Synapsengifte und elektrische Synapsen
Synapsengifte greifen an verschiedenen Stellen an und zeigen, wie empfindlich die Signalübertragung ist. Antagonisten wie Curare blockieren Rezeptoren und führen zu Lähmungen. Agonisten wie Muscarin imitieren Acetylcholin, werden aber nicht abgebaut - das verursacht Dauererregung und Krämpfe.
Enzymhemmer wie Sarin blockieren die Acetylcholinesterase, sodass der Botenstoff sich ansammelt. Vesikel-Gifte wie Botox verhindern die Transmitter-Freisetzung komplett. Beide führen zu schweren Vergiftungen.
Elektrische Synapsen funktionieren ganz anders: Hier sind die Zellen durch Gap-Junction-Kanäle direkt verbunden. Ionen können in beide Richtungen fließen, die Übertragung ist superschnell (nur 0,1 ms Verzögerung) und lässt sich nicht durch Gifte beeinflussen. Der Nachteil: Es gibt keine Hemmung möglich.
Prüfungstipp: Bei Synapsengiften immer erst die molekulare Wirkung beschreiben, dann die Auswirkungen auf den Körper!