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Gedichtanalyse: Der frohe Wandersmann, Eichendorff

Gedichtanalyse: Der frohe Wandersmann, Eichendorff

 Der frohe Wandersmann
Das Gedicht „Der frohe Wandersmann“, verfasst von dem Dichter Joseph von
Eichendorff und veröffentlicht im Jahr 1817,

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Gedichtanalyse zu dem Gedicht von Jesph Eichendorff: Der frohe Wandersmann

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Der frohe Wandersmann Das Gedicht „Der frohe Wandersmann“, verfasst von dem Dichter Joseph von Eichendorff und veröffentlicht im Jahr 1817, entstand in der Epoche der Romantik und handelt von dem Wandern in der Natur im Kontrast zu dem eingeschränkten Alltag des Bürgertums. Eichendorff thematisiert das Motiv der Natur und des Wandern, welche für Freiheit und Flucht aus dem gesellschaftlichen Leben stehen. Das lyrische Ich stellt sich dabei als fröhlicher Wanderer in der von Gott geschaffenen Natur dar, welches gleichzeitig Kritik an der zurückgewandten Lebensweise des Bürgertums, beziehungsweise Kritik am Philistertum äußert. Besonders der Glaube und das Vertrauen des lyrischen Ich zu Gott kommt dabei zum Ausdruck. Das Gedicht besteht aus vier Strophen mit jeweils vier Versen und umfasst je zwei Kreuzreime, welche das Reimschema ABAB und CDCD aufweisen. Alle Strophen und Verse haben die gleiche Länge, sodass eine syntaktische Regelmäßigkeit entsteht und der Leser eine einfache Verständnisweise aufgrund des unkomplizierten Satzbaues bekommt und es sich vollständig auf den Inhalt des Gedichtes konzentrieren kann. Die Kadenzen liegen alternierend von weiblichen zu männlichen Kadenzen vor, welche einen direkten Kontrast zu dem Reisenden in der Natur mit den Bürgen, gefangen in ihrem strukturierten und eingeschränkten Alltag, wiederspiegeln sollen. Das Metrum ist ein vierhebiger Jambus (x X), welcher dem Gedicht einen dynamischen Verlauf gibt und es einem volksartigen Charakter ähnelt. Das Tempus bleibt in...

