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Q1 - Die Reich-Gottes-Botschaft

Q1 - Die Reich-Gottes-Botschaft

 Q1.1 Die Reich-Gottes-Botschaft
Das Reich Gottes
-> Werte: Vergebung, Barmherzigkeit, Gerechtigkeit, Freiheit, Reichtum, Liebe, Versöhnung,

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Werte, Auslegungen, Dreischritt,Eschatologischer Vorbehalt, 3 Säulen der RG-Verkündung (Gleichnisse +Beispiele, Wunder, Bergpredigt)

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Q1.1 Die Reich-Gottes-Botschaft Das Reich Gottes -> Werte: Vergebung, Barmherzigkeit, Gerechtigkeit, Freiheit, Reichtum, Liebe, Versöhnung, Frieden und Hoffnung -> An Stelle des Richtergottes des AT tritt durch Jesus ein barmherziger Gott der Liebe -zu umfassend und dynamisch, als dass es begrifflich abgegrenzt werden könnte -kein fest umrissener Bereich, sondern ein Weg, der sich verändert, ein Horizont, der sich ständig weitet -Wirklichkeit, die die Glaubenden so sehr mit einbezieht, dass sie nicht von außen her beschrieben werden kann, sondern stattdessen immer nur erlebt, erfahren und von denen verstanden werden kann, die sich darauf einlassen -Verhalten Jesu = Herrschaft Gottes -> um zu zeigen, was das RG ist, müsste man die Evangelien vollständig nacherzählen -Reich Gottes = Himmel, Paradies, Garten Eden, Ewiges Leben -> Erfüllung der menschlichen Wünsche (NICHT ein besonderer Ort nach dem Tod) -"Heil werden und andere heilen" als wesentlicher Inhalt des RG -Zeit des Heiles, der Erfüllung, Vollendung und Gegenwart Gottes -Glaube an Gott und Hoffnung auf Erlösung, Befreiung und eine bessere Welt in der Zukunft -Gewissheit/ Sicherheit und Vertrauen, dass die Verheißungen des RG (einer perfekten Welt) wahr werden und Gott, als Schöpfer und Herr, das RG in naher Zukunft herbeibringt/ vollendet (Erfüllung von Gottesversprechen) -> bedingungslose Unterwerfung unter Gottes Herrschaft Reich Gottes meint... -Nähe Gottes & Vergebung -Heilung und Befreiung des Menschen (von allem, was...

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ihn quält) -neues Verhalten der Menschen zueinander (Ende allen ungerechten Umgangs, Brüderlichkeit, Frieden, Versöhnung) -> Liebe als der Weg, auf dem die Verwandlung der Welt geschieht -Fülle des Lebens + Befreiung von der Herrschaft des Todes -> klassisches Symbol des RG: Festmahl -> Freude, Gemeinschaft, Teilen, Sattwerden, Verbundenheit mit Gott Markusevangelium Mk 1, 14 Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um und glaubt an das Evangelium. Mk 6, 10 Dein Reich komme. Röm 14, 17 Das Reich Gottes ist Gerechtigkeit und Frieden. Auslegungen des Reich Gottes Idealistisch: RG ist kein äußeres Gebilde, sondern hat seinen Ort in der Innerlichkeit des Menschen Naherwartung: RG kommt nicht langsam, so dass es beobachtet werden könnte, es sei ganz plötzlich da (keine Grundlage) Jesus als RG: Christus verweist mit dem Wort auf sich selbst - Er ist das RG, nur kennen wir ihn nicht (vgl. Joh 1, 30 f.); das RG ist durch sein im Heiligen Geist geschehendes Wirken da -> In Jesus geht Gott auf uns zu und in ihm ist Gott der Handelnde und Herrschende Dreischritt Reich Gottes 1.) Beginn durch Jesus (sein Leben -> nicht erst ab der Auferstehung) 2.) Verwirklichung durch Menschen -> Gleichnisse = Motivation zur Verwirklichung -> Verwirklichung durch das Handeln zwischen Menschen, dadurch kann sich das RG verbreiten 3.) Vollendung durch Gott -> Beichte = Vergebung der Sünde = Neuanfang für Verwirklichung (Mensch ist fehlbar im Gegensatz zu Gott) Eschatologischer Vorbehalt - Spannung von "schon" und "noch nicht" -RG beginnt mit Jesus, ist als Geschenk zu sehen (Zuspruch = Heilszusage) -Mensch ist aufgefordert durch gute Taten am RG mitzuarbeiten (Anspruch = Forderung) -Vollendung des RG ist ausschließlich Gott vorbehalten (-> Mensch kann nicht perfekt sein, aber Gott/ Jesus so gut es geht nachfolgen) -Spannung zwischen "Schon" und "Noch nicht": Das RG ist schon angebrochen (Lk 11, 20), aber noch nicht vollendet (Lk 11, 2) -> Wirklichkeit, die heute schon wirksam ist, aber zugleich eine Hoffnung auf eine vollendete Zukunft wachruft Lukas 17 20 Als Jesus von den Pharisäern gefragt wurde, wann das Reich Gottes komme, antwortete er: Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man es beobachten könnte. 21 Man kann auch nicht sagen: Seht, hier ist es! oder: Dort ist es! Denn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch. Jesus als Bote der Gottesherrschaft -Reich Gottes = Geschenk -> Befreiung der Menschen von Angst und Schuld, Stärkung seines Vertrauens, seiner Liebe und seiner Hoffnung auf Gott, Aktivierung seines Handelns für die Sache Gottes, gleichzeitig Zuspruch und Anspruch -Botschaft von Gottes Königsherrschaft -Jesus sieht in der Sündenvergebung ein typisches Kennzeichen der Endzeit -Vergebungsbotschaft: Anbruch des RG als bedingungslose, heilvolle Zuwendung Gottes zu allen Menschen -Heil und Gericht: Gericht als Möglichkeit, das göttliche Heilsangebot durch Weigerung zur Umkehr auszuschlagen -> Gerichtsworte als Mahnung (keine Drohung) -Jesus verkündet die Gegenwart