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Faust

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DIREKTOR:
Faust
DREIFACHE ERÖFFNUNG
Vorspiel auf dem Theater
Thematisiert das Verhältnis von Dichtung und Publikum au

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11/12/10

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Inhalt - dreifache Eröffnung - Gelehrtentragödie - Gretchentragödie Scheitern oder Gelingen?

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Deutsch INHALTSANGABE DIREKTOR: Faust DREIFACHE ERÖFFNUNG Vorspiel auf dem Theater Thematisiert das Verhältnis von Dichtung und Publikum aus verschiedenen Perspektiven DICHTER: DREIFACHE ERÖFFNUNG Interesse an finanziellem Erfolg Orientierung am Publikumsgeschmack: Unterhaltungsanspruch Gleichgültigkeit gegenüber künstlerischem Anspruch LUSTIGE PERSON/SCHAUAPIELR Ablehnung des Massengeschmacks; elitäres Bewusstsein Dichter als Schöpfer eines ganzheitlichen Kunstwerkes Orientierung am überdauernden Wert von Dichtung, nicht am Tageserfolg Möchte Unterhaltungsbedürfnis des Publikums entgegenkommen und Spaß vermitteln Komische Unterhaltung, nicht künstlerischer Wert eines Stückes ist zentral Prolog im Himmel Lobpreis der Schöpfung durch die drei Erzengel Mephisto und der Herr entwickeln zwei gegensätzliche Menschenbilder GOTT-IDEALISTISCHES MENSCHENBILD MIT NATURMETAPHORIK Das Leben hat einen Sinn; jeder Mensch wächst und reift; ist zu positiver Entwicklung fähig Mensch macht auf seinem Weg auch Fehler → Mensch entwickelt sich intuitiv hin zum Guten, dessen er sich trotz seiner Verfehlungen bewusst ist → Mephisto als Erfüllungsgehilfe/Werkzeug Gottes: soll den Menschen anregen sich weiterzuentwickeln MEPHISTO NEGATIVES MENSCHENBILD MIT TIERMETAPHORIK → Menschliches Leben ist eine Qual/Leiden →→>> Keine Weiterentwicklung des Menschen seit der Schöpfung Keine persönliche Reifung hin zum Guten →>> Mensch missbraucht seine Vernunft (egoistisches, triebhaftes Verhalten) → Reduzierung auf Triebsphäre; negiert dessen intellektuelle Fähigkeiten → Permanente Wiederkehr des ewigen, sinnlosen Gleichen; Monotonie/Eintönigkeit Deutsch ENTELECHIE= Zielgerichtetheit des Menschen Mensch ist ein vernunftgesteuertes Wesen, das nach höherem Strebt Gegenstand der Wette Verhältnis zwischen Gott und Mephisto Unterordnung Mephistos → er muss den Herrn um „Erlaubnis" fragen, ob er Faust in Versuchung führen darf Mephisto ist Erfüllungsgehilfe Gottes; Mitspieler des Herrn → wird von Gott benötigt Mephisto akzeptiert seine Rolle und ordnet sich unter Scheinwette DIE GELEHRTENTRAGÖDIE Menschliche Existenz ist ohne Sinn und Fortschritt Reduzierung des Menschen...