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allen Strophen unverändert im Präsens, sodass man einen direkten Bezug zur Gegenwart bekommt. Das Gedicht wird aus der Perspektive des lyrischen Ich wiedergegeben, welches gleichzeitig den Erzähler des Geschehens darstellen soll. Zu Beginn erzählt das lyrische Ich von der Gott geschaffenen Natur, welche als grenzenlos und magisch dargestellt wird. In Strophe zwei wird das Leben der ,,Daheimgebliebenen", beziehungsweise der Bürger, welche bescheiden in ihren Alltag hineinleben, hervorgehoben. Sie finden keine Möglichkeit aus diesem zu entfliehen und lernen nur das triste Leben kennen. Darauf greift das lyrische Ich wieder auf die Schönheit der Natur zurück, jedoch diesmal in Verbindung mit dem Menschen. Dabei betont es die Euphorie, die in ihm geweckt wird, sobald es das Wandern und der damit verbundenen freien Natur denkt. Anschließend wird in der letzten Strophe das Vertrauen und die Verbundenheit zu Gott des lyrischen Ich hervorgehoben und welche Bedeutung Gott in seinem/ihrem Leben hervorbringt. Allgemeint erzeugt das Gedicht eine fröhliche und aufheiternde Stimmung, da schon in der Überschrift „Der frohe Wandersmann“ das Adjektiv „froh“ zum Vorschein kommt. Es erweckt den Eindruck, als würde das Geschehen während eines sonnigen Frühlingstages stattfinden, welches oft als etwas Besonderes in der Romantik angesehen wurde. In Strophe eins steht die Bedeutung und Großartigkeit der Natur im Vordergrund, welche einerseits durch die Alliterationen „weite Welt" (Vers 2) und „Wunder weisen" (Vers 3) und andererseits durch die Akkumulation in Vers 4 „In Berg und Wald und Strom und Feld" verdeutlicht wird. Die Natur galt in der Romantik als grenzenlos und ,,Wunder" Gottes, in welcher man all seine Gedanken und Gefühle freien Lauf lassen konnte. Das lyrische Ich erweckt den Eindruck voller Euphorie und Freude in der Natur umherzuwandern, da viele Assonanzen auf „ei“ und „i“ (Vers 2: ,,weite", Vers 3: „will”, „seine”, „weisen") verwendet werden, welche eine fröhliche und heitere Stimmung hervorbringen. Vor allem der Bezug zwischen Gott und der Natur wird in der ersten Strophe verdeutlicht, da das lyrische Ich behauptet diese Naturerfahrung nur durch Gottes Willen ermöglicht bekommen zu haben (Vers 1, ,,Wem Gott Will rechte Gunst erweisen"). Die zweite Strophe bildet zur ersten Strophe einen Gegensatz, da nun das Philistermotiv zum Vorschein kommt. Besonders dabei ist, dass die äußere Form der zweiten Strophe sich kaum von der ersten unterscheidet. Inhaltlich jedoch bildet sie einen deutlichen Kontrast. Das lyrische Ich erzählt von dem sorgenvollen und jammernden Alltag der Bürger, welches durch die Onomatopoesien ,,Trägen" (Vers 5) und „Erquicket" (Vers 6) hervorgehoben wird. Diese Klangmalerei löst eine düstere und unangenehme Stimmung für den Leser aus, welches zusätzlich noch durch die Verwendung dunkler und lang gezogener Vokale (z. B. ,,Sorgen, Not und Brot") verstärkt wird. Die Hyperbel „Die Trägen, die zu Hause liegen" (Vers 5) stellt die Meinung des lyrischen Ich zu den Philister dar. Es hat kein Verständnis für deren Lebensweise und stellt diese somit als sehr negativ und ungenügsam dar. In Strophe drei wird besonders die Schönheit der Natur dargestellt. Diesmal jedoch in Verbindung mit dem Menschen, welches durch die Personifikation in Vers 9 deutlich wird. Dabei wird der Bach als Diminutiv „Bächlein" bezeichnet, was die Wichtigkeit der Natur widerspiegelt. Die Natur bietet dem Menschen auf vielerlei Arten positive Eigenschaften, da sie als magischer Ort freier Entfaltung der eigenen Individualität galt. Außerdem ist auffällig, dass in dieser Strophe viele helle und kurze Vokale, wie beispielsweise springen" oder „singen", verwendet werden, sodass aus der düsteren Stimmung aus der Strophe zuvor wieder eine aufheiternde und fröhliche Atmosphäre vermittelt wird. Das Enjambement und die dazu gehörige rhetorische Frage in Vers 11 und 12 stellen den Wunsch nach der Vereinigung des Menschen mit der Natur dar, da man sich zu der Zeit häufig einen Zufluchtsort gesucht hat, bei dem man all seine Gedanken ausleben konnte. In der vierten und somit letzten Strophe wird die Beziehung, die das lyrische Ich zu Gott hat deutlich. Es beschreibt Gott mit dem Adjektiv „lieb" (Vers 13), sodass sich vermuten lässt, dass es eine enge Verbundenheit zu Gott verspürt. Auch die darauffolgende Aufzählung in den Versen 14 und 15 bestätigen sein/ihr Vertrauen, da es sich von Gott allein leiten lässt. Der Ausdruck „Hat auch mein Sach aufs best bestellt!" (Vers 16) beweist den ausgeprägten Glauben zu Gott des lyrischen Ich, da erneut deutlich wird, dass es sich von Gott leiten lässt und ihm die Entscheidungen überträgt. Zusammenfassend lässt sich daraus schließen, dass das Gedicht der „Der frohe Wandersmann" von Eichendorff aus der Perspektive des lyrischen Ich wiedergegeben wird, welches als fröhlicher Wanderer in der von Gott erschaffenen Natur umhergeht. Dabei äußert es sich Kritisch gegenüber des Philistertums und bezeichnet die Lebensweise fast aller Bürger als triste und ungenügsam, da sie aus ihrem eingeengten Alltag nicht die Flucht in die freie Natur in Betracht ziehen. Somit beinhaltet das Gedicht viele epochentypische Merkmale der Romantik, bei der vor allem das Naturmotiv in den Vordergrund gerät. Die Natur war zur Zeit der Romantik ein Zufluchtsort, sodass man aus seinem Alltag entfliehen konnte und sich wieder mehr auf sich selbst und seine Gedanken konzentrierte. Auch das damit verbundene Motiv des Wanders wird deutlich hervorgehoben, da das lyrische ich, mit Euphorie und Freude, die Natur als magischen Ort der Grenzenlosigkeit assoziiert. Ein wichtiges Thema, welches ebenfalls in dem Gedicht austauscht, ist der Glaube, beziehungsweise das Vertrauen welches das lyrische Ich zu Gott hat, da es sich von ihm leiten lässt.