der Gottesherrschaft als bedingungslose Heilstat Gottes Drei Säulen der Reich-Gottes-Verkündigung 1.) Gleichnisse: Jesus zeigt, wie das Reich Gottes zu den Menschen kommt und welche Verhaltensmaßstäbe grundlegend sind; Schockwirkungen, weltliche (Gott kommt nicht direkt zur Sprache) und nicht-weltliche Gleichnisse; Der Anfang ist gemacht, Gott wird sein Werk vollenden (Bilder vom Gottesreich) 2.) Wunder: Jesus/ Gott als Herr über Leben und Tod -> Hoffnung und Zuwendung zu den Bedürftigen (Zeichen, dass das Reich Gottes da ist) 3.) Bergpredigt: Grundgesetz des Reich Gottes 3 Säulen Textbeispiele ဥuဌ Bedeutung Bergpredigt (Grundgesetz) Seligpreisungen Vater unser Goldene Regel Jesu lehrt die neve Gerechtigkeit als dauend geltendes, Grundgesetz" Liebesgebot for das RG + als Interpretationshorizont Zentrum der Verkündigung Jesu Botschaft vom Reich Gottes Gleichnisse (Worte, Bilder) Gleichnis von gutigen Vater; Sämann; Arbeiter im Weinberg ... Jesu zeigt, wie das RG zu den Menschen kommt, unscheinbar wachsend, nicht von Menschen machbar, geschenkt, letztlich erfolgreich Wunder (Machttaten) Sündenvergebung, Krankenheiling, Dämonen- austreibung; Auferstehung Jesu erweist sich als der Bevollmächtigte Gottes, der Schuld, Leid & Tod über- windet und den Anbruch der Gottesherrschaft verkörpert In Jesu Person, Wort und Handeln ist das Reich Gottes "jetzt schon" angebrochen, aber noch nicht vollendet (eschatologischer Vorbehalt /eschatologische Ermutigung) ~Reich Gottes nach Gottfried Adam Gleichnisse -> Gleichnisse und Wundererzählungen als Zeichen eines schon angebrochenen/noch anbrechenden Reiches eines barmherzigen Gottes; Gott kommt durch Jesus in Gleichnissen zur Sprache -> Jesus zeigt, wie das RG zu den Menschen kommt -> ethische Weisungen in Bezug zum RG Sinn und Zweck der Gleichnisse (in Bezug zum RG) -Reich Gottes wird bildhaft verdeutlicht und erklärt -> sollen allen unwissenden, nicht sehenden und nicht hörenden Menschen das RG vermitteln/ nahe bringen und den Menschen die Augen öffnen, damit sie mit ihrem Herzen zur Einsicht kommen -Sprechen vom Gottesreich oft nur in gleichnishafter Rede möglich -> unmöglich das RG mit Worten zu beschreiben -> Bilder und Vergleiche veranschaulichen und kündigen es an -Gleichnisse zeigen, wie man sich das RG vorstellen sollte und wie man sie verhalten soll, um daran mitzuarbeiten und es wahr werden zu lassen -zeigen Möglichkeiten für eine bessere Welt und Verhaltensmaßstäbe für die Weiterentwicklung des RG -regen Gläubige zur gedanklichen Umkehr an und um an einer besseren Zukunft mitzuhelfen -Hoffnung auf Erlösung + Glaube an Gott werden gestärkt "Weil das Reich Gottes im kommen ist, wirkt es schon in das gegenwärtige Leben hinein" Arbeitsweise und Wirkung -Erzähltexte, bei denen das Bildmaterial (Bildebene) auf eine Sachaussage (Sachebene) verweist -> bildhafte Erzählungen/ Beispiele, die das Reich Gottes nahebringen (Appell, verhüllt im normalen, bekannten Alltagsleben) -Paradox und Schockwirkung (neuer Blick/ Perspektive auf Alltägliches) durch Stolpersteine und Denkanstöße -bringen etwas Vertrautes in einen neuen, fremden, oftmals unangenehmen Zusammenhang mit neuen Herausforderungen (Verdrehen und stellen Ansichten auf den Kopf -> man wird zum Nachdenken angeregt/ herausgefordert) -weisen nicht auf eine überweltliche andere Welt hin, sondern auf eine neue Möglichkeit in dieser Welt -keine eindeutige Belehrung: individuelle Interpretationsmöglichkeiten (Selbstreflexion + Bedeutungsreichtum) -Zuhörer ist Subjekt seines eigenen Verständnisprozesses, nicht Objekt einer Belehrung -Anregung zur Erneuerung des eigenen Lebens und der Gesellschaft -Man wird vor eine Entscheidung gestellt: Entweder man kehrt zum Alltag zurück oder man akzeptiert die "Logik der Gnade und des Erbarmens", bekennt sich zum Glauben und vollführt eine Wende im Leben -dienen dazu ethische Fragestellungen zu thematisieren und theologische Aussagen über Gott zu treffen -> heute oft Herausforderung im Verstehen aufgrund von kultureller, historischer und sprachlicher Distanz Formen von Gleichnissen Gleichnis: typische Vorgänge, die in der Natur und in der Welt der Menschen immer wieder vorkommen und auf alltägliche Dinge hinweist (Gleichnis vom Senfkorn oder Sauerteig) Parabel: außergewöhnliche Einzelereignisse/ frei erfundene Geschichten, die nicht alltäglich sind, aber die Zuhörer überraschen (Parabel vom klugen Verwalter, Lk 16, 1-8; Arbeiter im Weinberg) Beispielerzählung: regen die Zuhörer zur Nachahmung an oder warnen vor ihr (Erzählung vom reichen Mann und armen Lazarus, Lk 16, 19-31; Barmherziger Samariter) Allegorie: ausgeführte Gleichnisse oder Parabeln - Geschichten, bei denen die Personen/ Umstände immer einen anderen Sinn im Auge haben (Johanneische Erzählung vom Weinberg und vom Winzer, Joh 15, 1-6) Das Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen (Mt 13, 24-30) Stolperstein Das Unkraut des Feindes wird erst einmal nicht ausgerissen, sondern akzeptiert. Denkanstoß -Mann der die guten Samen sät: Menschen, die den Glauben verbreiten -Weizen/ Glaube wächst immer weiter, ungestört