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An die Welt (1650)

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Das Leben als Schifffahrt - Ein barockes Sonett analysieren
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Unzufrieden heir Das Leben als Schifffahrt - Ein barockes Sonett analysieren 1 Das Leben als Schifffahrt-Tauschen Sie sich darüber aus, welche Assoziationen Sie damit verbinden. Sonett in Strophe 1+2 Assonanz auf "i" & ne" Leseeindrücke, Fragen, Verstehens- ansätze: Andreas Gryphius: An die Welt (1650) Jambus MEin offt bestürmbtes Schiff der grimmen Winde Spil A Der frechen Wellen Baal / das schir die Flutt getrennet /B Das über Klip auff Klip/ und Schaum / und Sandt gerennet / B Akkumulation Komt vor der Zeit an Port¹ / den meine Seele wil.Seele will auch ankommen! Zasur TT1 D eschöpft 2 Sturm Hilogiyber gehetzt Offt/ wenn uns schwartze Nacht im Mittag überfil C Hat der geschwinde Plitz die Segel schir verbrennet! D Q2Wie offt hab ich den Wind / und Nord' und Sud verkennet! Wie schadhafft ist Spriet2/Mast/Steur / Ruder/Schwerdt3 und Kill. C ufforderung Paralleler Sakan fay Steig aus du müder Geist / steig aus! wir sind am Lande! ور Was graut dir für dem Port / itzt wirst du aller Bande E wak Alliteration Vnd Angst/ und herber Pein/ und schwerer Schmertzen loß. F Abschied Ade/ verfluchte Welt: du See voll rauer Stürme! G Glück zu mein Vaterland das stette Ruh' im Schirme Hj Vnd Schutz und Friden hält / du ewig-lichtes Schloß! F ein Himmel 1 Port: Hafer 2 Spriet: Querstange zum Ausspannen des Segels 3 Schwerdt Schwert: Patte. cem Rumpfe res Scriffes eingelassen wird, dient der Steuerung 4 Kill Kiel: angs im Boden eines...

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Schiffes oder Bootes angebrachte Verbindung M Baal-t finstere Gottheit Pein = Schmerzen schir = gänzlich völlig itzt = letzt 773 guederige Steigung Aufforderung auszusteigen Letwas loszulassen *wovor hast du Angst-> was grant dir for dea Himmel Metapher →neuer Lebensabschnitt Lyin neuer Welt" Saukommen in Schulz & Frieden L>Hürde zu überwinden VT1 Ankunft T2 Abschied B icko Fragon Vorrtohensansätze U em Gedicht „An die Welt", welches 1650 von Andreas Gryphius veröffentlicht wurde, geht es um eine Schifffahrt und die Ankunft in einem sichereren Hafen, wobei die Schifffahrt als Lebensweg und die Ankunft als Tod und als ein sicheres Leben mit Gott gedeutet werden kann. Andreas Gryphius: An die Welt (1650) Bei dem vorliegenden Gedicht handelt es sich um ein Sonett, was sich daran erkennen lässt, dass vier Strophen vorhanden sind und die ersten beiden Strophen jeweils Quartette mit 4 Versen und die letzten beiden Strophen jeweils Terzette mit 3 Verse sind. Insgesamt besitzt das Gedicht 14 Verse. Das Reimschema in den ersten beiden Strophen ist ein umarmender Reim (abba und cddc). Bei der dritten und vierten Strophe liegt ein strophenübergreifender Schweifreim vor (eefggf). Das Metrum ist der Jambus. In der ersten Strophe geht es um das Schiff des lyrischen Ichs und die Fahrt über das aufgewühlte Meer. Das Schiff hat schon viele Stürme überstanden. In der zweiten Strophe wird auf vorher genannte Schifffahrt näher eingegangen und einzelnen Phasen beschrieben. Die dritte Strophe fordert das lyrische Ich dazu auf, das Schiff zu verlassen und anzukommen. In der letzten Strophe verabschiedet sich das lyrische Ich von der Welt mit dem aufgewühlten Meer. In der ersten Strophe wird die Herausforderung des Lebens und der schwierige Lebensweg des lyrischen Ich thematisiert. Das „Schiff" (V. 1) steht für das Leben. Da dieses Schiff als „bestürmbtes Schiff" (V. 1) beschrieben wird, kann man deuten, dass das lyrische Ich schon viele Herausforderungen gemeistert hat. Auf dem Lebensweg begegnen dem lyrischen Ich immer wieder „freche Wellen" (vgl. V. 2), die symbolisch für die Hürden des Lebens stehen. Des Weiteren befindet sich das Schiff in einem Sturm, da es über Klip auff Klip und Schaum" (V. 3) fahren muss. Auch diese Metapher steht für das aufgewühlte Leben und betont die Hilflosigkeit des lyrischen Ich. Der „Port" (V.4) steht für den Tod. Die Seele des lyrischen Ich sehnt sich nach diesem Tod und der Ankunft, was man in Vers 4 ,,den meine Seele will" erkennen kann. In dem ersten Vers liegt eine Assonanz auf den Vokalen ,i" und „e", die für einen aggressiven Tonfall sorgen und ebenfalls den aufgewühlten und hilflosen Lebensweg beschreiben. In der zweiten Strophe wirkt das lyrische Ich gehetzt und es wird eine konkrete Herausforderung beschrieben. Die Metapher der „schwarzen Nacht, die das lyrische Ich am Mittag überfil" (vgl. V. 5) steht für ein unerwartetes Ereignis, das dafür sorgt, dass das lyrische Ich durcheinander gebracht wird. Es ist ebenfalls eine Antithetik. In Vers 6 wird beschrieben, dass die Segel völlig „verbrennet" (V. 6) seien, woraus sich deuten lässt, dass es keine Möglichkeit mehr zum Umdrehen gibt, da die Segel nicht mehr funktionieren. In Vers 7 macht sich das lyrische Ich zum ersten Mal selber für die Situation, und nicht nur die äußeren Einwirkungen, verantwortlich und wirft sich selber vor, ,,Nord und Sud" (V.7) zu oft verkennet" (V. 7) zu haben, womit gemeint sein könnte, dass das lyrische Ich die verschiedenen Optionen im Leben oft falsch eingeschätzt und sich letztendlich für den falschen Weg entschieden hat. Die Akkumulation „Spriet/ Mast/ Steuer/ Ruder/ Schwert und Kill" (V. 7) verstärkt den Ausdruck der Not und verdeutlichen, dass das lyrische Ich keinen Ausweg mehr finden kann. In den ersten beiden Strophen werden wiederholt Wörter aus dem Bereich der Schifffahrt verwendet, dir metaphorisch für die Gefühlslage und den Lebensweg des lyrischen Ich stehen. Nach der zweiten Strophe gibt es eine Zäsur und die Gesamtstimmung des Gedichts verändert sich. In der dritten Strophe wirkt das lyrische erschöpft von der langen Lebensreise. Es wird aufgefordert, „auszusteigen" (vgl. V. 9). Diese Metapher, die gelichzeitig eine Anapher ist, da die Wörter am Satzanfang wiederholt werden, steht für die Aufforderung, etwas loszulassen und die letzte Hürde zu überwinden. Das lyrische Ich wird als „müder Geist" (V. 9) beschrieben, woran man sieht, dass es in seinem Leben schon viel durchgemacht hat, was auch in den ersten beiden Strophen beschrieben wird. Die rhetorische Frage was graut dir vor dem Port" (V. 10) soll das lyrische Ich fragen, wovor es Angst hat und was ihm/ ihr vor dem Himmel graut, obwohl seine Seele sich doch freue (vgl. V. 4). In Vers 9 liegt ein paralleler Satzanfang vor, der verdeutlicht, wie dringend es ist, dass das lyrische Ich ankommt und den letzten Schritt vor dem Himmel überwindet, um ein friedliches Leben mit Gott zu führen. In Vers 11 liegt eine Alliteration, ein Klimax, vor der ebenfalls betont, dass das lyrische Ich endlich loslassen soll. In der letzten Strophe wird die Verabschiedung in den erlösenden Tod beschrieben und die Kritik des lyrischen Ich an die Welt geäußert. Die Strophe beginnt mit dem Wort „Ade" (V. 12), woran der Leser erkennen kann, dass es sich um einen Abschied handelt und das lyrische Ich endlich angekommen Es beschreibt die Welt als „verflucht" (V. 12). Die Metapher der rauen Stürme (vgl. V. 