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Carl Roger´s humanistische Psychologie

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 Carl Rogers´ Humanistische Psychologie
Bild vom Menschen
Lernplaneinheit 15: Richtungen der Psychologie III
Mensch ist im „Kern" gut
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Lernplaneinheit 15 - Richtungen der Psychologie III (Menschenbild, Rogers personenzentrierter Ansatz, Entstehung psychischer Störungen, klientenzentrierte Gesprächspsychotherapie, systemisch-konstruktives Denken, systemische Arbeit in der Praxis)

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Carl Rogers´ Humanistische Psychologie Bild vom Menschen Lernplaneinheit 15: Richtungen der Psychologie III Mensch ist im „Kern" gut Mensch strebt nach einer gesunden und selbstbestimmten Persönlichkeit Selbstverwirklichungsstreben Entwicklung zu positivem, sozialem Wesen Mensch besitzt die Tendenz zur Entwicklung all seiner Möglichkeiten im Sinne der Erhaltung des Organismus Angeborene Lebenskraft nennt Roger „Aktualisierungstendenz" oder auch „Tendenz zur Selbstverwirklichung" Rogers personenzentrierter Ansatz Entwicklung durch jahrelange Erfahrung in Therapie Mensch als gleichberechtigte Person, die in aktueller Situation Hilfe benötigt Klient -> Wertschätzung, Gleichberechtigung Selbstverwirklichung, Selbstaktualisierung (Grundannahmen) Aktualisierungstendenz Aktualisierungstendenz stellt das grundlegende Motiv menschlichen Verhaltens dar und ist das angeborene und beständige Bestreben des Menschen: 1) seine Entwicklungsmöglichkeiten zu erhalten, zu entfalten und zu verwirklichen 2) Unabhängigkeit und Selbstbestimmung zu erlangen Aktualisierungstendenz bedeutet das angeborene (Be)Streben Seine eigenen Entwicklungsmöglichkeiten zu erhalten, zu entfalten und zu verwirklichen Nach Unabhängigkeit und Selbstbestimmung Und geschieht in der Aufnahme und Bewertung von Erfahrungen, inwieweit diese die Aktualisierung fördern bzw. einschränken (= organismischer Bewertungsprozess) Tendenz zur Aktualisierung Die Aktualisierung dient zur Erhaltung und Entfaltung des Organismus Organismus = nicht rein biologisch zu verstehen, sondern als Verkörperung der Lebenskraft und der Aktualisierungstendenz Die Verkörperung der Aktualisierungstendenz nennt Rogers ,,organismisches Erleben" (Erfahrungen) Das Streben nach Aktualisierung geschieht in der Auseinandersetzung mit der Umwelt und den Erfahrungen, die ein Mensch macht Dieses Streben des Menschen führt ständig zu neuen Erfahrungen, die ein Mensch einem organismischen Bewertungsprozess unterwirft. -> Organismischer Bewertungsprozess Erfahrungen, die Selbstaktualisierung ermöglichen positive...