vom Unkraut (Wort Gottes wird verbreitet, die Gläubigen werden am Ende des Lebens belohnt) -Unkraut wird zunächst akzeptiert (nicht ausgerissen) und erst am Ende aussortiert -> Gott gibt den Nicht-Glaubenden die Möglichkeit, ihre Lebenseinstellung zu verbessern und sich zu verbessern -> Chance, aus Fehlern zu lernen, daran zu wachsen -> neue Perspektiven, alte Verhaltensmuster ablegen, Leben erneuern durch Glaube an Gott -Veränderung der Lebenseinstellung/ Umkehr: Vergebung Gottes -> Gerechtigkeit, Barmherzigkeit, Hoffnung -> Gutes (Weizen) bleibt trotz Schlechtem (Unkraut) →> Chance zur Weiterentwicklung wird gegeben -> keine Rache gegenüber Feind, sondern überlegt handeln >> wichtige Bedeutung von Barmherzigkeit, Vergebung, Gerechtigkeit und Hoffnung ABER -> Widerspruch zum Reich Gottes bei Verbrennen des Unkrautes am Ende -> unerwartete Reaktion soll zur Reflexion anregen Das Gleichnis vom Sauerteig (Mt 13, 33) Stolperstein Der Sauerteig durchsäuert das Mehl/ den Teig komplett, ohne, dass man etwas tut. Sauerteig = Backtriebmittel (wie z.B. Hefe oder Backpulver) Denkanstoß Das RG entwickelt sich im Verborgenen, solange bis die ganze Welt davon erfahren hat. Auch, wenn es vielleicht lange dauert, die ganze Welt zu erreichen, zu beeinflussen und die Heilige Botschaft zu verbreiten, lohnt sich die Mühe und das Warten, da schließlich eine Gesellschaft mit hauptsächlich gleichen Werten und Ansichten entsteht. -> Verbreitung des RG funktioniert wie ein Sauerteig: dauerhaftes/ andauerndes Wachstum -> aus Wenigem wird viel Das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg (Mt 20, 1-16) Stolperstein -macht nur mit den ersten Arbeitern einen Lohn aus, die restlichen sollen einen gerechten Lohn erhalten -Gleicher Lohn für unterschiedliche Arbeit/ Leistung erscheint den Arbeitern ungerecht Denkanstoß -Gutsbesitzer/ Gott gibt jedem eine Chance, auch wenn es schon spät ist -Gutsbesitzer nicht ungerecht, sondern gütig -> Arbeiter der ersten Stunde erhalten den vereinbarten Lohn -die Güte Gottes gegenüber den Sündern bringt den Frommen keinen Nachteil -Reichtum und Geld sind nicht die wichtigsten Dinge im Leben -Gleichberechtigung und Gerechtigkeit können unterschiedliche Bedeutungen haben -> Offenheit, Gleichberechtigung und Chancengleichheit (jeder wird gleich behandelt, niemand wird ausgeschlossen) -> Gnade, Güte, Fairness und Ehrlichkeit Das Gleichnis vom Senfkorn (Mk 4, 30-32/ Mt 13, 31 f.) Stolperstein Das Senfkorn wächst, bis es größer als alles andere ist. Kleines Senfkorn = großes Reich? Denkanstoß Wenn ein Einzelner ein einziges Senfkorn (Reich-Gottes-Botschaft) sät, dann wächst es und wird mit der Zeit immer komplexer (Baumkrone). In dieser Baumkrone des RG finden wiederum andere Menschen einen Platz. Neue Senfkörner, die durch das Wachstum entstehen verbreiten sich ebenfalls. Es wächst höher als alles andere, da sich das RG überall verbreiten soll und die gesamten Welt von seinen Ansichten überzeugen will. -> über Grenzen kann hinausgewachsen werden -> aus Kleinem kann Großes entstehen -> Baum - Glaube kann zur Heimat werden Das Gleichnis von Schatz und Perle (Mt 13, 45-46) Stolperstein Man verkauft alles, was man besitzt, um sich eine einzige kleine Perle zu kaufen. Wiedereingraben des Schatzes nach Entdeckung. Denkanstoß Wenn man dazu bereit ist, alles zu verkaufen, um eine Perle zu bekommen, scheint es so, als ob die Perle gleich viel wert oder auch viel wertvoller ist, als alle Besitztümer zusammen. Wenn man die richtige Perle gefunden hat, beschäftigt man sich nur noch damit. Wenn man nun annimmt, dass die Perle für das RG steht, dann wird deutlich, dass es das Wichtigste im Leben ist, man sich dem vollkommen hingibt und darin vertraut. Andere Dinge werden dann als nutzlos beziehungsweise verzichtbar angesehen. Das Verkaufen des alten Besitzes kann auch als Neuanfang empfunden werden, durch den man sich sein neues Leben erst wieder aufbauen muss und mit neuen Ansichten von vorne anfängt. -> Unterscheidung zwischen wichtig und unwichtig im Leben -> Verfolgen eines Ziels -> durch Regeleinhalten ist ein friedliches Zusammenleben möglich →> Geduld auf eine Sache "zu warten" Das Gleichnis vom Fischnetz (Mt 13, 47 f.) Stolperstein Man wirft oft große Teile des Fangs weg, da diese schlecht sind. Denkanstoß Wenn man annimmt, dass die schlechten Fische zurück ins Wasser geworfen werden, dann bekommen sie und demnach auch die schlechten Menschen noch einmal eine zweite Chance, um sich weiterzuentwickeln und sich zu verbessern. Das "Wegwerfen" bedeutet in diesem Zusammenhang nicht "Entsorgen" oder "Töten", da dies nicht der Reich-Gottes-Botschaft entspricht. Jeder sollte immer wieder eine neue Möglichkeit bekommen, seine Haltung zu verändern. Das Gleichnis vom Sämann (Mk 4, 1-9) Stolperstein Die Samen werden überall verteilt. Daher gibt es auch unterschiedliche Erfolge. Denkanstoß Auch wenn die Saat auf schlechtem Boden verloren geht, heißt es nicht sofort, dass alles andere ebenfalls verloren ist, da Saat auf gutem Boden trotzdem sprießt und Erfolg bringt. Unterschiedliche Gegebenheiten und Grundlagen