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Rahmenthema 1: Krisen, Umbrüche und Revolutionen - die komplette Zusammenfassung für das Abitur 2022 Geschichte Niedersachsen

Rahmenthema 1: Krisen, Umbrüche und Revolutionen - die komplette Zusammenfassung für das Abitur 2022 Geschichte Niedersachsen

 Inhaltsverzeichnis - Rahmenthema 1
Amerikanische Unabhängigkeit - "American Revolution".
Thomas Paines Flugschrift "Common Sense".
Die Unab

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Komplette Zusammenfassung des Rahmenthemas 1 nach Vorbild der Abibox für das Abitur 2022 Niedersachsen. Schlagwörter: Amerikanische Revolution, Whigs/Tories, Federalists, Hannah Arendt, Tocquevill, Davies, Wehler

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Inhaltsverzeichnis - Rahmenthema 1 Amerikanische Unabhängigkeit - "American Revolution". Thomas Paines Flugschrift "Common Sense". Die Unabhängigkeitserklärung vom 4. Juli 1776............. Der Gedanke der Volkssouveränität.... Der Revolutionskrieg (1775-1783).... Die Konfliktparteien. ‒‒‒‒‒ Die Vorgeschichte der Amerikanischen Revolution............. .2 Ursachen der Revolution........... ..2 Zwei zentrale Ereignisse: die Stempelsteuerkrise und die "Boston Tea Party" ..... 3 Unabhängigkeitserklärung und Unabhängigkeitskrieg.. ..4 Der Weg der Kolonien in die Unabhängigkeit.... .4 5 Die Politik Englands gegenüber den nordamerikanischen Kolonien.... .5 ..5 .6 ..7 .7 .7 ..7 .8 .8 .8 ..9 .9 ..9 .10 .10 .10 .11 .11 .12 12 12 12 12 13 13 13 14 14 14 Patrioten ("Whigs")…... Loyalisten ("Tories"). Neutrale... Fazit....... Die schwarzen Amerikaner.. Indianer... ...........2 Der revolutionäre Neuaufbau.......... Die Auseinandersetzung um die amerikanische Verfassung. Zwei Lager: "Anti-Federalists" vs. "Federalists".. Die "Anti-Federalists". Die "Federalists". Die Verfassung von 1787. Die amerikanische Unabhängigkeit - eine Revolution?. Theorien und Modelle zu Umbruchsituationen...... Definition der Begriffe Revolution und Krise....... Revolution - Begriffsdefinition nach Hannah Arendt... Krise - Begriffsdefinition nach Reinhart Koselleck...... Theorien und Modelle zu Umbruchsituationen.... Geschichtstheorien zu Revolutionen und Krisen... Der historische Materialismus…......... Der Tocqueville-Effekt...... Toquevill + Marx = Davies... Wandel durch Modernisierung:... Der modernisierungstheoretische Ansatz von Hans-Ulrich Wehler... 1 Amerikanische Unabhängigkeit - "American Revolution" Die Vorgeschichte der Amerikanischen Revolution Ursachen der Revolution Die nordamerikanischen Kolonien am Vorabend der Revolution -es gab drei Regionen: Süden, Neuengland und Mittelatlantik; Kolonien in Süden wurden hauptsächlich aufgrund von ökonomischen Interessen gegründet -1607 errichteten Londoner Kaufleute und Aktionäre mit Jamestown in der späteren Kolonie Virginia die erste dauerhafte Niederlassung in Nordamerika -Einführung des Systems der Sklaverei, welches in England nicht existierte, aufgrund eines akuten Arbeitskräftemangels -Menschen wurden zumeist aus Afrika in die Kolonien verschleppt oder zwangsdeportiert; sie wurden zu einer reinen Ware degradiert -die Gesellschaft...

