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Wohnen im Kern der Stadt – Das Schmelztigel Berlin-Kreuzberg

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 16_Wohnen im Kern der Stadt - Das Schmelztigel Berlin-Kreuzberg
Mittwoch, 14. April 2021
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Aufgaben Diercke S.198/199 Nr. 1,2,3b & 5

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16_Wohnen im Kern der Stadt - Das Schmelztigel Berlin-Kreuzberg Mittwoch, 14. April 2021 23:39 Aufgaben 13.04 Definitionen: Wohnen im Kern der Stadt - Der Schmelztigel Berlin-Kreuzberg Gentrifizierung: Gentrifier: Pioniere: sozialer Aufwertungsprozess von innerstädtischen Wohngeieten (zentrumsnah) durch den Zuzug höherer sozialer Schichten einkommensstärkere Gruppen, engl.: vornehme Bürger Studenten, Alternative, Künstlerf S. 198/199 Nr. 1 Stellen Sie die Sozialstruktur von Berlin Kreuzberg dar (M1-M4, M8). Kreuzberg ist ein Stadtteil Berlins, welcher sich südlich des Zentrums Berlin-Mitte befindet. Berlin-Kreuzberg weist durch seine zentrale Lage zur Hauptstadt eine spezifische Sozialstruktur auf. Augrund der günstigen Mietpreise des Stadtteils von 8,10-9,00 € pro Quadratmeter, bezieht vor allem eher die einkommensschwache Bevölkerung Berlins wie z.B. viele Migranten Kreuzberg. (M2) Früher war der Stadtteil noch deutlicher von der unteren Schicht geprägt und galt als Arbeiterviertel. Aufgrund der städtischen Strukturveränderung durch Gentrifizierung, ist Berlin-Kreuzberg jedoch immer beliebter bei allen Schichten der Gesellschaft. Somit ziehen einerseits zunehmend wohlhabende Bürger in das Stadtviertel, aber auch Studenten, Künstler und Bildungsbürger, sodass Berlin-Kreuzberg im Jahr 2007 eine Wohnbebauung bzw. Bevölkerungsdichte von 8.000-16.000 Einwohner pro Quadratkilometer aufweist. (Atlas S. 34/2) Insgesamt weist Kreuzberg im Laufe der Jahre einen ernormen Zuzug auf. (M4) Somit ist das Lebensumfeld bzw. die Sozialstruiktur Berlin-Kreuzberg als zunehmend vielfältiger und bunt zu beschreiben. S. 198/199 Nr. 2 Erklären Sie den Prozess der Gentrifizierung in Berlin-Kreuzberg (M1-M11). Unter Gentrifizierung versteht man zunächst den sozialen Aufwertungsprozess eines innerstädtischen Wohngebietes, welches meist...

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eine sehr zentrumsnahe Lage aufweist, durch den Zuzug höherer sozialer Schichten. Auch in Berlin ist eine deutliche Gentrifizierung des Stadtteils Kreuzberg zu erkennen. Zunächst, in der Invasionsphase I der Pioniere, bestand die Bevölkerung des Stadtteils noch zu ca. 50% aus der unteren sozialen Schicht, da die Mieten aufgrund der heruntergekommenden Altbauten sehr gering waren. Durch diese derartig geringen Mietpreise, welche in Berlin-Kreuzberg bis zum Jahr 2008 noch unter 5,00€ pro Quadratmeter betrugen, die Geäude jedoch architektonisch ansprechend sind, wurde der Stadtteil nach und nach attraktiver für Studenten, Alternative und Künstler bzw. Pioniere. Somit stieg der Anteil an Pionieren im Laufe der Invasionsphasen I, II und III sehr stark bis zunächst ca. 50% an. Dadurch dass sich der Kiez Berlin-Kreuzberg somit zum Szenenviertel entwickelte, fand ein Segregationsprozess statt und die sozialen Gruppen grenzten sich voneinander ab. Die Pioniere renovierten Kreuzberg und verbesserten die Infrastruktur durch neue Geschäfte, Beriebe oder Gastronomien. Durch diesen enormen Zuzug der Pioniere und die zunehmende Attraktivität des Viertels begannen