entlegenen Dörfern wie der Türkei, an einer zeitlich langsameren Entwicklung liegt. Das ist das Entwicklungsstufenmodell, das er aus seinen Untersuchungen und den Grundlagen durch Jean Piaget erstellt hat. Bevor ich euch die Stufen erkläre, macht euch nochmal kurz über das Dilemma von vorhin Gedanken: Hier nochmal kurz das Dilemma: Heinz' Frau ist krank und das Medikament, dass er braucht, ist zu teuer. Soll Heinz in der Apotheke einbrechen und es stehen? Überlegt euch ob er einbrechen soll, aber vor allem auch warum, also begründet für euch eure Meinung. Die erste Stufe ist die *Präkonventionelle Stufe. *„,Prae“ kommt aus dem Latein und bedeutet ,,vor" und *,,conventio" heißt „,,Absprache", also bevor Absprachen getroffen werden. Keine Absprachen also einfaches Gehorsam hat man wenn man klein ist, also sehr junges Alter. Kohlberg hat der Stufe also Menschen im Alter von ca. 5 bis 12 Jahren zugeordnet. Vereinzelt können auch Jugendliche bzw. Erwachsene betroffen sein, ist aber sehr selten. Die Autoritätsperson bleibt stets als Vorbild. Die zweite ist die *konventionelle Stufe und bedeutet quasi nur *„Absprache“, also Gesetze. Kohlberg hat also die Priorität der gesellschaftlichen Regeln dieser Stufe zugeordnet. Meist sind dies Jugendliche, aber auch viele Erwachsene. Die dritte Stufe ist die *postkonventionelle. *,,Post“ kommt wieder aus dem Latein und heißt „nach“, das heißt *nach Absprachen. Es geht also über Absprachen und das Gesetz hinaus, z.B. Menschenrechte. Das sind Absprachen über den Absprachen der einzelnen Staaten hinaus, so etwas wie Menschenwürde, also ethische Aspekte. Diese Stufe wird nicht von allen Menschen erreicht. Kohlberg hat diese Stufen nochmal ein 6 Stufen geteilt, allerdings ist es oft schwer zu entscheiden, ob sich jemand zB in Stufe 1 oder 2, oder 3 oder 4 befindet, da sie innerhalb einer Hauptstufe sehr ähnlich sind. Die erste Stufe ist die einfachste moralische Lösung, die man finden kann: die Orientierung an Strafe und Gehorsam, also an der Autoritätsperson. Die Regeln müssen also eingehalten werden, weil ein Übertreten mit Strafe verbunden ist. Man betrachtet dabei nur eine Perspektive und zwar seine eigene, also die egozentrische Perspektive: Was krieg ich und was droht mir als Bestrafung. Wenn wir wieder an unser Szenario von vorhin denken, würde das bedeuten, ja, er soll das Medikament stehlen, weil wenn er nicht hilft, wird er bestraft oder nein, er soll nicht stehlen, weil er sonst ins Gefängnis kommt. Die zweite Stufe ist die Orientierung an Zwecken und Austausch, also „wie du mir, so ich dir". Das ist die einfachste Form der Goldenen Regeln. Es gibt nur zwei Perspektiven: Ich und Du. Man möchte also Fairness, aber nicht aus Gründen der Gerechtigkeit, sondern aus rein pragmatischen Gründen. Man denkt also nicht an die Gemeinschaft oder dass auch gemeinsame Interessen auf dem Spiel stehen, sondern nur an das, was einem selbst nützt. Beim Heinz-Dilemma heißt es dann also, ja, er soll das Medikament stehlen, weil er dann immer noch seine Frau hat und die eines Tages auch etwas für ihn tun könnte oder nein, weil wenn er seine Frau nicht liebt, dann wäre es die ganzen Schwierigkeiten nicht wert. Die dritte Stufe, also jetzt sind wir im konventionellen Bereich, ist die Good-Boy/Nice-Girl- Stufe. Das bedeutet die Orientierung liegt am sozialen Nahefeld oder einer Autoritätsperson, also z. B. der Familie. Man möchte den Erwartungen der anderen entsprechen und in den anderen Augen als guter Mensch da stehen. Man betrachtet also sich selbst, den anderen und das