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Hurrelmann Abizusammenfassung

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 Das Modell der
Realitätsverarbeitung
produktiven
nach Klaus Hurrelmann
Grundgedanke
Persönlichkeitsentwicklung abhängig von innerer + äußer

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Hier meine Zusammenfassung zu Klaus Hurrelmann zum Abi `22 - Grundgedanke - Entwicklungsaufgaben - 10 Maxime - Transition + Moratorium - Päd. Konsequenzen - Kritische Würdigung

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Das Modell der Realitätsverarbeitung produktiven nach Klaus Hurrelmann Grundgedanke Persönlichkeitsentwicklung abhängig von innerer + äußerer Realität und dessen verarbeitung Jugendphase - Krisenphase → Bewältigung von Entwicklungsaufgaben zwischen Kindheit und Erwachsenenalter Sozialisation als ständiger Bewältigungsprozess von Lebensanforderungen Entwicklungsaufgaben (Erikson: Krisen → Bewältigung ist entwicklungsfördernd) Qualifizieren → Rolle des Wirtschaftsbürgers und Berufstätigen • schulische, berufsvorbereitende Bildung → intelektuelle und soziale Fähigkeiten 4 Leistungsdruck, Wettbewerbsgesellschaft Binden →Rolle des Familiengründers • Körper und Geschlechtsidentifikation Ablösung von den Eltern • Fähigkeit zur partnerschaftlichen Bindung 4 soziale Bindungen im Familienleben werden immer unbeständiger Konsumieren → Rolle des Konsumenten . I den eigenen Bedürfnissen bewusst werden in 10 Maximen ·festgehalten • Fähigkeit zum kompetenten Umgang mit Waren-, Freizeit- und Medienangeboten 4 überreizungsgefahr (Medien) (Web 2.0) Partizipieren (Klafki: Mitbestimmungsfähigkeit) → Rolle des Bürgers mit Fähigkeit zur aktiven Beteiligung an öffentlichen Angelegenheiten Entwicklung eines individuellen Werte- und Normensystems y nicht ausreichende Möglichkeiten zur aktiven Mitgestaltung → treten Probleme bei der Bewältigung auf, kann das zu unzureichender Entwicklung von Resilienz und Verunsicherung in Selbstbild und Selbstwertgefühl führen 10 Maxime 1 Innere und äußere Realität werden bei der Persönlichkeitsentwicklung produktiv verarbeitet •innere Realität genetische Anlagen / Grundstrukturen • äußere Realität - Umweltbedingungen = Jugendlicher als schöpferischer Konstrukteur seiner selbst (Montessori: Kind als Baumeister) 3 Die Bewältigung der Entwicklungsaufgaben hängt von innerer und äußerer Realität ab. Individuation und Integration im Spannungsverhältnis • Individuation - Aufbau einer = individuellen Persönlichkeitsstruktur (Krappmann: phantom uniqueness) • Integration - Anpassung an die Gesellschaft, Eingliederung in soziale Strukturen (Krappmann phantom normalcy) 5 Ich - Identität als Balance aus personaler und sozialer...

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Identität = Individuation 1 erzeugt ↓ personale Identität = Spannungs į verhältnis Integration 1 erzeugt ↓ Balance Ich-Identität • personale Identität Empfinden, eine einzigartige Persönlichkeit zu sein (Krappmann: personal identity) • soziale Identität: Erleben, eine anerkannte gesellschaftliche Mitgliedsrolle einzunehmen (Krappmann social identity) • sind Ressourcen nicht ausreichend → keine Bewältigung → Problem verhalten → externalisierend = nach außen gerichtet (z. B. Aggressionen) internalisierend = nach innen gerichtet (z. B. sozialer Rückzug/Depression) evadierend ausweichend (z. B. Suchtverhalten) = soziale 6 Personale und soziale Ressourcen zur Bewältigungshilfe von Entwicklungsdruck • personale Ressourcen individuelle Bewältigungskompetenzen → z.B. Reflexionsfähigkeit (Piaget: reflektiertes Denken); Fähigkeit mit Rückschlägen und Widerständen umzugehen (Freud: Ich-Stärke) •Soziale Ressourcen: Unterstützung aus der sozialen Umwelt → 2.B. stabiles Netzwerk (Freud/ Erikson: Urvertrauen) Identität + Netzwerkgedanke (Freud/Erikson: Urvertrauen) primäre, sekundäre und tertiäre Sozialisationsinstanzen unterstützen den Jugendlichen (Familie) (Schule) (Gesellschaft) (8 Persönlichkeitsentwicklung lebenslanger Prozess Ⓒ Ausgangsbedingungen (sozial, ökonomisch, kulturell) beeinflussen die Bewältigung und damit (9) die Persönlichkeitsentwicklung (10) Das Geschlecht beeinflusst die Chancen der Bewältigung von Entwicklungsaufgaben und damit die Persönlichkeitsentwicklung Transition/Moratorium Den Übergang ins Erwachsenenalter kann der Jugendliche auf verschiedene Weisen vollbringen Transition = Orientierung an den älteren Generationen Moratorium = Rückzug in den Schonraum Jugend (Erikson psychosoziales Horatorium) Kombinationsmöglichkeiten • Integration (Ideal) → Transition ↑ Moratorium 1 → Orientierung an anerkannten Lebensläufen, gleichzeitig Gegenwartsorientierung • Assimilation („der Mitläufer) → Transition ↑ Moratorium ↓ → Orientierung an Mustern, kaum Kreativität •Segregation 1, der ewige Jugendliche") → Transition ↓ Moratorium ↑ Bewältigung der Entwicklungsaufgaben wird nicht angestrebt, Herausforderungen werden vermieden • Marginalisierung (.. der Depressive") ● → Transition Moratorium↓ → Weder Übergang in Erwachsenenstatus, noch Gestaltung der Jugendphase Pädagogische Konsequenzen • feste Strukturen, dennoch Handlungsspielraum • Vorbildfunktion von Eltern und Lehrkräften •Interesse am Jugendlichen zeigen •Hilfen anbieten • Sicherheit/Geborgenheit geben Nicht in Watte packen, Fehler zulassen → Verantwortung über Handeln übernehmen (Selbstverantwortung nahebringen) Selbstvertrauen geben → Lob/ Bestärkung Nicht verwöhnen →gesundes Konsumverhalten • Kommunikation fördern Eingliederung in soziale Umwelt fördern (z. B. Vereine) Kritische Würdigung + Anerkennung der Jugend als eigen- ständige Phase + Fokus auf Selbstverantwortung der Jugendlichen + Sozialisation als lebenslanger Prozess Medienkonsum wird kaum beachtet - Individuelle Entwicklung zu wenig anerkannt Theorievorstellung Hurrelmann Klaus Hurrelmann entwickelte das Modell der produktiven Realitätsverarbeitung. Es beschreibt den Prozess der Persönlichkeitsentwicklung eines Individuums in Auseinandersetzung mit seiner inneren und äußeren Realität. Seine Theorie hält Hurrelmann in 10 Maximen fest. Besonderen Fokus legt er dabei auf das Jugendalter. Im Verlauf des Sozialisationsprozesses wird der Jugendliche immer wieder mit Anforderungen und Aufgaben konfrontiert. Diese Entwicklungsaufgaben sind im Wesentlichen Qualifizieren, Binden, konsumieren und Partizipieren. Beim Qualifizieren geht es darum, dass der Jugendliche soziale und intellektuelle Fähigkeiten erlangt, die er im späteren (Berufs-)Leben benötigt. Das Binden beschreibt die Aufgabe, feste Bindungen eingehen zu können und sich als Folge daraus von den Eltern ablösen zu können. Beim Konsumieren besteht die Aufgabe des Jugendlichen darin, sich den eigenen Bedürfnissen bewusst zu werden und so ein gesundes Konsumverhalten zu entwickeln. Die Aufgabe des Partizipierens ist der Aufbau eines Werte- und Normensystems und die aktive Teilhabe an der Gesellschaft. Eine weitere Aufgabe des Jugendlichen ist es, das Spannungsverhältnis zwischen Individuation, also dem Bestreben eine einzigartige Persönlichkeit zu sein, und Integration, also dem Bestreben als Teil der Gesellschaft anerkannt zu werden, auszugleichen. Außerdem muss er die aus der Individuation resultierende personale Identität mit der aus der Integration resultierenden sozialen Identität in eine Balance bringen. Nur wenn eine Balance herrscht, kann sich auch eine stabile Ich-Identität bilden. Diese Entwicklungsaufgaben zu bewältigen ist keine leichte Aufgabe. Gelingt eine Bewältigung nicht direkt, entsteht ein Entwicklungsdruck. Um mit diesem Druck zurecht zukommen, benötigt der Jugendliche eine Resilienz (Widerstandskraft). Diese entsteht durch individuelle Bewältigungskompetenzen (personale Ressourcen) sowie Unterstützung aus der sozialen Umwelt (Soziale Ressourcen). Reichen diese jedoch nicht aus, kann es zu einem Problemverhalten kommen. Dieses kann evadierend sein, der Jugendliche flüchtet dabei häufig in ein Suchtverhalten, externalisierend sein, dabei reagiert der Jugendliche auf Entwicklungsdruck mit aggressivem Verhalten nach Außen, oder internalisierend