Pädagogik /

Psychosoziale Entwicklung nach Erik H. Erikson

Psychosoziale Entwicklung nach Erik H. Erikson

 Die psychosoziale Entwicklung
nach Erik H. Erikson
Kerngedanke
Entwicklung einer stabilen Identität unter besonderer Berücksichtigung der I

Psychosoziale Entwicklung nach Erik H. Erikson

user profile picture

Luisa

1116 Followers

Teilen

Speichern

81

 

11/12/13

Lernzettel

Zusammenfassung Erik H. Erikson - Krisen - Bedeutung der Bindung - Psychosoziale Phasen - Jugendphase - Päd. Konsequenzen - Kritische Würdigung - Theorievorstellung

Nichts passendes dabei? Erkunde andere Fachbereiche.

Die psychosoziale Entwicklung nach Erik H. Erikson Kerngedanke Entwicklung einer stabilen Identität unter besonderer Berücksichtigung der Interaktion mit der sozialen Umwelt 8 Entwicklung in 8 Stufen nach dem epigenetischen Prinzip → epigenetisches Prinzip = Entwicklung folgt bestimmten Grundbauplan; Stufen bauen aufeinander auf Krisen •In jeder Entwicklungsstufe muss das Individuum eine Aufgabe (Krise) bewältigen • Bewältigung von Krisen ist entwicklungsfördernd Identität Empfinden, man selbst und gleichzeitig in der Gesellschaft verwurzelt zu sein Identitäts empfinden ist dynamisch → Bild von sich selbst muss im Laufe des Lebens immer wieder an neue Begebenheiten angepasst werden •Tatsächliche Identitätsfindung beginnt im Jugendalter Vorraussetzungen für Identität • Neuinterpretation von früher gewonnenen Teilidentitäten Gegenseitige Interaktion von Individuum und sozialem Umfeld Verarbeitung der körperlichen Veränderungen und der damit verbundenen Gefühle • Erfolgreiche Erprobung der Geschlechtsrolle Bedeutung der Bindung Bindung = emotionale Beziehung zu vertrauten Menschen Bindungserfahrungen beeinflussen Gesundheit, Beziehungsfähigkeit und Stressresistenz (Resilienz)! · Enger Kontakt zwischen Säugling und Bezugspersonen (Urvertrauen) bestimmt über psychische Sicherheit und Unsicherheit Erziehungsziel: Aufbau von Ich-Flexibilität (durch psychische Sicherheit)! Menschen mit guter Ich - Flexibilität ... •... zeigen weniger/kaum abweichendes Verhalten; sind sozialer sind bemüht, Anforderungen gemeinsam mit nahestehenden Menschen zu bewältigen •... haben mehr Selbstvertrauen, lassen sich nicht entmutigen sind selbstständiger; erbringen bessere Leistungen. Zwischen Kind und Bezugspersonen können sich verschiedene Bindungsmuster herausbilden. Man unterscheidet zwischen ● • sichere Bindung → Bezugspersonen erfüllen feinfühlig und zuverlässig physische und emotionale Bedürfnisse des Kindes • unsicher - vermeidende Bindung → Kinder bekommen nicht ausreichend...

Mit uns zu mehr Spaß am Lernen

Hilfe bei den Hausaufgaben

Mit dem Fragen-Feature hast du die Möglichkeit, jederzeit Fragen zu stellen und Antworten von anderen Schüler:innen zu erhalten.

Gemeinsam lernen

Mit Knowunity erhältest du Lerninhalte von anderen Schüler:innen auf eine moderne und gewohnte Art und Weise, um bestmöglich zu lernen. Schüler:innen teilen ihr Wissen, tauschen sich aus und helfen sich gegenseitig.

Sicher und geprüft

Ob Zusammenfassungen, Übungen oder Lernzettel - Knowunity kuratiert alle Inhalte und schafft eine sichere Lernumgebung zu der Ihr Kind jederzeit Zugang hat.

