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Grundlagen (Begriffsdefinitionen)

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 PHILOSOPHIE
Generell versteht man unter Philosophie
die Wissenschafts-
disziplin, in der versucht wird, die Welt
und die menschliche Existe

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Zusammenfassung Grundlagen Ethik :) -> Alle wichtigen Definitionen -> Argumentationstypen -> Urteilstypen

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PHILOSOPHIE Generell versteht man unter Philosophie die Wissenschafts- disziplin, in der versucht wird, die Welt und die menschliche Existenz zu ergründen und zu verstehen. Philosophie ist eine Gesamtdisziplin und lässt sich in folgende einzelne Teilbereiche untergliedern: =>klassische Fragestellungen nach Kant Was kann ich wissen? -> Epistemenologie Was darf ich hoffen? -> Metaphysik Was ist der Mensch? -> Anthropologie Wie kann ich „gut“ handeln? -> Ethik ETHIK - Ethik (<gr. ethikos: Charakter, Sinnesart) setzt sich als philosophische Teildisziplin vor allem mit den Voraussetzungen und den moralischen Bewertungen von Handlungen auseinander - Sie nimmt gegenüber der Moral eine Metaperspektive ein - Manchmal wird sie auch Moralphilosophie genannt - Sie beschäftigt sich vor allem mit der Frage nach dem Richtigen, nach dem guten Handeln und damit, wie es begründet werden kann MORAL Der Begriff ,,Moral" bezeichnet die Gesamtheit der sittlichen Grundsätze, Werte und Normen, die ein einzelner Mensch, Gruppe oder Gesellschaft (Kultur) für erstrebenswert erachten und als Leitlinie für ihr Handeln akzeptieren - Begriffsverwendung ist rein deskriptiv - Bei einer normativen Verwendung dient der Begriff i.d.R. dazu, konkrete Wert- oder Handlungsvorgaben zu machen => Von der Moral müssen Konventionen und Gesetze unterschieden werden !!! KONVENTIONEN Konventionen sind Vereinbarungen, die bestimmte Verhaltensweisen regeln, die nicht an sich gut sein müssen aber eine bestimmte nützliche Funktion haben (z. B. Tischsitten) Konventionen mit längerer Tradition = Sitten/Bräuche GESETZE schriftlich fixierte Bestimmungen, deren Verletzung Sanktionen nach sich ziehen. Sie müssen nicht immer mit den moralischen Normen übereinstimmen WERTE Unter Werten versteht man bewusste und unbewusste Leitvorstellungen bzw. Orientierungsstandards, die das Verhalten einzelner Personen oder auch Gruppen bestimmen - z.B. Gerechtigkeit und Freiheit - Werte sind kulturabhängig, können sich also...