sein, wobei sich der Jugendliche isoliert und anfällig für depressive Störungen ist. Ob eine Entwicklungsaufgabe bewältigt werden kann, hängt nicht zuletzt von der inneren und äußeren Realität des Jugendlichen ab. Die innere Realität meint dabei die genetische Anlage, die äußere Realität Umweltbedingungen im Leben des Jugendlichen. Im Zuge seiner Persönlichkeitsentwicklung muss dieser die beiden Realitäten realistisch verarbeiten. Hurrelmann nennt den Jugendlichen daher auch einen schöpferischen Konstrukteur seiner selbst. Da sich die Realitäten innerhalb eines Lebens ständig verändern ist demzufolge die Persönlichkeitsentwicklung ein lebenslanger Prozess. Darüberhinaus nehmen auch der sozioökonomische Status sowie das Geschlecht einen Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung des Menschen. Des Weiteren betont Hurrelmann in seiner Theorie den Netzwerkgedanken. Demzufolge wird der Jugendliche von den primären, sekundären und tertiären Sozialisationsinstanzen unterstützt, insbesondere in Krisensituationen. Den Übergang ins Erwachsenenalter kann ein Jugendlicher schnell vollbringen (Transition) oder langsam (Moratorium). Der Idealtyp eines Übergangs ist die Integration. Dabei sind Transition und Moratorium gleich hoch. Bei der Assimilation ist die Transition besonders hoch, das Moratorium ist dagegen wenig ausgeprägt. Der Jugendliche orientiert sich dabei an bereits vorgegebenen Mustern. Eine weitere Möglichkeit ist die Segregation. Dabei ist seine Transition gering, sein Moratorium aber hoch. Er erscheint dann als ewiger Jugendlicher. Problematisch wird es bei der Marginalisierung: Hierbei sind sowohl Transition, als auch Moratorium niedrig. Der Jugendliche läuft dann Gefahr, an Depressionen zu erkranken.

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Reflexionsfähigkeit (Piaget: reflektiertes Denken); Fähigkeit mit Rückschlägen und Widerständen umzugehen (Freud: Ich-Stärke) •Soziale Ressourcen: Unterstützung aus der sozialen Umwelt → 2.B. stabiles Netzwerk (Freud/ Erikson: Urvertrauen) Identität + Netzwerkgedanke (Freud/Erikson: Urvertrauen) primäre, sekundäre und tertiäre Sozialisationsinstanzen unterstützen den Jugendlichen (Familie) (Schule) (Gesellschaft) (8 Persönlichkeitsentwicklung lebenslanger Prozess Ⓒ Ausgangsbedingungen (sozial, ökonomisch, kulturell) beeinflussen die Bewältigung und damit (9) die Persönlichkeitsentwicklung (10) Das Geschlecht beeinflusst die Chancen der Bewältigung von Entwicklungsaufgaben und damit die Persönlichkeitsentwicklung Transition/Moratorium Den Übergang ins Erwachsenenalter kann der Jugendliche auf verschiedene Weisen vollbringen Transition = Orientierung an den älteren Generationen Moratorium = Rückzug in den Schonraum Jugend (Erikson psychosoziales Horatorium) Kombinationsmöglichkeiten • Integration (Ideal) → Transition ↑ Moratorium 1 → Orientierung an anerkannten Lebensläufen, gleichzeitig Gegenwartsorientierung • Assimilation („der Mitläufer) → Transition ↑ Moratorium ↓ → Orientierung an Mustern, kaum Kreativität •Segregation 1, der ewige Jugendliche") → Transition ↓ Moratorium ↑ Bewältigung der Entwicklungsaufgaben wird nicht angestrebt, Herausforderungen werden vermieden • Marginalisierung (.. der Depressive") ● → Transition Moratorium↓ → Weder Übergang in Erwachsenenstatus, noch Gestaltung der Jugendphase Pädagogische Konsequenzen • feste Strukturen, dennoch Handlungsspielraum • Vorbildfunktion von Eltern und Lehrkräften •Interesse am Jugendlichen zeigen •Hilfen anbieten • Sicherheit/Geborgenheit geben Nicht in Watte packen, Fehler zulassen → Verantwortung über Handeln übernehmen (Selbstverantwortung nahebringen) Selbstvertrauen geben → Lob/ Bestärkung Nicht verwöhnen →gesundes Konsumverhalten • Kommunikation fördern Eingliederung in soziale Umwelt fördern (z. B. Vereine) Kritische Würdigung + Anerkennung der Jugend als eigen- ständige Phase + Fokus auf Selbstverantwortung der Jugendlichen + Sozialisation als lebenslanger Prozess Medienkonsum wird kaum beachtet - Individuelle Entwicklung zu wenig anerkannt