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Sportpalastrede - Joseph Goebbels

Sportpalastrede - Joseph Goebbels

 Sportpalactrede - Joseph Goebbels
Joseph Goebbels, Reichspropagandaminister und Gauleiter
Berlins
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11/12/13

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hallo :) hier seht ihr eine stichpunktartige Analyse der Sportpalastrede von Joseph Goebbels

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Sportpalactrede - Joseph Goebbels Joseph Goebbels, Reichspropagandaminister und Gauleiter Berlins Redner: Art der Rede: Ort: Wann: Adressaten: Anlass: Ziel: Einteilung: Redeinhalt: Genus deliberativum` - politische Propagandarede, die sich mit der Zukunft und zukünftigen Ereignissen beschäftigt Sportpalast Berlin 18. Februar 1943 15.000 ausgewählte Zuhörer, hauptsächlich treue NSDAP-Anhänger, Parteifunktionäre, durch den deutschen Rundfunk an das gesamte Volk übertragen Regierungszeit Hitlers = 2. Weltkrieg in vollem Gange, Niederlage Deutschlands war durch zahlreiche Verluste und die Kapitulation der deutschen Soldaten in Stalingrad abzusehen Goebbels will Stimmung wieder drehen und für weitere Stärke und Durchhaltevermögen sorgen will Feinde einschüchtern und ruft zum „totalen Krieg" auf will Vertrauen an die Nazionalsozialistische Regierung zurückgewinnen - Rückgriff auf die Ereignisse an der Ostfront (Z. 1-50) - lobt Tapferkeit und Durchhaltevermögen (Z. 32 - 38) - warnt vor Invasion durch den Bolschewismus (Z. 38 - 42) - Gedenken an die gefallenen Soldaten in Stalingrad (Z. 46-50) - nennt verschiedene Gruppierungen der Kriegsmaschinerie (Z. 53 - 84) - betitelt die Anwesenden als Repräsentanten der Nation (Z. 91 f.) - Hauptabschnitt mit 10 rhetorischen Fragen (Z. 98- 139) - Schlussteil: fasst Antworten des Publikums zusammen (Z. 186 - 201) - Fortführung des Krieges ungeachtet aller Verluste -> „Wollt ihr ihn? wenn nötig, totaler und radikaler, als wir ihn uns heute überhaupt erst vorstellen können ?" (Z. 133 - 136) - will Engländern, aber auch den Alliierten sowie der deutschen Bevölkerung beweisen, dass die Deutschen alles geben werden, um den...

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Krieg zu gewinnen -> „Glaubt ihr mit dem Führer und mit uns an den endgültigen, totalen Sieg der deutschen Waffen ?" (Z. 100-103) - stellt seine Rede als eine Meinungsumfrage dar —> siehe die rhetorischen Fragen, die er sich durch das Volk beantworten lässt Redeinhalt: Redeabsicht: Welche Intention verfolgt der Redner ? Wozu will er die Zuhörer veranlassen ? - die rhetorischen Fragen: in Frage I. - V. - Beschuldigung an Engländer, sie behaupteten, die Deutschen wünschen sich die Kapitulation -> Aufbau eines müden, feigen Volkes, wie es die Engländer, also die Feinde darstellen - Gegenüberstellung mit dem Deutschen Volk, das als wahre, mutige, unverdrossene Nation dargestellt wird - inhaltlich durch Fragen und Antworten geprägt, in denen das Volk folgendes beteuert: I. den Glauben an den Führer und den Sieg II. das Versprechen, den Kampf mit absoluter Entschlossenheit bis zum Sieg durchzusetzen III. bis zu 16 Stunden täglich zu arbeiten IV. den totalen Krieg zu wollen V. dem Führer bedingungslos zu folgen - Frage VI. - X. - Forderung