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Der Vorleser ( Vergleich Drachenwand)

Der Vorleser ( Vergleich Drachenwand)

 veit,
Michael,
Hanna
Q1 D LK 1
4. Klausur, Schuljahr 2020/2021
Reihe: Bernhard Schlink - Der Vorleser
Aufgabenstellung:
1. Analysiere den v
 veit,
Michael,
Hanna
Q1 D LK 1
4. Klausur, Schuljahr 2020/2021
Reihe: Bernhard Schlink - Der Vorleser
Aufgabenstellung:
1. Analysiere den v

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Kübra

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11/12/13

Klausur

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veit, Michael, Hanna Q1 D LK 1 4. Klausur, Schuljahr 2020/2021 Reihe: Bernhard Schlink - Der Vorleser Aufgabenstellung: 1. Analysiere den vorliegenden Textauszug (S. 177-180) aus dem Roman ,,Der Vorleser" von Bernhard Schlink unter besonderer Berücksichtigung der Liebesbeziehung der beiden Hauptfiguren und des Motivs des Vorlesens. Berücksichtige dabei sprachliche und erzählerische Gestaltungsmittel. Materialgrundlage: Bernhard Schlink: Der Vorleser, S. 177 ff. 2. Vergleichen Sie die Thematisierung der Schuldfrage in Bezug auf die Protagonisten in den Romanen „Der Vorleser" und Unter der Drachenwand". Arbeiten Sie Gemeinsamkeiten und Unterschiede heraus. Zugelassene Hilfsmittel: Wörterbuch zur deutschen Rechtschreibung Unkommentierte Ausgabe von Bernhard Schlink ,,Der Vorleser" Unkommentierte Ausgabe von Arno Geiger ,,Unter der Drachenwand" 17.5.2021 $500000000000 VIEL ERFOLG! (42 Punkte) (30 Punkte) 6 zeit Im vierten Jahr unseres wortreichen, wortkargen Kon- Ironisch? -wuns albar takts kam ein Gruß. »Jungchen, die letzte Geschichte war besonders schön. Danke. Hanna.<< Das Papier war liniert, eine aus einem Schreibheft her- ausgerissene und glattgeschnittene Seite. Der Gruß stand ganz oben und füllte drei Zeilen. Er war mit blauem, schmierendem Kugelschreiber geschrieben. Hanna hatte den Stift mit viel Kraft geführt; die Schrift drückte auf die Rückseite durch. Auch die Adresse hatte sie mit viel Kraft geschrieben; der Abdruck fand sich lesbar auf der unteren und auf der oberen Hälfte des in der Mitte gefalteten Pa- piers. Auf den ersten Blick hätte man meinen können, es sei eine Kinderschrift. Aber was an der Schrift von Kindern vergleiche qich Chafarder Reite? ungelenk und unbeholfen ist, war hier...

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gewaltsam. Man sah den Widerstand, den Hanna überwinden mußte, um die Linien zu Buchstaben und die Buchstaben zu Wörtern zu fügen. Die Kinderhand will hierhin und dorthin ab- schweifen und muß in der Bahn der Schrift gehalten wer- den. Hannas Hand wollte nirgendwohin und mußte vor- angezwungen werden. Die Linien, die die Buchstaben 134 177 Folge. Immer waren es wenige Zeilen, ein Dank, ein Wunsch, vom selben Autor mehr oder auch nichts mehr zu hören, eine Bemerkung über einen Autor oder ein Ge- dicht oder eine Geschichte oder eine Person aus einem Roman, eine Beobachtung aus dem Gefängnis. Im Hof blühen schon die Forsythien« oder ich mag, daß es in diesem Sommer so viele Gewitter gibt oder aus dem Fenster sehe ich, wie sich die Vögel zum Flug nach Süden sammeln«< - oft haben mich erst Hannas Mitteilungen die Forsythien, Sommergewitter oder Vogelscharen wahr- nehmen lassen. Ihre Bemerkungen über Literatur trafen oft erstaunlich genau. »Schnitzler bellt, Stefan Zweig ist ein toter Hund« oder »Keller braucht eine Frau oder die Gedichte von Goethe sind wie kleine Bilder in schö- nen Rahmen- oder Lenz schreibt sicher auf der Schreib- maschine. Da sie über die Autoren nichts wußte, setzte sie sie als Zeitgenossen voraus, solange es sich nicht ein- deutig verbot. Ich war verblüfft, wieviel ältere Literatur sich in der Tat lesen läßt, als sei sic heutig, und wer nichts über Geschichte weiß, kann erst recht in den Lebens- umständen früherer Zeiten einfach die Lebensumstände ferner Gegenden sehen. Ich habe Hanna nie geschrieben. Aber ich habe ihr im- mer weiter vorgelesen. Als ich ein Jahr in Amerika ver- brachte, schickte ich von dort Kassetten. Wenn ich in Ur- laub fuhr oder besonders viel Arbeit hatte, konnte es langer dauern, bis die nächste Kassette fertig wurde; ich habe keinen festen Rhythmus etabliert, sondern Kassetten mal wöchentlich oder vierzehntäglich und mal auch erst neutral, beschreibt formten, setzten immer wieder neu an, beim Aufstrich, beim Abstrich, vor den Bogen und Schleifen. Und jeder Buchstabe war neu erkämpft und hatte eine neue Schräg- oder Steilrichtung, oft auch eine falsche Höhe und Breite. Ich