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Bewertung und weiterhin angestrebt Erfahrungen, die Selbstaktualisierung verhindern -> negative Bewertung und vermieden Organismischer Bewertungsprozess ist der Prozess, Erfahrungen aufzunehmen und dahingehend zu bewerten, inwieweit sie das Streben nach Selbstverwirklichung fördern bzw. einschränken. Lernplaneinheit 15: Richtungen der Psychologie III Selbstkonzept Erfahrungen und Wahrnehmungen verdichten sich zu einem Selbst und bilden schließlich das Selbstkonzept einer Person Eigene Einschätzung einer Person -> subjektive Betrachtung! (muss nicht der Wahrheit entsprechen) Menschen haben Tendenz, sich in Übereinstimmung mit ihrem Selbstkonzept zu verhalten Das Selbstkonzept stellt die durch Erfahrung zustande gekommene Gesamtheit aller Wahrnehmungen, Meinungen, Urteilsbildungen und Bewertungen des Individuums über sich und seine Umwelt dar. Rogers verwendet „Selbst“ und „Selbstkonzept" bedeutungsgleich Selbstaktualisierung Die Selbstaktualisierung bezeichnet den Teil der Erfahrungen des Organismus, der für die Entwicklung des eigenen Selbstkonzeptes bedeutsam ist. -> Selbstaktualisierung = Subsystem der Aktualisierungstendenz Selbstkonzept: Real-Selbst und Ideal-Selbst Ideal-Selbst: Bewusstsein eines Menschen, wie er gerne sein möchte und wie die anderen ihn haben möchten, auch als Selbstideal gesehen; die verinnerlichten Bewertungen durch andere Personen. Real-Selbst: das tatsächliche Bild, was eine Person von sich hat; dies ist das Bewusstsein eines Menschen über das, was er kann; von Rogers auch als Selbstbildnis bezeichnet Idealselbst Realselbst Personen streben nach Übereinstimmung zwischen Real-Selbst und Ideal-Selbst Sie sind glücklich und ausgeglichen, wenn Übereinstimmung weitgehend gelingt Sie sind unglücklich und unausgeglichen, wenn Real-Selbst und Ideal-Selbst zu weit auseinander sind Große Überschneidung Selbstaktualisierung kann stattfinden Realselbst ist dem Idealselbst sehr ähnlich Selbstkonzept die durch Erfahrung zustande gekommene Gesamtheit aller Wahrnehmungen, Meinungen, Urteilsbildungen und Bewertungen des Individuums über sich selbst zu seiner Umwelt. Real-Selbst Das tatsächliche Bild einer Person über das, was sie ist und was sie kann Entstehung des Selbstkonzepts Das Selbstkonzept (pos./neg.) wird bestimmt durch: Erfahrungen mit der eigenen und über die eigene Person (Fähigkeiten) Forderungen und Wünsche der Bezugsperson (Fleiß, Noten) Positive/negative Beziehungsbotschaften Zuschreibungen Ideal-Selbst Das Bild einer Person über das, was sie gerne sein möchte und wie andere sie haben möchten Bewertungsbedingungen Kind entwickelt Bewertungsbedingungen: das sind Wertmaßstäbe anderer Personen, die das Kind erfüllen muss, um Zuneigung zu bekommen. (z.B. Teller muss leer gegessen werden; immer lieb und freundlich sein) Bewertungsbedingungen sind Maßstäbe anderer Personen, die ein Mensch erfüllen muss, um Zuneigung und Wertschätzung dieser zu erhalten. Diese Abspaltung von Erfahrungen ist nach Rogers die grundlegende Entfremdung des Menschen sich selbst gegenüber und wesentliche Ursache von seelischen Störungen. Selbstkonzept, Selbstachtung und Wertschätzung Positive Beachtung bzw. Wertschätzung des Kindes spielt eine entscheidende Rolle. Lernplaneinheit 15: Richtungen der Psychologie III Wertschätzung: ist eine gefühlsmäßige Grundhaltung gegenüber einer anderen Person, die sich in Achtung, Anerkennung und Wohlwollen zeigt und sich in Zugewandtheit, Interesse, Aufmerksamkeit und Freundlichkeit ausdrückt. -> Wird das Kind positiv beachtet bzw. wertgeschätzt, wird es eine hohe Selbstachtung entwickeln Wird das Kind geringschätzt, wird es wenig Selbstachtung entwickeln