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Herodot: Historien

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Proöm: wie stehen Griechen und Barbaren zueinand

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Die "Historien" von Herodot für das Altgriechisch Abitur - Inhalt aller 9 Bücher - Infos - Stil - Methoden - Motive - Figur des Warners - Geschichtstheorie

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ABITUR Buch 1 Buch 2 Buch 3 Buch 4 Buch 5 Buch 6 Buch 7 Buch 8 Buch 9 ALTGRIECHISCH INHALT Proöm: wie stehen Griechen und Barbaren zueinander; Taten; Gründe für Krieg Gyges & Kandaules Kroisos unterwirft erstmals als Lyderkönig griechische Poleis → Beginn Kroisos fragt Solon, wer der glücklichste sei → nicht er Kyros (Perser) besiegt Kroisos und nimmt ihn Gefangen Tode des Kyros bei den Massageten Kambyses Zug gegen Ägypten Ägypten-Logos; Bräuche; Mumifizierung; Opferkult der Meisterdieb Kambyses erobert Ägypten Größenwahnsinn und Tod des grausamen Kambyses der Ring des Plykrates Dareios kommt an die Macht → Verwaltungsreform; Provinzen Dareios zieht gegen Thrakien (Sieg) und Skythien (Rückzug) Besonderheiten fremder Völker & Skythen-Logos ionischer Aufstand Athen schickt 20 Schiffe, um den loniern gegen die Perser beizustehen Dareios schwört Rache gegen die Athener Perser vs. Griechen | Tyrannis vs. Demokratie Fall von Milet → Bewohner werden getötet oder umgesiedelt erster Perserzug gegen Griechenland unter Mardonios Dareios fordert Wasser & Erde von den Griechen → Unterwerfung Schlacht von Marathon mit überraschendem Sieg der Athener (490) Xerxes will eigentlich nur gegen die Ägypter ziehen lässt sich von seinem Vetter Mardonios im Kronrat überreden Rede des Demerats vor Xerxes Xerxes fordert Unterwerfung der griechischen Poleis Bestrafung & Auspeitschung des Hellespont Athens Orakelbefragung → Themistokles rät zum Flottenbau Athen & Sparta sind besorgt; viele gr. Stämme laufen zu den Persern über Schlacht bei den Termopylen (480) → hält den Perservormasch zunächst auf Bewohner Athens werden auf die Peloponnes...

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evakuiert Ratsversammlung zur Planung der Schlacht bei Salamis Themistokles spricht in der Admiralsversammlung → nicht zurückziehen, sonder bei Slamis gegen die Perser kämpfen Schlacht in der Meerenge bei Salamis (479) → Rückzug der Perser Erneute Zerstörung Athens durch Mardonios M. versucht Athen & Sparta gegeneinander auszuspielen → gelingt nicht Schlacht bei Plataiai mit Sieg der Griechen Schlacht von Mykale (479) → Zerstörung der restlichen Flotte der Perser Eroberung der Stadt Setos am Hellespont nach langer Belagerung Perser ziehen sich endgültig zurück ABITUR ■ ■ HISTORIEN ALTGRIECHISCH erstes große Geschichtswerk in erzählender Form ◇ Zum ersten Mal werden die Ursachen eines kriegerischen Konflikts ausführlich dargelegt waren markieren den Übergang vom Mythos zum Logos, d.h. die Menschen vertrauen weniger der Allmacht der Götter als der eigenen Urteilskraft. Herodot versteckt seine eigenen Urteile jedoch oft in der direkten Rede anderer Personen Herodot eröffnete den Griechen die Welt der Barbaren, womit alle Nichtgriechen gemeint Herodot führte die noch heute gültigen Werkzeuge des Historikers ein: u. a. die systematische Auswertung von schriftlichen Quellen und Zeitzeugenberichten und die Erforschung von Inschriften und Alltagsgegenständen. Sein Werk ist ein wichtiges Zeugnis für die Sitten und Gebräuche der alten Völker. Ihr Alltags- und Familienleben, Handel, Toten- und