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Nathan der Weise Szenenanalyse

Nathan der Weise Szenenanalyse

 Der vorliegende Textauszug „Erster Aufzug. Sechster Auftritt“ stammt aus dem
dramatischen Gedicht „Nathan der Weise" von Gotthold Ephraim L

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Szenenanalyse Nathan der Weise 1.6

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Der vorliegende Textauszug „Erster Aufzug. Sechster Auftritt“ stammt aus dem dramatischen Gedicht „Nathan der Weise" von Gotthold Ephraim Lessing aus dem Jahr 1779. Im sechsten Auftritt spricht Daja mit dem Tempelherrn. Der Tempelherr hatte zuvor Recha, die Tochter von Nathan aus einem brennenden Haus gerettet. Daja ist die angenommene Tochter von dem reichen Juden Nathan, der während dem Vorfall auf Reisen nach Babylon war. Daja ist seine christliche Haushälterin, die sich auch um Recha kümmert. Nathan möchte sich gerne beim Tempelherrn für die Rettung seiner Tochter bedanken, woraufhin Daja den Tempelherrn verfolgt um ihn zu fragen, ob er ihnen einen Besuch abstatten möchte, um Recha zu überzeugen, dass sie kein Engel gerettet hat, sondern ein echter Mensch. Der Tempelherr wurde zuvor überraschend vom Saladin begnadigt. Des weiteren hatte er vor seiner Begegnung mit Daja eine weitere Begegnung mit einem Klosterbruder, der vom Patriarch beauftragt wurde und ihn für seine Sache überzeugen. Der Klosterbruder hatte aber keinen Erfolg. Im Laufe des Stückes werden zudem immer wieder Religionskonflikte deutlich. Daja hat den Tempelherrn von weitem beobachtet und nähert sich ihm, da sie mit ihm reden möchte. Sie fragt ihn wo er war, da sie ihn schon länger suche. Er war verreist und ist erst an diesem Tag wiedergekommen. Daja informiert ihn, dass Nathan, der Vater von Recha, die er gerettet...

