Deutschland nach 1945: Der Marshallplan und die Währungsreform
Der Wiederaufbau Deutschland nach dem 2. Weltkrieg wurde maßgeblich durch den Marshallplan unterstützt. Dieses wirtschaftliche Aufbauprogramm, offiziell European Recovery Program genannt, wurde im April 1948 von den USA initiiert. Mit Krediten und Warenlieferungen im Wert von 12,4 Milliarden Dollar sollte Europa und besonders Deutschland wieder auf die Beine kommen.
Die Nachkriegszeit Deutschland war geprägt von der Zusammenarbeit zwischen den USA und westeuropäischen Ländern. Der Marshallplan verfolgte mehrere Ziele: Neben der humanitären Hilfe für die notleidende Bevölkerung sollte er auch die kommunistische Expansion eindämmen und das westliche Demokratiemodell fördern. Für die Deutschland nach 1945 Zusammenfassung ist besonders wichtig, dass der Plan die Grundlage für das spätere "Wirtschaftswunder" bildete.
Merke: Der Marshallplan war nicht nur ein Hilfsprogramm, sondern auch ein strategisches Instrument im beginnenden Kalten Krieg.
Die Währungsreform vom 20. Juni 1948 in den westlichen Zonen markierte einen weiteren wichtigen Schritt. Die alte Reichsmark wurde durch die Deutsche Mark (DM) ersetzt. Jeder Bürger erhielt zunächst 40 DM, später nochmals 20 DM. Diese Reform war entscheidend für den wirtschaftlichen Neuanfang, führte aber auch zur weiteren Teilung Deutschlands.