12) steht für die Hürden des Lebens und dass man im Leben durch diese rauen Stürme aufgehalten wird. In Vers 13 konzentriert sich das lyrische Ich auf seine Ankunft im „Vaterland" (V. 13), das für das Reich Gottes steht und von einer Ruhe und Schutz und Frieden umgeben ist (vgl. V. 13 f.). Diese stehen im direkten Kontrast zu den vorher genannten Stürmen und dem aufgewühlten Leben. Die letzte Metapher in Vers 14 ,du ewig-lichtes Schloß!" steht den Himmel und den Beginn eines neuen Lebensabschnittes in einer neuen Welt. In dem letzten Vers wird der Himmel und das neue Leben an Gottes Seite als sicher und friedlich beschrieben, woran sich erkennen lässt, dass das lyrische Ich den Tod rückblickend als erlösend sieht. Das vorliegende Gedicht gilt als typisch für die Epoche des Barocks, da es sich um ein Sonett handelt. Außerdem liegt eine Zäsur nach der zweiten Strophe vor, nach der ein inhaltlicher Bruch zu erkennen ist und der folgende Teil als Kontrast zum ersten Teil steht. Ebenfalls für die Barock steht die vorhandene Antithetik, zwischen Bedrohung und Erlösung, zwischen den ersten beiden und den letzten beiden Versen. Meiner Meinung nach passt der Titel gut zu dem Gedicht, da es spezifisch die letzte Strophe beschreibt, da dort explizit ein Abschiedswort an die Welt gerichtet wird, während die ersten drei Strophen auf dieses Fazit gegenüber dem Leben, gegenüber der Welt hinarbeiten. Zusammenfassend kann man sagen, dass das lyrische Ich in einer Welt gefangen ist, in der es eigentlich nicht leben möchte. Trotzdem fehlt dem lyrischen Ich zu Beginn der letzte Schritt zur Überwindung. Am Ende schafft das lyrische Ich, diese letzte Hürde zu übergehen und lässt sich auf ein Leben mit Gott im Himmel in Frieden und Sicherheit ein.

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Da dieses Schiff als „bestürmbtes Schiff" (V. 1) beschrieben wird, kann man deuten, dass das lyrische Ich schon viele Herausforderungen gemeistert hat. Auf dem Lebensweg begegnen dem lyrischen Ich immer wieder „freche Wellen" (vgl. V. 2), die symbolisch für die Hürden des Lebens stehen. Des Weiteren befindet sich das Schiff in einem Sturm, da es über Klip auff Klip und Schaum" (V. 3) fahren muss. Auch diese Metapher steht für das aufgewühlte Leben und betont die Hilflosigkeit des lyrischen Ich. Der „Port" (V.4) steht für den Tod. Die Seele des lyrischen Ich sehnt sich nach diesem Tod und der Ankunft, was man in Vers 4 ,,den meine Seele will" erkennen kann. In dem ersten Vers liegt eine Assonanz auf den Vokalen ,i" und „e", die für einen aggressiven Tonfall sorgen und ebenfalls den aufgewühlten und hilflosen Lebensweg beschreiben. In der zweiten Strophe wirkt das lyrische Ich gehetzt und es wird eine konkrete Herausforderung beschrieben. Die Metapher der „schwarzen Nacht, die das lyrische Ich am Mittag überfil" (vgl. V. 5) steht für ein unerwartetes Ereignis, das dafür sorgt, dass das lyrische Ich durcheinander gebracht wird. Es ist ebenfalls eine Antithetik. In Vers 6 wird beschrieben, dass die Segel völlig „verbrennet" (V. 6) seien, woraus sich deuten lässt, dass es keine Möglichkeit mehr zum Umdrehen gibt, da die Segel nicht mehr funktionieren. In Vers 7 macht sich das lyrische Ich zum ersten Mal selber für die Situation, und nicht nur die äußeren Einwirkungen, verantwortlich und wirft sich selber vor, ,,Nord und Sud" (V.7) zu oft verkennet" (V. 7) zu haben, womit gemeint sein könnte, dass das lyrische Ich die verschiedenen Optionen im Leben oft falsch eingeschätzt und sich letztendlich für den falschen Weg entschieden hat. Die Akkumulation „Spriet/ Mast/ Steuer/ Ruder/ Schwert und Kill" (V. 7) verstärkt den Ausdruck der Not und verdeutlichen, dass das lyrische Ich keinen Ausweg mehr finden kann. In den ersten beiden Strophen werden wiederholt Wörter aus dem Bereich der Schifffahrt verwendet, dir metaphorisch für die Gefühlslage und den Lebensweg des lyrischen Ich stehen. Nach der zweiten Strophe gibt es eine Zäsur und die Gesamtstimmung des Gedichts verändert sich. In der dritten Strophe wirkt das lyrische erschöpft von der langen Lebensreise. Es wird aufgefordert, „auszusteigen" (vgl. V. 9). Diese Metapher, die gelichzeitig eine Anapher ist, da die Wörter am Satzanfang wiederholt werden, steht für die Aufforderung, etwas loszulassen und die letzte Hürde zu überwinden. Das lyrische Ich wird als „müder Geist" (V. 9) beschrieben, woran man sieht, dass es in seinem Leben schon viel durchgemacht hat, was auch in den ersten beiden Strophen beschrieben wird. Die rhetorische Frage was graut dir vor dem Port" (V. 10) soll das lyrische Ich fragen, wovor es Angst hat und was ihm/ ihr vor dem Himmel graut, obwohl seine Seele sich doch freue (vgl. V. 4). In Vers 9 liegt ein paralleler Satzanfang vor, der verdeutlicht, wie dringend es ist, dass das lyrische Ich ankommt und den letzten Schritt vor dem Himmel überwindet, um ein friedliches Leben mit Gott zu führen. In Vers 11 liegt eine Alliteration, ein Klimax, vor der ebenfalls betont, dass das lyrische Ich endlich loslassen soll. In der letzten Strophe wird die Verabschiedung in den erlösenden Tod beschrieben und die Kritik des lyrischen Ich an die Welt geäußert. Die Strophe beginnt mit dem Wort „Ade" (V. 12), woran der Leser erkennen kann, dass es sich um einen Abschied handelt und das lyrische Ich endlich angekommen Es beschreibt die Welt als „verflucht" (V. 12). Die Metapher der rauen Stürme (vgl. V. 12) steht für die Hürden des Lebens und dass man im Leben durch diese rauen Stürme aufgehalten wird. In Vers 13 konzentriert sich das lyrische Ich auf seine Ankunft im „Vaterland" (V. 13), das für das Reich Gottes steht und von einer Ruhe und Schutz und Frieden umgeben ist (vgl. V. 13 f.). Diese stehen im direkten Kontrast zu den vorher genannten Stürmen und dem aufgewühlten Leben. Die letzte Metapher in Vers 14 ,du ewig-lichtes Schloß!" steht den Himmel und den Beginn eines neuen Lebensabschnittes in einer neuen Welt. In dem letzten Vers wird der Himmel und das neue Leben an Gottes Seite als sicher und friedlich beschrieben, woran sich erkennen lässt, dass das lyrische Ich den Tod rückblickend als erlösend sieht. Das vorliegende Gedicht gilt als typisch für die Epoche des Barocks, da es sich um ein Sonett handelt. Außerdem liegt eine Zäsur nach der zweiten Strophe vor, nach der ein inhaltlicher Bruch zu erkennen ist und der folgende Teil als Kontrast zum ersten Teil steht. Ebenfalls für die Barock steht die vorhandene Antithetik, zwischen Bedrohung und Erlösung, zwischen den ersten beiden und den letzten beiden Versen. Meiner Meinung nach passt der Titel gut zu dem Gedicht, da es spezifisch die letzte Strophe beschreibt, da dort explizit ein Abschiedswort an die Welt gerichtet wird, während die ersten drei Strophen auf dieses Fazit gegenüber dem Leben, gegenüber der Welt hinarbeiten. Zusammenfassend kann man sagen, dass das lyrische Ich in einer Welt gefangen ist, in der es eigentlich nicht leben möchte. Trotzdem fehlt dem lyrischen Ich zu Beginn der letzte Schritt zur Überwindung. Am Ende schafft das lyrische Ich, diese letzte Hürde zu übergehen und lässt sich auf ein Leben mit Gott im Himmel in Frieden und Sicherheit ein.