Unternehmen auf die Immobilien aufmerksam zu werden und sorgten für Sanierungen, wodurch die Mietpreise deutlich anstiegen. Während der Bevölkerungsanteil der Pioniere und auch die Attraktivität Kreuzbergs immer weiter stieg, konnten sich immer mehr einkommensschwache Menschen der unteren sozialen Schicht die Mieten nicht mehr leisten oder wurden von den Gebäudeinhabern entmietet. Die Attraktivität Kreuzbergs sorgte im laufe der Invasionsphase III der Pioniere und I der Gentrifier dafür, dass auch einkommensstärkere Gruppen auf das Viertel aufmerksam wurden, zuzogen und am Ende der 2. Invasionsphase schon bis zu 30% ausmachten. Dadurch sank auch der Bevölkerunsanteil der Pioniere zunehmend und beläuft sich am Ende der Invasionsphase III der Gentrifier nur noch auf 30%, wohingegen die Einkommensstarken einen Anteil von über 60% aufweisen. Die Bevölkerungszahl der unteren sozialen Schicht Kreuzbergs liegt schließlich aussließlich bei unter 10%. Insgesamt sorgte der Gentrifizierungsprozess in Berlin-Kreuzberg für eine bauliche, soziale und funktionale Aufwertung. Zum einen wurden hinsichtlich der baulichen Attraktivität Gebäude saniert oder erneuert oder Wohnumfeld- bzw infrastrukturelle Maßnahmen gezogen. Außerdem wurde die Sozialstruktur deutlich verändert und der Zuzug von quatiersfremden sozialen Gruppen, worunter sich vor allem bildungs- und einkommenshöere Menschen befinden, gesteigert. Funktional optimiert wurde Berlin-Kreuzberg durch neue kulturelle Einrichtungen, sowie hochwertige Dienstleistungen, Einzelhandel und Gastronomie. Außerdem wurde der Stadtteil Berlins durch Politik, Verwaltung, Medien, Wirtschaft, etc. zudem symbolisch aufgewertet, sodass das allgemeine Ziel der Gentrifizierung also der Modernisierung gelungen ist. S. 198/199 Nr. 3b Kennzeichnen Sie den Wohnwert von Berlin-Kreuzberg aus Sicht der Gentrifier (M8). Der Wohnwert Berlin-Kreuzbergs ist für einkommensstärkere Gruppen, demnach die Gentrifier, zunehmend höher. Zunächst herrschte der Zustand von heruntergekommenden Gebäuden mit geringen Mieten und demnach auch Bewohnern der unteren sozialen Schicht, welcher für die Gentrifier als sehr unattraktiv empfunden wurde und somit auch von geringem Wohnwert war. Durch den Zuzug der Pioniere und den daraus folgenden intensiven Sanierungsarbeiten, wurde Berlin-Kreuzberg zum Szenenviertel und somit für die Gentrifier immer attraktiver. Daurch dass im Laufe der Zeit aus alten Fabriken und architektonisch ansprechenden, jedoch heruntergekommenden Gebäuden ein sehr ideenreiches Wohnambiente enstand, empfanden die Gentrifier die Szene Kreuzbergs als interessant. Das Wohnmodell, Industriegebäude oder Dachböden und Speicher zu Wohnzwecken zu nutzen kennzeichnet sich in Berlin-Kreuzberg vor allem durch die Individualität. Die einkommensstarken Bevölkerung oreintiert sich an Luxus und Edel. Ihnen werden in Kreuzberg aufgrund des Prozesses der Gentrifizierung Lofts mit hohen Decken, große Terassen und Zimmer geboten, wodurch der Wohnwert Berlin-Kreuzbergs aus Sicht der Gentrifier sehr zunimmt. Zudem steigert die differenzierte Infrastruktur in Berlin den Wohnwert in Kreuzberg für Gentrifier. Auch die Freizeitmöglichkeiten bzw. Parks und Restaurants begünstigen den Wohnwert Kreuzbergs. Insgesamt kann der Wohnwert von Berlin-Kreuzberg aus Sicht der Gentrifier ausschließlich aufgrund der Gentrifizierung als derartig hoch einestuft werden. Wäre es nicht zu dieser Modernisierung und Aufwertung des Viertels