Die Jugendorganisationen im Nationalsozialismus
Der Bund deutscher Mädel (BDM) entstand 1930 als weiblicher Zweig der Nationalsozialistischen Jugendorganisationen in Deutschland. Die Organisation entwickelte sich aus den bereits seit 1923 bestehenden Mädchenschaften und wurde 1931 offiziell in die Hitler Jugend eingegliedert. Mit dem "Gesetz über die Hitlerjugend" vom 1. Dezember 1936 wurde die Mitgliedschaft für deutsche Mädchen verpflichtend, was zu einem rasanten Anstieg der Mitgliederzahlen führte - bis 1942 waren es bereits 4,2 Millionen Mitglieder.
Definition: Der BDM war die einzige staatlich anerkannte Jugendorganisation für Mädchen im Nationalsozialismus.
Die Organisation war streng hierarchisch aufgebaut, von den Obergauen mit mehreren tausend Mitgliedern bis zu den kleinen Mädelschaften mit 10-15 Teilnehmerinnen. Die Altersgliederung erfolgte in drei Stufen: Jungmädelbund (10-15 Jahre), BDM (14-17 Jahre) und "Glaube und Schönheit" (17-21 Jahre).
Die ideologische Ausrichtung des BDM zielte darauf ab, junge Frauen auf ihre künftige Rolle als Mutter und Hausfrau im nationalsozialistischen Staat vorzubereiten. Der Fokus lag auf sportlicher Ertüchtigung, hauswirtschaftlichen Tätigkeiten und der Vermittlung nationalsozialistischer Werte wie Gehorsam, Disziplin und Opferbereitschaft.











