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Reformpädagogik - Maria Montessori

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Reformpädagogik - Maria Montessori

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Reformpädagogik
- historische Einordnung: 1890-1933
-
Beispiele:
- Rudolf Steiner als Begründer der Waldorfpädagogik
- Alexander Neill al

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-historische Entwicklung -Maria Montessori -Deviation und Normalisierung -Kritik -Erziehungsgrundsätze

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● Reformpädagogik - historische Einordnung: 1890-1933 - Beispiele: - Rudolf Steiner als Begründer der Waldorfpädagogik - Alexander Neill als Begründer der Summer hill- School - Peter Peterson: Schule wird von Schülern selbst gestaltet - Kurt Hahn als Begründer der Erlebnispädagogik -Montessori → Vordenker: Johann Heinrich Pestalozzi (1746-1827) Reformpädagogik -pädagogische Gegenbewegung zur herkömlichen Regelpädagogik (von 1890-1933) - verschiedene Strömungen u. pädagogische Konzepte Wurden entwickelt und in eigenen Kindergärten u. Schulen umgesetzt (zB die walddorfpädagogik, die Summerhill - School u. die Montessori-Päd.) die Reformpädagogen gehen von einem grundlegend anderem Menschenbild aus (das kind ist gut u. trågt bereits alle positiven Entwicklungspotentiale in sich, diese müssen sich hur noch entfalten. - Selbstständigkeit → Interesse geht vom Kind aus - Bestrafungen & Erniedrigungen werden abgelehnt - alte Lehrweise wird abgelehnt (Schüler müssen gerade sitzen und gehorchen, Leistungsdruck) bisherige pädagogische Haltung ● Disziplin, Unterordnung, Anpassung • kein eigenständiges Denken, Übernahme von Inhalten, Normen u. Werten • körperliche Züchtigung (Prügelstrafe) ● Bildung ist elitär, eine höhere Bildung kann nur bei dem finanziell besser gestellten Bürgertum stattfinden pädagogische Gegenbewegung Menschenbild - das Kind ist weniger wert und muss Zivilisiert werden - das kind ist im Grunde schlecht u. triebhaft und muss dressiert werden - d. K. wird erst durch den Erziehungsprozess zu einem vollständigen Menschen -d. K. ist unfähig sich selbst zu bestimmen das Kind wird als Individuum betrachtet u. muss entsprechend gefördert werden das Kind bekommt Freiräume zur Entfaltung jedes Kind soll in seiner Entwicklung unterstützt werden (Chancengleichheit) Neudefinition des Erziehers: Begleiter Ablehnung von...

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Bestrafung, Erniedrigung - Das Menschen bild ist konträr zur bisherigen Meinung u. geht im Wesentlichen auf Jaques Rousseau zurück: - d. k. ist von Natur aus gut und besitzt bereits alle Anlagen, um seine Entwicklung selbstständig aufzubauen Respekt und Wertschätzung gegenüber jedem kind d.k. als Schöpfer seiner eigenen Intelligenz > der Mensch ist Von Beginn an fähig sich selbst dafür Begleiter zu bestimmen u. braucht Maria Montessori Leitsatz: Hilf mir, es selbst zu tun I 1. Zur Person/ wichtige Informationen (1870-1952) wurde am 31.08.1870 in Chiaravalle (Italien) geboren mit 20 naturwissenschaftliches Studium erste Medizinstudentin in Italien Gründung einer Schule; Kinderhäuser (wurden zur Zeit des Nationalsozialismus verboten) hat als Ärztin mit geistig behinderten Kindern gearbeitet Montessori war eine hochgebildete u. durchsetzungsfähige Frau (Mehrperspektivität: Medizin, Naturwissenschaft, religiöse Grundhaltung) ● 2. anthropologisches Konzept (Lehre des Menschen) innerer Bauplan: bestimmt, wie sich die menschliche Seele (Psyche) aufbaut-> von der Geburt an empfindlich gegenüber Umwelteinflüssen-> kann durch unsachgemäßes Einwirken des Erwachsenen zerstört/ in Unordnung gebracht werden, daher