führen zu verschiedenen Ergebnissen. Daher kommt es immer darauf an, wie man Gottes Wort aufnimmt, wie bereit man dafür ist (Gegebenheiten) und welche äußeren Einflüsse vorhanden sind. Dabei gibt es unterschiedliche Reaktionen (in Bezug auf das Hören und Verstehen Gottes). Jeder soll aber die Möglichkeit bekommen, zu wachsen und sich auf etwas Neues einzulassen. →> Hoffnung, dass überall etwas wächst, trotz schlechter Voraussetzungen -> gleichberechtigte Chancen für alle -> Offenheit, niemand wird ausgeschlossen (Angebot an alle) Zeichen und Wunder Symbolhandlungen, die zeigen, dass sich in seinem Wirken das Gottesreich schon durchsetzt und Gott nahe ist Lk 11, 20 Wenn ich aber durch Gottes Finger die bösen Geister austreibe, so ist ja das Reich Gottes zu euch gekommen. Wunder nach heutiger Auffassung Ausgangspunkt: Orientierung an den Naturgesetzen (im Sinne des naturwissenschaftlichen Weltbildes der Moderne) Wunder als Vorgang, der naturwissenschaftlich nicht erklärbar ist Wunder in biblischer Deutung Ausgangspunkt: Glaube an die Welt durchdringenden göttlichen Kräfte (im Sinne des mythischen Weltbildes der Antike) Wunder als auffälliges Ereignis, das als Heilshandeln Gottes verstanden wird. -wunderbare und machtvolle Taten Jesu (Heilung von Kranken und Vertreibung böser Mächte) -> Jesus verfügt über Kräfte, die ihm von Gott gegeben sind (Gottes Sohn + hat Macht über Leben und Tod) -nicht immer wörtlich zu verstehen -> erzählt, um ihn als Sohn Gottes auszuweisen und seine Botschaft vom RG zu beglaubigen -Reich Gottes wird gegenwärtig -> Böse Mächte werden besiegt (Dämonenaustreibung), Krankheiten werden geheilt, Hungrige werden gesättigt, der Tod wird überwunden -apokalyptisches Zeichen dafür, dass die Endzeit nahe ist, in der Gott den Menschen Heilung und Heil schenkt (Gott als Herr über Leben und Tod) -Wunder als Hoffnungszeichen, dass Leid, Ungerechtigkeit, Böses und selbst der Tod völlig besiegt werden können -Auferstehung = größtes Wunder Formen von Wundern Exorzismen (Dämonenaustreibungen): z. B. Heilung des Besessenen von Gerasa (Mk 5, 1-20) Heilungswunder: Krankenheilung durch Berührung oder Worte Jesu, z.B. Heilung eines Aussätzigen (Mk 1, 40-45) Naturwunder: Rettungswunder (Abwendung drohender Gefahren) -> z.B. Stillung des Seesturms (Mk 4, 35-41); Geschenkwunder (materielle Güter werden überraschend schnell bereitgestellt) -> z.B. Speisung der Fünftausend/ Brotvermehrung (Mk 6, 32-44) Aufbauschema -Einleitung mit Situationsschilderung -Exposition durch Charakterisierung der Not -Wunderhandlung im Zentrum -Demonstration der Handlung und Reaktion der Menschen Die Rede auf dem Berg (Bergpredigt Mt 5-7; Feldrede Lk 6, 20-47) Grundgesetz des Reiches Gottes & Schatz des Himmels + Herzstück im Evangelium (+Goldene Regel und Vater Unser) -> provokativer Charakter: scharfe Kritik an gängigem Verhalten + kritischer Maßstab zur Beurteilung der Verhältnisse der Welt -> Bergmotiv (Parallele zu Moses auf Berg Sinai) -> Signal für sich ereignende Gottesoffenbarung Aufbau Einleitung: Situationsangabe, Verheißungen und Zusprüche -> Seligpreisungen: Aufforderung zu Trost, Hilfe, Gerechtigkeit und Frieden Erster Hauptteil: Jesu Bekenntnis zur Gültigkeit des Gesetzes und dessen Radikalisierung -> Antithesen: Forderungen + eigenes neues Verständnis ("Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist" -> "Ich aber sage euch...") Zweiter Hauptteil: "Vater unser" + ethische Einzelweisungen (z. B. zum Almosengeben, Beten und Fasten) Abschluss: Mahnung zur Umkehr Zentrale Forderungen -Gerechtigkeit, Barmherzigkeit, Solidarität (mit Armen), reines Herz, Vollkommenheit, Gewaltlosigkeit, Frieden, kein Ehebruch, Vergebung, Respekt, Toleranz, Verantwortung, Freundlichkeit, Selbstlosigkeit -Radikalisierung des Mosegesetzes: Verschärfung (Eigenverantwortung für das Wohl des Nächsten) und Verinnerlichung (auch innere Haltung zählt) -man soll nicht schwören (da man nicht weiß, ob man es halten kann) -Nächsten- und Feindesliebe -"Mache es für Gott und zeige es nicht den anderen" -> man muss nicht damit prahlen -alles, was man von anderen erwartet, sollte man auch selbst geben (was du tust, bekommst du zurück) -> bevor man andere urteilt, sollte man zuerst auf das eigene Verhalten schauen -Leben und Leib an sich sind wichtiger als Nahrung/ Kleidung (man soll im Hier und Jetzt leben, nicht warten/ zurückblicken) -Schein trügt -> man soll nicht jedem trauen Goldene Regel "Alles was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen!" -> problematisch, da jeder anders empfindet (siehe Kant) Botschaft Reich Gottes -Glaube = wichtiges Fundament (schafft Gemeinschaft und Nähe zu Gott) -Aufruf zum Gottesvertrauen: bedingungslose Unterwerfung der Menschen unter Gottes Herrschaft -Jesus findet die natürliche Herrlichkeit in gewöhnlichen Dingen (auch die kleinen Dinge sind etwas wert; Raben und Lilien hatten schlechtes Ansehen, stellt diese aber über die Luxusgüter der Reichen) -Vergänglichkeit des Schönen und Guten (z. B. Kurzlebigkeit der Vögel und Blumen): leistungslose Gewährung der Schönheit + man soll sich nicht von Dingen