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von Kultur zu Kultur unterscheiden - Innerhalb einer Kultur können Werte sich ändern -> Wertewandel - Wenn verschiedene Werte zueinander im Widerspruch stehen -> Wertekonflikt - Manche Werte sind einem Menschen wichtiger als andere und werden in einer Dilemmasituation nicht so leicht aufgegeben wie andere: Abstufung + Einschätzung von Werten => Wertehierarchie NORMEN Als Normen bezeichnet man konkrete Verhaltensregeln (z.B. ,,Du sollst nicht lügen!") - Oft lassen sie sich aus Werten und Wertvorstellungen ableiten - Normen sind auch kulturell bedingt und können sich ändern - Normen erleichtern das soziale Miteinander -> man kann sich prinzipiell darauf verlassen, dass die meisten Mitglieder einer Gesellschaft sich normgerecht verhalten Gleichzeitig engen sie auch individuelle Verhaltensmöglichkeiten ein -> Die Nichteinhaltung von Normen wird nicht selten sanktioniert (Strafe, soziale Isolation, etcetc) AUFGABEN DER ETHIK - Problematisierung von Geltungsansprüchen hinsichtlich ihrer moralischen Berechtigung - Aufdeckung von Handlungsstrukturen über Zeit-Mittel-Relationen - Analyse des Sprachspiels der Moral am Beispiel der Norm- und Wertwörter - moralisches Bewusstsein über sich selbst aufklären -Anleitung zur argumentativen Begründung und Rechtfertigung von Handlungen und Verhaltensweisen -Aufforderung zum Erwerb moralischer Kompetenz MORAL ob NORVEN ETHIK Metaperspektive Beurteilung Grundlagen für HANDLUNG (Grundlagen-) Ethik Unter deskriptivem Aspekt beschreibt die Ethik... • die empirisch vorfindlichen Normen- und Wertsysteme bzw. Moralkodizes bestimmter historisch- faktischer Gesellschaften • Einfluss klimatischer, geographischer, kultureller, religiöser, ökonomischer und anderer Faktoren auf die Moral einer Gemeinschaft • die verschiedenen Moralen hinsichtlich ihrer Geltungsansprüche Bereiche der philosophischen Ethik grundlagen Unter normativen Aspekt fragt die Ethik... • nach den Prinzipien eines für alle guten Lebens • nach dem Maßstab moralisch richtigen Handelns • nach dem Moralprinzip Unter metaethischen Aspekt untersucht die Ethik... • Sprache und Logik moralischer Diskurse • Methoden moralischer Argumentationen • die Leistungskraft ethischer Theorien Definitionen, Argumentationstypen & moralische Urteile 1. Prämisse (Obersatz): a -> b 2. Prämisse (Untersatz): b -> C 3. Konklusion: a = c SYLLOGISMUS Die Grundlagen unseres Argumentierens bildet der sog. ,,Syllogismus", der aus Prämissen (Voraussetzungen) und einer Konklusion (Schlussfolgerung) besteht Konklusion ist zwingend war, denn beide Prämissen sind verknüpft durch den gem. ,,Mittelbegriff" b Praktischer Syllogimus: 1. Allgemeiner Obersatz: ,,Du sollst Notleidenden Helfen!" -> normativ 2. Besonderer/individueller Untersatz: „Hier ist jemand in Not" -> deskriptiv 3. Konklusion: ,,Du sollst ihm helfen" -> normativ Feministische Ethik NATURALISTISCHER FEHLSCHLUSS Als naturalistischer Fehlschluss wird in der Diskussion um Ethik der logisch missglückte Versuch bezeichnet, aus natürlichen Eigenschaften moralische oder normative Folgerungen abzuleiten, also vom Sein auf das Sollen zu schließen Beispiel: ,,Recht des Stärkeren" =< leitet sich aus der Beobachtung ab, dass sich in der Natur der Stärkere durchsetzt: Eine deskriptive Aussage wird in eine normative umgemünzt! Medizinethik Angewandte Ethik FAKTEN • stützen Gültigkeit einer Handlungsweise anerkanntes Werturteil: Pflicht Fakt rechtfertigt die daraus abgeleitete Verhaltensweise Wissenschaftsethik FOLGEN führt zu positiven Folgen schlechte Folgen werden vermieden DILEMMA Unter einem ethischen Dilemma versteht man eine ethisch-moralische Entscheidungssituation, in der mehrere Handlungen gleichzeitig geboten sind, sich gegenseitig aber ausschließen -> Die Befolgung eines Gebots führt zum Verstoß gegen das andere Folgen sind stets selbst zu bewerten Technikethik Ein moralisches Dilemma liegt dann vor, wenn in einer Situation... - mindestens 2 Güter, Rechte oder Interessen auf dem Spiel stehen - keine absoluten Vorrangsregeln existieren - nicht beide fraglichen Güter, Rechte oder Interessen gleichzeitig realisiert, geschützt oder erfüllt werden können, es also keinen 3.Weg gibt, der es erlauben würde, beiden (bzw. allen fraglichen) Verpflichtungen gerecht zu werden - es nicht möglich ist, die auf dem Spiel stehenden Güter, Rechte oder Interessen gegeneinander abzuwägen Es ist geboten, A zu tun Es ist geboten, B zu tun Ich kann nicht gleichzeitig A und B tun = Dilemma ARGUMENTATIONSTYPEN Wenn wir unsere eigenen Handlungen oder die anderer moralisch beurteilen, ob sie nun gut oder schlecht waren, ob man sie deshalb eher unterlassen hätte oder sie weiter verfolgen soll, überlegen wir uns immer gute Gründe, die solche Handlungen von uns selbst und gegenüber anderen rechtfertigen. Solche Begründungen lassen sich unter sechs Argumentationstypen zusammenfassen; Wir beziehen uns auf ein Faktum, ein Gefühl, auf mögliche Folgen, auf einen verbindlichen Moralkodex, auf Autoritäten oder auf unser Gewissen GEFÜHLE • Zu- oder Abneigung => Mitleid oder Abstoßung • können keine Verbindliche moralische Norm setzen Umweltethik Wirtschaftsethik Argumentationstypen GEWISSEN • nicht immer hinterfragbare Begründung • man muss selbst kritisch prüfen, welche Gebote/Regeln in der Stimme des Gewissens zum Ausdruck kommen. AUTORITÄTEN • wenn der Vorgesetzte/ Politiker/Philosoph bestimmte Handlung befürwortet -> Orientierung . ersetzen kein eigenständiges Urteil MORALKODEX • Kodex von gültigen Regeln/ Normen vorgeschrieben oder stillschweigend anerkannt nicht immer und in jeder Situation gültig: müssen immer wieder neu überprüft werden VERPFLICHTUNGS- & WERTURTEILE - Urteile über Wertverhalten heißen Werturteile und gehören in speziellen Fällen zur Ethik - Im Unterschied zur Faktenbehauptung ist ein Werturteil eine mit dem Anspruch auf Allgemeingültigkeit bzw. Objektivität verbundene normative Aussage, durch die ein Gegenstand, ein Sachverhalt, eine Handlung oder ein Handlungszusammenhang bewertet wird - Das folgende Schema zeigt, wie die Ethik als Lehre allgemeiner moralischer Verpflichtungs- und Werturteile aufgefasst werden kann präskriptive Urteile Verpflichtungsurteile außermoralische (1) moralische spezielle (2) allgemeine moralische Verpflichtungs urteile (3) URTEILE deskriptive Urteile allgemeine moralische Werturteile (4) normative Ethik Werturteile moralische außermoralische (6) spezielle (5) präskriptiv = bestimmte Normen festlegend deskriptiv beschreibend (1) Du sollst bei Rot an der Ampel warten (2) Hans sollte seinen hungernden Vater unterstützen (3) Du sollst nicht töten (4) In der Not helfen ist gut (5) Die Tafel ist eine gute Sache (6) Dieses Auto ist ein vorzüglicher Personenkraftwagen