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der südlichen Kolonien war hierarchisch geprägt; es gab eine Oberschicht von gebildeten und vermögenden Kaufleuten und Großgrundbesitzern, die die politischen und wirtschaftlichen Entscheidungen traf und damit das Leben in den Kolonien entscheidend beeinflusste -neben der Oberschicht existierte eine Mittel- und Unterschicht von weißen Siedlern -die Kolonien in Neuengland wurden vor allem aus religiösen und gesellschaftspolitischen Zielsetzungen heraus gegründet: Putitaner und die "Pilgerväter", die in England wegen ihres Glaubens verfolgt wurden, gründeten ab 1620 Siedlungen in Neuengland, um ihren Glauben frei ausüben zu können; sie führten das sehr fortschrittliche System der Selbstverwaltung jeder einzelnen Siedlung ein -der ursprünglich religiös geprägte Missionsgedanke, der später durch politische Inhalte und Forderungen wie Freiheit und Gleichheit ergänzt wurde, entwickelte sich zu einem wesentlichen Bestandteil der US-amerikanischen Identität; ebenso prägend für die USA ist bis heute das Misstrauen gegenüber jeder staatlichen Macht, dessen Ursprünge in den Vorstellungen der Puritaner liegen: sie (die Puritaner) hielten die Menschen generell für sündhaft und unterstellten ihnen eine Neigung zum Machtmissbrauch und zur Korruption, weshalb sie jede Form von zentralisierter Staatsgewalt ablehnten -die Mittelatlantik-Kolonien wurden nicht nur von Briten, sondern auch von Menschen aus anderen europäischen Ländern besiedelt; in Pennsylvania siedelten die Quäker aus England an, diese Religionsgemeinschaft war davon überzeugt, dass jedem Menschen etwas Gutes innewohne, was zu einer ausgesprochen menschenfreundlichen und sozial engagierten Ausrichtung führte -der Zukunftsoptimismus sowie die skeptisch-misstrauische Haltung der Puritaner wurde prägend für die Geistesgeschichte der USA -das politische ystem war in allen Kolonien von einem hohen Maß an Mitbestimmung geprägt -die Repräsentativversammlungen, also die Parlamente in den einzelnen Kolonien, verfügten über weitgehende Befugnisse bei der Regelung des öffentlichen Lebens; gewählt wurden sie von 50 bis 80% der weißen, männlichen Bevölkerung -gesellschaftliche Situation: es gab in den Kolonien keine ausgeprägte Feudalgesellschaft (Feudalismus war ein besonderes System der sozialen, wirtschaftlichen und politischen Ordnung des europäischen Mittelalters. Adelige Grundherren erhielten von höhergestellten Feudalherren Grund und Boden zur Bewirtschaftung. Als Gegenleistung für dieses sogenannte Lehen mussten Kriegsdienste erbracht werden.) -die amerikanische Gesellschaft war durchgehend bürgerlich geprägt und wies nur eine geringe ständisch-hierarchische Differenzierung auf, es gab aber durchaus 2 Randgruppen wie die Sklaven oder die Indianer -die Versorgungssituation war in den Kolonien besser als in Europa; wegen agrarische Prägung und verhältnismäßig niedrige Bevölkerungszahl waren Nahrungsmittelpreise besonders niedrig Der Siebenjährige Krieg als Ausgangspunkt der amerikanischen Unabhängigkeit -die Folgen des Siebenjährigen Krieges (1756-1763) waren zentrale Faktoren für die verstärkten Bemühungen der Kolonisten, ihre Unabhängigkeit von England zu erlangen -als Resultat der Schlesischen Kriege 1740/1744 hatte sich eine neue Machtkonstellation ergeben: Preußen und Österreich kämpften in gegnerischen Bündnissen um die Vorherrschaft in Europa; die Konkurrenz zwischen England und Frankreich verstärkte sich: es standen sich schließlich Preußen im Bündnis mit England und Österreich im Bündnis mit Frankreich