Selbstachtung: ist die gefühlsmäßig wertende Einstellung einer Person zu sich selbst und die Wertschätzung, die eine Person für sich selbst empfindet. (Vgl. Tausch/Tausch). Selbstachtung hängt sehr eng mit dem Selbstkonzept zusammen Grenze zwischen einem flexiblen und einem starren Selbstkonzept ist fließend Wertschätzung -> Hohe Selbstachtung -> Flexibles Selbstkonzept Geringschätzung -> Geringe Selbstachtung -> Starres Selbstkonzept -> Abwehr Wertschätzung Führt zu Hoher Selbstachtung Folge Flexibles Selbstkonzept Aktuelle Erfahrungen können in das Selbstkonzept integriert werden. Geringschätzung Führt zu Geringer Selbstachtung Folge Starres Selbstkonzept Aktuelle Erfahrungen können nicht in das Selbstkonzept integriert werden. Abwehr Als Reaktion auf Erfahrungen, die im Widerspruch zum Selbstkonzept stehen. Entstehung psychischer Störungen - Inkongruenz zwischen Selbstkonzept und aktueller Erfahrung & Diskrepanz zwischen Ideal- und Realselbst Inkongruenz Lernplaneinheit 15: Richtungen der Psychologie III mit aktuellen Erfahrungen Starres Selbstkonzept Innerpsychische Spannungen Verzerrung Abwehr Seelische Fehlentwicklung Verleugnung Inkongruenz: Nichtübereinstimmung/Nichtzusammenpassen (<->Kongruenz) Diskrepanz: Missverhältnis zwischen zwei miteinander in Beziehung stehenden Dingen Verzerrung -> ,,Frau Pinsel hat keine Ahnung von Kunst." Verleugnung -> „Sieht doch super aus!" Diskrepanz mit Idealselbst Beispiel Karl denkt, er sei kreativ und künstlerisch begabt. Er hatte eine autoritäre Erziehung und deswegen ein starres Selbstkonzept. Karl bekommt Rückmeldung von Frau Pinsel, seine Arbeit sei nicht kreativ und gut, was zu innerpsychischen Spannungen und Abwehr führt. Karls Diskrepanz/Inkongruenz bleibt bestehen, was auf Dauer zu einer psychischen Fehlentwicklung führt. Klientenzentrierte Gesprächspsychotherapie Wissenschaftliche Grundlage Grundannahme Zielsetzung Die personenzentrierte Theorie Lernplaneinheit 15: Richtungen der Psychologie III Der Mensch strebt nach Erhaltung, Entfaltung und Verwirklichung seiner Entwicklungsmöglichkeiten, sowie nach Unabhängigkeit und Selbstbestimmung. Aufhebung der Erstarrung der Aktualisierungstendenz durch Auflösung des inkongruenten Zustandes. Verstehen, Echtheit und Wertschätzung als therapeutische Kerneigenschaften Echtheit = - Kongruenz - Aufrichtigkeit dem Klienten gegenüber - Verhalten & Einstellung des T. stimmen überein Folgen der Grundhaltung des Therapeuten Fürsorgliche Einstellung zu sich selbst Entwicklung einer Selbstachtung Entwicklung eines flexiblen Selbstkonzepts Verstehen Empathie -> Erfolg hängt von Haltung des Therapeuten (T.) ab. Alle 3 Bedingungen müssen in hohem Maß erfüllt werden! Wertschätzung - Unabhängige, bedingungslose Achtung - Wärme & Wohlwollen Positive gefühlsmäßige Grundhaltung zum K. Kritik der personenzentrierten Theorie Beschreibt und erklärt menschliches Erleben und Verhalten nur begrenzt. Beschränkt sich auf emotionale und motivationale Prozesse. „Du bist nicht das Problem, du bist die Lösung" „Hilfe zur Selbsthilfe!" Paraphrasieren und Verbalisieren emotionaler Erlebnisinhalte Verbalisieren: Paraphrasieren: Wiederholen der Aussagen des Klienten durch den Psychotherapeuten mit seinen eigenen Worten. Wiederspiegeln der persönlich emotionalen Erlebniswelt des Klienten durch den Therapeuten. Die fortschreitende Selbstwahrnehmung eigener Möglichkeiten und Verhaltensweisen. Selbstexploration: Gesellschaftliche Prozesse hinsichtlich des Gelingens/Scheiterns des eigenen Lebens werden vernachlässigt. Dass der Mensch im Kern „gut“ sei, ist nicht überprüfbar - unwissenschaftliche Theorie. Begriffe wie z.B. „Selbstkonzept“ sind unscharf, mehrdeutig und werden leicht missverstanden.

