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Resilienz in der Schule Hausarbeit

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 Wird Resilienz in der Kindheit und Schulzeit zu genüge gefördert?
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Wird Resilienz in der Kindheit und Schulzeit zu genüge gefördert? 1. https://de.wikipedia.org/wiki/Resilienz_(Psychologie) 02.06.20 2. https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-262015/ressourcen-nutzen-resilienz- erwerben/ 03.06.20 3. https://www.resilienz-akademie.com/resilienz-bei-kindern/ 03.06.20 4. https://www.baby-und-familie.de/Entwicklung/Wie-entwickeln-Kinder-Resilienz-495627.html 03.06.20 5. https://www.familienhandbuch.de/babys-kinder/bildungsbereiche/selbststaendigkeit/ 04.06.20 7. 8. DasZauberwortheisstResilienz.php 6. https://www.psychologie.uzh.ch/dam/jcr:6b8c6cbb-f1c1-44d2-8d74 e5510031c887/07_Resilienzf%C3%B6rderung%20in%20der% 20Schule%20%20M%C3%B6glichkeiten,%20Chancen%20und%20Grenzen %20(Prof.%20Dr.%20J%C3%BCrg%20Frick).pdf https://lexikon.stangl.eu/593/resilienz/ 03.06.20 https://praxistipps.focus.de/resilienz-trainieren-so-steigern-sie-die-seelische- widerstandskraft_101284 04.06.20 Allgemeine Quellen: 03.06.20 9. https://juttaheller.de/resilienz-coaching/ 10. http://www.philosophie-der-stoa.de/philosophie-stoa-ethik.php 06.06.20 03.06.20 06.06.20 - https://www.resilienz-akademie.com/resilienzfaktoren-die-faktoren-individueller-resilienz/ - http://www.resilienz-freiburg.de/index.php/was-ist-resilienz/resilienzfaktoren 5.06.20 Resilienz Ursprünglich kommt der Begriff Resilienz aus der Werkstofflehre. Er bezeichnet die Eigenschaft eines elastischen Materials, das trotz starker Belastung nicht zerstört wird. Resilienz in der Psychologie ist die psychische/seelische Widerstandsfähigkeit eines Menschen, Krisen und Probleme im Alltag zu überstehen und ohne psychische Folgeschäden zu meistern.¹ Resilienz ist keine angeborene Eigenschaft. Sie kann erworben werden und sich im Laufe der Zeit verändern. Das gesamte soziale Umfeld beeinflusst den Menschen und seine Fähigkeit, Krisen zu überstehen. Resiliente Personen empfinden laut Studien weniger Stress und können ihren Alltag besser meistern, ebenfalls stufen sie ihre Lebenszufriedenheit als hoch ein.² Wie erwirbt man Resilienz? Die Psychologin Emmy Werner studierte 1971 die Entwicklung von Kindern, die in chaotischen und gestörten Familienverhältnissen aufwuchsen und trotzdem in der Schule gut zurecht kamen. Diese Kinder verhielten sich später im Erwachsenenalter empathisch, hilfsbereit und kooperativ. Trotz ihrer Herkunft aus sozialen Brennpunkten ist keines dieser Kinder später straffällig geworden.³ Daraus stellte Emmy Werner die Theorie auf, dass Resilienz erlernbar ist. Es gibt einige Schutzfaktoren, die Kinder (oder allg. Personen) gegen mögliche Risiken schützen. Neben dem Charakter spielen besonders Umweltfaktoren eine Rolle. Zum Beispiel Bezugspersonen, soziale Netzwerke oder schulische Förderung. "Die innere Stärke entwickelt sich vor...