Umfeld. Für unser Beispiel heißt das: Ja, Heinz soll das Medikament stehlen, selbst wenn er die Frau nicht liebt oder es für einen Fremden ist, denn wir sollen bereit sein, anderen zu helfen und ein guter Ehemann hilft seiner Frau. oder Nein, er sollte das Medikament nicht stehlen, um einen guten Eindruck in der Gemeinschaft zu hinterlassen und sonst stände er in den Augen der anderen als Dieb da. Die vierte Stufe ist die Orientierung an Gesetz und Ordnung, also die Einsicht der Funktion und Notwendigkeit von Rechten, Pflichten und den Gesetzen. Man betrachtet die Folgen der Handlung für die Gesellschaft und das Gesetzbefolgen und Pflichtenerfüllen steht im Vordergrund. Die Perspektive liegt also auf mir, meinem Gegenüber und der Gesellschaft. Das bedeutet dann für Heinz: Ja, er soll das Medikament stehlen, weil Menschen zum Nutzen der Gesellschaft Verantwortung für andere übernehmen müssen. oder Nein, man sollte das Gesetz achten, denn der Respekt vor dem Gesetz würde zerstört werden, wenn die Bürger meinen, sie können jederzeit Gesetze brechen, wenn sie nicht mit ihnen übereinstimmen. Die fünfte Stufe ist die Legalistische Vertragsorientierung am Sozialvertrag. Das klingt komplizierter als es ist. Damit ist einfach gemeint, dass das Handeln im Sinne allgemeiner Individualrechte und im Sinne von Maßstäben, die von der gesamten Gesellschaft kritisch überprüft und akzeptiert worden sind. Der Mensch ist sich bewusst, das von vielen Menschen und Gruppen auch eine Vielzahl von Werten und Meinungen vertreten wird und dass die meisten Werte und Normen gruppenspezifisch sind. Also der rechtliche Standpunkt ist wichtig, aber unter der Berücksichtigung der Möglichkeit, das Recht im Sinne vernünftiger Erwägungen des gesellschaftlichen Nutzens zu ändern. Man betrachtet also nicht nur sich, sondern auch alle anderen. Durch das Heinz-Dilemma wird es nochmal verständlich. Das würde dann bedeutet, ja er soll stehlen, da das Recht auf Leben das Recht auf Eigentum verdrängt oder sogar übersteigt. oder Nein, Heinz soll das Medikament nicht stehlen, da man das Gesetz achten sollte, weil das Gesetz die grundlegenden Rechte einzelner gegenüber anderen sichert, die diese übertreten. Die Stufe sechs ist die Orientierung am universellen ethischen Prinzip oder auch die Gewissens- und Prinzipienorientierung. Das bedeutet das moralisch richtiges Handeln wird mit ethischen Prinzipien, die sich auf logischen Zusammenhang, Universalität und logische Widerspruchslosigkeit berufen, in Einklang gebracht. Das sind also abstrakte und ethische Prinzipien, wie z. B. der kategorische Imperativ von KANT. Es sind keine moralischen Regeln wie z. B. die zehn Gebote, sondern Prinzipien die im Kern Gerechtigkeit, Gegenseitigkeit und Gleichheit menschlicher Rechte sowie die Achtung der Würde des Menschen als individuelle Personen ansehen. Man betrachtet alles also mit eigenen Prinzipien und seiner Moralvorstellung. Das System ist so komplex, dass ich auch kein Beispiel dafür nennen kann. Es wird auch nur von ca. 5% der Menschen erreicht. Das Modell nach Kohlberg hatte 6 Stufen, allerdings hat er später die Vermutung geäußert, dass es eine 7.Stufe geben könnte, in der das moralische Urteil transzendental begründet wird. Er hat diese Stufe nicht viel ausgeführt und meinte, dass nur sehr wenige Menschen es bis dahin schaffen. Der Mensch soll von universeller Liebe, Mitgefühl oder Helligkeit erfüllt sein. Personen, die er in seinem Werk zitiert hat, waren Jesus, Buddha und Gandhi. Hier hab ich noch ein Diagramm: auf der x-Achse ist das Alter in