benötigt das Individuum eine Umwelt, die den seelischen Bedürfnissen des Kindes gerecht wird (Aufgabe des Erwachsenen) innerer Bauplan-> ist in jedem Menschen angelegt; zeigt die Entwicklungsbedürfnisse an (die Umwelt muss diese dann erfüllen); der Bauplan ist aber auch störanfällig; individuelle Betrachtung ist notwendig ● ● absorbierender Geist: Fähigkeit Umwelteindrücke aufzunehmen und sie im Unbewussten zu speichern -> Beispiel Sprache: Kind nimmt schnell und mühelos die Worte aus der Umgebung auf und verarbeitet sie. Mit dem Beginn der Sprache tritt es dann ans Licht (d.h. das Kind absorbiert bereits die Sprache, bevor es überhaupt selbst sprechen kann) -> so absorbiert es auch andere Einflüsse der Umwelt, wie etwa kulturelle Verhaltensweisen Umwelt hat eine große Bedeutung: Kind kann nur Reize aufnehmen, die ihm seine Umwelt bietet-> Aufgabe des Erziehers diese möglichst interessant zu gestalten (kann sonst nicht eingreifen) ab dem dritten Lebensjahr wird diese nicht bewusste Geistesform von einer bewussten abgelöst das Kind besitzt die Fähigkeit komplexe Inhalte aufzunehmen, abzuspeichern und in Handlung umzusetzen; enorme Lernfähigkeit in den ersten Lebensjahren sensible Perioden: bestimmten Zeitraum in der menschlichen Entwicklung, in welchem das Lebewesen für bestimmte Reize aus der Umwelt in besonderen Maße empfänglich ist/ andere blendet es aus Merkmale: ● 1. zeitliche begrenzt/ von vorübergehender Dauer 2. ermöglichen es bestimmte Fähigkeiten zu erwerben 3. machen den Organismus für bestimmte Reize aus der Umwelt besonders empfänglich drei sensible Perioden: Bewegung, Ordnung, Sprache (achtet dann beispielsweise besonders auf sprachliche Laute); (innere Ordnung/ Gedanken: Ordnungsstrukturen aufzeigen; Rituale und Vorbilder geben Klarheit) Kind achtet in der Zeit nur auf bestimmte Aspekte, andere beachtet es nicht die sensiblen Perioden sollten genutzt werden, da es sehr schwierig ist diese Aspekte zu lernen, wenn die Periode vorüber ist (z. B. Fremdsprachen bei Erwachsenen) Sprache - Motorik - Ordnung (in den ersten drei Jahren) -> in späteren Entwicklungsphase gibt es noch weitere sensible Perioden (z.B. für Moral, Sozialverhalten, Selbstreflexion, gesell. Kritik...) ● das Kind als Baumeister: der "innere Bauplan" des Kindes darf nicht missachtet, sondern muss berücksichtigt werden Kind wird von diesem geleitet kann durch Erwachsene, die dem Kind ihren Willen aufzwängen durcheinander geraten-> hemmt die Auseinandersetzung des Kindes mit seiner Umwelt Aktivität des Kindes muss erreicht werden; erst dann finden Entwicklung u. der Selbstaufbau statt (Form von Autonomie) ● ● 1. erzieherisches Konzept (Erziehung muss unmittelbar nach der Geburt beginnen) -> Erziehung als Hilfe zum Leben Schwerpunkt liegt bei frühkindlichen Bildungsprozessen u. der Vorschulpädagogik (Montessori-Kinderhäuser) aufbauend auf diesen Grundlagen wird das Konzept für die Grundschule u. weiterführende Schule entwickelt ● Bedeutung der Umgebung: Umgebung muss den kindlichen Bedürfnissen angepasst werden ● muss sich mit ihr auseinandersetzen ● Erwachsener achtet auf den inneren Bauplan ruhig ● didaktisches Material: Materialien haben physikalische Eigenschaften wie Farbe, Geruch und unterschiedliche Formen (eine Eigenschaft wird hervorgehoben) Fehlerkontrolle: Kind bemerkt Fehler und korrigiert selbständig ● lassen Kinder aktiv werden Kinder müssen Selbstständig mit diesen arbeiten können Vermeidung von Reizüberflutung (Gegensatz zu den heutigen Spielen: extreme Farb- und Akustikreize, Phase 1 der Polarisation der Aufmerksamkeit wird nicht überschritten (oberflächliche Bearbeitung)-> es erfolgt keine ● ● Auseinandersetzung ☐ Übungen des praktischen Lebens - zum