gegenüber -in Nordamerika wurde der Krieg als "French and Indian War" bezeichnet und zwischen Großbritannien und Frankreich, die sich jeweils in Allianzen mit verschiedenen Inianerstämmen befanden, ausgetragen -Konfliktfelder: Handelsfragen, Streit um Rohstoffe und Landbesitz -Frankreich musste sich schließlich 1763 geschlagen geben und seine Gebietsansprüche in Nordamerika komplett aufgeben; die Briten hatten sich als bestimmende Kolonialmacht auf dem nordamerikanischen Kontinent endgültig behauptet -es mussten hohe Kriegsschulden abbezahlt werden, wodurch ein neues Konfliktpotenzial zwischen Großbritannien und seinen Kolonien in Übersee entstand, weil diese mit neuen Steuern belastet werden sollten, um die Staatsschulden zu tilgen Zwei zentrale Ereignisse: die Stempelsteuerkrise und die "Boston Tea Party" -1765 beschloss das Londoner Parlament mit dem "Stamp Act" die Einführung der Stempelsteuer in den nordamerikanischen Kolonien -traf auf den Widerstand zahlreicher Kolonisten, die sich keine neuen Steuern von der britischen Regierung auferlegen lassen wollten -zusätzliche Besteuerung in den Kolonien zielte darauf ab, die während des Siebenjährigen Krieges verursachten Schulden abzutragen -bereits 1764 wurde mit dem "Sugar Act" eine Steuer auf Zucker erhoben -im Oktober 1765 tragen sich 27 Delegierte aus neun Kolonien in New York zum Stempelsteuerkongress; erste illegale Versammlung gewählter Vertreter aus den einzelnen Kolonien; sie schickten Petitionen an den englischen König sowie an das Parlament, um eine Rücknahme des Stempelsteuergesetzes zu erreichen -ihr Argument: neue Steuern, die sie direkt beträfen, können nur von Abgeordneten beschlossen werden, die sie direkt gewählt hätten; das Unterhaus habe kein Recht, Steuergesetze zulasten der Kolonien zu beschließen -das britische Parlament verweigerte die Annahme der Petition, dennoch wurde der "Stamp Act" im Jahr 1766 zurückgenommen -bereits 1767 wurden mit den "Townshend Acts" neue Steuern, vor allem auf Alltagsgüter beschlossen -im Jahr 1773 wurde der "Tea Act" beschlossen, er erlaubte es Teelieferungen direkt und vergünstigt in die nordamerikanischen Kolonien einzuführen; die Kolonialbevölkerung sah einen erneuten Eingriff in ihr Selbstbestimmungsrecht -die Bostoner Stadtverwaltung verbot den ankommenden Handelsschiffen, ihre Teeladung im Hafen zu löschen, während der britische Statthalter ihnen verbot, mitsamt ihrer Fracht 3 umzukehren; wegen dieser Pattsituation ereignete sich in der Nacht vom 12. auf den 13. Dezember 1773 die "Boston Tea Party": einige Handwerker und Kaufleute drangen in die Schiffe ein und warfen die gesamte Fracht über das Bord -ein zentraler Konflikt zwischen dem britischen Mutterland und seinen Kolonien, der wesentlich zu deren Unabhängigkeit beitrug war, dass die Vertreter der Kolonialbevölkerung der Ansicht waren, dass nur dann Steuern von ihnen erhoben werden dürften, wenn sie dazu vorher ihre Zustimmung gegeben hätten -Forderung: "No taxation without representation" - "keine Besteuerung ohne parlamentarische Vertretung" wurde Motto der gesamten Unabhängigkeitsbewegung -ein zentrales Rechtfertigungsmuster für den kolonialen Widerstand gegen England bildeten die "Rechte des freien Engländers": Schutz des Privateigentums, die Garantie rechtsstaatlicher Verfahren, der Schutz vor staatlicher Willkür, das Recht auf Mitbestimmung in Steuer- und Gesetzgebungsfragen, Meinungsfreiheit und das Recht, Waffen zu tragen -das bei den Puritanern in den Neuengland-Kolonien stark ausgeprägte Machtmisstrauen führte in Verbindung mit ihrem