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allem im Zusammenspiel zwischen dem Kind und seinen erwachsenen Bezugspersonen."4 (Prof. Dr. Karl Heinz Brisch) Das bedeutet, dass in der Kindheit der Grundbaustein für die Resilienz gelegt wird. Ein großer Teil davon ist die Beziehung und der enge Kontakt zu einer anderen Person.5 Schon im Kindergarten wird die Resilienz der Kinder trainiert und gestärkt. Dies erfolgt beispielsweise in der Einzelförderung oder in der Alltagsförderung, in der das Kind im Hinblick auf seine Fähigkeiten unterstützt wird. Ebenfalls dienen die Betreuer als Bezugspersonen, welches ein nützlicher und positiver Umweltfaktor in Bezug auf die Resilienz ist. Schützende Faktoren, die auch in der Schul- und Kindergartenzeit aufgegriffen werden, sind zum Beispiel: - soziale Unterstützung außerhalb der Familie durch Freunde und Lehrkräfte - individuell angemessene Leistungsanforderungen. Diese werden jedoch meist nur im Kindergarten aufgegriffen, da man sich dort eher mit dem Kind beschäftigt. In der Schule wird nicht so sehr auf das Individuum geschaut, der Lernstoff wird für die ganze Klasse erstellt. - Bildung von Selbstvertrauen. - Erfahrung der eigenen Bedeutung. Das Kind merkt, dass es ein Teil der Klassengemeinschaft ist und von anderen gemocht und gebraucht wird. - Schreiben und Lesen. Schreiben hilft dabei, Gefühle zu verarbeiten und zu verstehen, Lesen hilft dabei, neue Dinge zu entdecken. - Förderung der eigenen Interessen und Hobbies. Das kann man in der breiten Auswahl von AGs in der Schule sehen. - Verantwortungsübergabe und -übernahme. Beispielsweise bei der Organisation von Schulfesten oder bei Gruppenarbeiten. Nicht erst in der Kindergarten- und Schulzeit wird die seelische Widerstandsfähigkeit trainiert, sondern zuallererst ist die Erziehung der Eltern sehr wichtig und grundlegend. Das Kind braucht zu seiner gesunden psychischen Entwicklung sowohl Wertschätzung als auch Verständnis in einer festen emotionalen Bindung. Dadurch as Kind seine eigenen Handlungen besser einordnen und reflektieren. Es ist wichtig, dem Kind Liebe und Geborgenheit zu vermitteln sowie es in diesem kan geschützten Bereich zu ermutigen, neue Dinge auszuprobieren und neue Herausforderungen zu meistern. Mobbing in der Schule wäre das Gegenteil vom Aufbau der Resilienz. Durch das Bloßstellen, Niedermachen und Ausnutzen der Schwächen kann kein Selbstvertrauen aufgebaut werden und das gemobbte Kind erfährt Angst, Ausgrenzung und Isolation. Hierdurch verliert es Vertrauen zu anderen Personen. Das Problem der Angst, über das negativ Erlebte zu sprechen und als Schwächling bzw. Versager dazustehen, wirkt sich aus bis hinein in den Bereich des sonst geschützten sozialen und emotionalen Umfelds von Eltern und nächster Familie. Einem so geschädigten Kind ist es später nahezu unmöglich, eine positive Selbstwahrnehmung, Empathie und Affektkontrolle zu erlernen. Wie steigert man seine Widerstandsfähigkeit? Es ist nachgewiesen, dass resiliente Menschen psychisch und physisch gesünder und stabiler sind als nicht belastbare Menschen. Daraus schließt man, dass das Trainieren seiner eigenen Widerstandsfähigkeit sehr wichtig ist. Jetzt ist die Frage, wie steigert man seine Resilienz? Ein wichtiger Aspekt um seine Resilienz zu trainieren ist die Selbstakzeptanz. Dadurch ist es möglich, Veränderungen und Probleme im Leben anzunehmen und so eine Lösung für einen möglichen Ausweg zu finden. Resiliente Menschen zeichnen sich durch ihr positives Denken aus, sie gewichten ihre positiven Gefühle stärker als ihre negativen und versuchen auch den auf den ersten Blick negativen Erfahrungen in ihrem Leben immer eine positive Seite abzugewinnen. Für einen positiv denkenden resilienten Menschen ist das Glas nicht halbleer, sondern immer halbvoll. Positives Denken ist also essenziell um