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Wahrheit- & Erkenntnistheorien

Wahrheit- & Erkenntnistheorien

 Themen
1. Wahrheitsansprüche
1.1. Ansichten von Philosophen
WERTE UND NORMEN
1.2. Objektivität, Subjektivität und Intersubjektivität
1.3. I

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Themen 1. Wahrheitsansprüche 1.1. Ansichten von Philosophen WERTE UND NORMEN 1.2. Objektivität, Subjektivität und Intersubjektivität 1.3. Immanuel Kant: Dimensionen des ,,Für-wahr-Haltens": Glauben, Meinen und Wissen 2. Wahrheitstheorien 2.1. Radikaler Konstruktivismus 2.2. Neuer Realismus 2.3. Bertrand Russell: Korrespondenztheorie 3. Methoden der Wahrheitsfindung 3.1. Hans Reichenbach: Verifikationsprinzip 3.2. Karl P. Popper: Kritischer Rationalismus / Falsifikationismus 3.2.1. Deduktion und Induktion 4. Erkenntnistheorien 4.1. René Descartes über methodische Zweifel 4.2. David Hume über skeptische Zweifel 1 Wahrheitsansprüche Ansichten von Philosophen „Nicht darum nämlich, weil unsere Meinung, du seiest weiß, wahr ist, bist du weiß, sondern darum, weil du weiß bist, sagen wir die Wahrheit, indem wir dies behaupten." - Aristoteles Die Mehrheit bildet die Wahrheit, die allg. akzeptiert ist These muss aber nicht zwangsläufig wahr sein, sondern im Einklang mit der Welt sein ➤ Vom menschlichen Verstand erfassbar sein ,,Wahrheit ist die Angleichung eines Dinges und des Verstandes [...]. Woraus offenkundig ist, dass die Dinge der Natur, von denen unser Verstand das Wissen hernimmt, sein Maß bilden. Sie sind aber ihrerseits vom göttlichen Verstand [...] gemessen." - Thomas von Aquin ➤ Rückführung auf Gott: Was Gott will, also was existiert, ist wahr → Gott garantiert die Wahrheit > Etwas ist wahr, wenn sie dem menschlichen Verstand ein wahres Bild von sich vermitteln kann Menschlicher Verstand passt sich an & Bildung aus den Dingen der Natur: Übereinstimmung zwischen dem was wir denken und dem,...

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was ist ,,Gibt es doch auch manche Fälle, wo wir sogar dem Urteil unserer eigenen Sinne allein nicht trauen, z.B. ob ein Geklingel bloß in unseren Ohren oder ob es das Hören wirklich gezogener Glocken sei, sondern noch andere zu befragen nötig finden.“ – Immanuel Kant Wirklichkeit bildet sich aus unserer subjektiven Interpretation → alles Wissen über die Welt entsteht aus einer (trügerischen) Sinneswahrnehmung Nicht immer Verlass auf die subjektive Interpretation, registrieren dies auch → Wahrheit braucht Bestätigung von anderen Menschen ► Minderheit sorgt für Konsensfähigkeit ,,Wahrheit nennen wir den Geltungsanspruch, den wir mit konstativen Sprechaktien verbinden. Eine Aussage ist wahr, wenn der Geltungsanspruch der Sprechakte, mit denen wir, unter Verwendung von Sätzen, jene Aussage behaupten, berechtigt ist."