Freiheitsdrang und der Berufung auf die "Rechte des freien Engländers" zur Ausbildung der sogenannten "Country-Ideologie" -"Country-Ideologie": es existiere eine systematische Verschwörung Großbritanniens gegen seine nordamerikanischen Kolonien; gerade die Beschlüsse zur Steuererhebung in den Kolonien sahen die Kolonisten als Indiz dafür, dass Regierung und Parlament im Mutterland ihre Freiheitsrechte und ihre Selbstbestimmung einschränken wollten Die Country-Ideologie trug wesentlich zur zunehmenden Entfremdung der Kolonisten von ihrem Mutterland bei Unabhängigkeitserklärung und Unabhängigkeitskrieg Der Weg der Kolonien in die Unabhängigkeit -nach der "Boston Tea Party" verhängte das britische Parlament Sanktionen gegen die Kolonie Massachusetts und die Stadt Boston, die sogenannten "Coercive Acts" -gegen die Strafmaßnahmen bildete sich in den Kolonien eine Widerstandsbewegung, die zur Bildung von Protestbewegungen wie den "Sons of Liberty" und schließlich zum Ersten Kontinentalkongress führte -der Erste Kontinentalkongress: fand im September und Oktober 1774 in Philadelphia statt; sie beschlossen die komplette Einstellung des Handels mit England; der englische König George III. erklärte daraufhin, dass sich die Kolonien nun in einer offenen Rebellion gegen ihr Mutterland befänden; es begann ein gegenseitiges Aufrüsten in den Kolonien: das britische Militär in Nordamerika wurde verstärkt und in der Kolonialbevölkerung bildeten sich lokal organisierte Milizen, die sich nach und nach immer mehr Waffen beschafften -im Mai 1775 trat in Philadelphia der Zweite Kontinentalkongress zusammen; die Mitglieder übernahmen die Funktion einer zentralen Regierung für sämtliche Kolonien; es wurde sich mit dem Aufbau einer eigenen Kontinentalarmee beschäftigt, die dem englischen Militär Widerstand leisten sollte -der Kontinentalkongress rief den Verteidigungszustand aus, mit dem mögliche militärische Handlungen gerechtfertigt werden sollten -dennoch wurde die Loyalität gegenüber dem englischen Monarchen betont; so verfasste der Kontinentalkongress am 5. Juli 1775 die "Palmzweig-Petition", die sich an den englischen König George III. richtete und ihn letztmalig aufforderte, die vom Parlament beschlossenen Steuergesetzt aufzuheben -schon einen Tag später, am 6. Juli, beschloss der Kontinentalkongress jedoch die 4 Aufnahme des bewaffneten Widerstands -am 23. August 1775 rief George III. den Zustand der Rebellion in den Kolonien aus; er verurteilte den Widerstand als illegitim und kündigte an, diesen mit militärischer Gewalt niederzuschlagen sowie die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen Die Politik Englands gegenüber den nordamerikanischen Kolonien -darauf ausgerichtet, höhere Steuereinnahmen zu generieren, um die während des Siebenjährigen Krieges verursachten Schulden begleichen zu können; dafür erließ das Parlament mehrere Steuergesetze, von denen auch die Bewohner der Kolonien betroffen waren ("Sugar Act" 1764, "Stamp Act" 1765, "Townshend Acts" 1767) Mit der Steuergesetzgebung endete die Phase des "Salutary Neglect" (dt. "wohlwollende Nichtbeachtung"), in der das britische Mutterland den Kolonien weitgehende Freiheiten einräumte -nachdem England zur bestimmenden Kolonialmacht in Nordamerika aufgestiegen war, band es die Kolonien stärker in die staatliche Bürokratie und Kontrolle ein -London wollte sich die ökonomische Prosperität (Aufschwung) und den zunehmenden Wohlstand der Kolonien zunutze machen -für die Anliegen und Positionen der Kolonialbevölkerung herrschte wenig Verständnis -viele englische