seine Resilienz zu steigern. Da Beziehungen und Bezugspersonen ein großer Schutzfaktor sind, ist es wichtig, ein soziales Umfeld um sich zu haben bei dem man sich sicher sein kann, dass es einen unterstützt. Dieses soziale Umfeld kann aus der Familie, Lehrer, Freunden oder der Nachbarschaft bestehen. Ein Problem ist auch, dass man für alles Negative einen Sündenbock sucht. Durch das Verdrängen eigenen Versagens bzw. der eigenen Schuld kann die Eigenverantwortung nicht wachsen. Aber mit dem Übernehmen von Verantwortung auch für seine eigenen Fehler erlangt man die Kontrolle über die Geschehnisse zurück und geht so viel freier, glücklicher und selbstbewusster durchs Leben. Das Reflektieren der schon gemeisterten Hindernisse kann einem bei zukünftigen Problemen vor Augen führen, dass man nie aufgeben sollte und sein eigenes Potential nie unterschätzen sollte.7,8 Es gibt Resilienz-Coachs, die einem beim Umgang mit Krisen und weiteren Problemen helfen. Sie haben das Ziel, die Widerstandsfähigkeit ihrer Klienten zu trainieren und diese so zu steigern.⁹ Resilienz bedeutet nicht, das man unbesiegbar ist, daher ist es wichtig sich einzugestehen das man Fehler machen kann und darf, um seine eigenen Grenzen, d. h. Stärken und Schwächen, zu erkennen. Persönliche Erfahrungen und Meinung Ich bin der Meinung, dass ich ein relativ widerstandsfähiger Mensch bin, obwohl es mir nicht in der Schulzeit beigebracht wurde. Ich denke, ich habe es mir zu einem großen Teil selber beigebracht, dadurch, dass ich mich zuvor mit Selbstkontrolle und Selbstdisziplin beschäftigt habe. Vor allem aber hatte ich das Glück, in einem wohlbehütetem Elternhaus aufzuwachsen, deren Erziehung essenziell für meine Resilienz waren. So wurde ich bereits in meiner Kindheit als resilienter Mensch erzogen und habe mehrere feste Bezugspersonen in meinem Leben gehabt. Affektkontrolle, Aufbau von Selbstvertrauen und Selbstakzeptanz sind wahrscheinlich Faktoren, die mir in meiner frühen Kindheit beigebracht wurden, aber trotzdem denke ich, dass heute meine selbstständige und bewusste Auseinandersetzung mit Problemen den Großteil meiner Resilienz ausmachen. Probleme und Konflikte sind in meinen Augen dazu da, um gelöst zu werden. "Was mich nicht umbringt, macht mich stärker." (Friedrich Nietzsche, 1889) Jede Schwierigkeit bzw. Krise birgt die Chance, etwas Neues zu Entdecken. Das Problem ist, dass nicht jeder in guten Familienverhältnissen aufwächst und dass Resilienz nur im Kindergarten und in der Grundschule gezielt gefördert wird. Meiner Meinung nach sollte Resilienz ebenfalls eine wichtige Rolle in der weiterführenden Schule spielen, da man dort noch in der Pubertät ist und sich stark verändert. In dieser Zeit wird man ebenfalls mit neuen Problemen und Emotionen konfrontiert. Stress ist eine Emotion mit der man viel zu kämpfen hat. So gibt es beispielsweise leider kein Coaching zum Umgang mit Lernstress und zum selbstorganisierten Lernen an der Schule. Unter diesem Defizit müssen diejenigen Jugendlichen am meisten leiden, die aus sozial schwachen Verhältnissen kommen. Meiner Meinung nach müsste dieser Missstand in der weiterführenden Schule dringend behoben werden und spezielle Maßnahmen hierzu im Bildungsplan integriert werden. Dies könnte in Form eines Unterrichtsfachs oder von Projekten, die verteilt über die ganze Schullaufbahn stattfinden, umgesetzt werden. Andere Möglichkeiten die Widerstandsfähigkeit zu trainieren wären Resilienz- Coachs, die einem bei seiner Widerstandsbildung unterstützen. In der weiterführenden Schule könnten Sozialarbeiter diese Aufgabe übernehmen. Eine weitere Möglichkeit wäre das selbstständige Beschäftigen mit diesem Thema anhand der Hilfe von psychologisch fundierten Internetratgebern, Resilienz-Tests und der Philosophie. Beispielsweise gibt es in der Philosophie gibt es die Stoa, eine philosophische Strömung aus dem antiken Griechenland. Diese Schule beschäftigte sich damit, wie man aus eigener Kraft, dauerhaft und zuverlässig Glückseligkeit erreicht. Zudem konzentrierten sich die Stoiker vor allem auf die eigene Seele. Alles Äußerliche, worauf man sowieso kaum einen Einfluss hat, soll man als gleichgültig anerkennen. Sollte diese gewisse Gelassenheit erreicht werden, kommt es zur "Seelenruhe". Dadurch kann man selbst in den stürmischsten Situationen Ruhe bewahren.10

