Die zehn Ziele interkultureller Erziehung und Bildung nach Nieke
Nieke definiert zehn zentrale Ziele für die interkulturelle Erziehung, die einen umfassenden Rahmen für pädagogisches Handeln in einer multikulturellen Gesellschaft bieten.
- Erkennen des eigenen unvermeidlichen Ethnozentrismus: Dieses Ziel betont die Wichtigkeit, die eigene kulturelle Prägung zu reflektieren und zu verstehen, wie sie unsere Wahrnehmung und Bewertung anderer Kulturen beeinflusst.
Beispiel: Ein Sportlehrer, der mit einem muslimischen Mädchen konfrontiert wird, das am Sportunterricht nicht teilnehmen kann, muss seine eigenen kulturellen Annahmen hinterfragen und versuchen, die Situation aus einer anderen Perspektive zu verstehen.
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Umgehen mit Befremdung: Hier geht es darum, konstruktiv mit dem Gefühl der Fremdheit umzugehen, das bei der Begegnung mit unbekannten kulturellen Praktiken entstehen kann.
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Grundlegung von Toleranz: Toleranz wird als Basistugend für ein gewaltfreies Zusammenleben in einer pluralistischen Demokratie verstanden.
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Akzeptanz von Ethnizität und Rücksichtnahme auf die Sprache der Minoritäten: Dieses Ziel fordert die Anerkennung und Wertschätzung kultureller Vielfalt, insbesondere im Hinblick auf Sprache und ethnische Identität.
Highlight: Die Akzeptanz von Ethnizität beinhaltet eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit anderen Kulturen, die das eigene kulturelle Selbstverständnis in Frage stellen kann.
- Thematisieren von Rassismus: Rassismus wird als eine Form der Feindseligkeit erkannt, die aktiv bekämpft werden muss.
Definition: Rassismus ist die Ansicht, dass Menschen einer bestimmten Rasse weniger wert sind als andere, und dass ihre politische und soziale Unterdrückung deshalb gerechtfertigt ist.