abhängig machen -Gewaltverzicht (Feindesliebe, keine Rache) -> Kreislauf von Rache soll durchbrochen werden + Deeskalation/ Prävention -mit den eigenen guten Taten arbeitet man am Reich Gottes mit -"Ähnlichkeit mit Gott" + Staunen über die Kraft des Schöpfers Intention Jesu -Jesus will Gesetze nicht aufheben, sondern neu auflegen (interpretiert die Gesetze neu) -> bloßes Nachahmen der schon bestehenden regeln reicht nicht aus -> man muss darüber hinaus handeln (Feindesliebe,...) -Glaube und Gesetz müssen zusammen fungieren (Rechtschaffung soll Gemeinschaft stärken) -man soll seine Fehler einsehen (Strafe genug, sich vor Gott rechtfertigen zu müssen) -selbstlos handeln (Gutes tun aus Überzeugung und mit guten Hintergedanken) Deutungen - Erfüllbar oder unerfüllbar? -Geltung nur für den engeren Jüngerkreis Jesu, jedoch spricht er zum gesamten "Volk" -Rede macht nur Sinn unter Voraussetzung, dass das Ende der Zeiten nahe bevorstehe -> Interimsethik (Ethik der Zwischenzeit von der Verkündigung Jesu bis zur bald anbrechenden Endzeit) -Jedes Wort als strenges Gesetz -> Nein gegen Eigentum und Eid, sowie radikale Form der Gewaltlosigkeit -laut einigen protestantischen Theologen unerfüllbar -> zeigt Unzulänglichkeit und Angewiesensein auf Gottes Erbarmen -nicht richtig, aus der Bergpredigt ein Gesetz zu machen -> das Handeln des Menschen soll sich lediglich an den Bedingungen des RG orientieren -Bergpredigt als lebenswertes Modell des Handelns

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Joh 1, 30 f.); das RG ist durch sein im Heiligen Geist geschehendes Wirken da -> In Jesus geht Gott auf uns zu und in ihm ist Gott der Handelnde und Herrschende Dreischritt Reich Gottes 1.) Beginn durch Jesus (sein Leben -> nicht erst ab der Auferstehung) 2.) Verwirklichung durch Menschen -> Gleichnisse = Motivation zur Verwirklichung -> Verwirklichung durch das Handeln zwischen Menschen, dadurch kann sich das RG verbreiten 3.) Vollendung durch Gott -> Beichte = Vergebung der Sünde = Neuanfang für Verwirklichung (Mensch ist fehlbar im Gegensatz zu Gott) Eschatologischer Vorbehalt - Spannung von "schon" und "noch nicht" -RG beginnt mit Jesus, ist als Geschenk zu sehen (Zuspruch = Heilszusage) -Mensch ist aufgefordert durch gute Taten am RG mitzuarbeiten (Anspruch = Forderung) -Vollendung des RG ist ausschließlich Gott vorbehalten (-> Mensch kann nicht perfekt sein, aber Gott/ Jesus so gut es geht nachfolgen) -Spannung zwischen "Schon" und "Noch nicht": Das RG ist schon angebrochen (Lk 11, 20), aber noch nicht vollendet (Lk 11, 2) -> Wirklichkeit, die heute schon wirksam ist, aber zugleich eine Hoffnung auf eine vollendete Zukunft wachruft Lukas 17 20 Als Jesus von den Pharisäern gefragt wurde, wann das Reich Gottes komme, antwortete er: Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man es beobachten könnte. 21 Man kann auch nicht sagen: Seht, hier ist es! oder: Dort ist es! Denn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch. Jesus als Bote der Gottesherrschaft -Reich Gottes = Geschenk -> Befreiung der Menschen von Angst und Schuld, Stärkung seines Vertrauens, seiner Liebe und seiner Hoffnung auf Gott, Aktivierung seines Handelns für die Sache Gottes, gleichzeitig Zuspruch und Anspruch -Botschaft von Gottes Königsherrschaft -Jesus sieht in der Sündenvergebung ein typisches Kennzeichen der Endzeit -Vergebungsbotschaft: Anbruch des RG als bedingungslose, heilvolle Zuwendung Gottes zu allen Menschen -Heil und Gericht: Gericht als Möglichkeit, das göttliche Heilsangebot durch Weigerung zur Umkehr auszuschlagen -> Gerichtsworte als Mahnung (keine Drohung) -Jesus verkündet die Gegenwart der Gottesherrschaft als bedingungslose Heilstat Gottes Drei Säulen der Reich-Gottes-Verkündigung 1.) Gleichnisse: Jesus zeigt, wie das Reich Gottes zu den Menschen kommt und welche Verhaltensmaßstäbe grundlegend sind; Schockwirkungen, weltliche (Gott kommt nicht direkt zur Sprache) und nicht-weltliche Gleichnisse; Der Anfang ist gemacht, Gott wird sein Werk vollenden (Bilder vom Gottesreich) 2.) Wunder: Jesus/ Gott als Herr über Leben und Tod -> Hoffnung und Zuwendung zu den Bedürftigen (Zeichen, dass das Reich Gottes da ist) 3.) Bergpredigt: Grundgesetz des Reich Gottes 3 Säulen Textbeispiele ဥuဌ Bedeutung Bergpredigt (Grundgesetz) Seligpreisungen Vater unser Goldene Regel Jesu lehrt die neve Gerechtigkeit als dauend geltendes, Grundgesetz" Liebesgebot for das RG + als Interpretationshorizont Zentrum der Verkündigung Jesu Botschaft vom Reich Gottes Gleichnisse (Worte, Bilder) Gleichnis von gutigen Vater; Sämann; Arbeiter im Weinberg ... Jesu zeigt, wie das RG zu den Menschen kommt, unscheinbar wachsend, nicht von Menschen machbar, geschenkt, letztlich erfolgreich Wunder (Machttaten) Sündenvergebung, Krankenheiling, Dämonen- austreibung; Auferstehung Jesu erweist sich als der Bevollmächtigte Gottes, der Schuld, Leid & Tod über- windet und den Anbruch der Gottesherrschaft verkörpert In Jesu Person, Wort und Handeln ist das Reich Gottes "jetzt schon" angebrochen, aber noch nicht vollendet (eschatologischer Vorbehalt /eschatologische