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Moralkodizes bestimmter historisch- faktischer Gesellschaften • Einfluss klimatischer, geographischer, kultureller, religiöser, ökonomischer und anderer Faktoren auf die Moral einer Gemeinschaft • die verschiedenen Moralen hinsichtlich ihrer Geltungsansprüche Bereiche der philosophischen Ethik grundlagen Unter normativen Aspekt fragt die Ethik... • nach den Prinzipien eines für alle guten Lebens • nach dem Maßstab moralisch richtigen Handelns • nach dem Moralprinzip Unter metaethischen Aspekt untersucht die Ethik... • Sprache und Logik moralischer Diskurse • Methoden moralischer Argumentationen • die Leistungskraft ethischer Theorien Definitionen, Argumentationstypen & moralische Urteile 1. Prämisse (Obersatz): a -> b 2. Prämisse (Untersatz): b -> C 3. Konklusion: a = c SYLLOGISMUS Die Grundlagen unseres Argumentierens bildet der sog. ,,Syllogismus", der aus Prämissen (Voraussetzungen) und einer Konklusion (Schlussfolgerung) besteht Konklusion ist zwingend war, denn beide Prämissen sind verknüpft durch den gem. ,,Mittelbegriff" b Praktischer Syllogimus: 1. Allgemeiner Obersatz: ,,Du sollst Notleidenden Helfen!" -> normativ 2. Besonderer/individueller Untersatz: „Hier ist jemand in Not" -> deskriptiv 3. Konklusion: ,,Du sollst ihm helfen" -> normativ Feministische Ethik NATURALISTISCHER FEHLSCHLUSS Als naturalistischer Fehlschluss wird in der Diskussion um Ethik der logisch missglückte Versuch bezeichnet, aus natürlichen Eigenschaften moralische oder normative Folgerungen abzuleiten, also vom Sein auf das Sollen zu schließen Beispiel: ,,Recht des Stärkeren" =< leitet sich aus der Beobachtung ab, dass sich in der Natur der Stärkere durchsetzt: Eine deskriptive Aussage wird in eine normative umgemünzt! 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Solche Begründungen lassen sich unter sechs Argumentationstypen zusammenfassen; Wir beziehen uns auf ein Faktum, ein Gefühl, auf mögliche Folgen, auf einen verbindlichen Moralkodex, auf Autoritäten oder auf unser Gewissen GEFÜHLE • Zu- oder Abneigung => Mitleid oder Abstoßung • können keine Verbindliche moralische Norm setzen Umweltethik Wirtschaftsethik Argumentationstypen GEWISSEN • nicht immer hinterfragbare Begründung • man muss selbst kritisch prüfen, welche Gebote/Regeln in der Stimme des Gewissens zum Ausdruck kommen. AUTORITÄTEN • wenn der Vorgesetzte/ Politiker/Philosoph bestimmte Handlung befürwortet -> Orientierung . ersetzen kein eigenständiges Urteil MORALKODEX • Kodex von gültigen Regeln/ Normen vorgeschrieben oder stillschweigend anerkannt nicht immer und in jeder Situation gültig: müssen immer wieder neu überprüft werden VERPFLICHTUNGS- & WERTURTEILE - Urteile über Wertverhalten heißen Werturteile und gehören in speziellen Fällen zur Ethik - Im Unterschied zur Faktenbehauptung ist ein Werturteil eine mit dem Anspruch auf Allgemeingültigkeit bzw. Objektivität verbundene normative Aussage, durch die ein Gegenstand, ein Sachverhalt, eine Handlung oder ein Handlungszusammenhang bewertet wird - Das folgende Schema zeigt, wie die Ethik als Lehre allgemeiner moralischer Verpflichtungs- und Werturteile aufgefasst werden kann präskriptive Urteile Verpflichtungsurteile außermoralische (1) moralische spezielle (2) allgemeine moralische Verpflichtungs urteile (3) URTEILE deskriptive Urteile allgemeine moralische Werturteile (4) normative Ethik Werturteile moralische außermoralische (6) spezielle (5) präskriptiv = bestimmte Normen festlegend deskriptiv beschreibend (1) Du sollst bei Rot an der Ampel warten (2) Hans sollte seinen hungernden Vater unterstützen (3) Du sollst nicht töten (4) In der Not helfen ist gut (5) Die Tafel ist eine gute Sache (6) Dieses Auto ist ein vorzüglicher Personenkraftwagen