Formaler Aufbau und sprachliche Gestaltung
Die sprachliche Analyse des Gedichts "Hörst du wie die Brunnen rauschen" offenbart eine sorgfältig konstruierte Form, die die inhaltliche Botschaft unterstützt:
- Das Gedicht besteht aus einer Strophe mit 12 Versen.
- Es liegt ein vierhebiger Trochäus mit abwechselnden Kadenzen vor, beginnend mit einer weiblichen.
- Drei regelmäßige Kreuzreime strukturieren das Gedicht.
Die Regelmäßigkeit der formalen Mittel betont die Ruhe und Friedlichkeit, die im Gedicht vermittelt werden.
Vocabulary: Trochäus - Ein Versfuß, der aus einer betonten und einer unbetonten Silbe besteht.
Sprachliche Besonderheiten:
- Anaphern: Die Wiederholung von "selig" (Verse 4, 5, 7) und "Stille, stille" (Vers 3) verstärkt die ruhige Atmosphäre.
- Personifikation: "wenn der Mond ein Schlaflied singt" (Vers 6) verleiht der Natur menschliche Züge und eine beschützende Funktion.
- Metapher und Neologismus: Die "blaue Himmelsdecke" (Vers 9) symbolisiert Schutz und Geborgenheit in der Traumwelt.
Example: Die Personifikation des Mondes als singender Begleiter verstärkt das Gefühl von Geborgenheit und mütterlicher Fürsorge in der Traumwelt.





