Götterkult sowie ihre Kriegskunst lassen sich aus Herodots Werk erschließen. STIL verfasste die Historien in Prosa im ionischen Dialekt Seine Sprache ist je nach gestalteter Textsorte sehr vielfältig: ◇ reicher Stil: Anekdoten, Apophthegmata, Geschichten/Novellen, Gnomen, Reden & Debatten, Schlachtendarstellungen ◇ reihender Stil: ethnographische Exkurse, Landschafts- und Architekturbeschreibungen ◇ historische Analysen und Reflexionen, philosophische Einsichten Werk der Historien ist in neun Bücher aufgeteilt, wobei diese Einteilung jedoch nicht von Herodot selbst stammt, sondern später von Gelehrten in Alexandria vorgenommen wurde. Viele Geschichten und Anekdoten erzählen von den Sitten, aber auch den blutrünstigen Taten der alten Völker literarische Formen: Dialoge, mythische Erzählungen, Gedichte, Berichte und Landschaftsschilderungen ABITUR ■ ALTGRIECHISCH METHODEN Quellen werden benannt, aber nicht streng auf ihren Wahrheitsgehalt untersucht. Autor hebt die Autopsie hervor (das eigene Erfahren und Wissen stellt verschiedene Sichtweisen dar Er war ein Skeptiker, der auch seine eigenen Aussagen relativiert Zusammentragen und Gegenüberstellen von Quellen (erzählen) mit Quellenangaben. Quellen in einen Zusammenhang bringen. ⇒ Objektivitätsanspruch Arbeitsmethoden versucht eine breite Informationsgrundlage für seine Darstellung zu gewinnen häufig werden einander widersprechende Quellen in gleicher Ausführlichkeit zitiert Autopsie: vor allem im geographischen Bereich möglich (Herodot reiste viel) Literatur: Herodot nutzte neben der Autopsie die vorhandene Literatur (z.B. Hekataios von Milet) Mündliche Berichterstattung: Herodot hat bei verschiedenen Gewährsleuten die individuellen und kollektiven mündlichen Erinnerungen erfragt und neu kontextualisiert Der omnipräsente Erzähler omnipotenter Ich-Erzähler ◇ gibt Ordnungshinweise und Orientierung in der Materialfülle mittels metanarrativer Aussagen kein allwissender Erzähler ◇ beschreibt seine Tätigkeiten als Sprechen, nicht Schreiben ◇ kennt und reflektiert die Grenzen seines Wissens (kein auktorialer / allwissender Erzähler) ◇ zeigt dennoch Gefühle, Absichten, Einsichten und Motive seiner Protagonisten ABITUR Chronologie MOTIVE Herodot ordnet den Stoff nach der Herrscherabfolge der 5 Könige Chronologie wird oft durch Exkurse & Rückblenden unterbrochen, die Zusammenhänge verdeutlichen Reden & Dialoge ◇ Das Ende des Exkurses und die Rückkehr zum Hauptfaden der Erzählung wird oft markiert (etwa durch Wiederholung des Ausgangspunkts des Exkurses) Exkurse können mehrfach ineinandergeschachtelt werden gibt häufig auch Vorverweise auf künftiges Geschehen thematisch eher fernere Einschübe oder Nachträge mit Informationen, die ihm wichtig sind ALTGRIECHISCH Zahlreiche durchweg fiktive Reden Mittel der Dramatisierung des Geschehens, Mittel zur Unterhaltung, bringen Abwechslung Darstellung der Motivation des Protagonisten aus deren eigenem Munde Person Kroisos gegen Perser Kyros gegen Massageten Kambyses gegen Karthager Dareios gegen Skythen Xerxes gegen Griechen Die Figur des Warner hochstehende Person, die das Vertrauen des Protagonisten genießt ◇ gewarnt wird i.d.R. ein Babarenkönig Warnung vor hybris (Hochmut) und ate (Blindheit) und vor pol. Fehlentscheidungen Warner kann Gefahren nur erkenne, jedoch nicht abwenden ◇ sind in taktischen Fragen nicht frei von Fehlurteilen Warnung wird i.d. R. vom Adressaten nicht befolgt Situation Überschreitung des Halys Überschreitung des Araxes Überschreitug der Donau Überschreitung des