Beispiel Schnürrahmen, Wasser tragen Sprachmaterialien - zum Beispiel Sandpapierbuchstaben mathematisches Material - zum Beispiel Perlenketten, blaurote Stangen Sinnesmaterialien - zum Beispiel Farbtäfelchen, Einsatzzylinder, Tastbrettchen, Ge- räuschdosen Deviation u. Normalisierung -psychische Deviation ist immer ein deutlicher Hinweis drauf, dass das kind Von seinem inneren Bauplan abgewichen ist. → Konsequenzen durch die Polarisation der Aufmerksamkeit (z. B. bestimmte Übungen, intensive Tätigkeit) kann sich das kind selbst normalisieren. Aufgabe des Erziehers: -Umwelt interessant gestalten, achtet auf Sauberkeit und Ordnung -Polarisation der Aufmerksamkeit -Passivität des Erziehers (Kinder sollen aktiv werden) -viel Praxis -anschauliches Material (mit allen Sinnen) -forschen -Eltern tauschen regelmäßig Erfahrungen aus -viel Bewegung -keine Noten (Entwicklungsprotokolle) Ploralisation der Aufmerksamkeit kann mit dem Erlebniszustand "Flow" verglichen werden - damit wird die höchste Konzentration/ Motivation und Erfüllung beschrieben (von sich kommende Hotivation Dextrinische (von anderen ausgehend)) die intrinsische Motivation prägt diesen Zustand →→Verbunden mit dem Wunsch nach höheren Aufforderungen → dadurch werden außergewöhnliche Leistungen möglich 5 Verändert das Wesen (Kinder werden ruhiger, intelligenter, zufriedener) Schule Freiarbeit - Penselsbücher statt Noten individuelles Lerntempo Idas kind wählt die Reihenfolge der Lerninhalte selbst - Klassenarbeit werden ohne Aufsicht in einem Extra-Raum geschrieben (Einzel- Arbeit) Lob und Strafe Zensuren: ● 1. Neugierde 2. gerichtete Interesse 3. intensive Auseinandersetzung 4. gedankenvolles Ausruhen 5. Zufriedenheit (mit sich u. eigener Leistung) Phasen: 1. Vorbereitungsphase: innere Unruhe, neugierig, allmählich ein gerichtetes Interesse 2. Phase der großen Arbeit: Spontane Zuwendung zur Arbeit, Stark konzentriert, Ernst und Freude beim Arbeiten, große Ausdauer (viele wiederholungen) 3. Abschluss und Nachphase: innere Sammlung, gedanken volles Ausruhen, wird sich der eigenen Arbeit bewusst 4. Vertiefungs- und Erweiterungsp.: Wiederholung der Arbeit, höheres Schwierigkeits niveau Kind soll aus intrinsischer Motivation lernen (Lob würde es extrinsisch machen) Bestrafung: Kinder müssen selbst aus Fehlern lernen, durch Bestrafung wird es vorgegeben Kinder können eingeschüchtert werden/ vergleichen sich mit anderen Rückmeldungen am besten in Form eines Gespräches Ablenkungsfaktor Kritik zu Montessori Pädagogik Nachteile: • Probleme im Übertritt in eine Regelschule (Realschule, Gymnasium,..) meist ist eine Eingewöhnungsphase typisch nicht für jedes Kind zwingend geeignet (Charakter, Veranlagung, Gemüt) Finanzielle Komponente, sofern Ausgaben / Gebühren anfallen (Privatschule) nicht mehr von Montessori überprüft woher wissen Kinder was gut ist? ● ● • zu stark fixiert auf das Material, keine Förderung von Fantasie und Kreativität, strenge Ordnungsprinzipien und nur ein Lösungsweg, keine freien Aktivitäten wie Handwerk • Einseitigkeit, stark naturwissenschaftlich ausgerichtet fehlen Mythen, Märchen, Geschichten, die Zugang über das sinnlich Erfahrbare hinaus biete • individuelles Lernen ist vielleicht nicht immer sinnvoll, Erläuterungen und Vortrage oft auch sinnvoll Vorteile: Förderung von Interessen und Begabungen • Altersgerechte Wissensvermittlung Gruppendynamische Effekte ● • Soziale Kompetenzen werden geschult • Freiarbeit und Lernen nach eigenen Interessen - die Kinder entscheiden Was / Wann / Wo / Wie sie lernen! • Selbstständigkeit und organisatorische Kompetenzen • Rücksicht und Rücksichtnahme Hilfestellungen und Auskünfte zu erbitten und anzunehmen sei es von anderen Kindern