las den Gruß und war erfüllt von Freude und Jubel. Gelinle »Sie schreibt, sie schreibt! Was immer ich in all den Jah- ren über Analphabetismus hatte finden können, hatte ich gelesen. Ich wußte von der Hilflosigkeit bei alltäglichen Lebensvollzügen, beim Finden eines Wegs und einer Probleme, Adresse oder beim Wählen eines Gerichts im Restaurant, Situation von der Ängstlichkeit, mit der der Analphabet vorgege-on benen Mustern und bewährten Routinen folgt, von der Hanna Energie, die das Verbergen der Lese- und Schreibunfähig- keit erfordert und vom eigentlichen Leben abzieht. An- alphabetismus ist Unmündigkeit. Indem Hanna den Mut gehabt hatte, lesen und schreiben zu lernen, hatte sie den Schritt aus der Unmündigkeit zur Mündigkeit getan, ei- nen aufklärerischen Schritt. Dann betrachtete ich Hannas Schrift und sah, wieviel Kraft und Kampf sie das Schreiben gekostet hatte. Ich war stolz auf sie. Zugleich war ich traurig über sie traurig über ihr verspätetes und verfehltes Leben, traurig über die Ver- spätungen und Verfehlungen des Lebens insgesamt. Ich dachte, wenn die rechte Zeit verpaßt ist, wenn einer etwas zu lange verweigert hat, wenn einem etwas zu lange ver- weigert wurde, kommt es zu spät, selbst wenn es schließ- lich mit Kraft angegangen und mit Freude empfangen wird. Oder gibt es zu spät« nicht, gibt es nur »spät«, und ist spät allemal besser als nie<? Ich weiß es nicht. Nach dem ersten Gruß kamen die nächsten jn steter 178 personal 180 Frage J nachdem sie selbst lesen gelernt hatte, meine Kassetten nicht mehr brauchen könnte, hat mich nicht beschäftigt. Mochte sie außerdem lesen. Das Vorlesen war meine Art, zu ihr, mit ihr zu sprechen. Hanna Ich habe alle ihre Grüße aufgehoben. Die Schrift wan- delt sich. Zuerst zwingt sie die Buchstaben in die gleiche Schrägrichtung und in die richtige Höhe und Breite. Nachdem sie das geschafft hat, kann sie leichter und si- cherer werden. Flüssig wird sie nie. Aber sie gewinnt et- was von der strengen Schönheit, die den Schriften alter Leute eignet, die im Leben wenig geschrieben haben. Q1 D LK 1 Teilaufgabe 1 Bewertungsbogen für: Kübra Aufgabe 1 Die Schülerin/der Schüler... formuliert eine aufgabenbezogene Einleitung (Verfasser/Verfasserin, Titel, Textsorte, Erscheinungsjahr, Thema). Bewertungsbogen KA Nr.4, Der Vorleser / Unter der Drachenwand ordnet das Kapitel im Gesamtkontext ein, z. B.: zuvor: anschließend: Trennung Michaels von seiner Ehefrau, persönliche Krise Michael Aufnahme der Kassetten - gibt den Inhalt des Kapitels in eigenen Worten wieder, etwa: anstehende Entlassung Hannas, erster Besuch im Gefängnis, ihr Selbstmord - Brief von Hanna und detaillierte Beschreibung ihrer Schrift der Analphabetismus und seine Folgen Michaels Stolz auf Hannas Entwicklung Hannas Interesse an Literatur Michaels Kommunikation über Kassetten (Vorlesen) Gedanken über die Schrift analysiert die Beziehung zwischen Hanna und Michael: räumliche Distanz, trotzdem Verbundenheit über Hannas Schuld, den Prozess, ihre Verurteilung und Strafe hinaus Michael kann sich nicht von ihr lösen, jedoch auch nicht zu ihr stehen er fühlt sich schuldig (Kollektivschuld) und findet letztlich keine Lösung, den inneren Konflikt zu bewältigen → deswegen kann er ihr nicht persönlich antworten er freut sich jedoch im Stillen über Hannas ,,Kampf", Lesen und Schreiben zu lernen Hanna sucht den Kontakt anhand kurzer Briefe; Ihre Gefühlswelt bleibt wegen der Ich- Perspektive verborgen analysiert die Bedeutung von Lesen, Schreiben und Vorlesen, z. B.: Vorlesen als indirekte Kontaktaufnahme über Literatur und als befrelendes, reinigendes Gefühl für Michael von seinen Schuldgefühlen (z. B. wegen seiner gescheiterten Ehe, seiner Liebe zu einer NS-Mörderin usw.) Vorlesen als Schlüssel für Hanna, um Lesen und Schreiben zu lernen Lesen & Schreiben als zentraler Schritt zur Mündigkeit im aufklärerischen Sinne (nach Kant) Vergangenheitsbewältigung: Hanna liest Berichte über die NS-Verbrechen einerseits Hannas Versuch, durch Briefe Kontakt aufzunehmen, und die Wirkung ihrer kurzen Briefe: Erweiterung von Michaels Wahrnehmung und Horizont aber andererseits Michaels Verweigerung, ihr zu antworten → Verdeutlichung der verstörten Kommunikation / Beziehung zwischen den Beiden aufgrund der allgegenwärtigen Schuldfrage in Bezug auf die NS-Verbrechen analysiert die sprachliche und erzähltechnische Gestaltung Sprache: kurze Sätze; klare, verständliche Sprache Oxymoron: ,,unseres wortreichen, wortkargen Kontakts" → Darstellung der gestörten Beziehung/Kommunikation