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Deutungen des Todes und der Auferstehung

Deutungen des Todes und der Auferstehung

 Religion Klausur
Jesus aus der Sicht anderer Religionen
Christentum
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Deutungen des Todes und der Auferstehung

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Religion Klausur Jesus aus der Sicht anderer Religionen Christentum Jesus als Gott und Messias göttliche Rolle steht im Fokus Judentum Jesus war Jude: Jesus als (jüdischer) Glaubensbruder Gefühl von Verwandtschaft mit der Gestalt Jesu und seiner jüdischen Welt sein Leben findet in der Heiligen Schrift keine Erwähnung Jesus als bedeutender Lehrer Fokus auf der Menschlichkeit Jesu Der Kreuzestod Jesu Die Karwoche 1) Palmsonntag: Einzug Jesu in Jerusalem auf einem Esel (= Friedenssymbol) → der Weg wird ihm mit Palmzweigen ausgelegt (Zeichen von Respekt) 2) Karmontag: Tempelreinigung von Händlern und Wechslern → Tempel = Ort des Glaubens und kein Ort zum Handeln → Jesus wirft die Tische der Geldwechsler um 3) Kardienstag: Jesus im Tempel → Gleichnisse und Gebote: Jesus prophezeit der Erde ein schlimmes Ende → danach wird Gottes Herrlichkeit erscheinen und Christus wiederkommen 4) Karmittwoch: Maria-Magdalena salbt Jesus die Füße mit Nardenöl → typische Verwendung des Öls: Totensalbung, Königssalbung, Gäste → Judas bietet den Hohepriestern seinen Verrat an Jesus an 5) Gründonnerstag: das letzte Abendmahl (Seder-Abend) → Brechen des Brotes als Symbol des Teilens → er kündigt seinen Verrat an Jesus geht in einen Garten mit Ölbäumen um zu beten → Verhaftung und Gefangennahme Jesu (Symbole: Fackeln, Schwert, Ketten) 6) Karfreitag: Kreuzigung Jesu, Tod Jesu 7) Karsamstag: Bewachung des Grabes 8) Ostern: das leere Grab (Auferstehung) Anklagepunkte das jüdische Gericht warf Jesu Gotteslästerung vor → er wurde bei Pilatus angeklagt, weil er sich König der Juden nannte →...