Hellespont Warner Solon Kroisos Ammonier und Äthiopier Artabanos Artabanos, Demaratos, Artemisia ABITUR Geographisch-ethnographische Exkurse ■ ■ Geographisch-ethnographische ■ einschlägigen Forschungen zur Darstellung zu bringen Exkurse unterbrechen die Chronologie, um die Exkurse: zielen auf vertieftes Geschichtsverständnis in Raum und Zeit, haben aber auch einen informativen und unterhaltenden Eigenwert Exkurse (z.B: Ägypten, Skythen) werden dort eingefügt, wo der Expansionsdrang des Kroisos bzw. der Perserkönige auf sie trifft allgemeiner Aufbau der Exkurse: Darstellung naturräumlicher Gegebenheiten, Merkwürdigkeiten, religiöse Überzeugungen, Gesellschaftsaufbau und Bräuche (darunter oft Geschlechterrollen und Sexualität), Lokal- und Regionalgeschichte Menschenbild ALTGRIECHISCH Prinzip des Schicksals dem menschlichen Handeln sind Grenzen gesetzt durch das Schicksal Niemand kann dem Schicksal entkommen GESCHICHTSTHEORIE Schicksalsrad (wer unten ist, kann auch nach oben kommen) Schuld kann über Generationen hinweg weitergeben werden Das Schicksal hat seine eigene Gerechtigkeit Menschen können dem Schicksal nicht entkommen Menschen sind göttlichen Eingriffen machtlos unterworfen Dem Menschen wird damit die Verantwortung für sein eigenes Entscheiden und Handeln abgesprochen Trotzdem hat der Mensch eine gewissen Entscheidungsfreiheit Dieses Dokument wurde von @lernendes.wesen erstellt.

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Vielen Dank, wirklich hilfreich für mich, da wir gerade genau das Thema in der Schule haben 😁

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Herodot versteckt seine eigenen Urteile jedoch oft in der direkten Rede anderer Personen Herodot eröffnete den Griechen die Welt der Barbaren, womit alle Nichtgriechen gemeint Herodot führte die noch heute gültigen Werkzeuge des Historikers ein: u. a. die systematische Auswertung von schriftlichen Quellen und Zeitzeugenberichten und die Erforschung von Inschriften und Alltagsgegenständen. Sein Werk ist ein wichtiges Zeugnis für die Sitten und Gebräuche der alten Völker. Ihr Alltags- und Familienleben, Handel, Toten- und Götterkult sowie ihre Kriegskunst lassen sich aus Herodots Werk erschließen. STIL verfasste die Historien in Prosa im ionischen Dialekt Seine Sprache ist je nach gestalteter Textsorte sehr vielfältig: ◇ reicher Stil: Anekdoten, Apophthegmata, Geschichten/Novellen, Gnomen, Reden & Debatten, Schlachtendarstellungen ◇ reihender Stil: ethnographische Exkurse, Landschafts- und Architekturbeschreibungen ◇ historische Analysen und Reflexionen, philosophische Einsichten Werk der Historien ist in neun Bücher aufgeteilt, wobei diese Einteilung jedoch nicht von Herodot selbst stammt, sondern später von Gelehrten in Alexandria vorgenommen wurde. Viele Geschichten und Anekdoten erzählen von den Sitten, aber auch den blutrünstigen Taten der alten Völker literarische Formen: Dialoge, mythische Erzählungen, Gedichte, Berichte und Landschaftsschilderungen ABITUR ■ ALTGRIECHISCH METHODEN Quellen werden benannt, aber nicht streng auf ihren Wahrheitsgehalt untersucht. Autor hebt die Autopsie hervor (das eigene Erfahren und Wissen stellt verschiedene Sichtweisen dar Er war ein Skeptiker, der auch seine eigenen Aussagen relativiert Zusammentragen und Gegenüberstellen von Quellen (erzählen) mit Quellenangaben. Quellen in einen Zusammenhang bringen. ⇒ Objektivitätsanspruch Arbeitsmethoden versucht eine breite Informationsgrundlage für seine Darstellung zu gewinnen häufig werden einander widersprechende