Politiker glaubten an die "Domino-Theorie", dass das gesamte britische "Empire" zusammenbrechen würde, wenn England seine nordamerikanischen Besitzungen in die Unabhängigkeit entlassen müsste; deshalb waren viele Entscheidungsträger in London und auch der König nicht zu Zugeständnissen an die Kolonialbevölkerung bereit Thomas Paines Flugschrift "Common Sense" -die Flugschrift des Publizisten Thomas Paine mit dem Titel "Common Sense" erschien am 10. Januar 1776 -er forderte die Unabhängigkeit der Kolonien vom britischen Mutterland und die Errichtung einer Republik -er ging über die bislang von den aufständischen Kolonisten offiziell vertretene Position weit hinaus -scharfe Kritik nicht mehr nur am Unterhaus, sondern auch am englischen Monarchen: er warf ihm Tyrannei vor und behauptete, dass eine Regierung, die von einem König abhängig sei, nicht tugendhaft handeln könne; in einer Republik stehe das Gesetz an oberster Stelle, das vom Volk beschlossen werde -solange die Kolonisten als britische Untertanen gelten würden, könnten sie jedoch nicht frei und souverän über ihr Schicksal bestimmen; deshalb sei die Erklärung der Unabhängigkeit notwendig -das Bewusstsein eines kompletten Neubeginns spiegelt sich für die Kolonien wider Die Unabhängigkeitserklärung vom 4. Juli 1776 -weite Teile der kolonialen Bevölkerung waren zu Beginn des Jahres 1776 noch gegen die Unabhängigkeit -nach und nach entstand allerdings (durch Flugschriften etc.) eine politische Öffentlichkeit -am 4. Juli 1776 wurde die Unabhängigkeitserklärung verabschiedet -das Dokument wurde von Thomas Jefferson verfasst, der später Präsident der Vereinten Staaten wurde -Unabhängigkeitserklärung ist in drei Teile gegliedert -die eigentliche Rechtserklärung nimmt Bezug auf die drei unveräußerlichen Rechte, 5

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der südlichen Kolonien war hierarchisch geprägt; es gab eine Oberschicht von gebildeten und vermögenden Kaufleuten und Großgrundbesitzern, die die politischen und wirtschaftlichen Entscheidungen traf und damit das Leben in den Kolonien entscheidend beeinflusste -neben der Oberschicht existierte eine Mittel- und Unterschicht von weißen Siedlern -die Kolonien in Neuengland wurden vor allem aus religiösen und gesellschaftspolitischen Zielsetzungen heraus gegründet: Putitaner und die "Pilgerväter", die in England wegen ihres Glaubens verfolgt wurden, gründeten ab 1620 Siedlungen in Neuengland, um ihren Glauben frei ausüben zu können; sie führten das sehr fortschrittliche System der Selbstverwaltung jeder einzelnen Siedlung ein -der ursprünglich religiös geprägte Missionsgedanke, der später durch politische Inhalte und Forderungen wie Freiheit und Gleichheit ergänzt wurde, entwickelte sich zu einem wesentlichen Bestandteil der US-amerikanischen Identität; ebenso prägend für die USA ist bis heute das Misstrauen gegenüber jeder staatlichen Macht, dessen Ursprünge in den Vorstellungen der Puritaner liegen: sie (die Puritaner) hielten die Menschen generell für sündhaft und unterstellten ihnen eine Neigung zum Machtmissbrauch und zur Korruption, weshalb sie jede Form von zentralisierter Staatsgewalt ablehnten -die Mittelatlantik-Kolonien wurden nicht nur von Briten, sondern auch von Menschen aus anderen europäischen Ländern besiedelt; in Pennsylvania siedelten die Quäker aus England an, diese Religionsgemeinschaft war davon überzeugt, dass jedem Menschen etwas Gutes innewohne, was zu einer ausgesprochen menschenfreundlichen und sozial engagierten Ausrichtung führte -der Zukunftsoptimismus sowie die skeptisch-misstrauische