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Zusammenfassung Krappmann Abi

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 Symbolischer Interaktionismus
nach Lothar Krappmann
Grundgedanke
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Verhandeln
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Luisa

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Zusammenfassung zum symbolischen Interaktionismus nach Lothar Krappmann - Gleichgewichtszustände - Identitätsfördernde Fähigkeiten - Charaktertypen - Päd. Konsequenzen - Kritische Würdigung - Theorievorstellung

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Symbolischer Interaktionismus nach Lothar Krappmann Grundgedanke Selbstdarstellung, Verhandeln (phantom uniqueness) Interaktion "meanings (= Sprache) personal identity. → So sein wie kein anderer" → Einzigartigkeit Balanceakt Interpretation des Gegenübers ✓ Ich Identität (self) Social identity So sein wie alle anderen" 11 → Anpassung (Phantom normalcy) Identität bildet sich in Interaktionsprozessen (Mead) Identitätsfindung = Lebenslanger Prozess (Hurrelmann; Erikson: Lebenslanges & ziel: Selbstbestimmte und stabile Persönlichkeit Modell) Gleichgewichtszustände um erfolgreich mit seinem Gegenüber kommunizieren zu können, muss das Individuum außerdem drei Gleichgewichtszustände in einer Balance halten: • Gleichgewicht zwischen widersprüchlichen Rollenerwartungen Gleichgewicht zwischen den Anforderungen anderer und den eigenen Bedürfnissen. ● · Gleichgewicht zwischen dem Bedürfnis, sich anderen als einzigartig darzustellen und der Notwendigkeit, die Anerkennung anderer zu erhalten (Hurrelmann; Mead · Me / I) Balanceakt von personal und social identity Eine ausbalcierte Ich-Identität (self) ist Vorraussetzung für gelungene Interaktion und damit für die Teilhabe in der Gesellschaft . · Überbetonung der personal identity führt zu einer Kontaktstörung (Rückzug) → Abbruch der Interaktion! • Überbetonung der social identity führt zu einer Distanzierungsstörung (Konformismus / Überanpassung) →Abbruch der Interaktion ! Identitätsfördernde Fähigkeiten Bestandteil und Vorraussetzung für Identität werden in Interaktionen ausgebaut, verändert und stabilisiert (Mead) Empathie / Role-taking • Fähigkeit, sich in andere hineinversetzen zu können Misslingen bei · → zu starke Orientierung am Gegenüber führt zu übersensivität und schließlich zu einer verdinglichung (= etwas lebendiges als Objekt ansehen) → fehlendes Einfühlungsvermögen führt zu Stigmatisierung (= diskriminieren) Rollendistanz • Fähigkeit, aus der eigenen Rolle herauszutreten und sie so aus der Außenperspektive betrachten zu können Rollenerwartungen wahrnehmen, interpretieren und reflektieren können Ambiguit átstoleranz...