Metaphorik: Hannas Schrift als Kampf→ Verdeutlichung der Schwierigkeit, den Analphabetismus zu überwinden Reflexionen des Erzählers über das Leben, die den ganzen Roman durchziehen Erzähltechnik: Max. Pkt 4 8 Err. Pkt. 4 4 6 7 7 4 Bewertungsbogen KA Nr.4, Der Vorleser / Unter der Drachenwand erlebender Ich-Erzähler: Darstellung des Erlebnisses des ersten Briefes aus personaler Perspektive Leser ist nah am Geschehen, erlebt mit erzählender Ich-Erzähler: Bewertung der Bedeutung von Lesen & Schreiben, Erinnerung an Hannas folgende Briefe und Bewertung ihrer Kommunikation aus auktorialer Sicht schafft Distanz zum Geschehen, mehr informatives und erklärendes Erzählen Q1 D LK 1 verfasst einen reflektieren Schluss: Bezug zum Generationenkonflikt, für den Hanna und Michael parabelhaft stehen sollen (Kollektivschuld), oder Bezug zurzeit, Biografie, oder zum Analphabetismus im Allgemeinen oder eine kurze Bewertung der Gestaltung des Romans / der Schuldfrage erfüllt ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium. Teilpunktzahl für Aufgabe 1 Teilaufgabe 2 Aufgabe 2 Die Schülerin/der Schüler... verfasst eine aufgabenbezogene Ein-/ Überleitung, etwa indem die Aufgabenstellung bzw. das eigene Vorgehen angekündigt wird. kurze Vorstellung des Romans ,,Unter der Drachenwand" mit dem Schwerpunkt der Schuldfrage. arbeitet die Gemeinsamkeiten der Thematisierung der Schuldfrage in Bezug auf die Protagonisten in den beiden Romanen heraus, etwa: kriminelle Schuld der Tätergeneration (Todesmarsch und KZ bei Hanna, Kriegsgefechte und Mord des Onkels bel Veit) moralische Schuld → verbotene Liebesbeziehungen der Protagonisten (minderjährig vs. verheiratet, Liebe zu einem Verbrecher/ einer Verbrecherin) - mildernde Umstände (Hanna geprägt durch ihren Analphabetismus, Veit keine Entscheidungskompetenz als einfacher Soldat; beide töten, um selbst zu überleben) arbeitet die Unterschiede der Thematisierung der Schuldfrage in Bezug auf die Protagonisten in den beiden Romanen heraus, etwa: unterschiedliche Ausgangssituationen (Hanna hat sich freiwillig bei der SS gemeldet, Veit wurde als Soldat einberufen) Generationenkonflikt (Konflikt zwischen Verstehen und Urteilen) vs. Pazifismus des Brasilianers (Reue/Widerstand und Sinneswandel) Aufarbeitung des Geschehens (Konfrontation mit Oskar Meyer vs. NS-Prozess) fasst die wichtigsten Erkenntnisse mit Bezug auf die Thematisierung der Schuldfrage in den beiden Romanen zusammen. erfüllt ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium. Teilpunktzahl für Aufgabe 2 Summe inhaltliche Leistung aus Aufgaben 1 und 2 (3) 42 Max. Pkt. 2 4 4 72 36 Err. Pkt 2 6 g 4 (3) 30 30 66 Q1 D LK 1 2. Darstellungsleistung Anforderungen Die Schülerin/ der Schüler... ... strukturiert ihren/seinen Text kohärent, schlüssig, stringent und gedanklich klar: Bewertungsbogen KA Nr.4, Der Vorleser / Unter der Drachenwand Kübra angemessene Gewichtung der Teilaufgaben in der Durchführung gegliederte und angemessen gewichtete Anlage der Arbeit schlüssige Verbindung der einzelnen Arbeitsschritte schlüssige gedankliche Verknüpfung von Sätzen ... formuliert unter Beachtung der fachsprachlichen und fachmethodischen Anforderungen: Trennung von Handlungs- und Metaebene begründeter Bezug von beschreibenden, deutenden und wertenden Aussagen Verwendung von Fachtermini in sinnvollem Zusammenhang Beachtung der Tempora korrekte Redewiedergabe (Modalität) . belegt Aussagen durch angemessenes und korrektes Zitieren: www drückt sich allgemeinsprachlich präzise, stilistisch sicher und begrifflich differenziert aus: sinnvoller Gebrauch von vollständigen oder gekürzten Zitaten in begründeter Funktion - sachlich-distanzierte Schreibweise Schriftsprachlichkeit begrifflich abstrakte Ausdrucksfähigkeit ... formuliert lexikalisch und syntaktisch sicher, variabel und komplex (und zugleich klar) ... schreibt sprachlich richtig Summe Darstellungsleistung Gesamtpunktzahl Max. Punktzahl 6 6 3 5 5 3 28 100 Erreichte Punkte 5 5 3 75 4 2 24 90 Deutsch Klausur nr. 4 1) Der vorliegende Textauszug (S.177- 180) aus dem Roman, Der Vorleser" verfasst von Bernhard Schlink und veröffentlicht im Jahr 1995, thema- tistert Hannas überwältigung inres Analphabetismus im Gefängnis und Michaels Gefühle und Ge- acınken gegenüber Hannai. Hichael hat seinen ersten Brief von cler inhaftierten Hanna er- (angt und berichtet analysiert f Hannas Schrift Er hat sich, wah- rendi Hanna Lesen und schrei- ben gelernt hat, mit dem Anal- phabetismus auseinandergesetzt Lindl die Probleme und Gefühls- Cage eines Betroffenen betrach- let. Michael ist immer wieder erstaunt und verblüiffl, wie Hanna inren Kampf gegen inren Scham und ihrex schwä- Gar che überwältigt. Hanna sendiet weitere Briefe, die Michael empfängt, worauf. er mit Kaselten, die er selber auf- genommen nat, antwortet. Cr ließt ihr vor und ver- zichtet aluf Briefe. 