App herunterladen

Alternativer Bildtext:

Unterstützung und wollen sich vor Verletzungen schützen • unsicher - ambivalente Bindung → Bezugspersonen verhalten sich launisch • unsicher - desorganisierte Bindung → Kinder wachsen in risikoreichen Familien auf (z. B. mit Alkoholmissbrauch) Psychosoziale Phasen Alter 0-1,5 Jahre 1,5-3 Jahre 3-6 Jahre 6 Jahre - Pubertät Jugend Stadium Urvertrauen vs. Urmisstrauen Autonomie vs. Scham und Zweifel Initiative vs. Schuldgefühle Werksinn vs. Minderwertig - keitsgefühl Identität vs. Identitäts- diffusion Aufgabe Ausbildung von Urvertrauen • Vertrauen in sich und die Umwelt • Erwerb von Autonomie Loslösung von Eltern Entwicklung eines eigenen Welt- verständnisses • Finden des eigenen Platzes Entwicklung des Gewissens ● Entwicklung von Lernbereitschaft und Frustrations toleranz Ausbildung stabile, flexible Ich-Identität = Selbstbild stimmt mit Fremdbild überein, Selbstvertrauen Krise • Wunsch nach Ein- verleibung wird abgelehnt Lernen, mit Enttäuschung zu leben (Ablehnung von Bezugspersonen) Wunsch nach Selbst- ständigkeit wird nicht akzeptiert ·Sauberkeitserziehung • Widerstreit zwischen zunehmender Initiative und Bewusstsein von Macht der Erwachsenen Möglichkeit des Miss- lingens • Widerstreit zwischen Erfolg und Misserfolg Widerstreit zwischen Erhalt der alten" Identität und der Notwendigkeit diese neu zu definieren Bezugspersonen Mutter Eltern Familie Familie, Freunde, Schulpersonen eigene Gruppe Vorbilder die Anderen" Jugendphase als Adoleszenz Die Adoleszenz beschreibt das Übergangsstadium von Kindheit über die Pubertät bishin zum Erwachsenenalter. Sie schließt die Entwicklung einer beruflichen und sozialen Identität mit ein: Am Ende des 4. Stadiums verfügt das Kind über 4 Teilidentitäten (urvertrauen, Autonomie, Initiative, Werksinn). Beim Eintritt in die Pubertät „zersplittern" diese Teilidentitäten. Der Jugendliche muss diese dann neu sortieren und zusammensetzen. Die Adoleszenz ist eine krisenanfällige Phase. Sie ist geprägt von emotionaler Instabilität, Veränderungswunsch und Rebellionsbereitschaft. → Intoleranz als Abwehr gegen das Gefühl der Identitätsverwirrung; Zeichen für Identitätssuche ! Identitätsdiffusionen: Können bei Störungen der Identitätsbildung auftreten • Diffusion der Intimität Schwere Behinderung der emotionalen Entwicklung → Betroffene können keine intime Beziehung/Rivalität / Beziehung führen • Diffusion der Zeitperspektive = Störung des Zeiterlebens → Betroffene fühlen sich älter/jünger • Diffusion des Werksinns- (massive) Einschränkung der Leistungs-/ Arbeitsfähigkeit → Betroffene leiden unter Gefühlen von Entmutigung und Inkompetenz → Probleme werden mit Gleichgültigkeit überspielt • Flucht in die negative Identität - totale verweigerung / Ablehnung → Betroffene zeigen schnell aggressives verhalten gegenüber allem Während der Adoleszenz verändert sich auch das soziale Gefüge Individuum ↔ Gesellschaft: 8 Gesellschaft Alter Stadium Junges Intimität und Erwachsenen- Distanzierung alter vs. Selbst - bezogenheit Anforder rungen gewährt Psychosoziales Moratorium! •Schonraum Jugend" ● • Soziale Billigung, dass Jugendliche ihren Platz finden müssen Aufgabe • wechselseitige Anpassung: Gesellschaft gibt Moratorium → Jugendlicher geht verpflichtungen nach Jugendlicher! → Toleranz von kleineren Aussetzern" → 2.B. Jugendstrafrecht Berufstätigkeit Familiengründung Fähigkeit zur tiefen Intimität, Öffnung und Hingabe Mittleres Generalität vs.• Elternschaft Erwachsen- Stagnierung gemeinsame Arbeit noch keine feste Identität Krise • Widerstreit zwischen Fähigkeit zur Intimität und Fähigkeit zur Distanzierung mögliches Entfallen einer Elternschaft Bezugspersonen Freunde, Partner, Rivalen, Kollegen (Ehe-) Partner, Freunde, enalter älteres Integrität Erwachsen- vs. Ver- enalter zweiflung und Ekel Theorieelement Bindung Urvertrauen vs. Urmisstrauen Autonomie vs. Scham und Zweifel · Auseinandersetzung mit dem Tod Pädagogische Konsequenzen Initiative vs. Schuldgefühle Werksinn vs. Minderwertigkeits- ● gefühl Ehe Identität vs. Identitätsdiffusionen Leben als Ganzes akzeptieren Lebensabschnitte verbinden Schule wenn Generativität nicht möglich • Fähigkeit und Bereit- schaft den eigenen Lebenszyklus zu akzeptieren Zuverlässige Lehrkräfte, die auf die Bedürfnisse der Kinder achten Ausgleich zwischen Spiel und Arbeit, intrinsische Motivation fördern.B. ansprechende