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Diese Klangmalerei löst eine düstere und unangenehme Stimmung für den Leser aus, welches zusätzlich noch durch die Verwendung dunkler und lang gezogener Vokale (z. B. ,,Sorgen, Not und Brot") verstärkt wird. Die Hyperbel „Die Trägen, die zu Hause liegen" (Vers 5) stellt die Meinung des lyrischen Ich zu den Philister dar. Es hat kein Verständnis für deren Lebensweise und stellt diese somit als sehr negativ und ungenügsam dar. In Strophe drei wird besonders die Schönheit der Natur dargestellt. Diesmal jedoch in Verbindung mit dem Menschen, welches durch die Personifikation in Vers 9 deutlich wird. Dabei wird der Bach als Diminutiv „Bächlein" bezeichnet, was die Wichtigkeit der Natur widerspiegelt. Die Natur bietet dem Menschen auf vielerlei Arten positive Eigenschaften, da sie als magischer Ort freier Entfaltung der eigenen Individualität galt. Außerdem ist auffällig, dass in dieser Strophe viele helle und kurze Vokale, wie beispielsweise springen" oder „singen", verwendet werden, sodass aus der düsteren Stimmung aus der Strophe zuvor wieder eine aufheiternde und fröhliche Atmosphäre vermittelt wird. Das Enjambement und die dazu gehörige rhetorische Frage in Vers 11 und 12 stellen den Wunsch nach der Vereinigung des Menschen mit der Natur dar, da man sich zu der Zeit häufig einen Zufluchtsort gesucht hat, bei dem man all seine Gedanken ausleben konnte. In der vierten und somit letzten Strophe wird die Beziehung, die das lyrische Ich zu Gott hat deutlich. Es beschreibt Gott mit dem Adjektiv „lieb" (Vers 13), sodass sich vermuten lässt, dass es eine enge Verbundenheit zu Gott verspürt. Auch die darauffolgende Aufzählung in den Versen 14 und 15 bestätigen sein/ihr Vertrauen, da es sich von Gott allein leiten lässt. Der Ausdruck „Hat auch mein Sach aufs best bestellt!" (Vers 16) beweist den ausgeprägten Glauben zu Gott des lyrischen Ich, da erneut deutlich wird, dass es sich von Gott leiten lässt und ihm die Entscheidungen überträgt. Zusammenfassend lässt sich daraus schließen, dass das Gedicht der „Der frohe Wandersmann" von Eichendorff aus der Perspektive des lyrischen Ich wiedergegeben wird, welches als fröhlicher Wanderer in der von Gott erschaffenen Natur umhergeht. Dabei äußert es sich Kritisch gegenüber des Philistertums und bezeichnet die Lebensweise fast aller Bürger als triste und ungenügsam, da sie aus ihrem eingeengten Alltag nicht die Flucht in die freie Natur in Betracht ziehen. Somit beinhaltet das Gedicht viele epochentypische Merkmale der Romantik, bei der vor allem das Naturmotiv in den Vordergrund gerät. Die Natur war zur Zeit der Romantik ein Zufluchtsort, sodass man aus seinem Alltag entfliehen konnte und sich wieder mehr auf sich selbst und seine Gedanken konzentrierte. Auch das damit verbundene Motiv des Wanders wird deutlich hervorgehoben, da das lyrische ich, mit Euphorie und Freude, die Natur als magischen Ort der Grenzenlosigkeit assoziiert. Ein wichtiges Thema, welches ebenfalls in dem Gedicht austauscht, ist der Glaube, beziehungsweise das Vertrauen welches das lyrische Ich zu Gott hat, da es sich von ihm leiten lässt.