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Die eine Klage - Karoline von Günderrode

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 Die eine Klage
Im folgenden Text werde ich das Gedicht,,Die eine Klage” unter der besonderen Beachtung seiner
Epochenzugehörigkeit analysie

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Kathrins Abitur

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11/12/13

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Eine komplette Gedichtanalyse zu dem Gedicht ,,Die eine Klage"

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Die eine Klage Im folgenden Text werde ich das Gedicht,,Die eine Klage” unter der besonderen Beachtung seiner Epochenzugehörigkeit analysieren und interpretieren. Dieses wurde von Karoline von Günterrode verfasst und 1805 veröffentlicht. Das vorliegende Gedicht handelt von dem Schmerz des lyrischen Ichs, welches seinen geliebten Partner vermisst. Das lyrische Ich beschreibt in der ersten Strophe die Voraussetzungen für das Empfinden von Liebe aber auch Liebeskummer dargestellt. Es vermisst die ehemalige Zweisamkeit und beschreibt die verspürte Freude, welche nun nicht mehr da ist und einem starken Schmerz gewichen ist. Zudem beschreibt das lyrische Ich seine melancholischen Gefühle und stellt fest, dass nicht einmal Gott beziehungsweise der Glaube an Gott die Einheit mit dem Partner oder der Partnerin ersetzen kann. Die Intention des lyrischen Werkes scheint zu sein, dass die Liebe das höchste Glück der Erde ist und dem Dasein einen Sinn gibt. Das vorliegende Gedicht besteht aus 4 Strophen mit jeweils 6 Versen, woraus sich insgesamt 24 Verse ergeben. Als Reimschema lässt sich der Schweifreim anführen. Nur in der Letzen Strophe gibt es einen unreinen Reim (Vgl. V.21, V.24). Im Hinblick auf das Metrum lässt sich ein drei- und vierhebiger Trochäus benennen. Die Kadenzen sind wechselnd und korrelieren mit dem Reimschema. Durch die regelmäßige Form der Volksliedstrophe wirkt das Gedicht melancholisch. Die Metapher,,die tiefste aller Wunden" (V.1) verweist...

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auf den starken Liebeskummer, den das lyrische Ich erlebt. Dabei gibt es keinen größeren Schmerz für das lyrische Ich als den Verlust seines Partners beziehungsweise seiner Partnerin. Dies zeigt sich auch durch die Metapher ,,in Geist und Sinn" (V.2) wodurch deutlich wird das der Schmerz im ganzen Körper und der Seele zu spüren ist. Ein weiterer Indikator für die Verdeutlichung des Verlusts ist die Metapher ,,bittrer Trennung Schmerz" (V.3). Die Wehmut, welche aus dem Liebeskummer hervorgeht, drückt sich auch durch das Exclamatio ,,Oh!" (V.15) aus. Zusätzlich wird unter Verwendung der Personifikation ,,Freuden, die verloren" (V.16f.) die aus dem Verlust resultierende Traurigkeit verdeutlicht. Das lyrische Ich hat durch den Verlust seines Partners beziehungsweise seiner Partnerin seine Freude verloren. In der letzten Strophe finden sich ein Parallelismus und eine Epipher (Vgl. V.20-24). Durch die Wortwiederholungen und dem parallelen Aufbau von Satzstrukturen, kommt es zu einem hervorheben der Vorzüge der Liebe. Des Weiteren endet das Gedicht mit der Metapher ,,gibt kein Gott zurück" (V.24). Somit ist offensichtlich nicht einmal der Glaube an Gott oder auch Gott selbst im Stande den Verlust von Liebe auszugleichen. Durch den Verlust der Liebe fühlt das lyrische Ich eine tiefe Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit und Sinnlosigkeit. Diese scheint durch nichts und niemanden genommen werden zu können. Wenn man die sprachlichen Auffälligkeiten genauer betrachtet, fällt das konsekutive Gefüge auf. Dieses lässt sich beispielsweise in Strophe 1 und 2 feststellen. In Strophe 1 wird der Liebeskummer thematisiert während in der 2. Strophe die Folgen, die Sehnsucht nach Zweisamkeit, thematisiert werden. In der 3. Strophe wird dieses Gefüge fortgeführt. Nur die 4. Strophe steht für sich alleine und bildet das Fazit des Gedichts. Außerdem lässt sich durch die Verwendung von ,,wer" (V. 1, 4 und 13) kein individueller Zustand beschreiben. Somit wird das Empfinden nach einer verlorenen Liebe in den ersten drei Strophen verallgemeinert. Nach der eingehenden Betrachtung lässt sich identifizieren, dass das lyrische Ich und seine Stimmung melancholisch sind. Dies lässt sich auf den Liebeskummer durch die verlorene Liebe zurückführen. Abschließend lässt sich wie in der Analyse dargestellt sagen, dass das lyrische Ich in dem Gedicht,, Die eine Klage" einen melancholischen Gefühlszustand ausdrückt. Diese Gefühle lassen sich auf den Verlust der verlorenen Liebe zurückführen und werden Verallgemeinert durch Metaphern, Parallelismen und Personifikationen ausgedrückt. Die Liebe gilt als das höchste Glück und gibt dem menschlichen Dasein einen Sinn. Das vorliegende lyrische Werk ist der Epoche der Romantik zuzuordnen, denn die Motive der Sehnsucht und der Liebe sind grundlegend. Der Liebeskummer ist der zentrale Aspekt des Gedichts. Gegensätze wie ,,Lust” (V.7) und ,,Tränen" (V.7) werden wie in vielen romantischen Gedichten zudem aufgehoben.

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