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auf seine Triebe Faust wird zum Repräsentanten des Menschengeschlechts → wird von Gott und Mephisto zum Prüfstein ihres Menschen-/Weltbildes DIE GELEHRTENTRAGÖDIE Existenzkrise und Entgrenzungsversuche Innerer Zustand Fausts: Ergebnis ist von Anfang an festgelegt → Faust wird sich am Ende zum Guten hin entwickeln; Sieg des Herrn Zutiefst unglücklich und verzweifelt Enttäuscht über Bücherwissen und Wissenschaft Strebt nach Erkenntnis; möchte erkennen, was die Welt / Im Innersten zusammenhält" Zweifel an der Erkenntnisfähigkeit des Menschen → Mensch ist immer an die Grenzen der menschlichen Erkenntnis gebunden; trotzdem strebt Faust nach höherer Erkenntnis → Enttäuschung / Hoffnungslosigkeit / Verzweiflung Existenz und Lebenskrise Fausts Deutsch Fausts Entgrenzungsversuche Ausgangssituation: Faust begreift die Begrenztheit der menschlichen Erkenntnisfähigkeit und versucht die Grenzen zu überschreiten 1. VERSUCH: HINWENDUNG ZUR MAGIE DIE GELEHRTENTRAGÖDIE Faust will ein Buch als Leitfaden mit in die Natur nehmen - „Nostradamus" Er sieht das Zeichen des Makrokosmos im Buch = Bildliche Darstellung der inneren Zusammenhänge Das Zeichen löst in Faust eine enthusiastische Reaktion aus - fühlt sich befriedigt und nicht mehr unruhig, da er denkt, er habe einen Einblick in die Kräfte der Natur" Vergleicht sich mit Gott DOCH: Faust kann das Zeichen nicht durchschauen 3. VERSUCH: SUIZID 2. VERSUCH: HINWENDUNG ZUR MAGIE Zeichen weckt bei ihm neue Hoffnung Beschwörung des Erdgeistes, als Versuch mit übermenschlichen Wesen Kontakt aufzunehmen und sich mit ihnen gleichzusetzen → scheitert an seiner Hybris, weil er dem Erdgeist nicht ebenbürtig ist Selbstmordversuch durch Gift, um Fesseln der materiellen Existenz zu überwinden und sich neuen Sphären zuwenden zu können → scheitert, weil er durch den Gesang der Egel vom Selbstmord abgehalten wird; Faust wird an seine Kindheit erinnert Faust kann nicht aus eigener Kraft zu höheren Wahrheiten / Erkenntnissen finden! Deutsch Vor dem Tor Faust unternimmt einen österlichen Spaziergang zusammen mit Wagner Menschen feiern erfreut Ostern DIE GELEHRTENTRAGÖDIE Selbst Faust kann sich kurz den menschlichen Sinnen und Trieben hingeben Lied von einem Bauer erklingt (deutet Gretchentragödie voraus) Fausts Vater hat etliche Menschen vor dem Tod bewahrt (er habe aber auch viele Menschen auf dem Gewissen) Faust hadert mit der Erfolgs- und Ruhmsucht der Wissenschaftler Merkwürdiger Pudel erscheint und verfolgt sie. Wagner erklärt ihn für normal und Faust nimmt ihn mit nach Hause Zwei Seelen-Problem ,,Zwei Seelen wohnen, ach! In meiner Brust, die eine will sich von der anderen trennen Der eine Trieb bindet an die. irdische Welt/ Dasein Sexuelle Triebe Irdisch begrenztes Wissen Lebenslust (Weib, Wein, Gesang) Materielles Streben Sehnsucht nach Entgrenzung und. nach überirdischem Wissen Göttergleichheit Erleuchtung, Allwissenheit Endloses Streben nach dem Übersinnlichen Transzedenten Magische Fähigkeiten Freiheit von irdischen Sehnsüchten FAZIT: Polarität bzw. ewige Zerrissenheit ist ein Wesenskern der Faust-Figur. Trotz allem strebt Faust nach Harmonisierung seiner gegensätzlichen Triebe im Sinne der Weimarer Klassik Deutsch TEUFELSPAKT UND WETTE Studierzimmer 1 DIE GELEHRTENTRAGÖDIE Mephisto erscheint in Form eines Pudels. Er will Faust dazu bringen, sein Streben nach Erkenntnissen zu beenden, um zu beweisen, dass dieser göttliche Trieb verloren gehen kann / der Mensch träge wird. Die wiederum würde bedeuten, dass Gott unrecht hat und der Mensch das Streben nach höherer Bestimmung nicht durchhält, sondern durch seine menschliche Materie gefangen ist Faust ist zunächst zufrieden, Mephisto versucht dies aber zu stören Faust möchte das Johannes-Evangelium übersetzen. Er hadert damit das Wort logos zu übersetzen. Zuerst Wort, Sinn dann Kraft. Er entscheidet sich schließlich für Tat. „Am Anfang war die Tat" Gestalt des Pudels verändert sich in ein Scholastikus Stellt sich als Personifikation des Bösen vor „Ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft" Faust erkennt, dass er den Teufel vor sich hat Mephisto wird nicht als Gegenspieler von Gott dargestellt, sondern als Teil der Schöpfung Er verleitet den Menschen dazu, nur einen Teil seiner Seele zu befriedigen, dadurch wird aber das Verlangen nach dem Streben stärker Mephisto kann das Zimmer nicht verlassen, wegen des Pentagramms, Faust bietet an, einen Pakt mit Mephisto zu schließen, dieser vertagt dies vorerst Mephisto lässt Faust in einen Traum versinken und kann entkommen → Faust wird in seine Schranken gewiesen Studierzimmer 2 Faust ist erneut seinen Depressionen verfallen; sein Dasein ist ihm eine Last und der Tod erwünscht" Faust verflucht seine bürgerliche Existenz → Voraussetzung für das Bündnis mit dem Teufel Totale Verneinung / Verfluchung von Ehe, Besitz, Glaube, Liebe und Hoffnung → dauerhafte Verbindung zu Gretchen ist von vorneherein ausgeschlossen Der Teufelspakt Gegenstand der Vereinbarung: 1. Mephisto verpflichtet sich gegenüber Faust, ihm auf Erden im Diesseits zu diesen → will ihn durch seine Künste alles erfüllen und ermöglichen „was noch kein Mensch gesehen" und einen Augenblick des Glücks verschaffen (keine genaue Konkretisierung, wahrscheinlich irdische Genüsse) 2. Im Gegenzug verpflichtet sich Faust, Mephisto im Jenseits zu dienen → wie dieses Dienen aussieht bleibt unklar (Verkauf der Seele an den Teufel: altes Motiv der Literaturgeschichte)