Haltung der Puritaner wurde prägend für die Geistesgeschichte der USA -das politische ystem war in allen Kolonien von einem hohen Maß an Mitbestimmung geprägt -die Repräsentativversammlungen, also die Parlamente in den einzelnen Kolonien, verfügten über weitgehende Befugnisse bei der Regelung des öffentlichen Lebens; gewählt wurden sie von 50 bis 80% der weißen, männlichen Bevölkerung -gesellschaftliche Situation: es gab in den Kolonien keine ausgeprägte Feudalgesellschaft (Feudalismus war ein besonderes System der sozialen, wirtschaftlichen und politischen Ordnung des europäischen Mittelalters. Adelige Grundherren erhielten von höhergestellten Feudalherren Grund und Boden zur Bewirtschaftung. Als Gegenleistung für dieses sogenannte Lehen mussten Kriegsdienste erbracht werden.) -die amerikanische Gesellschaft war durchgehend bürgerlich geprägt und wies nur eine geringe ständisch-hierarchische Differenzierung auf, es gab aber durchaus 2 Randgruppen wie die Sklaven oder die Indianer -die Versorgungssituation war in den Kolonien besser als in Europa; wegen agrarische Prägung und verhältnismäßig niedrige Bevölkerungszahl waren Nahrungsmittelpreise besonders niedrig Der Siebenjährige Krieg als Ausgangspunkt der amerikanischen Unabhängigkeit -die Folgen des Siebenjährigen Krieges (1756-1763) waren zentrale Faktoren für die verstärkten Bemühungen der Kolonisten, ihre Unabhängigkeit von England zu erlangen -als Resultat der Schlesischen Kriege 1740/1744 hatte sich eine neue Machtkonstellation ergeben: Preußen und Österreich kämpften in gegnerischen Bündnissen um die Vorherrschaft in Europa; die Konkurrenz zwischen England und Frankreich verstärkte sich: es standen sich schließlich Preußen im Bündnis mit England und Österreich im Bündnis mit Frankreich gegenüber -in Nordamerika wurde der Krieg als "French and Indian War" bezeichnet und zwischen Großbritannien und Frankreich, die sich jeweils in Allianzen mit verschiedenen Inianerstämmen befanden, ausgetragen -Konfliktfelder: Handelsfragen, Streit um Rohstoffe und Landbesitz -Frankreich musste sich schließlich 1763 geschlagen geben und seine Gebietsansprüche in Nordamerika komplett aufgeben; die Briten hatten sich als bestimmende Kolonialmacht auf dem nordamerikanischen Kontinent endgültig behauptet -es mussten hohe Kriegsschulden abbezahlt werden, wodurch ein neues Konfliktpotenzial zwischen Großbritannien und seinen Kolonien in Übersee entstand, weil diese mit neuen Steuern belastet werden sollten, um die Staatsschulden zu tilgen Zwei zentrale Ereignisse: die Stempelsteuerkrise und die "Boston Tea Party" -1765 beschloss das Londoner Parlament mit dem "Stamp Act" die Einführung der Stempelsteuer in den nordamerikanischen Kolonien -traf auf den Widerstand zahlreicher Kolonisten, die sich keine neuen Steuern von der britischen Regierung auferlegen lassen wollten -zusätzliche Besteuerung in den Kolonien zielte darauf ab, die während des Siebenjährigen Krieges verursachten Schulden abzutragen -bereits 1764 wurde mit dem "Sugar Act" eine Steuer auf Zucker erhoben -im Oktober 1765 tragen sich 27 Delegierte aus neun Kolonien in New York zum Stempelsteuerkongress; erste illegale Versammlung gewählter Vertreter aus den einzelnen Kolonien; sie schickten Petitionen an den englischen König sowie an das Parlament, um eine Rücknahme des Stempelsteuergesetzes zu erreichen -ihr Argument: neue Steuern, die sie direkt beträfen, können nur von Abgeordneten beschlossen werden, die sie direkt gewählt hätten; das Unterhaus habe kein Recht, Steuergesetze zulasten der Kolonien