Ermutigung) ~Reich Gottes nach Gottfried Adam Gleichnisse -> Gleichnisse und Wundererzählungen als Zeichen eines schon angebrochenen/noch anbrechenden Reiches eines barmherzigen Gottes; Gott kommt durch Jesus in Gleichnissen zur Sprache -> Jesus zeigt, wie das RG zu den Menschen kommt -> ethische Weisungen in Bezug zum RG Sinn und Zweck der Gleichnisse (in Bezug zum RG) -Reich Gottes wird bildhaft verdeutlicht und erklärt -> sollen allen unwissenden, nicht sehenden und nicht hörenden Menschen das RG vermitteln/ nahe bringen und den Menschen die Augen öffnen, damit sie mit ihrem Herzen zur Einsicht kommen -Sprechen vom Gottesreich oft nur in gleichnishafter Rede möglich -> unmöglich das RG mit Worten zu beschreiben -> Bilder und Vergleiche veranschaulichen und kündigen es an -Gleichnisse zeigen, wie man sich das RG vorstellen sollte und wie man sie verhalten soll, um daran mitzuarbeiten und es wahr werden zu lassen -zeigen Möglichkeiten für eine bessere Welt und Verhaltensmaßstäbe für die Weiterentwicklung des RG -regen Gläubige zur gedanklichen Umkehr an und um an einer besseren Zukunft mitzuhelfen -Hoffnung auf Erlösung + Glaube an Gott werden gestärkt "Weil das Reich Gottes im kommen ist, wirkt es schon in das gegenwärtige Leben hinein" Arbeitsweise und Wirkung -Erzähltexte, bei denen das Bildmaterial (Bildebene) auf eine Sachaussage (Sachebene) verweist -> bildhafte Erzählungen/ Beispiele, die das Reich Gottes nahebringen (Appell, verhüllt im normalen, bekannten Alltagsleben) -Paradox und Schockwirkung (neuer Blick/ Perspektive auf Alltägliches) durch Stolpersteine und Denkanstöße -bringen etwas Vertrautes in einen neuen, fremden, oftmals unangenehmen Zusammenhang mit neuen Herausforderungen (Verdrehen und stellen Ansichten auf den Kopf -> man wird zum Nachdenken angeregt/ herausgefordert) -weisen nicht auf eine überweltliche andere Welt hin, sondern auf eine neue Möglichkeit in dieser Welt -keine eindeutige Belehrung: individuelle Interpretationsmöglichkeiten (Selbstreflexion + Bedeutungsreichtum) -Zuhörer ist Subjekt seines eigenen Verständnisprozesses, nicht Objekt einer Belehrung -Anregung zur Erneuerung des eigenen Lebens und der Gesellschaft -Man wird vor eine Entscheidung gestellt: Entweder man kehrt zum Alltag zurück oder man akzeptiert die "Logik der Gnade und des Erbarmens", bekennt sich zum Glauben und vollführt eine Wende im Leben -dienen dazu ethische Fragestellungen zu thematisieren und theologische Aussagen über Gott zu treffen -> heute oft Herausforderung im Verstehen aufgrund von kultureller, historischer und sprachlicher Distanz Formen von Gleichnissen Gleichnis: typische Vorgänge, die in der Natur und in der Welt der Menschen immer wieder vorkommen und auf alltägliche Dinge hinweist (Gleichnis vom Senfkorn oder Sauerteig) Parabel: außergewöhnliche Einzelereignisse/ frei erfundene Geschichten, die nicht alltäglich sind, aber die Zuhörer überraschen (Parabel vom klugen Verwalter, Lk 16, 1-8; Arbeiter im Weinberg) Beispielerzählung: regen die Zuhörer zur Nachahmung an oder warnen vor ihr (Erzählung vom reichen Mann und armen Lazarus, Lk 16, 19-31; Barmherziger Samariter) Allegorie: ausgeführte Gleichnisse oder Parabeln - Geschichten, bei denen die Personen/ Umstände immer einen anderen Sinn im Auge haben (Johanneische Erzählung vom Weinberg und vom Winzer, Joh 15, 1-6) Das Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen (Mt 13, 24-30) Stolperstein Das Unkraut des Feindes wird erst einmal nicht ausgerissen, sondern akzeptiert. Denkanstoß -Mann der die guten Samen sät: Menschen, die den Glauben verbreiten -Weizen/ Glaube wächst immer weiter, ungestört vom Unkraut (Wort Gottes wird verbreitet, die Gläubigen werden am Ende des Lebens belohnt) -Unkraut wird zunächst akzeptiert (nicht ausgerissen) und erst am Ende aussortiert -> Gott gibt den Nicht-Glaubenden die Möglichkeit, ihre Lebenseinstellung zu verbessern und sich zu verbessern -> Chance, aus Fehlern zu lernen, daran zu wachsen -> neue Perspektiven, alte Verhaltensmuster ablegen, Leben erneuern durch Glaube an Gott -Veränderung der Lebenseinstellung/ Umkehr: Vergebung Gottes -> Gerechtigkeit, Barmherzigkeit, Hoffnung -> Gutes (Weizen) bleibt trotz Schlechtem (Unkraut) →> Chance zur Weiterentwicklung wird gegeben -> keine Rache gegenüber Feind, sondern überlegt handeln >> wichtige Bedeutung von Barmherzigkeit, Vergebung, Gerechtigkeit und Hoffnung ABER -> Widerspruch zum Reich Gottes bei Verbrennen des Unkrautes am Ende -> unerwartete Reaktion soll zur Reflexion anregen Das Gleichnis vom Sauerteig (Mt 13, 33) Stolperstein Der Sauerteig durchsäuert das Mehl/ den Teig komplett, ohne, dass man etwas tut. Sauerteig = Backtriebmittel (wie z.B. Hefe oder Backpulver) Denkanstoß Das RG entwickelt sich im Verborgenen, solange bis die ganze Welt davon erfahren hat. Auch, wenn es vielleicht lange dauert, die ganze Welt zu erreichen, zu beeinflussen und die Heilige Botschaft zu verbreiten, lohnt sich die Mühe und das Warten, da schließlich eine Gesellschaft mit hauptsächlich gleichen Werten und Ansichten entsteht. -> Verbreitung des RG