- Jürgen Habers Wahrheit lässt sich kommunikativ begründen zu einem Konsens Wenn kein Widerspruch in der Argumentation vorhanden, so ist der Geltungsanspruch zu treffend Konsens Übereinstimmung von Meinungen ohne verdeckten oder offenen Widerspruch Kein Kompromiss! Eine Lösung/Tatsache/Ereignis mit der alle zu 100% einverstanden sind 2 Konsensfähigkeit ● Konsens ermöglichend Religionen Menschen innerhalb des Christentums glauben alle daran, dass es Jesus gibt Objektivität, Subjektivität und Intersubjektivität Subjektivität Bezieht sich nur auf ein Subjekt/Individuum, Eigenperspektive Allgemeingültigkeit wird nicht beansprucht ● Z.B. Introspektionen wie ein Geschmacksurteil ● Objektivität & Subjektivität bilden eine Polarität¹ Der Mensch strebt aus einer anfänglichen subjektiven Perspektive nach Objektivität Intersubjektivität Für mehrere Subjekte gleichermaßen erkennbar und nachvollziehbar Konsensfähig Z.B. ist man sich darüber einig, wie man etwas wahrnimmt, wie man es einordnet, oder was es bedeutet (,,Fahrräder sind eine nützliche Erfindung“) Objektivität ● Idealerweise beweisbar ● Unabhängig von Bedingungen, die mit einzelnen Betrachtern zusammenhängen ● Z.B. logische und mathematische Wahrheiten ● Unerreichbares Ideal: azentrische² Weltanschauung; Betrachter selbst stellt einen Bestandteil dar Immanuel Kant: Dimensionen des „Für-wahr-Haltens": Glauben, Meinen und Wissen Meinen Objektives & Subjektives nicht gesichert Lediglich eine Vermutung/Vorahnung Wenn triftige Gründe vorliegen, kann unsere Meinung in ein Glauben oder ein Wissen überführt werden Glauben Subjektiv zwar gesichert, aber objektiv (wissenschaftlich) nicht belegbarnicht konsensfähig ¹ Verhältnis zweier komplementärer, ergänzenden Größen ² Ohne Zentrum, kein Mittelpunkt 3 Wissen Subjektiv & objektiv gesichert Aber ständig im Wandel → abhängig von vorherrschender Gesellschaft, Politik, Religion sowie Forschung Wahrheitstheorien Radikaler Konstruktivismus Will menschliche Wahrheit erklären → sehr eingeschränkte, subjektive, individuelle Wahrnehmung Die Welt wird komplett im Gehirn konstruiert O ● ● ● ● menschliches Gehirn ist ein geschlossenes in sich selbst organisiertes, Basiert auf Organisation/Struktur unserer Erfahrungswelt O Sinneswahrnehmungen prägen unsere Konstruktion Suche nach Wirklichkeit, die in den Kontext passt/was man schon kennt → will nicht immer auf neues reagieren/sich an neues gewöhnen → Gewohnheitstier, Stressvermeidung Das Gehirn kann sich selbst in der Wahrnehmung manipulieren z. B. durch Tagträumerei (Zustand einer Hypnose) oder Meditation; komplett anderer Bewusstseinszustand → andere Realitätswahrnehmung ● informationsverarbeitendes "System" Struktur ist die gleiche, aber da jeder Mensch anders gestrickt ist, erhält jeder eine andere Wahrheit (passt in das Weltbild der einzelnen Menschen hinein) Wahrnehmung der Wirklichkeit ändert sich im Laufe der Jahre O Dorsalfrontalcortex, Teil der dafür zuständig ist, die Virtualität von der Realität zu unterscheiden ● langer Reifungsprozess → Bei Kindern deshalb noch gering ausgeprägt, wodurch sie z. B. die Virtualität in Videospiele nicht einordnen können Wirklichkeit hängt davon ab, wie unser Gehirn etwas verarbeitet → Wahrnehmung bloß ein Schein Wahrheit & objektives Wissen sind unmöglich zu erreichen ABER: Wissen ist wichtig, um uns nützlich zu sein (z. B. Orientierung in der Umwelt) Unser Wissen reicht für eine relative Wirklichkeit Bezug zwischen einem selbst und der objektiven Realität besteht nicht, da diese überhaupt nicht existiert Neuer Realismus Vereinigung der Metaphysik³ & Konstruktivismus bezieht Wahrheit und Sinn mit ein → Gedanken sind genauso real wie sinnliche Wahrnehmung Der Mensch kann die Welt nicht objektiv analysieren, weil er ein Teil von ihr