2 R R 17.05.2021 Kübra Q1 T mit diesem Zeitpunkt ein vernalt mittlerweile Jura-Student nis zueinander. Ein ungewöhn und nahm aufgrund seines T liches und zufälliges Treffen Seminars am wöchentlichen war cier Beginn ihrer Liebes Prozess feil. während des beziencing. Kennzeichnend Genchtsprozess rückte Han T z für die Bezienung, war na als Hauptverdächtige in cias Ritual, welches sich cien vordergrund sie wird im Laufe cler zeit einge angeklagt an clen Mord Cr pendelt hat und jedes Mal von unzähligen Menschen ausgeführt wurde. Das Ritual cind unterlassener Hilfeleis- bestent aus drei Allen: tung (Bombaennacut), Hanna Das Baden, sex und das streitete zunächst alles ab, Vorlesen. Die beiden haben jedoch nahm die die Schuld vieles clurchgemacht wie aut sich, nachdem ein 2.B cier Urlaub in dien Schriftvergleich mit clem Osterferien. Zu diesem Zeit- Bericht geforciert wurde. punkci gab es viele unei Michael machte eine er- nigkeiten und Missverstand Staunliche Erkenntnis zu die- nisse/ Missgeschicke innernalb sem Zeitpunich. Gr ercannie, dass Hanna Analphabetin der beiden. Hanna ver- schwand eines Tages von cler Bildfläche, clenn Sie hat clie Stadt verlas- iot. Schließlich wurde Han T na lebenslängliche HaA aus- gesprochen Thre Zeit sen und ist nach Hamburg verbrachte sie mit Lesen T gezogen. Das nächste Treffen und Schreiben. Kurz bevor Cier beicien war sie ben Hanna entlassen wurde, T Die Szene lässt sich in den Jahre später in einem letzten Teil der lekture en verbrecherprozess gegen orainen Michael Berg und KZ-Aufsenerinnen, darunter Hanna Schmitz hatten zu Hanna Michael war. H auch T T T T 1- hat sie sich im Gefängnis erhangen. DH Michael berichtet zu Beginn, auss es mittlerweile gas 4.te Janr St im Getangnis für Manna Or und dass sie nun Michael mir einem Brief antwortet. & wird deutlich, class clie Beicien Sich nicht getroffen haben, sondern liber kurze Briefe und Kasetten kommuniziert haben es herrscht eine Distanz zwischen den bei- aen, jedoch sind sie mit clem RG vorlesen, einen Teil ihres Rituals, verbunden, das wieclerum neipt. 2 cass, egal wie weit die Ent- fernung zueinander sein kann, ein Bestandteil ihres Rituals trotzdem inaireil aurchget init wird. von Hanna Die Schrift, clie Michael tief- gründig analysien und beo bachtet wird durch das S.D. sg neutrale Erzähivernalien cleut- lich (8.177). Dadurch wird die Pistant cler beiden aufge. griffen, weil Michael nur die Schriff berrachiel und nicht den Inhalt C [-] an sich. Gr (5.174 kennt Hannas Betünce nicht. Michael wieclernolt, dass Hanna. 11 viel Kraft" (J. (77) benötigt hat und wie münsam / schwer es Hanna gegangen sein muss. Daraus lässt sich schließen, Laass Michael Hanna und ihre überwindung wentschätzt und bewundert. Auf der an- dieren seite ist es Hanna! auch wichtig Michael von ihrem Erfolgserlebnis und von ihrer Entwicklung, zu zeigen. Michael vergleicht Mannas Schrift mit dem eines Kindles.. Durch diesen Vergleich (3.177) wird Clie Unreife und das kindliche verhalten von Hanna deutlich. Dadurch, dass sie kaum zugang zu Bildung und sozialen Kontakten nalte, fällt es ihr unteran- aerem schwer, inre Talen zu reflektieren (mangeinder Gerechtigkeitssinn). Hannas Schrift an Sich stent metaphorisch für Hanna and ihren Analpha- berismus denn " gewaltsam", Widerstand", "Die Kindernand 5 M R 56 Kúdia will niernin und dorthin ab- welche inn bearicke. Er hat Schweilen und muß in der Mitleid mit Hanna und Bann der Schrift gehalten zeigt Fietste Empathie mit werden" oder.. [...] serzten inr. Michaels Traum, eine immer wieder new an", Zukunft mit Hanna aufter- " [...] neu encampff". bauen, ging nicht in er- Dre Beschreibung von Hanrail füllen. Es wird deutlich, Schrif spiegelt die Hilflosig-dass Michael Hannas halle keit und überforderung, unter Arbeit und den widerstand or dem Hanna jahrelang ge- gegen inlex scham, anericennt R leidet nat, wieder. Bas verdrängen ihrer Scham, durch das überspielen mit Gewalt und Dominant, zeigt sich erneut. Sre auf sich alleine gestellt wird auf clen seiten 179. und musste immer wieder. und 180 genannt. gegen den Analphabetis- nus kampaen. Hanna hat sich vollig von isoliert Jeclocn ist Michael danic- bar für die Zeit mit Hanna, denn ist »Spät" allemal besser als "nie"?". Das Motiv des Vorlesens 2 hier war - Michael Sagt Ihre Bemer- kungen über Literatur traten Oft erstaunlich genau." R der außen weit und sich ab- Dies liegt darin, dass tean - R ha das vorlesen von Michall gegrenzt. Durch den personalen Er- als wichtig empfand and zähler auf S. 178 unten und ihr einziger Zugang zu der p. 1. P.sg. 1 weiden Michaels Bildung war. Dies zeigt ihr Getúnie deutlich. Auf der großes Interesse an hiteratur. einen seite ist er voller Da sie viel über Literatur Freude, Jubel und Stolz, schreibt, wird es deutlich, anderen dass Hanna sich über die Lebensumstände der dama- doch auf der steht Seite ist ale Trauri greit. Sh Gr