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(Hurrelmann: Resilienz) Fähigkeit, konkurrierende Erwartungen bzw. Widersprüchlichkeiten bzgl. der eigenen Rolle (~ Erikson Krisen) aushalten zu können ● Identitats darstellung. • Fähigkeit, in Interaktionen seine Identität zu präsentieren und diese an die jeweilige Situation anzupassen • Gleichzeitig · Einnehmen einer Rolle + Präsentation als eigene Persönlichkeit Charaktertypen Nach krappmann gibt es drei verschiedene Charaktertypen, welche ein individuum annehmen kann, je nach dem, wie es Werte und Normen der Gesellschaft internalisiert hat •konventioneller Typ → Normen und Werte sind streng internalisiert → begünstigt durch autoritäre Erziehung • externalisierter Typ → Normen und werte sind kaum / gar nicht internalisiert → Orientierung nur dann, wenn Strafen drohen → begünstigt durch permessive Erziehung • humanistischer Typ → Normen zwar stark internalisiert, aber flexibel! ist bestrebt im Interesse aller Beteiligten zu handeln → begünstigt durch demokratische Erziehung Ziel der Erziehung sollte der humanistische Typ sein! Pädagogische Konsequenzen Theorieelement personal identity. social identity Empathie Rollendistanz Ambiguitätstoleranz Identitätsdarstellung Schule Selbstbewusstsein stärken → Lob; Selbstbewusstsein + Eigeninitiative Eigeninitiative unterstützen → fördern → Lob, Anregungen, Freiräume individuelle Förderung; Freiräume lassen bieten Gruppenaktivitäten; Interaktions- anlässe liefern → Diskussionen → Nahebringen von wert- und Normvorstellungen Lehrkräfte als Vorbilder; andere Sichtweisen nahebringen; Interaktionsanlässe bieten Verbote/Normen / Werte sinnvoll begründen → kein aufzwangen!; Gesprächsanlässe bieten → Diskussionen, Vorbild funktion! Konstruktive Konfliktlösung → Aktionen (z. B. Anti-Aggressions- Training); Konflikte zulassen! Würdigen der Leistung des Kindes → Stärken von Autonomie/ Selbstbewusstsein; Möglichkeiten zur Identitätsdarstellung geben + diese akzeptieren Kritische Würdigung + realitätsnah: soziale Beziehungen sind konfliktanfällig → soziales Handeln ist dynamisch + berücksichtigt wichtige Stellung der Familie Familie im Sozialisationsprozess + Überwindung von starren Rollenerwartungen Nahebringen von Wert - und Norm - vorstellungen; Kontakt zu gleichaltrigen fördern, Hilfestellung bei der Einfindung Tin soziale Rollen Eltern als Vorbilder i kommunikative Kompetenzen fördern, andere Sicht - weisen nahebringen; kommunikations- anlässe bieten Verbote/Normen/werte sinnvoll begründen → kein aufzwängen!; Gesprächsanlässe schaffen, Vorbildfunktion! Konstruktive Konfliktlösung fördern; Konflikte zulassen!; Frustrationstoleranz fördern → Kontakt zu Gleichaltrigen Würdigen der Leistung des Kindes → Stärken von Autonomie/Selbstbewusst- sein, Möglichkeiten zur Identitätsdar - stellung geben + diese akzeptieren mediale Einflüsse werden nicht beachtet - geht von einer klaren Rollen orientierung in der Familie → entspricht häufig nicht der Realität - gesellschaftliche Perspektive wird vernachlässigt Theorievorstellung Krappmann Lothar Krappmann geht in seiner Theorie davon aus, dass sich die Identität eines Menschen in Interaktionen mit anderen bildet. Er baut damit auf Meads Theorie des symbolischen Interaktionismus auf. Um erfolgreich mit anderen Menschen kommunizieren zu können, muss das Individuum sich selbst darstellen, das Gegenüber interpretieren und mit ihm verhandeln können. Dabei muss er außerdem drei Gleichgewichtszustände in einer Balance halten. Diese sind zum einen das Gleichgewicht zwischen widersprüchlichen Rollenerwartungen, zum anderen das Gleichgewicht zwischen den Anforderungen anderer und den eigenen Bedürfnissen, sowie das Gleichgewicht zwischen dem Bedürfnis sich anderen als einzigartig darzustellen und der Notwendigkeit die Anerkennung anderer zu erhalten. Laut Krappmann ist die Identitätsentwicklung ein lebenslanger Prozess, bei dem das Individuum eine möglichst stabile und selbstbestimmte Persönlichkeit entwickelt. Die Ich-Identität bezeichnet dabei die Balance zwischen personal und social identity. Die personal identity beruht auf der Einzigartigkeit des Individuums, während die social identity auf der Anpassung an die Gesellschaft beruht. Damit die Identitätsentwicklung erfolgreich verlaufen kann, sollte sich das Individuum im Idealfall vier Grundqualifikationen aneignen, die für das kommunikative Handeln Voraussetzung sind. Diese sind Empathie, also die Fähigkeit, sich in andere hineinversetzen zu können, sowie Ambiguitätstoleranz, also die Fähigkeit Widersprüchlichkeiten aushalten zu können. Außerdem Rollendistanz, also das heraustreten aus der eigenen Rolle, und Identitätsdarstellung. Damit ist gemeint, eine Rolle einzunehmen, sich dabei aber gleichzeitig als eigenständige Persönlichkeit zu präsentieren. Krappmann nennt des Weiteren drei verschiedene Charaktertypen, die ein Individuum annehmen kann, je nach dem, wie es Werte und Normen der Gesellschaft internalisiert hat. Als erstes gibt es den konventionellen Charaktertypen. Dieser hat die Werte und Normen streng internalisiert. Daneben gibt es den externalisierenden Charaktertypen. Dieser hat Werte und Normen kaum bis gar nicht internalisiert und hält sich nur an sie, wenn ihm eine Strafe droht. Als letztes gibt es den humanistischen Charaktertypen. Dieser hat Normen und Werte internalisiert und kann flexibel mit ihnen umgehen.

