Bedeutungswandel von Standortfaktoren und Wirtschaftsstrukturen
Der Strukturwandel industriell geprägter Räume ist ein komplexer Prozess, der die wirtschaftliche Entwicklung von Regionen grundlegend verändert. In der modernen Wirtschaftsgeschichte Deutschlands lässt sich dieser Wandel besonders deutlich an der Entwicklung von der Agrar- über die Industrie- bis hin zur Dienstleistungsgesellschaft beobachten.
Definition: Der sektorale Strukturwandel beschreibt die langfristige Veränderung der Wirtschaftsstruktur, bei der sich die Bedeutung der verschiedenen Wirtschaftssektoren (primär, sekundär, tertiär) verschiebt.
Die Tertiärisierung Deutschland zeigt sich besonders deutlich im Wandel der Beschäftigungsstruktur. Während früher der Großteil der Arbeitnehmer in der Landwirtschaft (primärer Sektor) und später in der Industrie (sekundärer Sektor) tätig war, arbeiten heute über 70% der Beschäftigten im Dienstleistungssektor. Diese Tertiärisierung einfach erklärt bedeutet eine fundamentale Umstrukturierung der Arbeitswelt.
Die Herausbildung von Wachstumsregionen erfolgt heute vor allem dort, wo sich moderne Dienstleistungen und wissensintensive Branchen ansiedeln. Besonders deutlich wird dies in urbanen Zentren, wo sich die Stadtentwicklung und Stadtstrukturen zunehmend an den Bedürfnissen der Dienstleistungsökonomie orientieren.