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veit, Michael, Hanna Q1 D LK 1 4. Klausur, Schuljahr 2020/2021 Reihe: Bernhard Schlink - Der Vorleser Aufgabenstellung: 1. Analysiere den vorliegenden Textauszug (S. 177-180) aus dem Roman ,,Der Vorleser" von Bernhard Schlink unter besonderer Berücksichtigung der Liebesbeziehung der beiden Hauptfiguren und des Motivs des Vorlesens. Berücksichtige dabei sprachliche und erzählerische Gestaltungsmittel. Materialgrundlage: Bernhard Schlink: Der Vorleser, S. 177 ff. 2. Vergleichen Sie die Thematisierung der Schuldfrage in Bezug auf die Protagonisten in den Romanen „Der Vorleser" und Unter der Drachenwand". Arbeiten Sie Gemeinsamkeiten und Unterschiede heraus. Zugelassene Hilfsmittel: Wörterbuch zur deutschen Rechtschreibung Unkommentierte Ausgabe von Bernhard Schlink ,,Der Vorleser" Unkommentierte Ausgabe von Arno Geiger ,,Unter der Drachenwand" 17.5.2021 $500000000000 VIEL ERFOLG! (42 Punkte) (30 Punkte) 6 zeit Im vierten Jahr unseres wortreichen, wortkargen Kon- Ironisch? -wuns albar takts kam ein Gruß. »Jungchen, die letzte Geschichte war besonders schön. Danke. Hanna.<< Das Papier war liniert, eine aus einem Schreibheft her- ausgerissene und glattgeschnittene Seite. Der Gruß stand ganz oben und füllte drei Zeilen. Er war mit blauem, schmierendem Kugelschreiber geschrieben. Hanna hatte den Stift mit viel Kraft geführt; die Schrift drückte auf die Rückseite durch. Auch die Adresse hatte sie mit viel Kraft geschrieben; der Abdruck fand sich lesbar auf der unteren und auf der oberen Hälfte des in der Mitte gefalteten Pa- piers. Auf den ersten Blick hätte man meinen können, es sei eine Kinderschrift. Aber was an der Schrift von Kindern vergleiche qich Chafarder Reite? ungelenk und unbeholfen ist, war hier...

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gewaltsam. Man sah den Widerstand, den Hanna überwinden mußte, um die Linien zu Buchstaben und die Buchstaben zu Wörtern zu fügen. Die Kinderhand will hierhin und dorthin ab- schweifen und muß in der Bahn der Schrift gehalten wer- den. Hannas Hand wollte nirgendwohin und mußte vor- angezwungen werden. Die Linien, die die Buchstaben 134 177 Folge. Immer waren es wenige Zeilen, ein Dank, ein Wunsch, vom selben Autor mehr oder auch nichts mehr zu hören, eine Bemerkung über einen Autor oder ein Ge- dicht oder eine Geschichte oder eine Person aus einem Roman, eine Beobachtung aus dem Gefängnis. Im Hof blühen schon die Forsythien« oder ich mag, daß es in diesem Sommer so viele Gewitter gibt oder aus dem Fenster sehe ich, wie sich die Vögel zum Flug nach Süden sammeln«< - oft haben mich erst Hannas Mitteilungen die Forsythien, Sommergewitter oder Vogelscharen wahr- nehmen lassen. Ihre Bemerkungen über Literatur trafen oft erstaunlich genau. »Schnitzler bellt, Stefan Zweig ist ein toter Hund« oder »Keller braucht eine Frau oder die Gedichte von Goethe sind wie kleine Bilder in schö- nen Rahmen- oder Lenz schreibt sicher auf der Schreib- maschine. Da sie über die Autoren nichts wußte, setzte sie sie als Zeitgenossen voraus, solange es sich nicht ein- deutig verbot. Ich war verblüfft, wieviel ältere Literatur sich in der Tat lesen läßt, als sei sic heutig, und wer nichts über Geschichte weiß, kann erst recht in den Lebens- umständen früherer Zeiten einfach die Lebensumstände ferner Gegenden sehen. Ich habe Hanna nie geschrieben. Aber ich habe ihr im- mer weiter vorgelesen. Als ich ein Jahr in Amerika ver- brachte, schickte ich von dort Kassetten. Wenn ich in Ur- laub fuhr oder besonders viel Arbeit hatte, konnte es langer dauern, bis die nächste Kassette fertig wurde; ich habe keinen festen Rhythmus etabliert, sondern Kassetten mal wöchentlich oder vierzehntäglich und mal auch erst neutral, beschreibt formten, setzten immer wieder neu an, beim Aufstrich, beim Abstrich, vor den Bogen und Schleifen. Und jeder