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Internationale Politik Internationale Politik: Internationale Politik bezeichnet die Beziehungen, Institutionen und Normen, welche die Staaten und staatliche Organisation erhalten und entwickeln. Internationale Politik wird heute von vielen unterschiedlichen Akteuren betrieben. Die Nationalstaaten spielen durch ihre Bündnisse, Verträge und Beziehungen zueinander eine wesentliche Rolle, welche aber immer mehr durch internationale Organisation abgelöst werden. akteure internationaleR POLITIK Internationale Akteure weisen verschiedene internationale Beziehungen miteinander auf, teilweise betreiben sie auch internationale Politik miteinander. Einzelne Regierung(en) unabhängiger/souveräner Staaten • Staatengruppen (Internationale Organisationen, Bündnisse) (UNO, NATO) • Staatenverbund (EU) internationale Zivilgesellschaft (Parteien, Kirchen, Interessengruppe, soz. Bewegungen) supranationale (überstaatliche) Einrichtungen (Europäisches Parlament) WELTORDNUNGSMODELLE Anarchie der Staatenwelt: Eine Herschaffts- und Gesetzeslosigkeit in politischer und wirtschaftlicher Hinsicht. Es herrscht ein Gefühl der fehlenden Sicherheit > Sicherheitsdilemma, Staaten greifen zur Selbsthilfe. ● • Hegemoniale Ordnung: Ein Staat hat eine alleinige, herausragende Machtposition (wirtschaftlich und politisch) und ist in der Lage allen anderen Staaten seinen Willen aufzuzwingen. Rechtsstaat- lichkeit Demokratische Partizipation Das ZIVILISATORISCHE HEXAGON Konfliktkultur Gewaltmonopol Ordnung durch eine Weltregierung: Die Staaten geben einen Teil ihrer Souveränität an eine übergeordnete Weltregierung ab. Diese überstaatliche Autorität besitzt ein öffentliches Gewaltmonopol (UNO). Das öffentliche Gewaltmonopol muss durch Parlamente und Gerichte kontrolliert werden, verfügt aber auch über Instrumente für zur Durchsetzung von Entscheidungen (Ermittlungsbehörden, Polizei). Interdependenz und Affektkontrolle !=! • Horizontale Selbstkoordination: Die Staaten kontrollieren ihre Handlungen durch bi- oder multilaterale Verträge und Abkommen oder durch Entscheidungen die im gegenseitigen Interesse getroffen werden (Gleichberechtigung, gegenseitiges Interesse, Loyalität). Bei Nichteinhaltung der Verträge können nur schwer...

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Sanktionsmassnahmen verhängt werden. Soziale Gerechtigkeit Allgemein Entwickelt vom Friedensforscher Dieter Senghaas Die Elemente des zivilisatorischen Hexagons bedingen sich gegenseitig ●Gewaltmonopol: Entlegitimisierung von Gewalt einzelner Bürger; Legitimation nur beim Staat; Bürgerkrieg und zwischenstaatliche Kriege ausgeschlossen Interdependenz- und Affektkontrolle: Wissen um die gegenseitige Abhängigkeit; Fördern von Toleranz und Kompromissbereitschaft ●Rechtsstaatlichkeit: Beschränkung der Staatsgewalt durch Prinzipien wie Gewaltenteilung freiheitlich, demokratische Verfassung demokratische Partizipation: Beteiligung der Bürger am politischen Willensbildungsprozess bspw. durch Wahlen soziale Gerechtigkeit: gerechte Verteilung von Rechten und Chancen in der Gesellschaft als Voraussetzung für eine konstruktive Konfliktkultur Konfliktkultur: Bereitschaft zur gewaltfreien und konstruktiven Konfliktlösung KRIEG UND FRIEDen Kriegsbegriff: Krieg bedeutet, Interessenkonflikte zwischen: a) Staaten (zwischenstaatlicher Krieg) z.B. Iran - Irak b) Bevölkerungsgruppen (Bürgerkrieg) Z.B. Israel: Juden - Moslems c) Staaten und einzelnen Bevölkerungsgruppen (asymmetrischer Krieg) Z.B.IS - USA mit Waffengewalt auszutragen. o - Kriege finden heute fast ausschließlich in wirtschaftlich schwach entwickelten Regionen statt - Vielzahl von innerstaatlichen Kriegen, Regionalkonfliken und instabilen Staaten unmittelbare Gefährdung der menschlichen Sicherheit neue Anforderungen an die Außen-, Entwicklungs-, und Sicherheitspolitik - meist innerstaatliche Kriege (Kampf einer gesellschaftlichen Gruppe gegen eine andere oder eine Regierung Ziel: Abspaltung vom Staat,Gewinnung von mehr Autonomie -Rebellengruppen und Milizen weitere Gewaltakteure • Was ist Frieden? Positiver Frieden: Ursachen: - Mangelnde Gleichberechtigung - Armut, knappe Ressourcen (Wasser, fruchtbarer Boden.) - hohes Vorkommen an "plünderbaren" Ressourcen (Bodenschätze: Öl...). - Schwache, korrupte Staatsführung - Territorialansprüche - Herrschaftsansprüche Modell eines dauerhaften Friedens 1. Entprivatisierung von Gewalt 2. Rechtsstaatlichkeit • Friedensbegriff: Allgemeiner Zustand zwischen Menschen, sozialen Gruppen oder Staaten, indem bestehende Konflikte durch rechtlich festgelegten Normen ohne Gewalt ausgetragen werden. Ist der Zustand indem die Beziehungen zwischen Völkern und Staaten, den Krieg zur Durchsetzung von Politik ausschließt. Abwesenheit von kultureller und struktureller Gewalt Ziel: Gleichberechtigung wird beibehalten, Einhaltung von Menschenrechten Der positive Frieden nach Kant: Ist der Idealzustand der Menschheit. Positiven Frieden verbindet Kant mit der Verwirklichung der Menschenrechte, es herrscht eine soziale Gerechtigkeit ohne not und Furcht vor. Jeder Mensch hat ungehinderte Entfaltungsmöglichkeiten. 3. Interdependenz 4. Demokratische Beteiligung 5. Soziale Gerechtigkeit 6. Konstruktive politische Konfliktkultur ୧୦୦୦୦୨ aktuelle KRIEGE KRIEGE UND KONFLIKTE DIE DERZEIT HERRSCHEN negativer Frieden: - Abwesenheit von direkter Gewalt - Zustand des "nicht-Krieges" - Ziel: Konflikte gewaltfrei lösen, Sicherheit wahren Der negative Frieden nach Hobbes: Beim negativen Frieden herrscht keine Gewalt und kein Krieg außerhalb eines Staates, innerhalb existieren jedoch viele Ungerechtigkeiten und Unfreiheiten und es gibt politisch und gesellschaftliche Probleme. - Waffengesetze, Aufbau einer Armee Aufbau eines unabhängigen Gerichtswesens, Einführung einer Verfassung - staatliche Institutionen (Uni, Schule) -> demokratische Erziehung - Wahlen - Förderung von Unis, Schulen, Stipendien, finanzielle Unterstützung von Kleinbauern - Industriestaaten als Vorbild GLOSSAR Frieden - Eirene (griechisch): Bezeichnet ursprünglich die Ruhepausen in dem als