des Einverständnisses der Bevölkerung alles zu geben VI. im Kampf gegen den Bolschewismus VII. sich hinter die kämpfenden Soldaten zu stellen VIII. den Arbeitseinsatz von Frauen, um die Männer im Kampf zu entlasten IX. die „radikalsten Maßnahmen" zu billigen X. Forderungen von Solidarität - im Anschluss: Bekräftigung der Meinungsumfrage, Suggestion, dass es sich um eine Meinung des Volkes handelt - -> ,,ihr seid ein Stück Volk. Durch euren Mund hat sich die Stellungnahme des Volkes vor der Welt manifestiert" (Z. 187 - 189) - Wiederholung des Appels, dem Führer blindlings zu folgen -> ,,Wenn wir je treu und unverbrüchlich an den Sieg geglaubt haben, dann in dieser Stunde der nationalen Besinnung und inneren Aufrichtung" (Z. 193 - 195) - uneingeschränkte Zustimmung zu allen mit dem Krieg verbundenen Opfern - Aufruf zum totalen Krieg —> nutzt die Euphorisierung der Gleichge- sinnten der Anwesenden als Brücke zum deutschen Volk, bemächtigt sie des Vertrauens - Einschüchterung gegen Alliierte und andere Feinde, dass deutsche Volk nicht zu unterschätzen sollen seinen Forderungen durch Jubel und Beifall zustimmen, damit die gesamte deutsche Bevölkerung dies hört und auf diesen Kurs eingeschworen wird —> gleichzeitig Warnung an die Feinde Argumentation: Strategien der Beeinflussung: - besteht hauptsächlich aus Kontrastierung der Aussagen der Alliierten, gegenüber den Deutschen -> Abwertung der Gegner, Aufwertung der eigenen Partei - argumentative Hauptteil besteht aus den 10 rhetorischen Fragen, in denen das Publikum nach dem Wahrheitsgehalt von Aussagen der Alliierten gefragt wird (vgl. ab Z. 98 „die Engländer behaupten...") -> - argumentum ad misericordiam (Z. 53 - 60) —> will Mitleid unter den Zuhörern für die Verletzten erzeugen & gleichzeitig den Hass gegen den Feind schüren - verkauft den Zuschauern die Argumente regelrecht - Argumente eher simpel und nicht vielfältig, setzt lieber auf die direkte Manipulation durch rhetorische Mittel - nutzt Prinzipien der Auf- und Abwertung -> lobt zu Beginn die Soldaten aus Stalingrad, Heroisierung durch die Bezeichnung und spielt den seit vier Jahren tobenden Krieg als ,,simple Krise" ―> wirkt dabei euphemistisch, fast schon ironisch - Aufwertung des eigenen Standpunkts, in dem er mit Hilfe der rhetorischen Fragen die Verleumdungen der Alliierten aufhebt, die Werte und Normen Entschlossenheit, Belastbarkeit, Vertrauen, Einsatzbreitschaft, Füreinander einstehen, Gerechtigkeit werden verwendet > positive Antwort auf die Fragen ist unvermeidlich - Abwertung des gegnerischen Standpunkts: die - mutmaßlichen - Ansichten der Engländer werden durch die rhetorischen Fragen (Frage - Antwort - Spiel) als Verleumdungen disqualifiziert — nutzt ,,Bolschewismus" (Z. 154) als Schimpfwort; mögliche Gegner und Andersdenkende in den eigenen Reihen werden als ,,Drückeberger" und „Schieber" (Z. 170) abgewertet - zahlreichen verstorbenen Soldaten aus Stalingrad werden durch das Wort ,,Ostfront" (Z. 8) neutralisiert & entpersonifiziert -> lenkt die Bevölkerung so von negativen Gefühlen wie Wut & Trauer, gegenüber der Kriegsstrategie, und damit der Regierung ab - Zuhörer sollen Kraft aus der „Haltung deutschen Soldatentums in dieser großen Zeit“ (vgl. Z. 29-31) - erzeugt und stärkt