Buchstabe war neu erkämpft und hatte eine neue Schräg- oder Steilrichtung, oft auch eine falsche Höhe und Breite. Ich las den Gruß und war erfüllt von Freude und Jubel. Gelinle »Sie schreibt, sie schreibt! Was immer ich in all den Jah- ren über Analphabetismus hatte finden können, hatte ich gelesen. Ich wußte von der Hilflosigkeit bei alltäglichen Lebensvollzügen, beim Finden eines Wegs und einer Probleme, Adresse oder beim Wählen eines Gerichts im Restaurant, Situation von der Ängstlichkeit, mit der der Analphabet vorgege-on benen Mustern und bewährten Routinen folgt, von der Hanna Energie, die das Verbergen der Lese- und Schreibunfähig- keit erfordert und vom eigentlichen Leben abzieht. An- alphabetismus ist Unmündigkeit. Indem Hanna den Mut gehabt hatte, lesen und schreiben zu lernen, hatte sie den Schritt aus der Unmündigkeit zur Mündigkeit getan, ei- nen aufklärerischen Schritt. Dann betrachtete ich Hannas Schrift und sah, wieviel Kraft und Kampf sie das Schreiben gekostet hatte. Ich war stolz auf sie. Zugleich war ich traurig über sie traurig über ihr verspätetes und verfehltes Leben, traurig über die Ver- spätungen und Verfehlungen des Lebens insgesamt. Ich dachte, wenn die rechte Zeit verpaßt ist, wenn einer etwas zu lange verweigert hat, wenn einem etwas zu lange ver- weigert wurde, kommt es zu spät, selbst wenn es schließ- lich mit Kraft angegangen und mit Freude empfangen wird. Oder gibt es zu spät« nicht, gibt es nur »spät«, und ist spät allemal besser als nie<? Ich weiß es nicht. Nach dem ersten Gruß kamen die nächsten jn steter 178 personal 180 Frage J nachdem sie selbst lesen gelernt hatte, meine Kassetten nicht mehr brauchen könnte, hat mich nicht beschäftigt. Mochte sie außerdem lesen. Das Vorlesen war meine Art, zu ihr, mit ihr zu sprechen. Hanna Ich habe alle ihre Grüße aufgehoben. Die Schrift wan- delt sich. Zuerst zwingt sie die Buchstaben in die gleiche Schrägrichtung und in die richtige Höhe und Breite. Nachdem sie das geschafft hat, kann sie leichter und si- cherer werden. Flüssig wird sie nie. Aber sie gewinnt et- was von der strengen Schönheit, die den Schriften alter Leute eignet, die im Leben wenig geschrieben haben. Q1 D LK 1 Teilaufgabe 1 Bewertungsbogen für: Kübra Aufgabe 1 Die Schülerin/der Schüler... formuliert eine aufgabenbezogene Einleitung (Verfasser/Verfasserin, Titel, Textsorte, Erscheinungsjahr, Thema). Bewertungsbogen KA Nr.4, Der Vorleser / Unter der Drachenwand ordnet das Kapitel im Gesamtkontext ein, z. B.: zuvor: anschließend: Trennung Michaels von seiner Ehefrau, persönliche Krise Michael Aufnahme der Kassetten - gibt den Inhalt des Kapitels in eigenen Worten wieder, etwa: anstehende Entlassung Hannas, erster Besuch im Gefängnis, ihr Selbstmord - Brief von Hanna und detaillierte Beschreibung ihrer Schrift der Analphabetismus und seine Folgen Michaels Stolz auf Hannas Entwicklung Hannas Interesse an Literatur Michaels Kommunikation über Kassetten (Vorlesen) Gedanken über die Schrift analysiert die Beziehung zwischen Hanna und Michael: räumliche Distanz, trotzdem Verbundenheit über Hannas Schuld, den Prozess, ihre Verurteilung und Strafe hinaus Michael kann sich nicht von ihr lösen, jedoch auch nicht zu ihr stehen er fühlt sich schuldig (Kollektivschuld) und findet letztlich keine Lösung, den inneren Konflikt zu bewältigen → deswegen kann er ihr nicht persönlich antworten er freut sich jedoch im Stillen über Hannas ,,Kampf", Lesen und Schreiben zu lernen Hanna sucht den Kontakt anhand kurzer Briefe; Ihre Gefühlswelt bleibt wegen der Ich- Perspektive verborgen analysiert die Bedeutung von Lesen, Schreiben und Vorlesen, z. B.: Vorlesen als indirekte Kontaktaufnahme über Literatur und als befrelendes, reinigendes Gefühl für Michael von seinen Schuldgefühlen (z. B. wegen seiner gescheiterten Ehe, seiner Liebe zu einer NS-Mörderin usw.) Vorlesen als Schlüssel für Hanna, um Lesen und Schreiben zu lernen Lesen & Schreiben als zentraler Schritt zur Mündigkeit im aufklärerischen Sinne (nach Kant) Vergangenheitsbewältigung: Hanna liest Berichte über die NS-Verbrechen einerseits Hannas Versuch, durch Briefe Kontakt aufzunehmen, und die Wirkung ihrer kurzen Briefe: Erweiterung von Michaels Wahrnehmung und Horizont aber andererseits Michaels Verweigerung, ihr zu antworten → Verdeutlichung der verstörten Kommunikation / Beziehung zwischen den Beiden aufgrund der allgegenwärtigen Schuldfrage in Bezug auf die NS-Verbrechen analysiert die sprachliche und erzähltechnische Gestaltung Sprache: kurze Sätze; klare, verständliche Sprache Oxymoron: ,,unseres wortreichen, wortkargen Kontakts" → Darstellung der gestörten Beziehung/Kommunikation Metaphorik: Hannas Schrift als Kampf→ Verdeutlichung der Schwierigkeit, den Analphabetismus zu überwinden Reflexionen des Erzählers über das Leben, die den ganzen Roman durchziehen Erzähltechnik: Max. 