naturzustand angesehenen täglichen Streit und Kampf untereinander. Erst ab dem 7. Jahrhundert vor Christus verband sich damit die Vorstellung von Recht, Ordnung und Sicherheit. - Pax (lateinisch): Das deutsche Wort Frieden wir häufig mit dem lateinischen Begriff pax gleichgesetzt, ebensolches gilt für das englische peace oder das französische paix. Das lateinische pax bezieht sich dagegen im ursprünglichen Sinn auf die rechtlichen Bedingungen des Zusammenlebens bzw. die staatliche Ordnung allgemein. Shalom/Salam (hebräisch/arabisch): Beide Wörter bedeuten sowohl das Schweigen der Waffen wie auch umfassendes Heil, Versöhnung und Eintracht der Menschen untereinander und mit Gott. - Mir (russisch): Das Wort ist gleichbedeutend mit Welt. Es bezeichnet einen universalen und umfassenden Zustand. - Ho ping (chinesisch): Im chinesischen Kulturkreis bedeutet Frieden in erster Linie einen Zustand der Ruhe, währenddessen Getreide wachsen und anschließend geerntet werden kann. Gleichzeitig ist damit ein Zustand von Sicherheit verbunden. - Ahimsa (hindi): Friedensbegriff, der auf Mahatma Gandhi zurückgeht und dessen wichtigstes Kennzeichen die umfassende Gewaltfreiheit ist. negativer und positiver Frieden Während unter negativem Frieden bloße Abwesenheit von Krieg verstanden wird, ist der positive Friedensbegriff durch die Anwesenheit struktureller Faktoren definiert. Hierzu zählen unter anderem die Achtung der Menschenrechte, Freiheit und soziale Gerechtigkeit, die Möglichkeit zur ungehinderten individuellen Entfaltung sowie die Abwesenheit von personaler und struktureller Gewalt. Gewalt Gewalt bezeichnet allgemein die manifestation von Macht und Herrschaft mit der Folge der Schädigung von Menschen und Sachen. Sie kann auftreten als personale Gewalt. In diesem Fall handelt es sich um eine ungleiche Machtverteilung zwischen Macht ausübenden und betroffenen Individuen. Personale Gewalt kann sich in zwei Formen äußern als: physische Gewalt (Zufügung körperlicher Schmerzen) und psychische Gewalt (Diskriminierung, Mobbing). Strukturelle Gewalt dagegen ist zusätzlich mit einer Ungleichheit von gesellschaftlicher Herrschafts- und Machtverteilung verbunden. Sie kann sich beispielsweise in der Existenz unüberwindbarer sozialer Hierarchien, der Ungleichheit von Lebensverhältnissen oder dem fehlenden Zugang zu materiellen Ressourcen äußern. Pazifismus Allgemein eine Gesinnung bzw. Haltung, Konflikte oder offene Streitfragen nicht gewaltsam, sondern friedlich auszutragen. Der radikale Pazifismus lehnt jegliche Gewaltanwendung ab, gleichgültig, welche Ursachen der Gewalt zugrunde liegen. Krieg Kann als der Versuch von Staaten und zunehmend auch substaatlicher sozialer Gruppen be- zeichnet werden, ihre machtpolitischen, ideologischen und anderen Interessen unter An- wendung organisierter bewaffneter Gewalt durchzusetzen. Interdependenz Substantiv (die) gegenseitige Abhängigkeit Affektkontrolle Ist Grundlage nicht nur von Aggressionshemmung und Gewaltverzicht, sondern darauf aufbauend von Toleranz und Kompromissfähigkeit.