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Pädagogische Konsequenzen Theorieelement personal identity. social identity Empathie Rollendistanz Ambiguitätstoleranz Identitätsdarstellung Schule Selbstbewusstsein stärken → Lob; Selbstbewusstsein + Eigeninitiative Eigeninitiative unterstützen → fördern → Lob, Anregungen, Freiräume individuelle Förderung; Freiräume lassen bieten Gruppenaktivitäten; Interaktions- anlässe liefern → Diskussionen → Nahebringen von wert- und Normvorstellungen Lehrkräfte als Vorbilder; andere Sichtweisen nahebringen; Interaktionsanlässe bieten Verbote/Normen / Werte sinnvoll begründen → kein aufzwangen!; Gesprächsanlässe bieten → Diskussionen, Vorbild funktion! Konstruktive Konfliktlösung → Aktionen (z. B. Anti-Aggressions- Training); Konflikte zulassen! Würdigen der Leistung des Kindes → Stärken von Autonomie/ Selbstbewusstsein; Möglichkeiten zur Identitätsdarstellung geben + diese akzeptieren Kritische Würdigung + realitätsnah: soziale Beziehungen sind konfliktanfällig → soziales Handeln ist dynamisch + berücksichtigt wichtige Stellung der Familie Familie im Sozialisationsprozess + Überwindung von starren Rollenerwartungen Nahebringen von Wert - und Norm - vorstellungen; Kontakt zu gleichaltrigen fördern, Hilfestellung bei der Einfindung Tin soziale Rollen Eltern als Vorbilder i kommunikative Kompetenzen fördern, andere Sicht - weisen nahebringen; kommunikations- anlässe bieten Verbote/Normen/werte sinnvoll begründen → kein aufzwängen!; Gesprächsanlässe schaffen, Vorbildfunktion! 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Diese sind zum einen das Gleichgewicht zwischen widersprüchlichen Rollenerwartungen, zum anderen das Gleichgewicht zwischen den Anforderungen anderer und den eigenen Bedürfnissen, sowie das Gleichgewicht zwischen dem Bedürfnis sich anderen als einzigartig darzustellen und der Notwendigkeit die Anerkennung anderer zu erhalten. Laut Krappmann ist die Identitätsentwicklung ein lebenslanger Prozess, bei dem das Individuum eine möglichst stabile und selbstbestimmte Persönlichkeit entwickelt. Die Ich-Identität bezeichnet dabei die Balance zwischen personal und social identity. Die personal identity beruht auf der Einzigartigkeit des Individuums, während die social identity auf der Anpassung an die Gesellschaft beruht. Damit die Identitätsentwicklung erfolgreich verlaufen kann, sollte sich das Individuum im Idealfall vier Grundqualifikationen aneignen, die für das kommunikative Handeln Voraussetzung sind. Diese sind Empathie, also die Fähigkeit, sich in andere hineinversetzen zu können, sowie Ambiguitätstoleranz, also die Fähigkeit Widersprüchlichkeiten aushalten zu können. Außerdem Rollendistanz, also das heraustreten aus der eigenen Rolle, und Identitätsdarstellung. Damit ist gemeint, eine Rolle einzunehmen, sich dabei aber gleichzeitig als eigenständige Persönlichkeit zu präsentieren. Krappmann nennt des Weiteren drei verschiedene Charaktertypen, die ein Individuum annehmen kann, je nach dem, wie es Werte und Normen der Gesellschaft internalisiert hat. Als erstes gibt es den konventionellen Charaktertypen. Dieser hat die Werte und Normen streng internalisiert. Daneben gibt es den externalisierenden Charaktertypen. Dieser hat Werte und Normen kaum bis gar nicht internalisiert und hält sich nur an sie, wenn ihm eine Strafe droht. Als letztes gibt es den humanistischen Charaktertypen. Dieser hat Normen und Werte internalisiert und kann flexibel mit ihnen umgehen.