oder dem Lehrpersonal • Die Kinder geben das Lerntempo vor • Individuell erstellte und abgestimmte Hausaufgaben • Individuelle Betreuung und Unterstützung der Kinder Freiheit und Disziplin Bei Montessori ist ein Großteil der pädagogischen Praxis durch Freiarbeit bestimmt 12.B. in der Schule 15 Ws). Diese Arbeitsform bedarf aber kontinuierliche Vorbereitung, die bereits frühzeitig und regelmäßig durchgeführt werden muss. Dazu zählen zB die sogenannten Übungen zur inneren Ruhe und Stille. Beruhigung des Geistes → Fokussierung der Konzentration - Entdeckung von Willenskraft Selbst kontrolle u. Disziplin Ausgeglichenheit Sensivitäten - während der gesamten Entwicklung- Geburt - 6-Jahre = Sprache, Bewegung, Sozialverhalten, Ordnung (chaotische Eindrücke Selbst- u. weltbild geordnet) werden zu 7-12 Jahre 13 18 Jahre = Moral, Sachlichkeit (+ kosmische Erziehung) Lo feste Freundschaften (Gruppe/Gemeinschaft, Regeln, Werte, ...) Sinnfragen, selbstverantwortliches Handeln, soziale Verantwortung, Selbst definition u. Wertedefinition

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- Rudolf Steiner als Begründer der Waldorfpädagogik
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Vielen Dank, wirklich hilfreich für mich, da wir gerade genau das Thema in der Schule haben 😁

-historische Entwicklung -Maria Montessori -Deviation und Normalisierung -Kritik -Erziehungsgrundsätze

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Bestrafung, Erniedrigung - Das Menschen bild ist konträr zur bisherigen Meinung u. geht im Wesentlichen auf Jaques Rousseau zurück: - d. k. ist von Natur aus gut und besitzt bereits alle Anlagen, um seine Entwicklung selbstständig aufzubauen Respekt und Wertschätzung gegenüber jedem kind d.k. als Schöpfer seiner eigenen Intelligenz > der Mensch ist Von Beginn an fähig sich selbst dafür Begleiter zu bestimmen u. braucht Maria Montessori Leitsatz: Hilf mir, es selbst zu tun I 1. Zur Person/ wichtige Informationen (1870-1952) wurde am 31.08.1870 in Chiaravalle (Italien) geboren mit 20 naturwissenschaftliches Studium erste Medizinstudentin in Italien Gründung einer Schule; Kinderhäuser (wurden zur Zeit des Nationalsozialismus verboten) hat als Ärztin mit geistig behinderten Kindern gearbeitet Montessori war eine hochgebildete u. durchsetzungsfähige Frau (Mehrperspektivität: Medizin, Naturwissenschaft, religiöse Grundhaltung) ● 2. anthropologisches Konzept (Lehre des Menschen) innerer Bauplan: bestimmt, wie sich die menschliche Seele (Psyche) aufbaut-> von der Geburt an empfindlich gegenüber Umwelteinflüssen-> kann durch unsachgemäßes Einwirken des Erwachsenen zerstört/ in Unordnung gebracht werden, daher benötigt das Individuum eine Umwelt, die den seelischen Bedürfnissen des Kindes gerecht wird (Aufgabe des Erwachsenen) innerer Bauplan-> ist in jedem Menschen angelegt; zeigt die Entwicklungsbedürfnisse an (die Umwelt muss diese dann erfüllen); der Bauplan ist aber auch störanfällig; individuelle Betrachtung ist notwendig ● ● absorbierender Geist: Fähigkeit Umwelteindrücke aufzunehmen und sie im Unbewussten zu speichern -> Beispiel Sprache: Kind nimmt schnell und mühelos die Worte aus der Umgebung auf und verarbeitet sie. Mit dem Beginn der Sprache tritt es dann ans Licht (d.h. das Kind absorbiert bereits die Sprache, bevor es überhaupt selbst sprechen kann) -> so absorbiert es auch andere Einflüsse der Umwelt, wie etwa kulturelle Verhaltensweisen Umwelt hat eine große Bedeutung: Kind kann nur Reize aufnehmen, die ihm seine Umwelt bietet-> Aufgabe des Erziehers diese möglichst interessant zu gestalten (kann sonst nicht eingreifen) ab dem dritten Lebensjahr wird diese nicht bewusste Geistesform von einer bewussten abgelöst