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Deutsch INHALTSANGABE DIREKTOR: Faust DREIFACHE ERÖFFNUNG Vorspiel auf dem Theater Thematisiert das Verhältnis von Dichtung und Publikum aus verschiedenen Perspektiven DICHTER: DREIFACHE ERÖFFNUNG Interesse an finanziellem Erfolg Orientierung am Publikumsgeschmack: Unterhaltungsanspruch Gleichgültigkeit gegenüber künstlerischem Anspruch LUSTIGE PERSON/SCHAUAPIELR Ablehnung des Massengeschmacks; elitäres Bewusstsein Dichter als Schöpfer eines ganzheitlichen Kunstwerkes Orientierung am überdauernden Wert von Dichtung, nicht am Tageserfolg Möchte Unterhaltungsbedürfnis des Publikums entgegenkommen und Spaß vermitteln Komische Unterhaltung, nicht künstlerischer Wert eines Stückes ist zentral Prolog im Himmel Lobpreis der Schöpfung durch die drei Erzengel Mephisto und der Herr entwickeln zwei gegensätzliche Menschenbilder GOTT-IDEALISTISCHES MENSCHENBILD MIT NATURMETAPHORIK Das Leben hat einen Sinn; jeder Mensch wächst und reift; ist zu positiver Entwicklung fähig Mensch macht auf seinem Weg auch Fehler → Mensch entwickelt sich intuitiv hin zum Guten, dessen er sich trotz seiner Verfehlungen bewusst ist → Mephisto als Erfüllungsgehilfe/Werkzeug Gottes: soll den Menschen anregen sich weiterzuentwickeln MEPHISTO NEGATIVES MENSCHENBILD MIT TIERMETAPHORIK → Menschliches Leben ist eine Qual/Leiden →→>> Keine Weiterentwicklung des Menschen seit der Schöpfung Keine persönliche Reifung hin zum Guten →>> Mensch missbraucht seine Vernunft (egoistisches, triebhaftes Verhalten) → Reduzierung auf Triebsphäre; negiert dessen intellektuelle Fähigkeiten → Permanente Wiederkehr des ewigen, sinnlosen Gleichen; Monotonie/Eintönigkeit Deutsch ENTELECHIE= Zielgerichtetheit des Menschen Mensch ist ein vernunftgesteuertes Wesen, das nach höherem Strebt Gegenstand der Wette Verhältnis zwischen Gott und Mephisto Unterordnung Mephistos → er muss den Herrn um „Erlaubnis" fragen, ob er Faust in Versuchung führen darf Mephisto ist Erfüllungsgehilfe Gottes; Mitspieler des Herrn → wird von Gott benötigt Mephisto akzeptiert seine Rolle und ordnet sich unter Scheinwette DIE GELEHRTENTRAGÖDIE Menschliche Existenz ist ohne Sinn und Fortschritt Reduzierung des Menschen...