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Teilpunktzahl für Aufgabe 1 Teilaufgabe 2 Aufgabe 2 Die Schülerin/der Schüler... verfasst eine aufgabenbezogene Ein-/ Überleitung, etwa indem die Aufgabenstellung bzw. das eigene Vorgehen angekündigt wird. kurze Vorstellung des Romans ,,Unter der Drachenwand" mit dem Schwerpunkt der Schuldfrage. arbeitet die Gemeinsamkeiten der Thematisierung der Schuldfrage in Bezug auf die Protagonisten in den beiden Romanen heraus, etwa: kriminelle Schuld der Tätergeneration (Todesmarsch und KZ bei Hanna, Kriegsgefechte und Mord des Onkels bel Veit) moralische Schuld → verbotene Liebesbeziehungen der Protagonisten (minderjährig vs. verheiratet, Liebe zu einem Verbrecher/ einer Verbrecherin) - mildernde Umstände (Hanna geprägt durch ihren Analphabetismus, Veit keine Entscheidungskompetenz als einfacher Soldat; beide töten, um selbst zu überleben) arbeitet die Unterschiede der Thematisierung der Schuldfrage in Bezug auf die Protagonisten in den beiden Romanen heraus, etwa: unterschiedliche Ausgangssituationen (Hanna hat sich freiwillig bei der SS gemeldet, Veit wurde als Soldat einberufen) Generationenkonflikt (Konflikt zwischen Verstehen und Urteilen) vs. Pazifismus des Brasilianers (Reue/Widerstand und Sinneswandel) Aufarbeitung des Geschehens (Konfrontation mit Oskar Meyer vs. NS-Prozess) fasst die wichtigsten Erkenntnisse mit Bezug auf die Thematisierung der Schuldfrage in den beiden Romanen zusammen. erfüllt ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium. Teilpunktzahl für Aufgabe 2 Summe inhaltliche Leistung aus Aufgaben 1 und 2 (3) 42 Max. Pkt. 2 4 4 72 36 Err. Pkt 2 6 g 4 (3) 30 30 66 Q1 D LK 1 2. Darstellungsleistung Anforderungen Die Schülerin/ der Schüler... ... strukturiert ihren/seinen Text kohärent, schlüssig, stringent und gedanklich klar: Bewertungsbogen KA Nr.4, Der Vorleser / Unter der Drachenwand Kübra angemessene Gewichtung der Teilaufgaben in der Durchführung gegliederte und angemessen gewichtete Anlage der Arbeit schlüssige Verbindung der einzelnen Arbeitsschritte schlüssige gedankliche Verknüpfung von Sätzen ... formuliert unter Beachtung der fachsprachlichen und fachmethodischen Anforderungen: Trennung von Handlungs- und Metaebene begründeter Bezug von beschreibenden, deutenden und wertenden Aussagen Verwendung von Fachtermini in sinnvollem Zusammenhang Beachtung der Tempora korrekte Redewiedergabe (Modalität) . belegt Aussagen durch angemessenes und korrektes Zitieren: www drückt sich allgemeinsprachlich präzise, stilistisch sicher und begrifflich differenziert aus: sinnvoller Gebrauch von vollständigen oder gekürzten Zitaten in begründeter Funktion - sachlich-distanzierte Schreibweise Schriftsprachlichkeit begrifflich abstrakte Ausdrucksfähigkeit ... formuliert lexikalisch und syntaktisch sicher, variabel und komplex (und zugleich klar) ... schreibt sprachlich richtig Summe Darstellungsleistung Gesamtpunktzahl Max. Punktzahl 6 6 3 5 5 3 28 100 Erreichte Punkte 5 5 3 75 4 2 24 90 Deutsch Klausur nr. 4 1) Der vorliegende Textauszug (S.177- 180) aus dem Roman, Der Vorleser" verfasst von Bernhard Schlink und veröffentlicht im Jahr 1995, thema- tistert Hannas überwältigung inres Analphabetismus im Gefängnis und Michaels Gefühle und Ge- acınken gegenüber Hannai. Hichael hat seinen ersten Brief von cler inhaftierten Hanna er- (angt und berichtet analysiert f Hannas Schrift Er hat sich, wah- rendi Hanna Lesen und schrei- ben gelernt hat, mit dem Anal- phabetismus auseinandergesetzt Lindl die Probleme und Gefühls- Cage eines Betroffenen betrach- let. Michael ist immer wieder erstaunt und verblüiffl, wie Hanna inren Kampf gegen inren Scham und ihrex schwä- Gar che überwältigt. Hanna sendiet weitere Briefe, die Michael empfängt, worauf. er mit Kaselten, die er selber auf- genommen nat, antwortet. Cr ließt ihr vor und ver- zichtet aluf Briefe. 