Lernumgebung; individuelle. Förderung Moratorium gewähren, Individualität erkenners and fördern → Projektarbeiten; Werte und Normen erklären; Kompromissbereitschaft zeigen, verständnis + Vertrauen entgegen- entgegenbringen bringen Kritische Würdigung + Berücksichtigung des gesamten Lebens + Einbezug der sozialen Umwelt + Herausstellung der Individualität eigene Kinder Freunde, Familie Familie zuverlässige Bedürfnisbefrie digung. gewährleisten positives Selbstkonzept (Gefühl des Angenommenseins, eigene Bedeutsamkeit) Bedürfnisbefriedigung gewährleisten; vorsichtige Erweiterung der Frustrationstoleranz, Hilfe bei der Bewältigung von Frustrationen konsequentes Verhalten, Regeln festlegen, trotzdem Toleranz! selbstständiges Verhalten fördern, Loben; das Kind ernstnehmen. Identifikationsmöglichkeiten bieten → Vorbildfunktion, vielseitige Betätigungsmöglichkeiten bieten, Unternehmergeist nicht unter - drücken intrinsiche Motivation fördern →anregungsreiche Umwelt; individuelle Forderung Moratorium gewähren; werte und Normen erklären; kompromiss - bereitschaft zeigen → z. B. länger draußßen bleiben für Hilfe im Haus- halt; verständnis + Vertrauen Fehlende Auseinandersetzung mit Geschlechterthematik Phasen des Erwachsenenalters nur vage ausgearbeitet kaum wissenschaftlich belegt Psychosoziale Entwicklung nach Erik Erikson Erik Erikson entwickelte das Modell der psychosozialen Entwicklung. Ihm zufolge entwickelt sich die Identität eines Menschen in Interaktion mit seiner sozialen Umwelt in acht Stufen nach dem epigenetischen Prinzip. Besonderen Wert legt Erikson auf die Bindung zwischen dem Individuum und vertrauten Personen. Diese bestimmt über psychische Sicherheit oder Unsicherheit. Ein psychisch sicherer Mensch kann Ich-Flexibilität aufbauen und ist damit selbständiger, stressresistenter und sozialer. Eine Bindung zwischen Kind und Bezugspersonen kann sicher, unsicher-vermeidend, unsicher-ambivalent oder unsicher-desorganisiert sein. Die Identität, also das Empfinden, man selbst und gleichzeitig in der Gesellschaft verwurzelt zu sein, ist dynamisch und muss im Laufe des Lebens immer wieder an neue Begebenheiten angepasst werden. In jeder Stufe muss das Individuum eine bestimmte Krise bewältigen. Gelingt dies, hat es einen entwicklungsfördernden Effekt. Im Alter von 0-1 ½ Jahren (Urvertrauen vs. Urmisstrauen) muss das Kind lernen mit der Ablehnung von Bezugspersonen zurechtzukommen und gleichzeitig Vertrauen in sich und die Umwelt zu schaffen. In der zweiten Stufe von 1½ - 3 Jahren (Autonomie vs. Scham und Zweifel) lernt das Kind die Loslösung von seinen Eltern, muss aber gleichzeitig bewältigen, dass dieser Wunsch nicht immer akzeptiert wird. Im Alter von 3 - 6 Jahren (Initiative vs. Schuldgefühle) entwickelt das Kind ein eigenes Verständnis von der Welt und muss den Widerstreit zwischen zunehmender Initiative und dem Bewusstseins von Macht seitens der Erwachsenen aushalten. Zwischen dem sechsten Lebensjahr und der Pubertät (Werksinn vs. Minderwertigkeits- gefühle) erfährt das Kind den Widerstreit zwischen Erfolg und Misserfolg. Am Ende der vierten Stufe verfügt das Kind im Idealfall über vier Teilidentitäten (Urvertrauen, Autonomie, Initiative, Werksinn). Mit den Eintritt in die Jugendphase zersplittern diese und müssen neu sortiert und zusammengesetzt werden. Daraus ergibt sich der Widerstreit zwischen dem Erhalt der „alten“ Identität und der Notwendigkeit diese neu zu definieren (Identität vs. Identitäts- diffusionen). Identitätsdiffusionen können bei Störungen bei der Neusortierung auftreten. Möglich ist eine Diffusion der Intimität, der Zeitperspektive, des Werksinns oder die Flucht in die negative Identität. Der Übergang von Kindheit zum Erwachsenenalter ist eine krisenanfällige Phase. Sie ist geprägt von emotionaler Instabilität, Veränderungswunsch und Rebbelionsbereitschaft. Daher gewährt die Gesellschaft dem Jugendlichen ein psychosoziales Moratorium, also einen ,,Schonraum Jugend". Dies beschreibt die soziale Billigung, dass Jugendliche erst ihren Platz finden müssen - kleine Aussetzer werden toleriert. Im Gegenzug geht der Jugendliche Schritt für Schritt seinen Verpflichtungen gegenüber der Gesellschaft nach. Erikson nennt außerdem drei weitere Stufen im jungen, mittleren und älteren Erwachsenenalter. Diese sind jedoch für die Betrachtung dieses Sachverhaltes nicht von Bedeutung.