besonders das ,,Wir-Bewusstsein" im Publikum - stellt sich mit ihren auf eine Ebene um sie besser ansprechen zu können & Konformität und Volksnähe zu signalisieren - spricht sein Publikum mit ,,Volksgenossen" (Z. 1), aber auch mit den Pronomen ,wir" und „uns alle" - adressiert das Publikum mit Sätzen wie ,,ich frage euch: seid ihr bereit" (vgl. Z. 11 f.) direkt an - Darstellung der Zuschauer als ,,Ausschnitt des ganzen Volkes“ (Z. 52) und zählt alle Zuschauergruppierungen auf, um unter Beweis zu stellen, dass „eine stolze Vertretung unseres geistigen Lebens in all seinen Schichtungen“ (Z. 76 f.), möchte somit ausdrücken, dass „kein Stand, kein Beruf und kein Lebensjahr bei der Einladung unberücksichtigt [geblieben sei] (Z. 83 f.) —> Nutzung für eine -> sprachlich-rhetorische Mittel: legitime Basis für das Frage - Antwort - Prinzip - Dramatisierung durch Ausdrücke wie „schwerste persönliche Belastungen" (Z. 106 - 107), „totaler und radikaler, als wir ihn uns heute überhaupt vorstellen können“ (Z. 135 - 136), „eine absolute und uneingeschränkte“ (Z. 146 - 147), „heiliger Eid" (Z. 155 - 156) —> bewusste Schürung von Emotionen, eine kritische Auseinandersetzung findet nicht statt, keinerlei rationale Argumentation - klare Herausarbeitung eines Feindbildes, angefangen mit dem Bolschewismus bis hin zu den Juden („Allerdings- Juden sind hier nicht vertreten" Z. 89), danach die Alliierten, dessen deutschland- kritischen Behauptungen" wiedergegeben werden (Z. 89 - 139) und zuletzt die Missbilligung von Deserteuren (Z. 170 ff.) 11 - Metapher: „Alarmruf des Schicksals“ (Z. 45) —> stellt die Dramatik der Kämpfe in Stalingrad da - superlativistisches Wortfeld: ,,ein Volk, dass die Stärke besitzt, ein solches Unglück zu ertragen und auch zu überwinden, ja, daraus noch zusätzlich Kraft zu schöpfen, [...], unbesiegbar [sei]“ (Z. 43 - 46), „feste Willenskraft" (Z. 13 f.), „Geschlossenheit“ (Z. 13), „Erkämpfung des Sieges" (Z. 105), wenn er über Deutschland als Volk oder die Pläne bezüglich der künftigen Vorgehensweise - Notwendigkeit des Krieges: zuvor herausgearbeitete Not (vgl. Z. 40 - Alarm des Schicksals") & Verwendung der Worte „total & radikal” (Z. 135) —> Vorstellung eines anderen Ausweges wird verworfen - Anaphern: ,,Ich frage euch“ (Z. 142), „die Engländer behaupten" (Z. 98-139) -> Eindringlichkeit äußern und Aufmerksamkeit erlangen - Alliterationen: ,,dick und dünn" (Z. 105), Beschimpfung ,,Drückebergern und Schiebern" (Z. 170 ff.), „kleiner Kreis", ,,Frieden spielen wollen", „Not des Volkes ausnutzen” —> soll Zuhörer zu einer Art Bekenntnis zwingen, ob sie sich zum Deutschen Reich und damit zum Führer oder zu der Gruppe der schwächlichen Feinde bekennen - Zeichnung der Rolle des treuen Freundes oder des Kameraden im kämpferischen Sinne und somit die Verpflichtung, sich und das Volk niemals im Stich zu lassen - religiöse Begriffe und biblische Anspielungen: ,,heiliger Eid" (Z. 155), permanente Wiederholung des Wortfelds ,glauben", durch die 10 rhetorischen Fragen Erweckung auf Anspielung auf die 10 Gebote Nationalsozialismus wird zu einer Religion erhoben und ersetzt diese, Führer als Gott (,,Glauben an den Führer" - Fahnenwörter: „Führer", „Sieg", „Volk", „Heimat" - Stigmawörter: ,,Feind", „Weltpest" - Superlative: ,,schwerster", „totaler", „radikaler" -> bewirken Emotionalisierung, unterstützen Goebbels Standpunkt „größer", ,,gläubiger und unerschütterlicher denn je" - -> Bestärkung des Vertrauens in den Führer - Klimax: (dritte Frage) ,,zehn, zwölf, sechzehn Stunden" (Z. 125) —> Untermauerung der Bereitschaft dem Führer zu dienen Wirkung / Einfluss: - 10 rhetorische Fragen -> Erlangung einer Art Einverständnis des repräsentierten Volkes („seid ihr damit einverstanden" -Z. 174)", Erzeugung des Gefühls eines Entschlusses aus freiem Willen und eigener Überzeugung, kann somit seine Politik und die gefällten Entscheidungen legitimieren und die Stellungnahme des Volkes ,, in der Welt manifestieren (vgl. Z.188 f.) - fasst am Ende seine gemachten Aussagen zu einer „Parole" (vgl. Z. 199), einem ,,Gebot der Stunde" (Z. 200) zusammen -> bindet die Zuschauer noch einmal und lässt sie mit einem klaren Fazit und klarem Ziel vor den Augen aus dem Saal gehen - nutzt Euphorisierung der Gleichgesinnten im Sportpalast als Brücke zum Volk, bemächtigt sich so des Vertrauens - deutliches Zeichen gegenüber Alliierten und weiteren Regimefeinden -> Einschüchterung - insgesamt wirkt die Rede eher appellativ, was den Zuhörern das Gefühl vermittelt, dass sie diejenigen mit der Macht und der Entscheidungskraft seien - ,,zwingt" die Zuhörer auf seine Seite zu kommen, sonst würden sie auf der Seite der Feinde stehen - auf rhetorischer Ebene äußerst wirkungsvoll und manipulativ - die Masse äußert dabei unbewusst geradezu blindes Vertrauen durch die erzeugte Stimmung und Atmosphäre im Sportpalast -> durch die Vielzahl an aufspringenden, schreienden Zuhörern wird auch ein zunächst kritisch eingestimmter Zuhörer leichter mitgerissen und überzeugt

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Wozu will er die Zuhörer veranlassen ? - die rhetorischen Fragen: in Frage I. - V. - Beschuldigung an Engländer, sie behaupteten, die Deutschen wünschen sich die Kapitulation -> Aufbau eines müden, feigen Volkes, wie es die Engländer, also die Feinde darstellen - Gegenüberstellung mit dem Deutschen Volk, das als wahre, mutige, unverdrossene Nation dargestellt wird - inhaltlich durch Fragen und Antworten geprägt, in denen das Volk folgendes beteuert: I. den Glauben an den Führer und den Sieg II. das Versprechen, den Kampf mit absoluter Entschlossenheit bis zum Sieg durchzusetzen III. bis zu 16 Stunden täglich zu arbeiten IV. den totalen Krieg zu wollen V. dem Führer bedingungslos zu folgen - Frage VI. - X. - Forderung des Einverständnisses der Bevölkerung alles zu geben VI. im Kampf gegen den Bolschewismus VII. sich hinter die kämpfenden Soldaten zu stellen VIII. den Arbeitseinsatz von Frauen, um die Männer im Kampf zu entlasten IX. die „radikalsten Maßnahmen" zu billigen X. Forderungen von Solidarität - im Anschluss: Bekräftigung der Meinungsumfrage, Suggestion, dass es sich um eine Meinung des Volkes handelt - -> ,,ihr seid ein Stück Volk. Durch euren Mund hat sich die Stellungnahme des Volkes vor der Welt manifestiert" (Z. 187 - 189) - Wiederholung des Appels, dem Führer blindlings zu folgen -> ,,Wenn wir je treu und unverbrüchlich an den Sieg geglaubt haben, dann in dieser Stunde der nationalen Besinnung und inneren Aufrichtung" (Z. 193 - 