Quellen in gleicher Ausführlichkeit zitiert Autopsie: vor allem im geographischen Bereich möglich (Herodot reiste viel) Literatur: Herodot nutzte neben der Autopsie die vorhandene Literatur (z.B. Hekataios von Milet) Mündliche Berichterstattung: Herodot hat bei verschiedenen Gewährsleuten die individuellen und kollektiven mündlichen Erinnerungen erfragt und neu kontextualisiert Der omnipräsente Erzähler omnipotenter Ich-Erzähler ◇ gibt Ordnungshinweise und Orientierung in der Materialfülle mittels metanarrativer Aussagen kein allwissender Erzähler ◇ beschreibt seine Tätigkeiten als Sprechen, nicht Schreiben ◇ kennt und reflektiert die Grenzen seines Wissens (kein auktorialer / allwissender Erzähler) ◇ zeigt dennoch Gefühle, Absichten, Einsichten und Motive seiner Protagonisten ABITUR Chronologie MOTIVE Herodot ordnet den Stoff nach der Herrscherabfolge der 5 Könige Chronologie wird oft durch Exkurse & Rückblenden unterbrochen, die Zusammenhänge verdeutlichen Reden & Dialoge ◇ Das Ende des Exkurses und die Rückkehr zum Hauptfaden der Erzählung wird oft markiert (etwa durch Wiederholung des Ausgangspunkts des Exkurses) Exkurse können mehrfach ineinandergeschachtelt werden gibt häufig auch Vorverweise auf künftiges Geschehen thematisch eher fernere Einschübe oder Nachträge mit Informationen, die ihm wichtig sind ALTGRIECHISCH Zahlreiche durchweg fiktive Reden Mittel der Dramatisierung des Geschehens, Mittel zur Unterhaltung, bringen Abwechslung Darstellung der Motivation des Protagonisten aus deren eigenem Munde Person Kroisos gegen Perser Kyros gegen Massageten Kambyses gegen Karthager Dareios gegen Skythen Xerxes gegen Griechen Die Figur des Warner hochstehende Person, die das Vertrauen des Protagonisten genießt ◇ gewarnt wird i.d.R. ein Babarenkönig Warnung vor hybris (Hochmut) und ate (Blindheit) und vor pol. Fehlentscheidungen Warner kann Gefahren nur erkenne, jedoch nicht abwenden ◇ sind in taktischen Fragen nicht frei von Fehlurteilen Warnung wird i.d. R. vom Adressaten nicht befolgt Situation Überschreitung des Halys Überschreitung des Araxes Überschreitug der Donau Überschreitung des Hellespont Warner Solon Kroisos Ammonier und Äthiopier Artabanos Artabanos, Demaratos, Artemisia ABITUR Geographisch-ethnographische Exkurse ■ ■ Geographisch-ethnographische ■ einschlägigen Forschungen zur Darstellung zu bringen Exkurse unterbrechen die Chronologie, um die Exkurse: zielen auf vertieftes Geschichtsverständnis in Raum und Zeit, haben aber auch einen informativen und unterhaltenden Eigenwert Exkurse (z.B: Ägypten, Skythen) werden dort eingefügt, wo der Expansionsdrang des Kroisos bzw. der Perserkönige auf sie trifft allgemeiner Aufbau der Exkurse: Darstellung naturräumlicher Gegebenheiten, Merkwürdigkeiten, religiöse Überzeugungen, Gesellschaftsaufbau und Bräuche (darunter oft Geschlechterrollen und Sexualität), Lokal- und Regionalgeschichte Menschenbild ALTGRIECHISCH Prinzip des Schicksals dem menschlichen Handeln sind Grenzen gesetzt durch das Schicksal Niemand kann dem Schicksal entkommen GESCHICHTSTHEORIE Schicksalsrad (wer unten ist, kann auch nach oben kommen) Schuld kann über Generationen hinweg weitergeben werden Das Schicksal hat seine eigene Gerechtigkeit Menschen können dem Schicksal nicht entkommen Menschen sind göttlichen Eingriffen machtlos unterworfen Dem Menschen wird damit die Verantwortung für sein eigenes Entscheiden und Handeln abgesprochen Trotzdem hat der Mensch eine gewissen Entscheidungsfreiheit Dieses Dokument wurde von @lernendes.wesen erstellt.