Pädagogik /

Psychosoziale Entwicklung nach Erik H. Erikson

user profile picture

Luisa  

Follow

1116 Followers

 Die psychosoziale Entwicklung
nach Erik H. Erikson
Kerngedanke
Entwicklung einer stabilen Identität unter besonderer Berücksichtigung der I

App öffnen

Zusammenfassung Erik H. Erikson - Krisen - Bedeutung der Bindung - Psychosoziale Phasen - Jugendphase - Päd. Konsequenzen - Kritische Würdigung - Theorievorstellung

Die psychosoziale Entwicklung nach Erik H. Erikson Kerngedanke Entwicklung einer stabilen Identität unter besonderer Berücksichtigung der Interaktion mit der sozialen Umwelt 8 Entwicklung in 8 Stufen nach dem epigenetischen Prinzip → epigenetisches Prinzip = Entwicklung folgt bestimmten Grundbauplan; Stufen bauen aufeinander auf Krisen •In jeder Entwicklungsstufe muss das Individuum eine Aufgabe (Krise) bewältigen • Bewältigung von Krisen ist entwicklungsfördernd Identität Empfinden, man selbst und gleichzeitig in der Gesellschaft verwurzelt zu sein Identitäts empfinden ist dynamisch → Bild von sich selbst muss im Laufe des Lebens immer wieder an neue Begebenheiten angepasst werden •Tatsächliche Identitätsfindung beginnt im Jugendalter Vorraussetzungen für Identität • Neuinterpretation von früher gewonnenen Teilidentitäten Gegenseitige Interaktion von Individuum und sozialem Umfeld Verarbeitung der körperlichen Veränderungen und der damit verbundenen Gefühle • Erfolgreiche Erprobung der Geschlechtsrolle Bedeutung der Bindung Bindung = emotionale Beziehung zu vertrauten Menschen Bindungserfahrungen beeinflussen Gesundheit, Beziehungsfähigkeit und Stressresistenz (Resilienz)! · Enger Kontakt zwischen Säugling und Bezugspersonen (Urvertrauen) bestimmt über psychische Sicherheit und Unsicherheit Erziehungsziel: Aufbau von Ich-Flexibilität (durch psychische Sicherheit)! Menschen mit guter Ich - Flexibilität ... •... zeigen weniger/kaum abweichendes Verhalten; sind sozialer sind bemüht, Anforderungen gemeinsam mit nahestehenden Menschen zu bewältigen •... haben mehr Selbstvertrauen, lassen sich nicht entmutigen sind selbstständiger; erbringen bessere Leistungen. Zwischen Kind und Bezugspersonen können sich verschiedene Bindungsmuster herausbilden. Man unterscheidet zwischen ● • sichere Bindung → Bezugspersonen erfüllen feinfühlig und zuverlässig physische und emotionale Bedürfnisse des Kindes • unsicher - vermeidende Bindung → Kinder bekommen nicht ausreichend...