funktioniert wie ein Sauerteig: dauerhaftes/ andauerndes Wachstum -> aus Wenigem wird viel Das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg (Mt 20, 1-16) Stolperstein -macht nur mit den ersten Arbeitern einen Lohn aus, die restlichen sollen einen gerechten Lohn erhalten -Gleicher Lohn für unterschiedliche Arbeit/ Leistung erscheint den Arbeitern ungerecht Denkanstoß -Gutsbesitzer/ Gott gibt jedem eine Chance, auch wenn es schon spät ist -Gutsbesitzer nicht ungerecht, sondern gütig -> Arbeiter der ersten Stunde erhalten den vereinbarten Lohn -die Güte Gottes gegenüber den Sündern bringt den Frommen keinen Nachteil -Reichtum und Geld sind nicht die wichtigsten Dinge im Leben -Gleichberechtigung und Gerechtigkeit können unterschiedliche Bedeutungen haben -> Offenheit, Gleichberechtigung und Chancengleichheit (jeder wird gleich behandelt, niemand wird ausgeschlossen) -> Gnade, Güte, Fairness und Ehrlichkeit Das Gleichnis vom Senfkorn (Mk 4, 30-32/ Mt 13, 31 f.) Stolperstein Das Senfkorn wächst, bis es größer als alles andere ist. Kleines Senfkorn = großes Reich? Denkanstoß Wenn ein Einzelner ein einziges Senfkorn (Reich-Gottes-Botschaft) sät, dann wächst es und wird mit der Zeit immer komplexer (Baumkrone). In dieser Baumkrone des RG finden wiederum andere Menschen einen Platz. Neue Senfkörner, die durch das Wachstum entstehen verbreiten sich ebenfalls. Es wächst höher als alles andere, da sich das RG überall verbreiten soll und die gesamten Welt von seinen Ansichten überzeugen will. -> über Grenzen kann hinausgewachsen werden -> aus Kleinem kann Großes entstehen -> Baum - Glaube kann zur Heimat werden Das Gleichnis von Schatz und Perle (Mt 13, 45-46) Stolperstein Man verkauft alles, was man besitzt, um sich eine einzige kleine Perle zu kaufen. Wiedereingraben des Schatzes nach Entdeckung. Denkanstoß Wenn man dazu bereit ist, alles zu verkaufen, um eine Perle zu bekommen, scheint es so, als ob die Perle gleich viel wert oder auch viel wertvoller ist, als alle Besitztümer zusammen. Wenn man die richtige Perle gefunden hat, beschäftigt man sich nur noch damit. Wenn man nun annimmt, dass die Perle für das RG steht, dann wird deutlich, dass es das Wichtigste im Leben ist, man sich dem vollkommen hingibt und darin vertraut. Andere Dinge werden dann als nutzlos beziehungsweise verzichtbar angesehen. Das Verkaufen des alten Besitzes kann auch als Neuanfang empfunden werden, durch den man sich sein neues Leben erst wieder aufbauen muss und mit neuen Ansichten von vorne anfängt. -> Unterscheidung zwischen wichtig und unwichtig im Leben -> Verfolgen eines Ziels -> durch Regeleinhalten ist ein friedliches Zusammenleben möglich →> Geduld auf eine Sache "zu warten" Das Gleichnis vom Fischnetz (Mt 13, 47 f.) Stolperstein Man wirft oft große Teile des Fangs weg, da diese schlecht sind. Denkanstoß Wenn man annimmt, dass die schlechten Fische zurück ins Wasser geworfen werden, dann bekommen sie und demnach auch die schlechten Menschen noch einmal eine zweite Chance, um sich weiterzuentwickeln und sich zu verbessern. Das "Wegwerfen" bedeutet in diesem Zusammenhang nicht "Entsorgen" oder "Töten", da dies nicht der Reich-Gottes-Botschaft entspricht. Jeder sollte immer wieder eine neue Möglichkeit bekommen, seine Haltung zu verändern. Das Gleichnis vom Sämann (Mk 4, 1-9) Stolperstein Die Samen werden überall verteilt. Daher gibt es auch unterschiedliche Erfolge. Denkanstoß Auch wenn die Saat auf schlechtem Boden verloren geht, heißt es nicht sofort, dass alles andere ebenfalls verloren ist, da Saat auf gutem Boden trotzdem sprießt und Erfolg bringt. Unterschiedliche Gegebenheiten und Grundlagen führen zu verschiedenen Ergebnissen. Daher kommt es immer darauf an, wie man Gottes Wort aufnimmt, wie bereit man dafür ist (Gegebenheiten) und welche äußeren Einflüsse vorhanden sind. Dabei gibt es unterschiedliche Reaktionen (in Bezug auf das Hören und Verstehen Gottes). Jeder soll aber die Möglichkeit bekommen, zu wachsen und sich auf etwas Neues einzulassen. →> Hoffnung, dass überall etwas wächst, trotz schlechter Voraussetzungen -> gleichberechtigte Chancen für alle -> Offenheit, niemand wird ausgeschlossen (Angebot an alle) Zeichen und Wunder Symbolhandlungen, die zeigen, dass sich in seinem Wirken das Gottesreich schon durchsetzt und Gott nahe ist Lk 11, 20 Wenn ich aber durch Gottes Finger die bösen Geister austreibe, so ist ja das Reich Gottes zu euch gekommen. Wunder nach heutiger Auffassung Ausgangspunkt: Orientierung an den Naturgesetzen (im Sinne des naturwissenschaftlichen Weltbildes der Moderne) Wunder als Vorgang, der naturwissenschaftlich nicht erklärbar ist Wunder in biblischer Deutung Ausgangspunkt: Glaube an die Welt durchdringenden göttlichen Kräfte (im Sinne des mythischen Weltbildes der Antike) Wunder als auffälliges Ereignis, das als Heilshandeln Gottes verstanden wird. -wunderbare und machtvolle Taten Jesu (Heilung von Kranken und Vertreibung böser Mächte) -> Jesus verfügt über Kräfte, die ihm von Gott gegeben sind (Gottes Sohn + hat Macht über Leben und Tod) -nicht immer wörtlich zu verstehen -> erzählt, um ihn