Jahren und auf der y-Achse der Anteil in Prozent. Wenn ihr euch die Stufe 1 anguckt, sieht man direkt, dass es am Anfang viele sind, aber mit zunehmenden Alter abnehmen. Gleichzeitig entwickelt sich auch die zweite Stufe, allerdings sinkt die Anzahl der Menschen, die sich auf dieser Stufe befinden, auch sehr schnell. Die dritte jedoch steigt erst und sinkt nur wenig, das heißt viele Menschen bleiben auf dieser Stufe. Der Anteil der Menschen auf der Stufe 4 steigt stetig an, das heißt mit zunehmenden Alter kommen immer mehr in die vierte Stufe. Bei der fünften sieht man, dass diese von einem sehr geringen Teil der Menschen nur erreicht wird. Hier ist nochmal ein Überblick von den verschiedenen Stufen mit der jeweiligen Antwort mit Begründung je nach dem, in welcher Stufe man ist. Jetzt könnt ihr mal kurz gucken, in welcher Stufe ihr seid. Ich hab passend zum Heinz-Dilemma noch ein Alltagsbeispiel in den Nürnberger Nachrichten gefunden. Banküberfall wegen herzkranker Tochter Weil er Geld für die Herzoperation seiner kleinen Tochter brauchte, hat ein griechischer Versicherungskaufmann eine Bank überfallen. Der 31-Jährige wurde in Thessaloniki unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt. Bei dem Überfall hatte er 14 655 Eure erbeutet, war aber nach kurzer Zeit festgenommen worden. Seine acht Monate alte Tochter leidet an einer Herzkrankheit. Er habe das Geld für einen Eingriff in den USA benötigt, hatte er der Polizei gesagt. Mehrere Wohltätigkeitsorganisationen haben ihm nun Hilfe angeboten. Die Plus-Eins-Regel besagt, dass Menschen in der Lage sind einer Argumentation zu folgen, die eine Stufe höher ist als die eigene. Das wird z. B. in der Schule angewendet durch höherstufige Schüler, Denkanstöße von Lehrern oder die Arbeit mit dem Entwicklungsmodell nach Kohlberg. Das bedeutet, wenn ein Schüler auf Stufe 3 wäre*, und der Lehrer auf Stufe 4* etwas erklärt, wird der Schüler in seinem bisherigen Denken verunsichert und überprüft sein Denken von der höheren Position. Auf diesem Wege lernt der Schüler auf Langzeit seine Stufe zu erhöhen. Es gab allerdings nicht nur positives Feedback sondern auch Kritik. Unteranderem wurde kritisiert, dass er die Geschlechter nicht trennt und das System auf alle Menschen überträgt, ohne die Kulturen zu trennen. Carol Gilligan, die eine der Kritiker war, hat die Geschlechter anhand der ,,Heinz-Studie" Kohlbergs unter dem Gesichtspunkt des Geschlechts wiederholt. Sie kam zum Ergebnis, dass Männer nach Gerechtigkeit und Fairness und Frauen nach Mitgefühl, sozialer Verantwortung und Fürsorge handeln. Ihre Behauptungen wurden allerdings von Experten mehrfach überprüft, wobei betont wurde, dass ihre Moralansichten als nicht zuverlässig gelten und Sprechtext: GFS Kohlberg Ich hab hier eine Konfliktsituation rausgesucht, möchte die mal jemand vorlesen? Heinz todkranke Frau leidet an einer besonderen Krebsart. Es gibt ein Medikament, das ihr Leben nach Ansichten der Ärzte retten könnte. Ein Apotheker hatte dieses Medikament vor kurzen entdeckt. Das Medikament war teuer in der Herstellung, jedoch verlangte der Apotheker ein Vielfaches seiner enen Kosten. Heinz bo sich allen Bekannten Geld, brachte aber nur einen Teil des Preises zusammen. Nach ergebnislosen Verhandlungen mit dem Apotheker, überlegt er, ob er in die Apotheke einbrechen und das Medikament stehlen soll. Genau danke, auf diesen Text bin ich gestoßen, als ich mich angefangen habe mit meinem GFS Thema zu beschäftigen: 1 2 Die Theorie der Moralentwicklung nach Lawrence Kohlberg, welcher sich genau damit beschäftigt hat. Nachdem ich den Text gelesen habe, hab ich mich gefragt, wie eigentlich die Moral entsteht, also warum können wir uns so schnell ein Urteil über etwas machen und können wir die Entwicklung beeinflussen? 