Reizschwellengesetz und Belastungsdosierung
Das Reizschwellengesetz ist ein fundamentales Prinzip in der Trainingslehre und erklärt, wie Anpassungsreaktionen im Körper ausgelöst werden. Dieses Gesetz besagt, dass Trainingsreize eine kritische Schwelle überschreiten müssen, um überhaupt Anpassungen hervorzurufen.
Definition: Das Reizschwellengesetz besagt, dass Anpassungsreaktionen nur dann ausgelöst werden, wenn eine kritische Reizschwelle überschritten wird.
Die Reizschwelle variiert je nach Trainingszustand und Art der Belastung. Bei der Maximalkraft liegt die Reizschwelle für Untrainierte bei etwa 30% des Leistungsvermögens, während sie bei Hochtrainierten bis zu 70% betragen kann. Ein großer Teil der Anpassungsprozesse dient lediglich der Erhaltung des bestehenden Leistungsniveaus.
Example: Bei der Maximalkraft liegt die Reizschwelle für Untrainierte bei etwa 30% des Leistungsvermögens, für Hochtrainierte bei bis zu 70%.
Es ist wichtig zu beachten, dass zu hohe Reize kontraproduktiv sein können. Sie können zu direkten Schädigungen wie einem Kreislaufkollaps führen oder sogar ein Absinken des Leistungsniveaus verursachen. Der Körper verfügt über Schutzmechanismen, die verhindern, dass alle motorischen Einheiten gleichzeitig mobilisiert werden.
Die Belastungsdosierung erfolgt über verschiedene Komponenten:
- Intensität
- Dichte
- Dauer
- Umfang
- Trainingshäufigkeit
Diese Faktoren müssen sorgfältig aufeinander abgestimmt werden, um optimale Trainingseffekte zu erzielen.
Der Verlauf der Leistungsentwicklung zeigt, dass mit zunehmendem Leistungsniveau trotz eines größeren Trainingsaufwands der Leistungszuwachs immer geringer wird. Dies wird durch das Modell der Leistungsentwicklung veranschaulicht, das verschiedene Reserven und Schwellen des Körpers darstellt.
Highlight: Mit zunehmendem Leistungsniveau wird trotz eines größeren Trainingsaufwands der Leistungszuwachs immer geringer.
Das Modell unterscheidet zwischen:
- Autonom geschützten Reserven (30%)
- Gewöhnlichen Einsatzreserven
- Physiologischer Einsatzbereitschaft
- Automatisierten Leistungen
Dieses Verständnis ist entscheidend für die Planung und Durchführung eines effektiven Trainings, insbesondere im Hochleistungsbereich, wo der Grenzbereich zwischen optimalem Training und Übertraining sehr schmal ist.