ist ● Dinge sind nicht nur real, wenn sie empirisch wahrnehmbar sind; alle Wahrnehmungen, also auch kulturelle Behaftungen etc. sind komplett gleichwertig ● Realität ist unabhängig von unserer Wahrnehmung Korrespondenztheorie Eine Aussage ist dann wahr, wenn sie mit einen Zustand der Wirklichkeit, also einer Tatsache übereinstimmt. - Bertrand Russell ● Ein Urteil ist dann wahr, wenn es von einer Tatsache belegt werden kann; Korrespondenz zwischen Aussage & Tatsache 3 philosophische Disziplin, um das Sein und die Existenz auf der Erde zu erklären 4 1. Das Gegenteil der Wahrheit, die Falschheit muss existieren 2. Weder Falschheit noch Wahrheit würde existiert, wenn es keine Meinung gäben würde → Man braucht erstmal eine Aussage, um darüber zu streiten, ob etwas falsch oder wahr ist 3. Die Wahrheit oder Falschheit einer Meinung hängt von etwas ab, das außerhalb der Meinung liegt → nicht epistemisch4; Wahrheit hängt nicht vom menschlichen Bewusstsein ab Tatsachen sind letztendlich auch Meinungen/Aussagen, die sich als wahr entpuppt haben Abhängig von der Wahrheit Methoden der Wahrheitsfindung Verifikation ● Aussagen sind verifizierbar, wenn sie beobachtet werden können Aussagen über die Metaphysik, Theologie oder Werturteile werden demnach sinnlos Alle Aussagen werden als sinnlos gewertet, wenn sie nicht empirisch überprüfbar sind Falsifikation ● ● Ausgangspunkt: wann ist eine Theorie wahr? Theorien sind stets Vermutungen, wenn nicht alle Exemplare überprüft werden eine endgültige und objektiv belegte Wahrheit existiert nicht Jede Theorie, die aufgestellt wird hat nur solange Bestand, bis das Gegenteil bewiesen werden kann ● ● ● Zirkuläre Sichtweise: Man geht davon aus, dass diese Tatsachen wie ganz normale Gegenstände existieren würden ● Schwanbeispiel: Aussage: „Alle Schwäne sind weiß" Es ist unmöglich, die Aussage ,,Alle Schwäne sind weiß" zu verifizieren, da man nicht alle existierende Schwäne untersuchen kann Nach Popper kann eine Aussage nur so lange gelten kann, bis das Gegenteil beweist werden kann, da diese Aussage widerlegt ist, sobald auch nur ein einziger schwarzer Schwan entdeckt wird ● Falsifikation & deduktive Ableitung ● Die beste Theorie ist nicht die an der besten belegten Theorie, sondern die mit den meisten falsifizierbaren Aussagen, die aber bisher nicht widerlegt wurden Kritischer Rationalismus; kritisch, weil versucht werden soll, eigene Theorien zu widerlegen, und rational, weil Poppers Theorie ganz rationalen, logischen Regeln folgt Induktion Ein Phänomen gilt für alles → Vom Einzelnen zum Allgemeinen → Ich habe einen weißen Schwan gesehen, also sind alle Schwäne weiß Deduktion Allgemeine Phänomene werden durch Beobachtungen begründet → Vom Allgemeinen zum Einzelnen →→ Alle bis jetzt gesehenen Schwäne sind weiß, also kann man bis jetzt davon ausgehen, dass alle Schwäne weiß sind 4 Der Begriff der Wahrheit kann nicht von unserem menschlichen Verstand komplett erfasst werden 5