zu beschließen -das britische Parlament verweigerte die Annahme der Petition, dennoch wurde der "Stamp Act" im Jahr 1766 zurückgenommen -bereits 1767 wurden mit den "Townshend Acts" neue Steuern, vor allem auf Alltagsgüter beschlossen -im Jahr 1773 wurde der "Tea Act" beschlossen, er erlaubte es Teelieferungen direkt und vergünstigt in die nordamerikanischen Kolonien einzuführen; die Kolonialbevölkerung sah einen erneuten Eingriff in ihr Selbstbestimmungsrecht -die Bostoner Stadtverwaltung verbot den ankommenden Handelsschiffen, ihre Teeladung im Hafen zu löschen, während der britische Statthalter ihnen verbot, mitsamt ihrer Fracht 3 umzukehren; wegen dieser Pattsituation ereignete sich in der Nacht vom 12. auf den 13. Dezember 1773 die "Boston Tea Party": einige Handwerker und Kaufleute drangen in die Schiffe ein und warfen die gesamte Fracht über das Bord -ein zentraler Konflikt zwischen dem britischen Mutterland und seinen Kolonien, der wesentlich zu deren Unabhängigkeit beitrug war, dass die Vertreter der Kolonialbevölkerung der Ansicht waren, dass nur dann Steuern von ihnen erhoben werden dürften, wenn sie dazu vorher ihre Zustimmung gegeben hätten -Forderung: "No taxation without representation" - "keine Besteuerung ohne parlamentarische Vertretung" wurde Motto der gesamten Unabhängigkeitsbewegung -ein zentrales Rechtfertigungsmuster für den kolonialen Widerstand gegen England bildeten die "Rechte des freien Engländers": Schutz des Privateigentums, die Garantie rechtsstaatlicher Verfahren, der Schutz vor staatlicher Willkür, das Recht auf Mitbestimmung in Steuer- und Gesetzgebungsfragen, Meinungsfreiheit und das Recht, Waffen zu tragen -das bei den Puritanern in den Neuengland-Kolonien stark ausgeprägte Machtmisstrauen führte in Verbindung mit ihrem Freiheitsdrang und der Berufung auf die "Rechte des freien Engländers" zur Ausbildung der sogenannten "Country-Ideologie" -"Country-Ideologie": es existiere eine systematische Verschwörung Großbritanniens gegen seine nordamerikanischen Kolonien; gerade die Beschlüsse zur Steuererhebung in den Kolonien sahen die Kolonisten als Indiz dafür, dass Regierung und Parlament im Mutterland ihre Freiheitsrechte und ihre Selbstbestimmung einschränken wollten Die Country-Ideologie trug wesentlich zur zunehmenden Entfremdung der Kolonisten von ihrem Mutterland bei Unabhängigkeitserklärung und Unabhängigkeitskrieg Der Weg der Kolonien in die Unabhängigkeit -nach der "Boston Tea Party" verhängte das britische Parlament Sanktionen gegen die Kolonie Massachusetts und die Stadt Boston, die sogenannten "Coercive Acts" -gegen die Strafmaßnahmen bildete sich in den Kolonien eine Widerstandsbewegung, die zur Bildung von Protestbewegungen wie den "Sons of Liberty" und schließlich zum Ersten Kontinentalkongress führte -der Erste Kontinentalkongress: fand im September und Oktober 1774 in Philadelphia statt; sie beschlossen die komplette Einstellung des Handels mit England; der englische König George III. erklärte daraufhin, dass sich die Kolonien nun in einer offenen Rebellion gegen ihr Mutterland befänden; es begann ein gegenseitiges Aufrüsten in den Kolonien: das britische Militär in Nordamerika wurde verstärkt und in der Kolonialbevölkerung bildeten sich lokal organisierte Milizen, die sich nach und nach immer mehr Waffen beschafften -im Mai 1775 trat in Philadelphia der Zweite Kontinentalkongress zusammen; die Mitglieder übernahmen die Funktion einer zentralen Regierung für sämtliche Kolonien; es wurde sich mit dem Aufbau einer eigenen Kontinentalarmee beschäftigt, die dem