Nichts passendes dabei? Erkunde andere Fachbereiche.

Mit uns zu mehr Spaß am Lernen

Hilfe bei den Hausaufgaben

Mit dem Fragen-Feature hast du die Möglichkeit, jederzeit Fragen zu stellen und Antworten von anderen Schüler:innen zu erhalten.

Gemeinsam lernen

Mit Knowunity erhältest du Lerninhalte von anderen Schüler:innen auf eine moderne und gewohnte Art und Weise, um bestmöglich zu lernen. Schüler:innen teilen ihr Wissen, tauschen sich aus und helfen sich gegenseitig.

Sicher und geprüft

Ob Zusammenfassungen, Übungen oder Lernzettel - Knowunity kuratiert alle Inhalte und schafft eine sichere Lernumgebung zu der Ihr Kind jederzeit Zugang hat.

App herunterladen

Knowunity

Schule. Endlich einfach.

App öffnen

Alternativer Bildtext:

Unterstützung und wollen sich vor Verletzungen schützen • unsicher - ambivalente Bindung → Bezugspersonen verhalten sich launisch • unsicher - desorganisierte Bindung → Kinder wachsen in risikoreichen Familien auf (z. B. mit Alkoholmissbrauch) Psychosoziale Phasen Alter 0-1,5 Jahre 1,5-3 Jahre 3-6 Jahre 6 Jahre - Pubertät Jugend Stadium Urvertrauen vs. Urmisstrauen Autonomie vs. Scham und Zweifel Initiative vs. Schuldgefühle Werksinn vs. Minderwertig - keitsgefühl Identität vs. Identitäts- diffusion Aufgabe Ausbildung von Urvertrauen • Vertrauen in sich und die Umwelt • Erwerb von Autonomie Loslösung von Eltern Entwicklung eines eigenen Welt- verständnisses • Finden des eigenen Platzes Entwicklung des Gewissens ● Entwicklung von Lernbereitschaft und Frustrations toleranz Ausbildung stabile, flexible Ich-Identität = Selbstbild stimmt mit Fremdbild überein, Selbstvertrauen Krise • Wunsch nach Ein- verleibung wird abgelehnt Lernen, mit Enttäuschung zu leben (Ablehnung von Bezugspersonen) Wunsch nach Selbst- ständigkeit wird nicht akzeptiert ·Sauberkeitserziehung • Widerstreit zwischen zunehmender Initiative und Bewusstsein von Macht der Erwachsenen Möglichkeit des Miss- lingens • Widerstreit zwischen Erfolg und Misserfolg Widerstreit zwischen Erhalt der alten" Identität und der Notwendigkeit diese neu zu definieren Bezugspersonen Mutter Eltern Familie Familie, Freunde, Schulpersonen eigene Gruppe Vorbilder die Anderen" Jugendphase als Adoleszenz Die Adoleszenz beschreibt das Übergangsstadium von Kindheit über die Pubertät bishin zum Erwachsenenalter. Sie schließt die Entwicklung einer beruflichen und sozialen Identität mit ein: Am Ende des 4. Stadiums verfügt das Kind über 4 Teilidentitäten (urvertrauen, Autonomie, Initiative, Werksinn). Beim Eintritt in die Pubertät „zersplittern" diese Teilidentitäten. Der Jugendliche muss diese dann neu sortieren und zusammensetzen. Die Adoleszenz ist eine krisenanfällige Phase. Sie ist geprägt von emotionaler Instabilität, Veränderungswunsch und Rebellionsbereitschaft. → Intoleranz als Abwehr gegen das Gefühl der Identitätsverwirrung; Zeichen für Identitätssuche ! Identitätsdiffusionen: Können bei Störungen der Identitätsbildung auftreten • Diffusion der Intimität Schwere Behinderung der emotionalen Entwicklung → Betroffene können keine intime Beziehung/Rivalität / Beziehung führen • Diffusion der Zeitperspektive = Störung des