das Kind besitzt die Fähigkeit komplexe Inhalte aufzunehmen, abzuspeichern und in Handlung umzusetzen; enorme Lernfähigkeit in den ersten Lebensjahren sensible Perioden: bestimmten Zeitraum in der menschlichen Entwicklung, in welchem das Lebewesen für bestimmte Reize aus der Umwelt in besonderen Maße empfänglich ist/ andere blendet es aus Merkmale: ● 1. zeitliche begrenzt/ von vorübergehender Dauer 2. ermöglichen es bestimmte Fähigkeiten zu erwerben 3. machen den Organismus für bestimmte Reize aus der Umwelt besonders empfänglich drei sensible Perioden: Bewegung, Ordnung, Sprache (achtet dann beispielsweise besonders auf sprachliche Laute); (innere Ordnung/ Gedanken: Ordnungsstrukturen aufzeigen; Rituale und Vorbilder geben Klarheit) Kind achtet in der Zeit nur auf bestimmte Aspekte, andere beachtet es nicht die sensiblen Perioden sollten genutzt werden, da es sehr schwierig ist diese Aspekte zu lernen, wenn die Periode vorüber ist (z. B. Fremdsprachen bei Erwachsenen) Sprache - Motorik - Ordnung (in den ersten drei Jahren) -> in späteren Entwicklungsphase gibt es noch weitere sensible Perioden (z.B. für Moral, Sozialverhalten, Selbstreflexion, gesell. Kritik...) ● das Kind als Baumeister: der "innere Bauplan" des Kindes darf nicht missachtet, sondern muss berücksichtigt werden Kind wird von diesem geleitet kann durch Erwachsene, die dem Kind ihren Willen aufzwängen durcheinander geraten-> hemmt die Auseinandersetzung des Kindes mit seiner Umwelt Aktivität des Kindes muss erreicht werden; erst dann finden Entwicklung u. der Selbstaufbau statt (Form von Autonomie) ● ● 1. erzieherisches Konzept (Erziehung muss unmittelbar nach der Geburt beginnen) -> Erziehung als Hilfe zum Leben Schwerpunkt liegt bei frühkindlichen Bildungsprozessen u. der Vorschulpädagogik (Montessori-Kinderhäuser) aufbauend auf diesen Grundlagen wird das Konzept für die Grundschule u. weiterführende Schule entwickelt ● Bedeutung der Umgebung: Umgebung muss den kindlichen Bedürfnissen angepasst werden ● muss sich mit ihr auseinandersetzen ● Erwachsener achtet auf den inneren Bauplan ruhig ● didaktisches Material: Materialien haben physikalische Eigenschaften wie Farbe, Geruch und unterschiedliche Formen (eine Eigenschaft wird hervorgehoben) Fehlerkontrolle: Kind bemerkt Fehler und korrigiert selbständig ● lassen Kinder aktiv werden Kinder müssen Selbstständig mit diesen arbeiten können Vermeidung von Reizüberflutung (Gegensatz zu den heutigen Spielen: extreme Farb- und Akustikreize, Phase 1 der Polarisation der Aufmerksamkeit wird nicht überschritten (oberflächliche Bearbeitung)-> es erfolgt keine ● ● Auseinandersetzung ☐ Übungen des praktischen Lebens - zum Beispiel Schnürrahmen, Wasser tragen Sprachmaterialien - zum Beispiel Sandpapierbuchstaben mathematisches Material - zum Beispiel Perlenketten, blaurote Stangen Sinnesmaterialien - zum Beispiel Farbtäfelchen, Einsatzzylinder, Tastbrettchen, Ge- räuschdosen Deviation u. Normalisierung -psychische Deviation ist immer ein deutlicher Hinweis drauf, dass das kind Von seinem inneren Bauplan abgewichen ist. → Konsequenzen durch die Polarisation der Aufmerksamkeit (z. B. bestimmte Übungen, intensive Tätigkeit) kann sich das kind selbst normalisieren. Aufgabe des Erziehers: -Umwelt interessant gestalten, achtet auf Sauberkeit und Ordnung -Polarisation der Aufmerksamkeit -Passivität des Erziehers (Kinder sollen aktiv werden) -viel Praxis -anschauliches Material (mit allen Sinnen) -forschen -Eltern tauschen regelmäßig Erfahrungen aus -viel Bewegung -keine Noten (Entwicklungsprotokolle) Ploralisation der Aufmerksamkeit kann mit dem Erlebniszustand "Flow" verglichen werden - damit wird die höchste Konzentration/ Motivation und