als Sohn Gottes auszuweisen und seine Botschaft vom RG zu beglaubigen -Reich Gottes wird gegenwärtig -> Böse Mächte werden besiegt (Dämonenaustreibung), Krankheiten werden geheilt, Hungrige werden gesättigt, der Tod wird überwunden -apokalyptisches Zeichen dafür, dass die Endzeit nahe ist, in der Gott den Menschen Heilung und Heil schenkt (Gott als Herr über Leben und Tod) -Wunder als Hoffnungszeichen, dass Leid, Ungerechtigkeit, Böses und selbst der Tod völlig besiegt werden können -Auferstehung = größtes Wunder Formen von Wundern Exorzismen (Dämonenaustreibungen): z. B. Heilung des Besessenen von Gerasa (Mk 5, 1-20) Heilungswunder: Krankenheilung durch Berührung oder Worte Jesu, z.B. Heilung eines Aussätzigen (Mk 1, 40-45) Naturwunder: Rettungswunder (Abwendung drohender Gefahren) -> z.B. Stillung des Seesturms (Mk 4, 35-41); Geschenkwunder (materielle Güter werden überraschend schnell bereitgestellt) -> z.B. Speisung der Fünftausend/ Brotvermehrung (Mk 6, 32-44) Aufbauschema -Einleitung mit Situationsschilderung -Exposition durch Charakterisierung der Not -Wunderhandlung im Zentrum -Demonstration der Handlung und Reaktion der Menschen Die Rede auf dem Berg (Bergpredigt Mt 5-7; Feldrede Lk 6, 20-47) Grundgesetz des Reiches Gottes & Schatz des Himmels + Herzstück im Evangelium (+Goldene Regel und Vater Unser) -> provokativer Charakter: scharfe Kritik an gängigem Verhalten + kritischer Maßstab zur Beurteilung der Verhältnisse der Welt -> Bergmotiv (Parallele zu Moses auf Berg Sinai) -> Signal für sich ereignende Gottesoffenbarung Aufbau Einleitung: Situationsangabe, Verheißungen und Zusprüche -> Seligpreisungen: Aufforderung zu Trost, Hilfe, Gerechtigkeit und Frieden Erster Hauptteil: Jesu Bekenntnis zur Gültigkeit des Gesetzes und dessen Radikalisierung -> Antithesen: Forderungen + eigenes neues Verständnis ("Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist" -> "Ich aber sage euch...") Zweiter Hauptteil: "Vater unser" + ethische Einzelweisungen (z. B. zum Almosengeben, Beten und Fasten) Abschluss: Mahnung zur Umkehr Zentrale Forderungen -Gerechtigkeit, Barmherzigkeit, Solidarität (mit Armen), reines Herz, Vollkommenheit, Gewaltlosigkeit, Frieden, kein Ehebruch, Vergebung, Respekt, Toleranz, Verantwortung, Freundlichkeit, Selbstlosigkeit -Radikalisierung des Mosegesetzes: Verschärfung (Eigenverantwortung für das Wohl des Nächsten) und Verinnerlichung (auch innere Haltung zählt) -man soll nicht schwören (da man nicht weiß, ob man es halten kann) -Nächsten- und Feindesliebe -"Mache es für Gott und zeige es nicht den anderen" -> man muss nicht damit prahlen -alles, was man von anderen erwartet, sollte man auch selbst geben (was du tust, bekommst du zurück) -> bevor man andere urteilt, sollte man zuerst auf das eigene Verhalten schauen -Leben und Leib an sich sind wichtiger als Nahrung/ Kleidung (man soll im Hier und Jetzt leben, nicht warten/ zurückblicken) -Schein trügt -> man soll nicht jedem trauen Goldene Regel "Alles was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen!" -> problematisch, da jeder anders empfindet (siehe Kant) Botschaft Reich Gottes -Glaube = wichtiges Fundament (schafft Gemeinschaft und Nähe zu Gott) -Aufruf zum Gottesvertrauen: bedingungslose Unterwerfung der Menschen unter Gottes Herrschaft -Jesus findet die natürliche Herrlichkeit in gewöhnlichen Dingen (auch die kleinen Dinge sind etwas wert; Raben und Lilien hatten schlechtes Ansehen, stellt diese aber über die Luxusgüter der Reichen) -Vergänglichkeit des Schönen und Guten (z. B. Kurzlebigkeit der Vögel und Blumen): leistungslose Gewährung der Schönheit + man soll sich nicht von Dingen abhängig machen -Gewaltverzicht (Feindesliebe, keine Rache) -> Kreislauf von Rache soll durchbrochen werden + Deeskalation/ Prävention -mit den eigenen guten Taten arbeitet man am Reich Gottes mit -"Ähnlichkeit mit Gott" + Staunen über die Kraft des Schöpfers Intention Jesu -Jesus will Gesetze nicht aufheben, sondern neu auflegen (interpretiert die Gesetze neu) -> bloßes Nachahmen der schon bestehenden regeln reicht nicht aus -> man muss darüber hinaus handeln (Feindesliebe,...) -Glaube und Gesetz müssen zusammen fungieren (Rechtschaffung soll Gemeinschaft stärken) -man soll seine Fehler einsehen (Strafe genug, sich vor Gott rechtfertigen zu müssen) -selbstlos handeln (Gutes tun aus Überzeugung und mit guten Hintergedanken) Deutungen - Erfüllbar oder unerfüllbar? -Geltung nur für den engeren Jüngerkreis Jesu, jedoch spricht er zum gesamten "Volk" -Rede macht nur Sinn unter Voraussetzung, dass das Ende der Zeiten nahe bevorstehe -> Interimsethik (Ethik der Zwischenzeit von der Verkündigung Jesu bis zur bald anbrechenden Endzeit) -Jedes Wort als strenges Gesetz -> Nein gegen Eigentum und Eid, sowie radikale Form der Gewaltlosigkeit -laut einigen protestantischen Theologen unerfüllbar -> zeigt Unzulänglichkeit und Angewiesensein auf Gottes Erbarmen -nicht richtig, aus der Bergpredigt ein Gesetz zu machen -> das Handeln des Menschen soll sich lediglich an den Bedingungen des RG orientieren -Bergpredigt als lebenswertes Modell des Handelns