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In der Schule wird nicht so sehr auf das Individuum geschaut, der Lernstoff wird für die ganze Klasse erstellt. - Bildung von Selbstvertrauen. - Erfahrung der eigenen Bedeutung. Das Kind merkt, dass es ein Teil der Klassengemeinschaft ist und von anderen gemocht und gebraucht wird. - Schreiben und Lesen. Schreiben hilft dabei, Gefühle zu verarbeiten und zu verstehen, Lesen hilft dabei, neue Dinge zu entdecken. - Förderung der eigenen Interessen und Hobbies. Das kann man in der breiten Auswahl von AGs in der Schule sehen. - Verantwortungsübergabe und -übernahme. Beispielsweise bei der Organisation von Schulfesten oder bei Gruppenarbeiten. Nicht erst in der Kindergarten- und Schulzeit wird die seelische Widerstandsfähigkeit trainiert, sondern zuallererst ist die Erziehung der Eltern sehr wichtig und grundlegend. Das Kind braucht zu seiner gesunden psychischen Entwicklung sowohl Wertschätzung als auch Verständnis in einer festen emotionalen Bindung. Dadurch as Kind seine eigenen Handlungen besser einordnen und reflektieren. Es ist wichtig, dem Kind Liebe und Geborgenheit zu vermitteln sowie es in diesem kan geschützten Bereich zu ermutigen, neue Dinge auszuprobieren und neue Herausforderungen zu meistern. Mobbing in der Schule wäre das Gegenteil vom Aufbau der Resilienz. Durch das Bloßstellen, Niedermachen und Ausnutzen der Schwächen kann kein Selbstvertrauen aufgebaut werden und das gemobbte Kind erfährt Angst, Ausgrenzung und Isolation. Hierdurch verliert es Vertrauen zu anderen Personen. Das Problem der Angst, über das negativ Erlebte zu sprechen und als Schwächling bzw. Versager dazustehen, wirkt sich aus bis hinein in den Bereich des sonst geschützten sozialen und emotionalen Umfelds von Eltern und nächster Familie. Einem so geschädigten Kind ist es später nahezu unmöglich, eine positive Selbstwahrnehmung, Empathie und Affektkontrolle zu erlernen. Wie steigert man seine Widerstandsfähigkeit? Es ist nachgewiesen, dass resiliente Menschen psychisch und physisch gesünder und stabiler sind als nicht belastbare Menschen. Daraus schließt man, dass das Trainieren seiner eigenen Widerstandsfähigkeit sehr wichtig ist. Jetzt ist die Frage, wie steigert man seine Resilienz? Ein wichtiger Aspekt um seine Resilienz zu trainieren ist die Selbstakzeptanz. Dadurch ist es möglich, Veränderungen und Probleme im Leben anzunehmen und so eine Lösung für einen möglichen Ausweg zu finden. Resiliente Menschen zeichnen sich durch ihr positives Denken aus, sie gewichten ihre positiven Gefühle stärker als ihre negativen und versuchen auch den auf den ersten Blick negativen Erfahrungen in ihrem Leben immer eine positive Seite abzugewinnen. Für einen positiv denkenden resilienten Menschen ist das Glas nicht halbleer, sondern immer halbvoll. Positives Denken ist also essenziell um seine Resilienz zu steigern. Da Beziehungen und Bezugspersonen ein großer Schutzfaktor sind, ist es wichtig, ein soziales Umfeld um sich zu haben bei dem man sich sicher sein kann, dass es einen unterstützt. Dieses soziale Umfeld kann aus der Familie, Lehrer, Freunden oder der Nachbarschaft bestehen. Ein Problem ist auch, dass man für alles Negative einen Sündenbock sucht. Durch das Verdrängen eigenen Versagens bzw. der eigenen Schuld kann die Eigenverantwortung nicht wachsen. Aber mit dem Übernehmen von Verantwortung auch für seine eigenen Fehler erlangt man die Kontrolle über die Geschehnisse zurück und geht so viel freier, glücklicher und selbstbewusster durchs Leben. Das Reflektieren der schon gemeisterten Hindernisse kann einem bei zukünftigen Problemen vor Augen führen, dass man nie aufgeben sollte und sein eigenes Potential nie unterschätzen sollte.7,8 Es gibt Resilienz-Coachs, die einem beim Umgang mit Krisen und weiteren Problemen helfen. Sie haben das Ziel, die Widerstandsfähigkeit ihrer Klienten zu trainieren und diese so zu steigern.