Erfüllung beschrieben (von sich kommende Hotivation Dextrinische (von anderen ausgehend)) die intrinsische Motivation prägt diesen Zustand →→Verbunden mit dem Wunsch nach höheren Aufforderungen → dadurch werden außergewöhnliche Leistungen möglich 5 Verändert das Wesen (Kinder werden ruhiger, intelligenter, zufriedener) Schule Freiarbeit - Penselsbücher statt Noten individuelles Lerntempo Idas kind wählt die Reihenfolge der Lerninhalte selbst - Klassenarbeit werden ohne Aufsicht in einem Extra-Raum geschrieben (Einzel- Arbeit) Lob und Strafe Zensuren: ● 1. Neugierde 2. gerichtete Interesse 3. intensive Auseinandersetzung 4. gedankenvolles Ausruhen 5. Zufriedenheit (mit sich u. eigener Leistung) Phasen: 1. Vorbereitungsphase: innere Unruhe, neugierig, allmählich ein gerichtetes Interesse 2. Phase der großen Arbeit: Spontane Zuwendung zur Arbeit, Stark konzentriert, Ernst und Freude beim Arbeiten, große Ausdauer (viele wiederholungen) 3. Abschluss und Nachphase: innere Sammlung, gedanken volles Ausruhen, wird sich der eigenen Arbeit bewusst 4. Vertiefungs- und Erweiterungsp.: Wiederholung der Arbeit, höheres Schwierigkeits niveau Kind soll aus intrinsischer Motivation lernen (Lob würde es extrinsisch machen) Bestrafung: Kinder müssen selbst aus Fehlern lernen, durch Bestrafung wird es vorgegeben Kinder können eingeschüchtert werden/ vergleichen sich mit anderen Rückmeldungen am besten in Form eines Gespräches Ablenkungsfaktor Kritik zu Montessori Pädagogik Nachteile: • Probleme im Übertritt in eine Regelschule (Realschule, Gymnasium,..) meist ist eine Eingewöhnungsphase typisch nicht für jedes Kind zwingend geeignet (Charakter, Veranlagung, Gemüt) Finanzielle Komponente, sofern Ausgaben / Gebühren anfallen (Privatschule) nicht mehr von Montessori überprüft woher wissen Kinder was gut ist? ● ● • zu stark fixiert auf das Material, keine Förderung von Fantasie und Kreativität, strenge Ordnungsprinzipien und nur ein Lösungsweg, keine freien Aktivitäten wie Handwerk • Einseitigkeit, stark naturwissenschaftlich ausgerichtet fehlen Mythen, Märchen, Geschichten, die Zugang über das sinnlich Erfahrbare hinaus biete • individuelles Lernen ist vielleicht nicht immer sinnvoll, Erläuterungen und Vortrage oft auch sinnvoll Vorteile: Förderung von Interessen und Begabungen • Altersgerechte Wissensvermittlung Gruppendynamische Effekte ● • Soziale Kompetenzen werden geschult • Freiarbeit und Lernen nach eigenen Interessen - die Kinder entscheiden Was / Wann / Wo / Wie sie lernen! • Selbstständigkeit und organisatorische Kompetenzen • Rücksicht und Rücksichtnahme Hilfestellungen und Auskünfte zu erbitten und anzunehmen sei es von anderen Kindern oder dem Lehrpersonal • Die Kinder geben das Lerntempo vor • Individuell erstellte und abgestimmte Hausaufgaben • Individuelle Betreuung und Unterstützung der Kinder Freiheit und Disziplin Bei Montessori ist ein Großteil der pädagogischen Praxis durch Freiarbeit bestimmt 12.B. in der Schule 15 Ws). Diese Arbeitsform bedarf aber kontinuierliche Vorbereitung, die bereits frühzeitig und regelmäßig durchgeführt werden muss. Dazu zählen zB die sogenannten Übungen zur inneren Ruhe und Stille. Beruhigung des Geistes → Fokussierung der Konzentration - Entdeckung von Willenskraft Selbst kontrolle u. Disziplin Ausgeglichenheit Sensivitäten - während der gesamten Entwicklung- Geburt - 6-Jahre = Sprache, Bewegung, Sozialverhalten, Ordnung (chaotische Eindrücke Selbst- u. weltbild geordnet) werden zu 7-12 Jahre 13 18 Jahre = Moral, Sachlichkeit (+ kosmische Erziehung) Lo feste Freundschaften (Gruppe/Gemeinschaft, Regeln, Werte, ...) Sinnfragen, selbstverantwortliches Handeln, soziale Verantwortung, Selbst definition u. Wertedefinition