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Eine Aussage ist wahr, wenn der Geltungsanspruch der Sprechakte, mit denen wir, unter Verwendung von Sätzen, jene Aussage behaupten, berechtigt ist."- Jürgen Habers Wahrheit lässt sich kommunikativ begründen zu einem Konsens Wenn kein Widerspruch in der Argumentation vorhanden, so ist der Geltungsanspruch zu treffend Konsens Übereinstimmung von Meinungen ohne verdeckten oder offenen Widerspruch Kein Kompromiss! Eine Lösung/Tatsache/Ereignis mit der alle zu 100% einverstanden sind 2 Konsensfähigkeit ● Konsens ermöglichend Religionen Menschen innerhalb des Christentums glauben alle daran, dass es Jesus gibt Objektivität, Subjektivität und Intersubjektivität Subjektivität Bezieht sich nur auf ein Subjekt/Individuum, Eigenperspektive Allgemeingültigkeit wird nicht beansprucht ● Z.B. Introspektionen wie ein Geschmacksurteil ● Objektivität & Subjektivität bilden eine Polarität¹ Der Mensch strebt aus einer anfänglichen subjektiven Perspektive nach Objektivität Intersubjektivität Für mehrere Subjekte gleichermaßen erkennbar und nachvollziehbar Konsensfähig Z.B. ist man sich darüber einig, wie man etwas wahrnimmt, wie man es einordnet, oder was es bedeutet (,,Fahrräder sind eine nützliche Erfindung“) Objektivität ● Idealerweise beweisbar ● Unabhängig von Bedingungen, die mit einzelnen Betrachtern zusammenhängen ● Z.B. logische und mathematische Wahrheiten ● Unerreichbares Ideal: azentrische² Weltanschauung; Betrachter selbst stellt einen Bestandteil dar Immanuel Kant: Dimensionen des „Für-wahr-Haltens": Glauben, Meinen und Wissen Meinen Objektives & Subjektives nicht gesichert Lediglich eine Vermutung/Vorahnung Wenn triftige Gründe vorliegen, kann unsere Meinung in ein Glauben oder ein Wissen überführt werden Glauben Subjektiv zwar gesichert, aber objektiv (wissenschaftlich) nicht belegbarnicht konsensfähig ¹ Verhältnis zweier komplementärer, ergänzenden Größen ² Ohne Zentrum, kein Mittelpunkt 3 Wissen Subjektiv & objektiv gesichert Aber ständig im Wandel → abhängig von vorherrschender Gesellschaft, Politik, Religion sowie Forschung Wahrheitstheorien Radikaler Konstruktivismus Will menschliche Wahrheit erklären → sehr eingeschränkte, subjektive, individuelle Wahrnehmung Die Welt wird komplett im Gehirn konstruiert O ● ● ● ● menschliches Gehirn ist ein geschlossenes in sich selbst organisiertes, Basiert auf Organisation/Struktur unserer Erfahrungswelt O Sinneswahrnehmungen prägen unsere Konstruktion Suche nach Wirklichkeit, die in den Kontext passt/was man schon kennt → will nicht immer auf neues reagieren/sich an neues gewöhnen → Gewohnheitstier, Stressvermeidung Das Gehirn kann sich selbst in der Wahrnehmung manipulieren z. B. durch Tagträumerei (Zustand einer Hypnose) oder Meditation; komplett anderer Bewusstseinszustand → andere Realitätswahrnehmung ● informationsverarbeitendes "System" Struktur ist die gleiche, aber da jeder Mensch anders gestrickt ist, erhält jeder eine andere Wahrheit (passt in das Weltbild der einzelnen Menschen hinein) Wahrnehmung der Wirklichkeit ändert sich im Laufe der Jahre O Dorsalfrontalcortex, Teil der dafür zuständig ist, die Virtualität von der Realität zu unterscheiden ● langer Reifungsprozess → Bei Kindern deshalb noch gering ausgeprägt, wodurch sie z. B. die Virtualität in Videospiele nicht einordnen können Wirklichkeit hängt davon ab, wie unser Gehirn etwas verarbeitet → Wahrnehmung bloß ein Schein Wahrheit & objektives Wissen sind unmöglich zu erreichen ABER: Wissen ist wichtig, um uns nützlich zu sein (z. B. Orientierung in der Umwelt) Unser Wissen reicht für eine relative Wirklichkeit