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VERSUCH: HINWENDUNG ZUR MAGIE DIE GELEHRTENTRAGÖDIE Faust will ein Buch als Leitfaden mit in die Natur nehmen - „Nostradamus" Er sieht das Zeichen des Makrokosmos im Buch = Bildliche Darstellung der inneren Zusammenhänge Das Zeichen löst in Faust eine enthusiastische Reaktion aus - fühlt sich befriedigt und nicht mehr unruhig, da er denkt, er habe einen Einblick in die Kräfte der Natur" Vergleicht sich mit Gott DOCH: Faust kann das Zeichen nicht durchschauen 3. VERSUCH: SUIZID 2. VERSUCH: HINWENDUNG ZUR MAGIE Zeichen weckt bei ihm neue Hoffnung Beschwörung des Erdgeistes, als Versuch mit übermenschlichen Wesen Kontakt aufzunehmen und sich mit ihnen gleichzusetzen → scheitert an seiner Hybris, weil er dem Erdgeist nicht ebenbürtig ist Selbstmordversuch durch Gift, um Fesseln der materiellen Existenz zu überwinden und sich neuen Sphären zuwenden zu können → scheitert, weil er durch den Gesang der Egel vom Selbstmord abgehalten wird; Faust wird an seine Kindheit erinnert Faust kann nicht aus eigener Kraft zu höheren Wahrheiten / Erkenntnissen finden! Deutsch Vor dem Tor Faust unternimmt einen österlichen Spaziergang zusammen mit Wagner Menschen feiern erfreut Ostern DIE GELEHRTENTRAGÖDIE Selbst Faust kann sich kurz den menschlichen Sinnen und Trieben hingeben Lied von einem Bauer erklingt (deutet Gretchentragödie voraus) Fausts Vater hat etliche Menschen vor dem Tod bewahrt (er habe aber auch viele Menschen auf dem Gewissen) Faust hadert mit der Erfolgs- und Ruhmsucht der Wissenschaftler Merkwürdiger Pudel erscheint und verfolgt sie. Wagner erklärt ihn für normal und Faust nimmt ihn mit nach Hause Zwei Seelen-Problem ,,Zwei Seelen wohnen, ach! In meiner Brust, die eine will sich von der anderen trennen Der eine Trieb bindet an die. irdische Welt/ Dasein Sexuelle Triebe Irdisch begrenztes Wissen Lebenslust (Weib, Wein, Gesang) Materielles Streben Sehnsucht nach Entgrenzung und. nach überirdischem Wissen Göttergleichheit Erleuchtung, Allwissenheit Endloses Streben nach dem Übersinnlichen Transzedenten Magische Fähigkeiten Freiheit von irdischen Sehnsüchten FAZIT: Polarität bzw. ewige Zerrissenheit ist ein Wesenskern der Faust-Figur. Trotz allem strebt Faust nach Harmonisierung seiner gegensätzlichen Triebe im Sinne der Weimarer Klassik Deutsch TEUFELSPAKT UND WETTE Studierzimmer 1 DIE GELEHRTENTRAGÖDIE Mephisto erscheint in Form eines Pudels. Er will Faust dazu bringen, sein Streben nach Erkenntnissen zu beenden, um zu beweisen, dass dieser göttliche Trieb verloren gehen kann / der Mensch träge wird. Die wiederum würde bedeuten, dass Gott unrecht hat und der Mensch das Streben nach höherer Bestimmung nicht durchhält, sondern durch seine menschliche Materie gefangen ist Faust ist zunächst zufrieden, Mephisto versucht dies aber zu stören Faust möchte das Johannes-Evangelium übersetzen. Er hadert damit das Wort logos zu übersetzen. Zuerst Wort, Sinn dann Kraft. Er entscheidet sich schließlich für Tat. „Am Anfang war die Tat" Gestalt des Pudels verändert sich in ein Scholastikus Stellt sich als Personifikation des Bösen vor „Ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft" Faust erkennt, dass er den Teufel vor sich hat Mephisto wird nicht als Gegenspieler von Gott dargestellt, sondern als Teil der Schöpfung Er verleitet den Menschen dazu, nur einen Teil seiner Seele zu befriedigen, dadurch wird aber das Verlangen nach dem Streben stärker Mephisto kann das Zimmer nicht verlassen, wegen des Pentagramms, Faust bietet an, einen Pakt mit Mephisto zu schließen, dieser vertagt dies vorerst Mephisto lässt Faust in einen Traum versinken und kann entkommen → Faust wird in seine Schranken gewiesen Studierzimmer 2 Faust ist erneut seinen Depressionen verfallen; sein Dasein ist ihm eine Last und der Tod erwünscht" Faust verflucht seine bürgerliche Existenz → Voraussetzung für das Bündnis mit dem Teufel Totale Verneinung / Verfluchung von Ehe, Besitz, Glaube, Liebe und Hoffnung → dauerhafte Verbindung zu Gretchen ist von vorneherein ausgeschlossen Der Teufelspakt Gegenstand der Vereinbarung: 1. Mephisto verpflichtet sich gegenüber Faust, ihm auf Erden im Diesseits zu diesen → will ihn durch seine Künste alles erfüllen und ermöglichen „was noch kein Mensch gesehen" und einen Augenblick des Glücks verschaffen (keine genaue Konkretisierung, wahrscheinlich irdische Genüsse) 2. Im Gegenzug verpflichtet sich Faust, Mephisto im Jenseits zu dienen → wie dieses Dienen aussieht bleibt unklar (Verkauf der Seele an den Teufel: altes Motiv der Literaturgeschichte)