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damit stellte er den Kaiser in Frage • Jesus' Missachtung des Gerichts ➜er äußerte sich nicht zu den Vorwürfen Interessen • Kreuzigung war im Interesse der Römer: sie wollten keine Unruhestifter → Pontius Pilatus hatte Angst vor Machtverlust • religiöse Gruppierungen, die sich mit den Römern arrangiert hatten, hatten ebenfalls Angst vor Machtverlust und Verlust von Privilegien • Teile des Volks hatten Angst vor einem messianischen Unruhestifter die machtpolitischen und wirtschaftlichen Privilegien der Hohepriester wurden ebenfalls von Jesu in Frage gestellt Schuldfrage / Frage der Verantwortung ● historische Erkenntnis: die Römer sind juristisch verantwortlich für die Kreuzigung (sie allein hatten das Recht dazu) biblische Erkenntnisse: 1) Matthäus Evangelium Volk Hohepriester und Älteste manipulieren will Freilassung des Barabbas und Kreuzigung Jesu → Einfluss des jüdischen Volkes wird verstärkt, Pilatus wird freigesprochen 2) Markus Evangelium Volk Pilatus 3) Lukas Evangelium Volk • • von Hohepriestern aufgewiegelt (sie handeln aus Neid) will Freilassung des Barabbas und Kreuzigung Jesu → betrachtet auch die Schuld von Pilatus findet nichts Böses an ihm gibt dem Wunsch des Volkes nach wäscht sich die Hände in Unschuld Pilatus findet nichts Böses an ihm Pilatus verspricht sich einen Vorteil, wenn er den Wunsch des Volkes erfüllt Pilatus keine Hohepriester ruft zur Kreuzigung Jesu auf setzt dem Pilatus mit großem Geschrei zu → nimmt Pilatus und Rom "in Schutz", Entlastung Pilatus fragt 3 Mal, weil er nichts finden kann er gibt dem Volk nach 4) Paulus 1. Thess. 2, 14f.: das Volk hat Schuld am Tod Jesu 1. Kor. 2,8: Römer haben Schuld am Tod Jesu Gal. 2, 20f.: Jesus ist freiwillig den Weg ans Kreuz gegangen Röm. 8, 32: Gott hat Jesus für die Menschen kreuzigen lassen ● Ablauf eines Prozesses zur Zeit Jesu Rechtsverhältnisse und Hinrichtungsart erweisen eindeutig die Römer als Hauptverantwortliche für den Tod Jesu das Recht, die Todesstrafe zu verhängen war den Römern vorbehalten Kreuzigung = römische Todesstrafe (durfte offiziell nicht an römischen Bürgern vollstreckt werden) das Prozessverfahren gegen Jesus vor Pontius Pilatus kann rechtlich als coercitio oder cognitio gewertet werden → coercitio = die Vollmacht des römischen Statthalters, alle Zwangsmaßnahmen durchzuführen, die zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung notwendig sind (legalisierte Willkür) cognitio = formelles Verfahre nach Rechtsregeln mit Anklage, Verhör, Geständnis und Urteil (Kreuzesinschrift weist darauf hin) Deutung des Todes Jesu • ewiges Leben (Hoffnung, Wichtigkeit des Glaubens). Erlösung, Grausamkeit (Trauer, Leid), Unsicherheit: Sinn des Todes? Warum der Sohn Gottes? Heinz Zahrnt - möglicher Zusammenhang zwischen Leben und Tod: → Jesu Tod = logische Konsequenz seines Lebens ● → er hat durch sein Verkündigen und sein Verhalten seinen Tod "provoziert" → bei Gotteslästerung und Aufruhr gilt der Tod als "Strafe Deutungen im Neuen Testament Bild Deutung Der leidende Jesus ist ein Märtyrer, der um seines Gerechte Glaubens Willen leidet und stirbt. Geopfertes Lamm Loskauf 1. Wer zu Jesus gehört, bleibt von dem Gericht Gottes verschont. 2. Jesus trägt die Sünde der Menschen und versöhnt sie mit Gott. 3. Zwischen Gott und den Menschen herrscht Frieden. Durch den Tod Jesu sind Menschen aus der Angesprochene Lebenssituation Unterdrückung, Verfolgung Verstrickung und Schuld Ausweglose Herrschaft der Sünde befreit. Satisfaktionslehre hat sich im Laufe der Kirchengeschichte am stärksten durchgesetzt (normative Erlösungslehre der abendländischen Christenheit) → bietet heute schon längst keine überzeugende Deutung des Todes Jesu mehr • der Mensch ist schuldhaft ● Lebenssituation → gegenüber Gott ist eine Genugtuung / Satisfaktion notwendig → Gott will sein Geschöpf aus Liebe aber nicht bestrafen Gott kann auf die Genugtuung nicht verzichten (er ist ein gerechter Gott) → Menschwerdung Gottes (Jesus) Hingabe des Lebens von Jesus entspricht der Genugtuung für Gott und erlöst den Menschen von seiner Schuld Stellvertreter-Deutung Stellvertretung ist ein Lebensgesetz des menschlichen Daseins → Jesu Tod als stellvertretendes Handeln Gott steht immer auf der Seite der Leidenden und niemals auf der Seite der Henker → Gott leidet mit den Menschen ein Menschenleben kann für ein anderes eintreten und einstehen von Gott wird Leiden aus Liebe zu den Gottlosen ausgesagt Verkündigung Jesu mit Gleichnissen Charakteristika von Gleichnissen ● Erzählung, die einen abstrakten Sachverhalt versucht, im Bild zu verdeutlichen → einfach, verständlich, kurz / komprimiert ● dient zur Veranschaulichung eines Sachverhalts nicht durch einen Begriff, sondern durch bildhafte Rede → bildhafte Sprache, leicht zu verstehende Symbolik → Bilder aus Alltag, Landwirtschaft oder häuslicher Umfeld • Sinn: bildhafte Verdeutlichung des Reich Gottes, Erklärung der Botschaft Gottes Grundtypen Gleichnis: knappe Schilderung eines alltäglichen Vorgangs im Präsens ● Parabel: es wird kein typischer Sachverhalt geliefert, sondern ein interessierender Einzelfall (ausführliche Erzählung im Präteritum) • Beispielerzählung: präsentiert in der Erzählfolge das, worauf es der Aussageabsicht nach ankommt • Metapher: abgekürzte Vergleiche ohne Vergleichspartikel • Vergleiche: Bild- und Sachhälfte sind durch ein Vergleichspartikel "wie-so" aufeinander bezogen Arten der Gleichnisauslegung 1) Allegorische Auslegung Gleichnis wird eins zu eins so verstanden wie es erzählt wird → etwas Bekanntes wird verdeutlicht 2) Unterscheidung von Bild- und Sachhälfte - Suche nach dem Vergleichspunkt jedes Gleichnis hat einen wichtigen Aussagekern → Vergleichspunkt = allgemeingültige Wahrheit 3) Historisch-kritische Auslegung Gleichnisse sind im Kontext des Lebens Jesu zu sehen → dienen als Argumentationshilfe in der Auseinandersetzung mit den Gegnern 4) Metaphorische Auslegung → Gleichnisse = Metaphern (keine eindeutige Bedeutung) → müssen nicht aus ihrem Kontext heraus erschlossen werden → jeder fühlt sich angesprochen, dient zum spielerischen Lernen → keine Lehre, sondern regt zur Auseinandersetzung an 5) Sozialgeschichtliche Auslegung → Suche nach der Bedeutung der Gleichnisse als Glaubensaussagen → die politisch-soziale Ebene ist betroffen / wird beeinflusst Deutung (Edward Schillebeeckx) ein Paradox, absichtliche Schockwirkungen ● unser konventionelles Verständnis und Dasein durchbrechen • Zuhörer zum Nachdenken anregen (durch Elemente der Be- und Verfremdung) Denkanstöße, eine "stimulierende Herausforderung" ● unser eigenes Leben und unser Handeln hinterfragen und aus einer anderen Perspektive betrachten → Gleichnisse erschließen andere neue Lebensmöglichkeiten (oft im Kontrast zu unserem konventionellen Handeln), neue Wirklichkeitserfahrung • Antrieb zur Erneuerung / Entwicklung des Lebens und der Gesellschaft • Veränderung des Denk- und Urteilsvermögens (man soll mit dem Herzen sehen) Darstellung wie Gott handelt, Entscheidung für oder gegen Jesus → Anregung zum Gespräch über Jesus / seine Welt (Raum zur Interpretation) Auferstehung Jesu Lk 24, 13-35: Die Emmausjünger • Jünger treffen auf dem Weg nach Emmaus den auferstandenen Jesus, aber erkennen ihn nicht sofort → sie erkennen ihn erst beim Abendmahl und seinem Segen / Gebet die Jünger vollziehen einen kognitiven Prozess der Erinnerung / der Erkenntnis (die Erzählung ist chiastisch aufgebaut) Erkenntnis: Jesus ist immer anwesend, aber er muss von uns entdeckt werden