und der sozialen Segregation hin zur einkommensstarken Bevölkerung gekommen, hätte Kreuzberg für die Gentrifier garnicht erst an Wohnwert gewonnen. S. 198/199 Nr. 5 Erörtern Sie den Prozess der Gentrifizierung. Bei dem Prozess der Gentrifizierung wird ein innerstädtisches Viertel, welches sich meist sehr zentrumsnah befindet, baulich, sozial, funktional und symbolisch aufgewertet. Dieser Prozess besteht aus fünf verschiedenen Phasen. Zunächst sind die Viertel durch heruntergekommende, jedoch architektionisch ansprechende Gebäude gekennzeichnet, welche aufgrund ihrer mangelnden Sanierung und somit Attraktivität, sehr preisgünstig sind. Dies ist der Grund, weshalb zunächst, in der Invasionsphase I der Pioniere, welche die erste Phase des Gentrifizierunsprozesses beschreibt, vor allem die einkommensschwache Bevölkerung der unteren sozialen Schicht in dem jeweiligen Viertel lebt. Ihr Bevölkerungsanteil und der weiterer Gruppen beläuft sich vorerst noch auf 50% bzw. 40%, wohingegen der der Pioniere bei ca. 10% liegt. Durch die attraktiv niedrigen Mietpreise ziehen immer mehr Studenten oder Künstler in die Viertel. Zunächst renovieren sie die heruntergekommenden Gebäude mit einfachsten mitteln. Sobald die Bevölkerung an Pionieren und die Veränderung vom Kiez zum Szeneviertel jedoch zunimmt, werden auch Immobilienmakler auf die Gebäude aufmerksam und renovieren diese. Im Laufe der Invasionsphase II der Pioniere nimmt die Bevölkerungsanzahl der sozial Schwächeren aufgrund der drastisch ansteigenden Mieten deutlich bis zu 30% ab. Durch die Renovierungsarbeiten und somit steigende Modernität, werden auch einkommensstärkere Gruppen auf das jeweilige Viertel aufmerksam und ziehen aufgrund des Wonmodells vom Restaurieren alter Fabriken oder Hallen zu. Im Laufe dieses Prozesses, der damit verbundenden immer höher werdenden Mieten und somit der Invasionsphase I und II der Gentrifier, sinkt der Bevölkerungsanteil der unteren sozialen Schicht drastisch. Auch die Pioniere können sich nach und nach das Wohnen im Szeneviertel nicht mehr leisten, weshalb auch ihr Anteil der Bevölkerung in dem jeweiligen Viertel sinkt. In der Invasionsphase III der Gentrifier ist schließlich eine deutliche soziale Segregation hinsichtlich der einkommensstarken Bevölkerung zu erkennen. Die Gentrifier machen zum Schluss einen über 60 prozentigen Anteil der Bevölkerung aus, wohingegen der Anteil der Pioniere bei 30% und der der unteren sozialen Schicht bzw. der anderer Gruppen nur noch bei unter 10% iegt. Insgesamt unterzieht sich das jeweilige Viertel, in dem der Prozess der Gentrifizierung stattgefunden hat, einer baulichen, sozialen und funktionalen Aufwertung. Zum einen werden hinsichtlich der baulichen Attraktivität Gebäude saniert oder erneuert oder Wohnumfeld- bzw infrastrukturelle Maßnahmen gezogen. Außerdem wird die Sozialstruktur deutlich verändert und der Zuzug von quatiersfremden sozialen Gruppen, worunter sich vor allem bildungs- und einkommenshöere Menschen befinden, gesteigert. Funktional optimiert wird im jeweiligen Viertel durch neue kulturelle Einrichtungen, sowie hochwertige Dienstleistungen, Einzelhandel und Gastronomie. Außerdem wird der Stadtteil schließlich durch Politik, Verwaltung, Medien, Wirtschaft, etc. zudem symbolisch aufgewertet, sodass das allgemeine Ziel der Gentrifizierung also der Modernisierung deutlich zu erkennen ist und eine Segragation der Bevölkerung bzw. eine gesellschaftliche Differenzierung stattfindet.