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Rogers verwendet „Selbst“ und „Selbstkonzept" bedeutungsgleich Selbstaktualisierung Die Selbstaktualisierung bezeichnet den Teil der Erfahrungen des Organismus, der für die Entwicklung des eigenen Selbstkonzeptes bedeutsam ist. -> Selbstaktualisierung = Subsystem der Aktualisierungstendenz Selbstkonzept: Real-Selbst und Ideal-Selbst Ideal-Selbst: Bewusstsein eines Menschen, wie er gerne sein möchte und wie die anderen ihn haben möchten, auch als Selbstideal gesehen; die verinnerlichten Bewertungen durch andere Personen. Real-Selbst: das tatsächliche Bild, was eine Person von sich hat; dies ist das Bewusstsein eines Menschen über das, was er kann; von Rogers auch als Selbstbildnis bezeichnet Idealselbst Realselbst Personen streben nach Übereinstimmung zwischen Real-Selbst und Ideal-Selbst Sie sind glücklich und ausgeglichen, wenn Übereinstimmung weitgehend gelingt Sie sind unglücklich und unausgeglichen, wenn Real-Selbst und Ideal-Selbst zu weit auseinander sind Große Überschneidung Selbstaktualisierung kann stattfinden Realselbst ist dem Idealselbst sehr ähnlich Selbstkonzept die durch Erfahrung zustande gekommene Gesamtheit aller Wahrnehmungen, Meinungen, Urteilsbildungen und Bewertungen des Individuums über sich selbst zu seiner Umwelt. Real-Selbst Das tatsächliche Bild einer Person über das, was sie ist und was sie kann Entstehung des Selbstkonzepts Das Selbstkonzept (pos./neg.) wird bestimmt durch: Erfahrungen mit der eigenen und über die eigene Person (Fähigkeiten) Forderungen und Wünsche der Bezugsperson (Fleiß, Noten) Positive/negative Beziehungsbotschaften Zuschreibungen Ideal-Selbst Das Bild einer Person über das, was sie gerne sein möchte und wie andere sie haben möchten Bewertungsbedingungen Kind entwickelt Bewertungsbedingungen: das sind Wertmaßstäbe anderer Personen, die das Kind erfüllen muss, um Zuneigung zu bekommen. (z.B. Teller muss leer gegessen werden; immer lieb und freundlich sein) Bewertungsbedingungen sind Maßstäbe anderer Personen, die ein Mensch erfüllen muss, um Zuneigung und Wertschätzung dieser zu erhalten. Diese Abspaltung von Erfahrungen ist nach Rogers die grundlegende Entfremdung des Menschen sich selbst gegenüber und wesentliche Ursache von seelischen Störungen. Selbstkonzept, Selbstachtung und Wertschätzung Positive Beachtung bzw. Wertschätzung des Kindes spielt eine entscheidende Rolle. Lernplaneinheit 15: Richtungen der Psychologie III Wertschätzung: ist eine gefühlsmäßige Grundhaltung gegenüber einer anderen Person, die sich in Achtung, Anerkennung und Wohlwollen zeigt und sich in Zugewandtheit, Interesse, Aufmerksamkeit und Freundlichkeit ausdrückt. -> Wird das Kind positiv beachtet bzw. wertgeschätzt, wird es eine hohe Selbstachtung entwickeln Wird das Kind geringschätzt, wird es wenig Selbstachtung entwickeln Selbstachtung: ist die gefühlsmäßig wertende Einstellung einer Person zu sich selbst und die Wertschätzung, die eine Person für sich selbst empfindet. (Vgl. Tausch/Tausch). Selbstachtung hängt sehr eng mit dem Selbstkonzept zusammen Grenze zwischen einem flexiblen und einem starren Selbstkonzept ist fließend Wertschätzung -> Hohe Selbstachtung -> Flexibles Selbstkonzept Geringschätzung -> Geringe Selbstachtung -> Starres