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hat auch wieder da ist von seiner Reise nach Babylon und möchte ihn in seinem laden zum Dank einladen. Der Tempelherr gibt zu verstehen, dass er ihn nicht treffen möchte, da er ein Jude ist und ein religiöser Konflikt entsteht. Des weiteren gibt er Daja zu verstehen, dass er nicht mehr von ihr verfolgt werden möchte, da er sich von ihr bedrängt fühlt. Da er sehr verärgert ist gibt er ihr auch zu verstehen, dass er nie wieder jemanden aus dem Feuer retten würde und dass er seine Tat gar nicht so ehrenvoll findet wie die anderen. Daja lässt ihn gehen aber verfolgt ihn weiterhin gegen seinen Willen. Daja verhält sich dem Tempelherrn sehr aufdringlich gegenüber und will unbedingt mit ihm reden und ihn zu Nathan einladen. Sie redet sehr gut über Nathan „Hätt ich, wenn er so gut nicht wär, es mir so lange bei ihm gefallen lassen? Meint ihr etwa ich fühle meinen Wert als Christin nicht?"(V.749 ff.) was deutlich macht, dass sie trotz, dass sie Christin ist ihn sehr schätzt und viel von ihm hält. Sie redet so gut über ihn, damit der Tempelherr sich doch mit ihm treffen will, das sie ihm auch sehr dankbar ist, dass er Recha gerettet hat. Dies wird zudem deutlich, da sie ihn mit „Edler Ritter" (V.721) anspricht und da sie sich um ihn gesorgt hat, weil er nicht da war (vgl. V.722). Dennoch lässt sie sich nicht gefallen, dass der Tempelherr unfreundlich zu ihr ist, da sie zu ihm sagt: ,,So geh, du deutscher Bär! So geh!" (V.786). Daja ist zwar immer noch besessen davon ihm zu folgen und ihm für seine Tat zu danken, dennoch hat sie nicht zu viel Ehrfurcht vor ihm, um sich nicht zu wehren, was zeigt, dass sie sehr schlagfertig und mutig ist. Der Tempelherr hingegen ist nicht sehr beeindruckt von Daja und möchte sich nicht mit ihr unterhalten. Dies wird vor allem durch seine kurzen Antworten und die Ellipsen ,,Kaufe nichts." (V.737) und „Ei!“ (V.747) deutlich. Dies zeigt zudem, dass er nicht sehr von Nathan und seinem Reichtum beeindruckt ist und auch nicht sehr von ihm hält (vgl. V. 737 + V.741). Des weiteren ist er sehr unfreundlich Daja gegenüber und genervt von ihr, da sie ihm Geschichten erzählt die er bereits kennt (vgl. V.761). Aufgrund dessen gibt er ihr deutlich zu verstehen, dass er nicht mehr von ihr verfolgt werden möchte ,,Ich will nuneinmal Euch nicht weiter sehn! Nicht hören! Will von Euch an eine Tat Nicht fort und fort erinnert sein,..."(V.765 ff.). Des weiteren wird deutlich, dass er seine Tat nicht so hoch ansieht wie sie und dass er wegen ihr solch eine Tat nie wieder tun würde (vgl. V. 770). Darüber hinaus wertet er Nathan und Recha ab, da sie Juden sind (vgl. V. 776). Durch die Anapher ,,Was soll's nun aber da? Was soll's?" (V.782) wird zudem deutlich, dass ihm seine Tat und Recha egal sind und er nicht mehr daran erinnert und auch nicht mit ihnen in Kontakt stehen möchte. Durch seine Verhaltensweisen wird deutlich, dass er nichts mit Recha und Nathan zu tun haben will, da er ihre Religion nicht teilt, wodurch er sie nur wegen einer Religion abwertet. Darüber hinaus zeigt er Desinteresse an seiner Tat und am wohlbefinden Rechas. Außerdem fühlt er sich belästigt von Daja und möchte in Ruhe gelassen werden. Durch dieses Gespräch wird deutlich, dass Daja die Absicht hat dem Tempelherr für die Rettung von Recha zu danken und ihn im Namen von Nathan bei sich einzuladen. Dies wird deutlich, da sie deutlich längere Texte hat als der Tempelherr und auf ihn einredet. Der Tempelherr hingegen möchte nichts mit ihnen zu tun haben und sich auch nicht mit Ihnen treffen. Dies wird deutlich, da er immer nur kurz und knapp antwortet, wodurch sich sein Desinteresse zeigt. Des weiteren wird deutlich, dass auch Nathan und Recha den Tempelherrn näher kennenlernen möchten, da sich Daja sehr bemüht seine Meinung zu ändern und dem Tempelherrn nur Gutes über Nathan erzählt. Abschließend lässt sich sagen, dass Daja ihr Ziel nicht erreicht hat und der Tempelherr jetzt nun sehr verärgert über sie ist. Dennoch lässt sich sich nicht von ihrem Ziel abbringen und wird ihn weiter verfolgen. Der Tempelherr hingegen hat ihr seine Einstellung demonstriert und klar gemacht, dass er kein Treffen mit Recha und Nathan möchte, da sie Juden sind. Allerdings wird bei dem Tempelherrn eine gewisse Toleranz deutlich, da er Dajas aufdringliches Verhalten lange toleriert und sie auf ihn einreden lässt, bis es ihm zu Viel wird und er sie nicht mehr aushalten kann. Trotzdem zeigt er keine Toleranz den Juden gegenüber, da er kein Kontakt mit ihnen möchte und dies sehr betont. Daja hingegen zeigt Toleranz den Juden gegenüber, da sie Nathans christliche Haushälterin ist und ihn respektiert und sehr verehrt. Deshalb wird das Thema Toleranz verdeutlicht, indem zu sehen ist, dass der Tempelherr keinerlei Toleranz anderen Religionen gegenüber hat, Daja aber schon.

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