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Die Pioniere renovierten Kreuzberg und verbesserten die Infrastruktur durch neue Geschäfte, Beriebe oder Gastronomien. Durch diesen enormen Zuzug der Pioniere und die zunehmende Attraktivität des Viertels begannen Unternehmen auf die Immobilien aufmerksam zu werden und sorgten für Sanierungen, wodurch die Mietpreise deutlich anstiegen. Während der Bevölkerungsanteil der Pioniere und auch die Attraktivität Kreuzbergs immer weiter stieg, konnten sich immer mehr einkommensschwache Menschen der unteren sozialen Schicht die Mieten nicht mehr leisten oder wurden von den Gebäudeinhabern entmietet. Die Attraktivität Kreuzbergs sorgte im laufe der Invasionsphase III der Pioniere und I der Gentrifier dafür, dass auch einkommensstärkere Gruppen auf das Viertel aufmerksam wurden, zuzogen und am Ende der 2. Invasionsphase schon bis zu 30% ausmachten. Dadurch sank auch der Bevölkerunsanteil der Pioniere zunehmend und beläuft sich am Ende der Invasionsphase III der Gentrifier nur noch auf 30%, wohingegen die Einkommensstarken einen Anteil von über 60% aufweisen. Die Bevölkerungszahl der unteren sozialen Schicht Kreuzbergs liegt schließlich aussließlich bei unter 10%. Insgesamt sorgte der Gentrifizierungsprozess in Berlin-Kreuzberg für eine bauliche, soziale und funktionale Aufwertung. Zum einen wurden hinsichtlich der baulichen Attraktivität Gebäude saniert oder erneuert oder Wohnumfeld- bzw infrastrukturelle Maßnahmen gezogen. Außerdem wurde die Sozialstruktur deutlich verändert und der Zuzug von quatiersfremden sozialen Gruppen, worunter sich vor allem bildungs- und einkommenshöere Menschen befinden, gesteigert. Funktional optimiert wurde Berlin-Kreuzberg durch neue kulturelle Einrichtungen, sowie hochwertige Dienstleistungen, Einzelhandel und Gastronomie. Außerdem wurde der Stadtteil Berlins durch Politik, Verwaltung, Medien, Wirtschaft, etc. zudem symbolisch aufgewertet, sodass das allgemeine Ziel der Gentrifizierung also der Modernisierung gelungen ist. S. 198/199 Nr. 3b Kennzeichnen Sie den Wohnwert von Berlin-Kreuzberg aus Sicht der Gentrifier (M8). Der Wohnwert Berlin-Kreuzbergs ist für einkommensstärkere Gruppen, demnach die Gentrifier, zunehmend höher. Zunächst herrschte der Zustand von heruntergekommenden Gebäuden mit geringen Mieten und demnach auch Bewohnern der unteren sozialen Schicht, welcher für die Gentrifier als sehr unattraktiv empfunden wurde und somit auch von geringem Wohnwert war. Durch den Zuzug der Pioniere und den daraus folgenden intensiven Sanierungsarbeiten, wurde Berlin-Kreuzberg zum Szenenviertel und somit für die Gentrifier immer attraktiver. Daurch dass im Laufe der Zeit aus alten Fabriken und architektonisch ansprechenden, jedoch heruntergekommenden Gebäuden ein sehr ideenreiches Wohnambiente enstand, empfanden die Gentrifier die Szene Kreuzbergs als interessant. Das Wohnmodell, Industriegebäude oder Dachböden und Speicher zu Wohnzwecken zu nutzen kennzeichnet sich in Berlin-Kreuzberg vor allem durch die Individualität. Die einkommensstarken Bevölkerung oreintiert sich an Luxus und Edel. Ihnen werden in Kreuzberg aufgrund des Prozesses der Gentrifizierung Lofts mit hohen Decken, große Terassen und Zimmer geboten, wodurch der Wohnwert Berlin-Kreuzbergs aus Sicht der Gentrifier sehr zunimmt. Zudem steigert die differenzierte Infrastruktur in Berlin den Wohnwert in Kreuzberg für Gentrifier. Auch die Freizeitmöglichkeiten bzw. Parks und Restaurants begünstigen den Wohnwert Kreuzbergs. Insgesamt kann der Wohnwert von Berlin-Kreuzberg aus Sicht der Gentrifier ausschließlich