2 R R 17.05.2021 Kübra Q1 T mit diesem Zeitpunkt ein vernalt mittlerweile Jura-Student nis zueinander. Ein ungewöhn und nahm aufgrund seines T liches und zufälliges Treffen Seminars am wöchentlichen war cier Beginn ihrer Liebes Prozess feil. während des beziencing. Kennzeichnend Genchtsprozess rückte Han T z für die Bezienung, war na als Hauptverdächtige in cias Ritual, welches sich cien vordergrund sie wird im Laufe cler zeit einge angeklagt an clen Mord Cr pendelt hat und jedes Mal von unzähligen Menschen ausgeführt wurde. Das Ritual cind unterlassener Hilfeleis- bestent aus drei Allen: tung (Bombaennacut), Hanna Das Baden, sex und das streitete zunächst alles ab, Vorlesen. Die beiden haben jedoch nahm die die Schuld vieles clurchgemacht wie aut sich, nachdem ein 2.B cier Urlaub in dien Schriftvergleich mit clem Osterferien. Zu diesem Zeit- Bericht geforciert wurde. punkci gab es viele unei Michael machte eine er- nigkeiten und Missverstand Staunliche Erkenntnis zu die- nisse/ Missgeschicke innernalb sem Zeitpunich. Gr ercannie, dass Hanna Analphabetin der beiden. Hanna ver- schwand eines Tages von cler Bildfläche, clenn Sie hat clie Stadt verlas- iot. Schließlich wurde Han T na lebenslängliche HaA aus- gesprochen Thre Zeit sen und ist nach Hamburg verbrachte sie mit Lesen T gezogen. Das nächste Treffen und Schreiben. Kurz bevor Cier beicien war sie ben Hanna entlassen wurde, T Die Szene lässt sich in den Jahre später in einem letzten Teil der lekture en verbrecherprozess gegen orainen Michael Berg und KZ-Aufsenerinnen, darunter Hanna Schmitz hatten zu Hanna Michael war. H auch T T T T 1- hat sie sich im Gefängnis erhangen. DH Michael berichtet zu Beginn, auss es mittlerweile gas 4.te Janr St im Getangnis für Manna Or und dass sie nun Michael mir einem Brief antwortet. & wird deutlich, class clie Beicien Sich nicht getroffen haben, sondern liber kurze Briefe und Kasetten kommuniziert haben es herrscht eine Distanz zwischen den bei- aen, jedoch sind sie mit clem RG vorlesen, einen Teil ihres Rituals, verbunden, das wieclerum neipt. 2 cass, egal wie weit die Ent- fernung zueinander sein kann, ein Bestandteil ihres Rituals trotzdem inaireil aurchget init wird. von Hanna Die Schrift, clie Michael tief- gründig analysien und beo bachtet wird durch das S.D. sg neutrale Erzähivernalien cleut- lich (8.177). Dadurch wird die Pistant cler beiden aufge. griffen, weil Michael nur die Schriff berrachiel und nicht den Inhalt C [-] an sich. Gr (5.174 kennt Hannas Betünce nicht. Michael wieclernolt, dass Hanna. 11 viel Kraft" (J. (77) benötigt hat und wie münsam / schwer es Hanna gegangen sein muss. Daraus lässt sich schließen, Laass Michael Hanna und ihre überwindung wentschätzt und bewundert. Auf der an- dieren seite ist es Hanna! auch wichtig Michael von ihrem Erfolgserlebnis und von ihrer Entwicklung, zu zeigen. Michael vergleicht Mannas Schrift mit dem eines Kindles.. Durch diesen Vergleich (3.177) wird Clie Unreife und das kindliche verhalten von Hanna deutlich. Dadurch, dass sie kaum zugang zu Bildung und sozialen Kontakten nalte, fällt es ihr unteran- aerem schwer, inre Talen zu reflektieren (mangeinder Gerechtigkeitssinn). Hannas Schrift an Sich stent metaphorisch für Hanna and ihren Analpha- berismus denn " gewaltsam", Widerstand", "Die Kindernand 5 M R 56 Kúdia will niernin und dorthin ab- welche inn bearicke. Er hat Schweilen und muß in der Mitleid mit Hanna und Bann der Schrift gehalten zeigt Fietste Empathie mit werden" oder.. [...] serzten inr. Michaels Traum, eine immer wieder new an", Zukunft mit Hanna aufter- " [...] neu encampff". bauen, ging nicht in er- Dre Beschreibung von Hanrail füllen. Es wird deutlich, Schrif spiegelt die Hilflosig-dass Michael Hannas halle keit und überforderung, unter Arbeit und den widerstand or dem Hanna jahrelang ge- gegen inlex scham, anericennt R leidet nat, wieder. Bas verdrängen ihrer Scham, durch das überspielen mit Gewalt und Dominant, zeigt sich erneut. Sre auf sich alleine gestellt wird auf clen seiten 179. und musste immer wieder. und 180 genannt. gegen den Analphabetis- nus kampaen. Hanna hat sich vollig von isoliert Jeclocn ist Michael danic- bar für die Zeit mit Hanna, denn ist »Spät" allemal besser als "nie"?". Das Motiv des Vorlesens 2 hier war - Michael Sagt Ihre Bemer- kungen über Literatur traten Oft erstaunlich genau." R der außen weit und sich ab- Dies liegt darin, dass tean - R ha das vorlesen von Michall gegrenzt. Durch den personalen Er- als wichtig empfand and zähler auf S. 178 unten und ihr einziger Zugang zu der p. 1. P.sg. 1 weiden Michaels Bildung war. Dies zeigt ihr Getúnie deutlich. Auf der großes Interesse an hiteratur. einen seite ist er voller Da sie viel über Literatur Freude, Jubel und Stolz, schreibt, wird es deutlich, anderen dass Hanna sich über die Lebensumstände der dama- doch auf der steht Seite ist ale Trauri greit. Sh Gr