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Iran - Irak b) Bevölkerungsgruppen (Bürgerkrieg) Z.B. Israel: Juden - Moslems c) Staaten und einzelnen Bevölkerungsgruppen (asymmetrischer Krieg) Z.B.IS - USA mit Waffengewalt auszutragen. o - Kriege finden heute fast ausschließlich in wirtschaftlich schwach entwickelten Regionen statt - Vielzahl von innerstaatlichen Kriegen, Regionalkonfliken und instabilen Staaten unmittelbare Gefährdung der menschlichen Sicherheit neue Anforderungen an die Außen-, Entwicklungs-, und Sicherheitspolitik - meist innerstaatliche Kriege (Kampf einer gesellschaftlichen Gruppe gegen eine andere oder eine Regierung Ziel: Abspaltung vom Staat,Gewinnung von mehr Autonomie -Rebellengruppen und Milizen weitere Gewaltakteure • Was ist Frieden? Positiver Frieden: Ursachen: - Mangelnde Gleichberechtigung - Armut, knappe Ressourcen (Wasser, fruchtbarer Boden.) - hohes Vorkommen an "plünderbaren" Ressourcen (Bodenschätze: Öl...). - Schwache, korrupte Staatsführung - Territorialansprüche - Herrschaftsansprüche Modell eines dauerhaften Friedens 1. Entprivatisierung von Gewalt 2. Rechtsstaatlichkeit • Friedensbegriff: Allgemeiner Zustand zwischen Menschen, sozialen Gruppen oder Staaten, indem bestehende Konflikte durch rechtlich festgelegten Normen ohne Gewalt ausgetragen werden. Ist der Zustand indem die Beziehungen zwischen Völkern und Staaten, den Krieg zur Durchsetzung von Politik ausschließt. Abwesenheit von kultureller und struktureller Gewalt Ziel: Gleichberechtigung wird beibehalten, Einhaltung von Menschenrechten Der positive Frieden nach Kant: Ist der Idealzustand der Menschheit. Positiven Frieden verbindet Kant mit der Verwirklichung der Menschenrechte, es herrscht eine soziale Gerechtigkeit ohne not und Furcht vor. 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Gleichzeitig ist damit ein Zustand von Sicherheit verbunden. - Ahimsa (hindi): Friedensbegriff, der auf Mahatma Gandhi zurückgeht und dessen wichtigstes Kennzeichen die umfassende Gewaltfreiheit ist. negativer und positiver Frieden Während unter negativem Frieden bloße Abwesenheit von Krieg verstanden wird, ist der positive Friedensbegriff durch die Anwesenheit struktureller Faktoren definiert. Hierzu zählen unter anderem die Achtung der Menschenrechte, Freiheit und soziale Gerechtigkeit, die Möglichkeit zur ungehinderten individuellen Entfaltung sowie die Abwesenheit von personaler und struktureller Gewalt. Gewalt Gewalt bezeichnet allgemein die manifestation von Macht und Herrschaft mit der Folge der Schädigung von Menschen und Sachen. Sie kann auftreten als personale Gewalt. In diesem Fall handelt es sich um eine ungleiche Machtverteilung zwischen Macht ausübenden und betroffenen Individuen. Personale Gewalt kann sich in zwei Formen äußern als: physische Gewalt (Zufügung körperlicher Schmerzen) und psychische Gewalt (Diskriminierung, Mobbing). Strukturelle Gewalt dagegen ist zusätzlich mit einer Ungleichheit von gesellschaftlicher Herrschafts- und Machtverteilung verbunden. Sie kann sich beispielsweise in der Existenz unüberwindbarer sozialer Hierarchien, der Ungleichheit von Lebensverhältnissen oder dem fehlenden Zugang zu materiellen Ressourcen äußern. Pazifismus Allgemein eine Gesinnung bzw. Haltung, Konflikte oder offene Streitfragen nicht gewaltsam, sondern friedlich auszutragen. Der radikale Pazifismus lehnt jegliche Gewaltanwendung ab, gleichgültig, welche Ursachen der Gewalt zugrunde liegen. Krieg Kann als der Versuch von Staaten und zunehmend auch substaatlicher sozialer Gruppen be- zeichnet werden, ihre machtpolitischen, ideologischen und anderen Interessen unter An- wendung organisierter bewaffneter Gewalt durchzusetzen. Interdependenz Substantiv (die) gegenseitige Abhängigkeit Affektkontrolle Ist Grundlage nicht nur von Aggressionshemmung und Gewaltverzicht, sondern darauf aufbauend von Toleranz und Kompromissfähigkeit.