aufgrund der Gentrifizierung als derartig hoch einestuft werden. Wäre es nicht zu dieser Modernisierung und Aufwertung des Viertels und der sozialen Segregation hin zur einkommensstarken Bevölkerung gekommen, hätte Kreuzberg für die Gentrifier garnicht erst an Wohnwert gewonnen. S. 198/199 Nr. 5 Erörtern Sie den Prozess der Gentrifizierung. Bei dem Prozess der Gentrifizierung wird ein innerstädtisches Viertel, welches sich meist sehr zentrumsnah befindet, baulich, sozial, funktional und symbolisch aufgewertet. Dieser Prozess besteht aus fünf verschiedenen Phasen. Zunächst sind die Viertel durch heruntergekommende, jedoch architektionisch ansprechende Gebäude gekennzeichnet, welche aufgrund ihrer mangelnden Sanierung und somit Attraktivität, sehr preisgünstig sind. Dies ist der Grund, weshalb zunächst, in der Invasionsphase I der Pioniere, welche die erste Phase des Gentrifizierunsprozesses beschreibt, vor allem die einkommensschwache Bevölkerung der unteren sozialen Schicht in dem jeweiligen Viertel lebt. Ihr Bevölkerungsanteil und der weiterer Gruppen beläuft sich vorerst noch auf 50% bzw. 40%, wohingegen der der Pioniere bei ca. 10% liegt. Durch die attraktiv niedrigen Mietpreise ziehen immer mehr Studenten oder Künstler in die Viertel. Zunächst renovieren sie die heruntergekommenden Gebäude mit einfachsten mitteln. Sobald die Bevölkerung an Pionieren und die Veränderung vom Kiez zum Szeneviertel jedoch zunimmt, werden auch Immobilienmakler auf die Gebäude aufmerksam und renovieren diese. Im Laufe der Invasionsphase II der Pioniere nimmt die Bevölkerungsanzahl der sozial Schwächeren aufgrund der drastisch ansteigenden Mieten deutlich bis zu 30% ab. Durch die Renovierungsarbeiten und somit steigende Modernität, werden auch einkommensstärkere Gruppen auf das jeweilige Viertel aufmerksam und ziehen aufgrund des Wonmodells vom Restaurieren alter Fabriken oder Hallen zu. Im Laufe dieses Prozesses, der damit verbundenden immer höher werdenden Mieten und somit der Invasionsphase I und II der Gentrifier, sinkt der Bevölkerungsanteil der unteren sozialen Schicht drastisch. Auch die Pioniere können sich nach und nach das Wohnen im Szeneviertel nicht mehr leisten, weshalb auch ihr Anteil der Bevölkerung in dem jeweiligen Viertel sinkt. In der Invasionsphase III der Gentrifier ist schließlich eine deutliche soziale Segregation hinsichtlich der einkommensstarken Bevölkerung zu erkennen. Die Gentrifier machen zum Schluss einen über 60 prozentigen Anteil der Bevölkerung aus, wohingegen der Anteil der Pioniere bei 30% und der der unteren sozialen Schicht bzw. der anderer Gruppen nur noch bei unter 10% iegt. Insgesamt unterzieht sich das jeweilige Viertel, in dem der Prozess der Gentrifizierung stattgefunden hat, einer baulichen, sozialen und funktionalen Aufwertung. Zum einen werden hinsichtlich der baulichen Attraktivität Gebäude saniert oder erneuert oder Wohnumfeld- bzw infrastrukturelle Maßnahmen gezogen. Außerdem wird die Sozialstruktur deutlich verändert und der Zuzug von quatiersfremden sozialen Gruppen, worunter sich vor allem bildungs- und einkommenshöere Menschen befinden, gesteigert. Funktional optimiert wird im jeweiligen Viertel durch neue kulturelle Einrichtungen, sowie hochwertige Dienstleistungen, Einzelhandel und Gastronomie. Außerdem wird der Stadtteil schließlich durch Politik, Verwaltung, Medien, Wirtschaft, etc. zudem symbolisch aufgewertet, sodass das allgemeine Ziel der Gentrifizierung also der Modernisierung deutlich zu erkennen ist und eine Segragation der Bevölkerung bzw. eine gesellschaftliche Differenzierung stattfindet.