Zeiterlebens → Betroffene fühlen sich älter/jünger • Diffusion des Werksinns- (massive) Einschränkung der Leistungs-/ Arbeitsfähigkeit → Betroffene leiden unter Gefühlen von Entmutigung und Inkompetenz → Probleme werden mit Gleichgültigkeit überspielt • Flucht in die negative Identität - totale verweigerung / Ablehnung → Betroffene zeigen schnell aggressives verhalten gegenüber allem Während der Adoleszenz verändert sich auch das soziale Gefüge Individuum ↔ Gesellschaft: 8 Gesellschaft Alter Stadium Junges Intimität und Erwachsenen- Distanzierung alter vs. Selbst - bezogenheit Anforder rungen gewährt Psychosoziales Moratorium! •Schonraum Jugend" ● • Soziale Billigung, dass Jugendliche ihren Platz finden müssen Aufgabe • wechselseitige Anpassung: Gesellschaft gibt Moratorium → Jugendlicher geht verpflichtungen nach Jugendlicher! → Toleranz von kleineren Aussetzern" → 2.B. Jugendstrafrecht Berufstätigkeit Familiengründung Fähigkeit zur tiefen Intimität, Öffnung und Hingabe Mittleres Generalität vs.• Elternschaft Erwachsen- Stagnierung gemeinsame Arbeit noch keine feste Identität Krise • Widerstreit zwischen Fähigkeit zur Intimität und Fähigkeit zur Distanzierung mögliches Entfallen einer Elternschaft Bezugspersonen Freunde, Partner, Rivalen, Kollegen (Ehe-) Partner, Freunde, enalter älteres Integrität Erwachsen- vs. Ver- enalter zweiflung und Ekel Theorieelement Bindung Urvertrauen vs. Urmisstrauen Autonomie vs. Scham und Zweifel · Auseinandersetzung mit dem Tod Pädagogische Konsequenzen Initiative vs. Schuldgefühle Werksinn vs. Minderwertigkeits- ● gefühl Ehe Identität vs. Identitätsdiffusionen Leben als Ganzes akzeptieren Lebensabschnitte verbinden Schule wenn Generativität nicht möglich • Fähigkeit und Bereit- schaft den eigenen Lebenszyklus zu akzeptieren Zuverlässige Lehrkräfte, die auf die Bedürfnisse der Kinder achten Ausgleich zwischen Spiel und Arbeit, intrinsische Motivation fördern.B. ansprechende Lernumgebung; individuelle. Förderung Moratorium gewähren, Individualität erkenners and fördern → Projektarbeiten; Werte und Normen erklären; Kompromissbereitschaft zeigen, verständnis + Vertrauen entgegen- entgegenbringen bringen Kritische Würdigung + Berücksichtigung des gesamten Lebens + Einbezug der sozialen Umwelt + Herausstellung der Individualität eigene Kinder Freunde, Familie Familie zuverlässige Bedürfnisbefrie digung. gewährleisten positives Selbstkonzept (Gefühl des Angenommenseins, eigene Bedeutsamkeit) Bedürfnisbefriedigung gewährleisten; vorsichtige Erweiterung der Frustrationstoleranz, Hilfe bei der Bewältigung von Frustrationen konsequentes Verhalten, Regeln festlegen, trotzdem Toleranz! selbstständiges Verhalten fördern, Loben; das Kind ernstnehmen. Identifikationsmöglichkeiten bieten → Vorbildfunktion, vielseitige Betätigungsmöglichkeiten bieten, Unternehmergeist nicht unter - drücken intrinsiche Motivation fördern →anregungsreiche Umwelt; individuelle Forderung Moratorium gewähren; werte und Normen erklären; kompromiss - bereitschaft zeigen → z. B. länger draußßen bleiben für Hilfe im Haus- halt; verständnis + Vertrauen Fehlende Auseinandersetzung mit Geschlechterthematik