3 4 Das soll auch die Leitfrage für meine GFS sein. Bevor wir uns mit den der Theorie der Moralentwicklung beschäftigen können, noch kurz einen Überblick über Kohlbergs Leben: 1927 wurde Lawrence Kohlberg als viertes Kind einer jüdischen Familie in einem Vorort von New York geboren. Er verbrachte seine High-School-Zeit in einem Internat, in dem er nahezu die gesamte Zeit wegen unterschiedlichen Vergehen gegen die Schulordnung unter Bewährung stand. Nach seinem High-School-Abschluss 1945, musste er als Wehrdienstleistender ins vom Krieg gezeichnete Europa. Er kam zu amerikanischen Handelsmarine nach Europa und verließ sie allerdings bald wieder, um ein unbezahlter Ingenieur auf einem Schiff, das jüdische Flüchtlinge durch die britische Blockade nach Palästina brachte, zu werden. Das Schiff wurde dann schließlich mit massivem Waffeneinsatz eingenommen und Kohlberg saß die nächste Zeit in einem Gefängnis auf Zypern fest. Nach seiner Befreiung lebte er erst eine Zeit lang in Palästina, kehrte dann mit gefälschten Papieren in die USA zurück, wo er 1947 einige Praktika in psychiatrischen Kliniken macht und schließlich 1948 sein Psychologiestudium an der angesehenen University of Chicago begann. Schon nach einem statt vier Jahren erlangte er den Titel ,,Bachlor of Arts". 1958, also nach 9 Jahren, erlangte er seine Promotion. In dieser Zeit arbeitet er auch die Entwicklungstheorie über das moralische Urteil aus und veröffentlich seine Dissertation über „Die moralische Entwicklung des Menschen". 1958 war er im Children's Hospital in Boston angestellt und 1959 erlangte er eine Assistenzprofessur für Psychologie an der Yale University. 5 6 1961 hielt er sich als Fellow am Institute for Advanced Study in Behavioral Sciences in Palo Alto auf. 1962 wurde er dann erst Assistenzprofessor und 1965 Associate Professor an der Psychologischen Fakultät der University of Chicago. 1968 erhielt er schließlich eine ordentliche Professur für Erziehungswissenschaft und Sozialpsychologie an der Havard University in Cambridge; Massachusetts. 1969 gelang Kohlberg sein wissenschaftlicher Durchbruch mit der Veröffentlichung seines Werkes „Stage and Sequences“, seiner in den 60er Jahren entwickelten kognitiven Entwicklungstheorie, woraufhin er das Zentrum für moralische Entwicklung und Erziehung an der Graduate School of Education der Havard University gründet und bis zu seinem Tod leitet. Bei einem zehntägigen Forschungsaufenthalt in Punta Gordon (Belize) Ende 1971 bis Anfang 1972 infizierte Kohlberg sich mit der Viruserkrankung Giardia lambia. Dieser wird erst 1973 diagnostiziert. Die Viruskrankheit war bereits zu weit fortgeschritten und eine Heilung nicht mehr möglich. Kohlberg arbeitete unermüdlich weiter bis er am 17.01.1987 sich im Atlantik in der Nähe von Boston ertränkte. Erst am 6.April wurde seine ans Land gespülte Leiche gefunden. Bevor wir uns mit der Moralentwicklung beschäftigen können, sollten wir uns angucken, was Moral überhaupt bedeutet. Moral kommt vom lateinischen ,,Moralis" und bedeutet soviel wie Sittenbetreffend. Sie beinhaltet die Werte und Regeln, die in einer Gesellschaft anerkannt werden und reguliert das zwischenmenschliche Verhalten. Kohlberg hat sich also während seinem Studium Gedanken drüber gemacht, wie die Moral entsteht und hat sich dabei auch mit Piagets Entwicklungsstufenmodell beschäftigt und diesem zugestimmt, allerdings wollte er es weiterentwickeln. 