Gentrifizierung verstehen
Gentrifizierung ist ein Prozess, der deine Stadt direkt beeinflusst – besonders, wenn du in einer Großstadt lebst. Es geht um Aufwertung von Altbauquartieren, die ursprünglich von einkommensschwächeren Bewohnern geprägt waren.
Der Prozess beginnt mit "Pionieren" – oft Studenten und alternative Szenen, die günstige Altbauwohnungen entdecken. Sie führen erste einfache Sanierungen durch und machen das Viertel attraktiver, ohne dass die Mieten stark steigen.
In der zweiten Phase ziehen "Gentrifier" zu – Yuppies und gut verdienende Angestellte mit höheren Ansprüchen. Jetzt investieren Baufirmen ernsthaft, die Mieten steigen rasant und die ursprünglichen Bewohner werden verdrängt. Am Ende entsteht ein homogenes Nobelviertel.
Kritischer Blick: Gentrifizierung schafft zwar schönere Viertel, verdrängt aber Menschen, die sich die steigenden Mieten nicht leisten können!
Das Phasenmodell zeigt deutlich: Von der Experimentierphase über zwei Expansionsphasen bis zur Stagnationsphase verändert sich die Bewohnerstruktur komplett. Rentenlücken entstehen, weil Investoren neue Gewinnmöglichkeiten in vernachlässigten Innenstadtvierteln entdecken.