195) - uneingeschränkte Zustimmung zu allen mit dem Krieg verbundenen Opfern - Aufruf zum totalen Krieg —> nutzt die Euphorisierung der Gleichge- sinnten der Anwesenden als Brücke zum deutschen Volk, bemächtigt sie des Vertrauens - Einschüchterung gegen Alliierte und andere Feinde, dass deutsche Volk nicht zu unterschätzen sollen seinen Forderungen durch Jubel und Beifall zustimmen, damit die gesamte deutsche Bevölkerung dies hört und auf diesen Kurs eingeschworen wird —> gleichzeitig Warnung an die Feinde Argumentation: Strategien der Beeinflussung: - besteht hauptsächlich aus Kontrastierung der Aussagen der Alliierten, gegenüber den Deutschen -> Abwertung der Gegner, Aufwertung der eigenen Partei - argumentative Hauptteil besteht aus den 10 rhetorischen Fragen, in denen das Publikum nach dem Wahrheitsgehalt von Aussagen der Alliierten gefragt wird (vgl. ab Z. 98 „die Engländer behaupten...") -> - argumentum ad misericordiam (Z. 53 - 60) —> will Mitleid unter den Zuhörern für die Verletzten erzeugen & gleichzeitig den Hass gegen den Feind schüren - verkauft den Zuschauern die Argumente regelrecht - Argumente eher simpel und nicht vielfältig, setzt lieber auf die direkte Manipulation durch rhetorische Mittel - nutzt Prinzipien der Auf- und Abwertung -> lobt zu Beginn die Soldaten aus Stalingrad, Heroisierung durch die Bezeichnung und spielt den seit vier Jahren tobenden Krieg als ,,simple Krise" ―> wirkt dabei euphemistisch, fast schon ironisch - Aufwertung des eigenen Standpunkts, in dem er mit Hilfe der rhetorischen Fragen die Verleumdungen der Alliierten aufhebt, die Werte und Normen Entschlossenheit, Belastbarkeit, Vertrauen, Einsatzbreitschaft, Füreinander einstehen, Gerechtigkeit werden verwendet > positive Antwort auf die Fragen ist unvermeidlich - Abwertung des gegnerischen Standpunkts: die - mutmaßlichen - Ansichten der Engländer werden durch die rhetorischen Fragen (Frage - Antwort - Spiel) als Verleumdungen disqualifiziert — nutzt ,,Bolschewismus" (Z. 154) als Schimpfwort; mögliche Gegner und Andersdenkende in den eigenen Reihen werden als ,,Drückeberger" und „Schieber" (Z. 170) abgewertet - zahlreichen verstorbenen Soldaten aus Stalingrad werden durch das Wort ,,Ostfront" (Z. 8) neutralisiert & entpersonifiziert -> lenkt die Bevölkerung so von negativen Gefühlen wie Wut & Trauer, gegenüber der Kriegsstrategie, und damit der Regierung ab - Zuhörer sollen Kraft aus der „Haltung deutschen Soldatentums in dieser großen Zeit“ (vgl. Z. 29-31) - erzeugt und stärkt besonders das ,,Wir-Bewusstsein" im Publikum - stellt sich mit ihren auf eine Ebene um sie besser ansprechen zu können & Konformität und Volksnähe zu signalisieren - spricht sein Publikum mit ,,Volksgenossen" (Z. 1), aber auch mit den Pronomen ,wir" und „uns alle" - adressiert das Publikum mit Sätzen wie ,,ich frage euch: seid ihr bereit" (vgl. Z. 11 f.) direkt an - Darstellung der Zuschauer als ,,Ausschnitt des ganzen Volkes“ (Z. 52) und zählt alle Zuschauergruppierungen auf, um unter Beweis zu stellen, dass „eine stolze Vertretung unseres geistigen Lebens in all seinen Schichtungen“ (Z. 76 f.), möchte somit ausdrücken, dass „kein Stand, kein Beruf und kein Lebensjahr bei der Einladung unberücksichtigt [geblieben sei] (Z. 83 f.) —> Nutzung für