8 Er legte Kindern und Jugendliche hypothetische moralische Konfliktsituationen vor, um diese dann anschließend zuzuordnen. Ein moralisches Dilemma ist eine Konfliktsituation, in der zwei oder mehr Normen im Widerspruch stehen. Zwischen denen muss dann ab gewägt werden, welcher Norm Vorrang zu geben ist. So ein moralisches Dilemma haben wir zu Beginn gelesen: das Heinz-Dilemma. Es ist eins der bekanntesten Dilemmata Kohlbergs, welches er damals in seinen Untersuchungen benutze. Seine Untersuchung basiert auf einer Stichprobe von 72 Jungen zweier Schulen aus dem Großraum von Chicago. Die Schulen wurden anhand ihrer geographischen sozio- ökonomischen Lage gewählt und die Jungen anschließend mithilfe der Schulakte anhand des Sozial- und Bildungsniveau der Eltern gezogen. Die Probanden wurden in Kleingruppen in zweistündigen Interviews zu hypothetischen moralischen Konflikten befragt. Die Instrumente bestanden aus neun Situationen, in denen die Kleingruppen mit moralischen Dilemmata konfrontiert wurden, bei denen jeder Proband zwischen zwei kulturellen legitimen oder illegitimen Alternativen wählen konnte. Anschließend hielt der Interviewer je nach Antwort einen Fragenkatalog zur Vertiefung bzw. Spezifizierung der Antwort bereit. Dabei war es nicht wichtig, für welche Lösung sich die Kandidaten entschieden, da es keine kulturell richtige Lösung geben kann, sondern die Begründung, also das „Warum" spielte eine Rolle für Kohlberg. Er sah darin die Möglichkeit, die Struktur des moralischen Denkens zu eruieren. Aus den Reaktionen der Jungen dieser Untersuchung definiert Kohlberg sechs Entwicklungsstufen der Wertorientierung, die sich auf drei moralische Ebenen aufteilen Das ist das Entwicklungsstufenmodell, das er aus seinen Untersuchungen und den Grundlagen durch Jean Piaget erstellt hat. Bevor ich euch die Stufen erkläre, macht euch nochmal kurz über das Dilemma von vorhin Gedanken : 9 10 Hier nochmal kurz das Dilemma: Heinz' Frau ist krank und das Medikament, dass er braucht, ist zu teuer. Soll Heinz in der Apotheke einbrechen und es stehen? Überlegt euch ob er einbrechen soll, aber vor allem auch warum, also begründet für euch eure Meinung. Die erste Stufe ist die Präkonventionelle Stufe. „Prae“ kommt aus dem Latein und bedeutet ,,vor" und „conventio" heißt „,,Absprache", also bevor Absprachen getroffen werden. Keine Absprachen also einfaches Gehorsam hat man wenn man klein ist, also sehr junges Alter. Kohlberg hat der Stufe also Menschen im Alter von ca. 5 bis 12 Jahren zugeordnet. Vereinzelt können auch Jugendliche bzw. Erwachsene betroffen sein, ist aber sehr selten. Die Autoritätsperson bleibt stets als Vorbild. Die zweite ist die konventionelle Stufe und bedeutet quasi nur „Absprache", also Gesetze. Kohlberg hat also die Priorität der gesellschaftlichen Regeln dieser Stufe zugeordnet. Meist sind dies Jugendliche, aber auch viele Erwachsene. Die dritte Stufe ist die postkonventionelle. ,,Post" kommt wieder aus dem Latein und heißt,,nach", das heißt nach Absprachen. Es geht also über Absprachen und das Gesetz hinaus, z. B. Menschenrechte. Das sind Absprachen über den Absprachen der einzelnen Staaten hinaus, so etwas wie Menschenwürde, also ethische Aspekte. Diese Stufe wird nicht von allen Menschen erreicht. Kohlberg hat diese Stufen nochmal ein 6 Stufen geteilt, allerdings ist es oft schwer zu entscheiden, ob sich jemand zB in Stufe 1 oder 2, oder 3 oder 4 befindet, da sie innerhalb einer Hauptstufe sehr ähnlich sind.