⁹ Resilienz bedeutet nicht, das man unbesiegbar ist, daher ist es wichtig sich einzugestehen das man Fehler machen kann und darf, um seine eigenen Grenzen, d. h. Stärken und Schwächen, zu erkennen. Persönliche Erfahrungen und Meinung Ich bin der Meinung, dass ich ein relativ widerstandsfähiger Mensch bin, obwohl es mir nicht in der Schulzeit beigebracht wurde. Ich denke, ich habe es mir zu einem großen Teil selber beigebracht, dadurch, dass ich mich zuvor mit Selbstkontrolle und Selbstdisziplin beschäftigt habe. Vor allem aber hatte ich das Glück, in einem wohlbehütetem Elternhaus aufzuwachsen, deren Erziehung essenziell für meine Resilienz waren. So wurde ich bereits in meiner Kindheit als resilienter Mensch erzogen und habe mehrere feste Bezugspersonen in meinem Leben gehabt. Affektkontrolle, Aufbau von Selbstvertrauen und Selbstakzeptanz sind wahrscheinlich Faktoren, die mir in meiner frühen Kindheit beigebracht wurden, aber trotzdem denke ich, dass heute meine selbstständige und bewusste Auseinandersetzung mit Problemen den Großteil meiner Resilienz ausmachen. Probleme und Konflikte sind in meinen Augen dazu da, um gelöst zu werden. "Was mich nicht umbringt, macht mich stärker." (Friedrich Nietzsche, 1889) Jede Schwierigkeit bzw. Krise birgt die Chance, etwas Neues zu Entdecken. Das Problem ist, dass nicht jeder in guten Familienverhältnissen aufwächst und dass Resilienz nur im Kindergarten und in der Grundschule gezielt gefördert wird. Meiner Meinung nach sollte Resilienz ebenfalls eine wichtige Rolle in der weiterführenden Schule spielen, da man dort noch in der Pubertät ist und sich stark verändert. In dieser Zeit wird man ebenfalls mit neuen Problemen und Emotionen konfrontiert. Stress ist eine Emotion mit der man viel zu kämpfen hat. So gibt es beispielsweise leider kein Coaching zum Umgang mit Lernstress und zum selbstorganisierten Lernen an der Schule. Unter diesem Defizit müssen diejenigen Jugendlichen am meisten leiden, die aus sozial schwachen Verhältnissen kommen. Meiner Meinung nach müsste dieser Missstand in der weiterführenden Schule dringend behoben werden und spezielle Maßnahmen hierzu im Bildungsplan integriert werden. Dies könnte in Form eines Unterrichtsfachs oder von Projekten, die verteilt über die ganze Schullaufbahn stattfinden, umgesetzt werden. Andere Möglichkeiten die Widerstandsfähigkeit zu trainieren wären Resilienz- Coachs, die einem bei seiner Widerstandsbildung unterstützen. In der weiterführenden Schule könnten Sozialarbeiter diese Aufgabe übernehmen. Eine weitere Möglichkeit wäre das selbstständige Beschäftigen mit diesem Thema anhand der Hilfe von psychologisch fundierten Internetratgebern, Resilienz-Tests und der Philosophie. Beispielsweise gibt es in der Philosophie gibt es die Stoa, eine philosophische Strömung aus dem antiken Griechenland. Diese Schule beschäftigte sich damit, wie man aus eigener Kraft, dauerhaft und zuverlässig Glückseligkeit erreicht. Zudem konzentrierten sich die Stoiker vor allem auf die eigene Seele. Alles Äußerliche, worauf man sowieso kaum einen Einfluss hat, soll man als gleichgültig anerkennen. Sollte diese gewisse Gelassenheit erreicht werden, kommt es zur "Seelenruhe". Dadurch kann man selbst in den stürmischsten Situationen Ruhe bewahren.10