englischen Militär Widerstand leisten sollte -der Kontinentalkongress rief den Verteidigungszustand aus, mit dem mögliche militärische Handlungen gerechtfertigt werden sollten -dennoch wurde die Loyalität gegenüber dem englischen Monarchen betont; so verfasste der Kontinentalkongress am 5. Juli 1775 die "Palmzweig-Petition", die sich an den englischen König George III. richtete und ihn letztmalig aufforderte, die vom Parlament beschlossenen Steuergesetzt aufzuheben -schon einen Tag später, am 6. Juli, beschloss der Kontinentalkongress jedoch die 4 Aufnahme des bewaffneten Widerstands -am 23. August 1775 rief George III. den Zustand der Rebellion in den Kolonien aus; er verurteilte den Widerstand als illegitim und kündigte an, diesen mit militärischer Gewalt niederzuschlagen sowie die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen Die Politik Englands gegenüber den nordamerikanischen Kolonien -darauf ausgerichtet, höhere Steuereinnahmen zu generieren, um die während des Siebenjährigen Krieges verursachten Schulden begleichen zu können; dafür erließ das Parlament mehrere Steuergesetze, von denen auch die Bewohner der Kolonien betroffen waren ("Sugar Act" 1764, "Stamp Act" 1765, "Townshend Acts" 1767) Mit der Steuergesetzgebung endete die Phase des "Salutary Neglect" (dt. "wohlwollende Nichtbeachtung"), in der das britische Mutterland den Kolonien weitgehende Freiheiten einräumte -nachdem England zur bestimmenden Kolonialmacht in Nordamerika aufgestiegen war, band es die Kolonien stärker in die staatliche Bürokratie und Kontrolle ein -London wollte sich die ökonomische Prosperität (Aufschwung) und den zunehmenden Wohlstand der Kolonien zunutze machen -für die Anliegen und Positionen der Kolonialbevölkerung herrschte wenig Verständnis -viele englische Politiker glaubten an die "Domino-Theorie", dass das gesamte britische "Empire" zusammenbrechen würde, wenn England seine nordamerikanischen Besitzungen in die Unabhängigkeit entlassen müsste; deshalb waren viele Entscheidungsträger in London und auch der König nicht zu Zugeständnissen an die Kolonialbevölkerung bereit Thomas Paines Flugschrift "Common Sense" -die Flugschrift des Publizisten Thomas Paine mit dem Titel "Common Sense" erschien am 10. Januar 1776 -er forderte die Unabhängigkeit der Kolonien vom britischen Mutterland und die Errichtung einer Republik -er ging über die bislang von den aufständischen Kolonisten offiziell vertretene Position weit hinaus -scharfe Kritik nicht mehr nur am Unterhaus, sondern auch am englischen Monarchen: er warf ihm Tyrannei vor und behauptete, dass eine Regierung, die von einem König abhängig sei, nicht tugendhaft handeln könne; in einer Republik stehe das Gesetz an oberster Stelle, das vom Volk beschlossen werde -solange die Kolonisten als britische Untertanen gelten würden, könnten sie jedoch nicht frei und souverän über ihr Schicksal bestimmen; deshalb sei die Erklärung der Unabhängigkeit notwendig -das Bewusstsein eines kompletten Neubeginns spiegelt sich für die Kolonien wider Die Unabhängigkeitserklärung vom 4. Juli 1776 -weite Teile der kolonialen Bevölkerung waren zu Beginn des Jahres 1776 noch gegen die Unabhängigkeit -nach und nach entstand allerdings (durch Flugschriften etc.) eine politische Öffentlichkeit -am 4. Juli 1776 wurde die Unabhängigkeitserklärung verabschiedet -das Dokument wurde von Thomas Jefferson verfasst, der später Präsident der Vereinten Staaten wurde -Unabhängigkeitserklärung ist in drei Teile gegliedert -die eigentliche Rechtserklärung nimmt Bezug auf die drei unveräußerlichen Rechte, 5