Selbstkonzept -> Abwehr Wertschätzung Führt zu Hoher Selbstachtung Folge Flexibles Selbstkonzept Aktuelle Erfahrungen können in das Selbstkonzept integriert werden. Geringschätzung Führt zu Geringer Selbstachtung Folge Starres Selbstkonzept Aktuelle Erfahrungen können nicht in das Selbstkonzept integriert werden. Abwehr Als Reaktion auf Erfahrungen, die im Widerspruch zum Selbstkonzept stehen. Entstehung psychischer Störungen - Inkongruenz zwischen Selbstkonzept und aktueller Erfahrung & Diskrepanz zwischen Ideal- und Realselbst Inkongruenz Lernplaneinheit 15: Richtungen der Psychologie III mit aktuellen Erfahrungen Starres Selbstkonzept Innerpsychische Spannungen Verzerrung Abwehr Seelische Fehlentwicklung Verleugnung Inkongruenz: Nichtübereinstimmung/Nichtzusammenpassen (<->Kongruenz) Diskrepanz: Missverhältnis zwischen zwei miteinander in Beziehung stehenden Dingen Verzerrung -> ,,Frau Pinsel hat keine Ahnung von Kunst." Verleugnung -> „Sieht doch super aus!" Diskrepanz mit Idealselbst Beispiel Karl denkt, er sei kreativ und künstlerisch begabt. Er hatte eine autoritäre Erziehung und deswegen ein starres Selbstkonzept. Karl bekommt Rückmeldung von Frau Pinsel, seine Arbeit sei nicht kreativ und gut, was zu innerpsychischen Spannungen und Abwehr führt. Karls Diskrepanz/Inkongruenz bleibt bestehen, was auf Dauer zu einer psychischen Fehlentwicklung führt. Klientenzentrierte Gesprächspsychotherapie Wissenschaftliche Grundlage Grundannahme Zielsetzung Die personenzentrierte Theorie Lernplaneinheit 15: Richtungen der Psychologie III Der Mensch strebt nach Erhaltung, Entfaltung und Verwirklichung seiner Entwicklungsmöglichkeiten, sowie nach Unabhängigkeit und Selbstbestimmung. Aufhebung der Erstarrung der Aktualisierungstendenz durch Auflösung des inkongruenten Zustandes. Verstehen, Echtheit und Wertschätzung als therapeutische Kerneigenschaften Echtheit = - Kongruenz - Aufrichtigkeit dem Klienten gegenüber - Verhalten & Einstellung des T. stimmen überein Folgen der Grundhaltung des Therapeuten Fürsorgliche Einstellung zu sich selbst Entwicklung einer Selbstachtung Entwicklung eines flexiblen Selbstkonzepts Verstehen Empathie -> Erfolg hängt von Haltung des Therapeuten (T.) ab. Alle 3 Bedingungen müssen in hohem Maß erfüllt werden! Wertschätzung - Unabhängige, bedingungslose Achtung - Wärme & Wohlwollen Positive gefühlsmäßige Grundhaltung zum K. Kritik der personenzentrierten Theorie Beschreibt und erklärt menschliches Erleben und Verhalten nur begrenzt. Beschränkt sich auf emotionale und motivationale Prozesse. „Du bist nicht das Problem, du bist die Lösung" „Hilfe zur Selbsthilfe!" Paraphrasieren und Verbalisieren emotionaler Erlebnisinhalte Verbalisieren: Paraphrasieren: Wiederholen der Aussagen des Klienten durch den Psychotherapeuten mit seinen eigenen Worten. Wiederspiegeln der persönlich emotionalen Erlebniswelt des Klienten durch den Therapeuten. Die fortschreitende Selbstwahrnehmung eigener Möglichkeiten und Verhaltensweisen. Selbstexploration: Gesellschaftliche Prozesse hinsichtlich des Gelingens/Scheiterns des eigenen Lebens werden vernachlässigt. Dass der Mensch im Kern „gut“ sei, ist nicht überprüfbar - unwissenschaftliche Theorie. Begriffe wie z.B. „Selbstkonzept“ sind unscharf, mehrdeutig und werden leicht missverstanden.