Phasen des Erwachsenenalters nur vage ausgearbeitet kaum wissenschaftlich belegt Psychosoziale Entwicklung nach Erik Erikson Erik Erikson entwickelte das Modell der psychosozialen Entwicklung. Ihm zufolge entwickelt sich die Identität eines Menschen in Interaktion mit seiner sozialen Umwelt in acht Stufen nach dem epigenetischen Prinzip. Besonderen Wert legt Erikson auf die Bindung zwischen dem Individuum und vertrauten Personen. Diese bestimmt über psychische Sicherheit oder Unsicherheit. Ein psychisch sicherer Mensch kann Ich-Flexibilität aufbauen und ist damit selbständiger, stressresistenter und sozialer. Eine Bindung zwischen Kind und Bezugspersonen kann sicher, unsicher-vermeidend, unsicher-ambivalent oder unsicher-desorganisiert sein. Die Identität, also das Empfinden, man selbst und gleichzeitig in der Gesellschaft verwurzelt zu sein, ist dynamisch und muss im Laufe des Lebens immer wieder an neue Begebenheiten angepasst werden. In jeder Stufe muss das Individuum eine bestimmte Krise bewältigen. Gelingt dies, hat es einen entwicklungsfördernden Effekt. Im Alter von 0-1 ½ Jahren (Urvertrauen vs. Urmisstrauen) muss das Kind lernen mit der Ablehnung von Bezugspersonen zurechtzukommen und gleichzeitig Vertrauen in sich und die Umwelt zu schaffen. In der zweiten Stufe von 1½ - 3 Jahren (Autonomie vs. Scham und Zweifel) lernt das Kind die Loslösung von seinen Eltern, muss aber gleichzeitig bewältigen, dass dieser Wunsch nicht immer akzeptiert wird. Im Alter von 3 - 6 Jahren (Initiative vs. Schuldgefühle) entwickelt das Kind ein eigenes Verständnis von der Welt und muss den Widerstreit zwischen zunehmender Initiative und dem Bewusstseins von Macht seitens der Erwachsenen aushalten. Zwischen dem sechsten Lebensjahr und der Pubertät (Werksinn vs. Minderwertigkeits- gefühle) erfährt das Kind den Widerstreit zwischen Erfolg und Misserfolg. Am Ende der vierten Stufe verfügt das Kind im Idealfall über vier Teilidentitäten (Urvertrauen, Autonomie, Initiative, Werksinn). Mit den Eintritt in die Jugendphase zersplittern diese und müssen neu sortiert und zusammengesetzt werden. Daraus ergibt sich der Widerstreit zwischen dem Erhalt der „alten“ Identität und der Notwendigkeit diese neu zu definieren (Identität vs. Identitäts- diffusionen). Identitätsdiffusionen können bei Störungen bei der Neusortierung auftreten. Möglich ist eine Diffusion der Intimität, der Zeitperspektive, des Werksinns oder die Flucht in die negative Identität. Der Übergang von Kindheit zum Erwachsenenalter ist eine krisenanfällige Phase. Sie ist geprägt von emotionaler Instabilität, Veränderungswunsch und Rebbelionsbereitschaft. Daher gewährt die Gesellschaft dem Jugendlichen ein psychosoziales Moratorium, also einen ,,Schonraum Jugend". Dies beschreibt die soziale Billigung, dass Jugendliche erst ihren Platz finden müssen - kleine Aussetzer werden toleriert. Im Gegenzug geht der Jugendliche Schritt für Schritt seinen Verpflichtungen gegenüber der Gesellschaft nach. Erikson nennt außerdem drei weitere Stufen im jungen, mittleren und älteren Erwachsenenalter. Diese sind jedoch für die Betrachtung dieses Sachverhaltes nicht von Bedeutung.