eine -> sprachlich-rhetorische Mittel: legitime Basis für das Frage - Antwort - Prinzip - Dramatisierung durch Ausdrücke wie „schwerste persönliche Belastungen" (Z. 106 - 107), „totaler und radikaler, als wir ihn uns heute überhaupt vorstellen können“ (Z. 135 - 136), „eine absolute und uneingeschränkte“ (Z. 146 - 147), „heiliger Eid" (Z. 155 - 156) —> bewusste Schürung von Emotionen, eine kritische Auseinandersetzung findet nicht statt, keinerlei rationale Argumentation - klare Herausarbeitung eines Feindbildes, angefangen mit dem Bolschewismus bis hin zu den Juden („Allerdings- Juden sind hier nicht vertreten" Z. 89), danach die Alliierten, dessen deutschland- kritischen Behauptungen" wiedergegeben werden (Z. 89 - 139) und zuletzt die Missbilligung von Deserteuren (Z. 170 ff.) 11 - Metapher: „Alarmruf des Schicksals“ (Z. 45) —> stellt die Dramatik der Kämpfe in Stalingrad da - superlativistisches Wortfeld: ,,ein Volk, dass die Stärke besitzt, ein solches Unglück zu ertragen und auch zu überwinden, ja, daraus noch zusätzlich Kraft zu schöpfen, [...], unbesiegbar [sei]“ (Z. 43 - 46), „feste Willenskraft" (Z. 13 f.), „Geschlossenheit“ (Z. 13), „Erkämpfung des Sieges" (Z. 105), wenn er über Deutschland als Volk oder die Pläne bezüglich der künftigen Vorgehensweise - Notwendigkeit des Krieges: zuvor herausgearbeitete Not (vgl. Z. 40 - Alarm des Schicksals") & Verwendung der Worte „total & radikal” (Z. 135) —> Vorstellung eines anderen Ausweges wird verworfen - Anaphern: ,,Ich frage euch“ (Z. 142), „die Engländer behaupten" (Z. 98-139) -> Eindringlichkeit äußern und Aufmerksamkeit erlangen - Alliterationen: ,,dick und dünn" (Z. 105), Beschimpfung ,,Drückebergern und Schiebern" (Z. 170 ff.), „kleiner Kreis", ,,Frieden spielen wollen", „Not des Volkes ausnutzen” —> soll Zuhörer zu einer Art Bekenntnis zwingen, ob sie sich zum Deutschen Reich und damit zum Führer oder zu der Gruppe der schwächlichen Feinde bekennen - Zeichnung der Rolle des treuen Freundes oder des Kameraden im kämpferischen Sinne und somit die Verpflichtung, sich und das Volk niemals im Stich zu lassen - religiöse Begriffe und biblische Anspielungen: ,,heiliger Eid" (Z. 155), permanente Wiederholung des Wortfelds ,glauben", durch die 10 rhetorischen Fragen Erweckung auf Anspielung auf die 10 Gebote Nationalsozialismus wird zu einer Religion erhoben und ersetzt diese, Führer als Gott (,,Glauben an den Führer" - Fahnenwörter: „Führer", „Sieg", „Volk", „Heimat" - Stigmawörter: ,,Feind", „Weltpest" - Superlative: ,,schwerster", „totaler", „radikaler" -> bewirken Emotionalisierung, unterstützen Goebbels Standpunkt „größer", ,,gläubiger und unerschütterlicher denn je" - -> Bestärkung des Vertrauens in den Führer - Klimax: (dritte Frage) ,,zehn, zwölf, sechzehn Stunden" (Z. 125) —> Untermauerung der Bereitschaft dem Führer zu dienen Wirkung / Einfluss: - 10 rhetorische Fragen -> Erlangung einer Art Einverständnis des repräsentierten Volkes („seid ihr damit einverstanden" -Z. 174)", Erzeugung des Gefühls eines Entschlusses aus freiem Willen und eigener Überzeugung, kann somit seine Politik und die gefällten Entscheidungen legitimieren und die Stellungnahme des Volkes ,, in der Welt manifestieren (vgl. 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