Bezug zwischen einem selbst und der objektiven Realität besteht nicht, da diese überhaupt nicht existiert Neuer Realismus Vereinigung der Metaphysik³ & Konstruktivismus bezieht Wahrheit und Sinn mit ein → Gedanken sind genauso real wie sinnliche Wahrnehmung Der Mensch kann die Welt nicht objektiv analysieren, weil er ein Teil von ihr ist ● Dinge sind nicht nur real, wenn sie empirisch wahrnehmbar sind; alle Wahrnehmungen, also auch kulturelle Behaftungen etc. sind komplett gleichwertig ● Realität ist unabhängig von unserer Wahrnehmung Korrespondenztheorie Eine Aussage ist dann wahr, wenn sie mit einen Zustand der Wirklichkeit, also einer Tatsache übereinstimmt. - Bertrand Russell ● Ein Urteil ist dann wahr, wenn es von einer Tatsache belegt werden kann; Korrespondenz zwischen Aussage & Tatsache 3 philosophische Disziplin, um das Sein und die Existenz auf der Erde zu erklären 4 1. Das Gegenteil der Wahrheit, die Falschheit muss existieren 2. Weder Falschheit noch Wahrheit würde existiert, wenn es keine Meinung gäben würde → Man braucht erstmal eine Aussage, um darüber zu streiten, ob etwas falsch oder wahr ist 3. Die Wahrheit oder Falschheit einer Meinung hängt von etwas ab, das außerhalb der Meinung liegt → nicht epistemisch4; Wahrheit hängt nicht vom menschlichen Bewusstsein ab Tatsachen sind letztendlich auch Meinungen/Aussagen, die sich als wahr entpuppt haben Abhängig von der Wahrheit Methoden der Wahrheitsfindung Verifikation ● Aussagen sind verifizierbar, wenn sie beobachtet werden können Aussagen über die Metaphysik, Theologie oder Werturteile werden demnach sinnlos Alle Aussagen werden als sinnlos gewertet, wenn sie nicht empirisch überprüfbar sind Falsifikation ● ● Ausgangspunkt: wann ist eine Theorie wahr? Theorien sind stets Vermutungen, wenn nicht alle Exemplare überprüft werden eine endgültige und objektiv belegte Wahrheit existiert nicht Jede Theorie, die aufgestellt wird hat nur solange Bestand, bis das Gegenteil bewiesen werden kann ● ● ● Zirkuläre Sichtweise: Man geht davon aus, dass diese Tatsachen wie ganz normale Gegenstände existieren würden ● Schwanbeispiel: Aussage: „Alle Schwäne sind weiß" Es ist unmöglich, die Aussage ,,Alle Schwäne sind weiß" zu verifizieren, da man nicht alle existierende Schwäne untersuchen kann Nach Popper kann eine Aussage nur so lange gelten kann, bis das Gegenteil beweist werden kann, da diese Aussage widerlegt ist, sobald auch nur ein einziger schwarzer Schwan entdeckt wird ● Falsifikation & deduktive Ableitung ● Die beste Theorie ist nicht die an der besten belegten Theorie, sondern die mit den meisten falsifizierbaren Aussagen, die aber bisher nicht widerlegt wurden Kritischer Rationalismus; kritisch, weil versucht werden soll, eigene Theorien zu widerlegen, und rational, weil Poppers Theorie ganz rationalen, logischen Regeln folgt Induktion Ein Phänomen gilt für alles → Vom Einzelnen zum Allgemeinen → Ich habe einen weißen Schwan gesehen, also sind alle Schwäne weiß Deduktion Allgemeine Phänomene werden durch Beobachtungen begründet → Vom Allgemeinen zum Einzelnen →→ Alle bis jetzt gesehenen Schwäne sind weiß, also kann man bis jetzt davon ausgehen, dass alle Schwäne weiß sind 4 Der Begriff der Wahrheit kann nicht von unserem menschlichen Verstand komplett erfasst werden 5