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Thess. 2, 14f.: das Volk hat Schuld am Tod Jesu 1. Kor. 2,8: Römer haben Schuld am Tod Jesu Gal. 2, 20f.: Jesus ist freiwillig den Weg ans Kreuz gegangen Röm. 8, 32: Gott hat Jesus für die Menschen kreuzigen lassen ● Ablauf eines Prozesses zur Zeit Jesu Rechtsverhältnisse und Hinrichtungsart erweisen eindeutig die Römer als Hauptverantwortliche für den Tod Jesu das Recht, die Todesstrafe zu verhängen war den Römern vorbehalten Kreuzigung = römische Todesstrafe (durfte offiziell nicht an römischen Bürgern vollstreckt werden) das Prozessverfahren gegen Jesus vor Pontius Pilatus kann rechtlich als coercitio oder cognitio gewertet werden → coercitio = die Vollmacht des römischen Statthalters, alle Zwangsmaßnahmen durchzuführen, die zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung notwendig sind (legalisierte Willkür) cognitio = formelles Verfahre nach Rechtsregeln mit Anklage, Verhör, Geständnis und Urteil (Kreuzesinschrift weist darauf hin) Deutung des Todes Jesu • ewiges Leben (Hoffnung, Wichtigkeit des Glaubens). 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