Theorievorstellung Hurrelmann Klaus Hurrelmann entwickelte das Modell der produktiven Realitätsverarbeitung. Es beschreibt den Prozess der Persönlichkeitsentwicklung eines Individuums in Auseinandersetzung mit seiner inneren und äußeren Realität. Seine Theorie hält Hurrelmann in 10 Maximen fest. Besonderen Fokus legt er dabei auf das Jugendalter. Im Verlauf des Sozialisationsprozesses wird der Jugendliche immer wieder mit Anforderungen und Aufgaben konfrontiert. Diese Entwicklungsaufgaben sind im Wesentlichen Qualifizieren, Binden, konsumieren und Partizipieren. Beim Qualifizieren geht es darum, dass der Jugendliche soziale und intellektuelle Fähigkeiten erlangt, die er im späteren (Berufs-)Leben benötigt. Das Binden beschreibt die Aufgabe, feste Bindungen eingehen zu können und sich als Folge daraus von den Eltern ablösen zu können. Beim Konsumieren besteht die Aufgabe des Jugendlichen darin, sich den eigenen Bedürfnissen bewusst zu werden und so ein gesundes Konsumverhalten zu entwickeln. Die Aufgabe des Partizipierens ist der Aufbau eines Werte- und Normensystems und die aktive Teilhabe an der Gesellschaft. Eine weitere Aufgabe des Jugendlichen ist es, das Spannungsverhältnis zwischen Individuation, also dem Bestreben eine einzigartige Persönlichkeit zu sein, und Integration, also dem Bestreben als Teil der Gesellschaft anerkannt zu werden, auszugleichen. Außerdem muss er die aus der Individuation resultierende personale Identität mit der aus der Integration resultierenden sozialen Identität in eine Balance bringen. Nur wenn eine Balance herrscht, kann sich auch eine stabile Ich-Identität bilden. Diese Entwicklungsaufgaben zu bewältigen ist keine leichte Aufgabe. Gelingt eine Bewältigung nicht direkt, entsteht ein Entwicklungsdruck. Um mit diesem Druck zurecht zukommen, benötigt der Jugendliche eine Resilienz (Widerstandskraft). Diese entsteht durch individuelle Bewältigungskompetenzen (personale Ressourcen) sowie Unterstützung aus der sozialen Umwelt (Soziale Ressourcen). Reichen diese jedoch nicht aus, kann es zu einem Problemverhalten kommen. Dieses kann evadierend sein, der Jugendliche flüchtet dabei häufig in ein Suchtverhalten, externalisierend sein, dabei reagiert der Jugendliche auf Entwicklungsdruck mit aggressivem Verhalten nach Außen, oder internalisierend sein, wobei sich der Jugendliche isoliert und anfällig für depressive Störungen ist. Ob eine Entwicklungsaufgabe bewältigt werden kann, hängt nicht zuletzt von der inneren und äußeren Realität des Jugendlichen ab. Die innere Realität meint dabei die genetische Anlage, die äußere Realität Umweltbedingungen im Leben des Jugendlichen. Im Zuge seiner Persönlichkeitsentwicklung muss dieser die beiden Realitäten realistisch verarbeiten. Hurrelmann nennt den Jugendlichen daher auch einen schöpferischen Konstrukteur seiner selbst. Da sich die Realitäten innerhalb eines Lebens ständig verändern ist demzufolge die Persönlichkeitsentwicklung ein lebenslanger Prozess. Darüberhinaus nehmen auch der sozioökonomische Status sowie das Geschlecht einen Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung des Menschen. Des Weiteren betont Hurrelmann in seiner Theorie den Netzwerkgedanken. Demzufolge wird der Jugendliche von den primären, sekundären und tertiären Sozialisationsinstanzen unterstützt, insbesondere in Krisensituationen. Den Übergang ins Erwachsenenalter kann ein Jugendlicher schnell vollbringen (Transition) oder langsam (Moratorium). Der Idealtyp eines Übergangs ist die Integration. Dabei sind Transition und Moratorium gleich hoch. Bei der Assimilation ist die Transition besonders hoch, das Moratorium ist dagegen wenig ausgeprägt. Der Jugendliche orientiert sich dabei an bereits vorgegebenen Mustern. Eine weitere Möglichkeit ist die Segregation. Dabei ist seine Transition gering, sein Moratorium aber hoch. Er erscheint dann als ewiger Jugendlicher. Problematisch wird es bei der Marginalisierung: Hierbei sind sowohl Transition, als auch Moratorium niedrig. Der Jugendliche läuft dann Gefahr, an Depressionen zu erkranken.