Hemmende und erregende Synapsen
Synapsen sind die Verbindungsstellen zwischen Nervenzellen und können in zwei Haupttypen eingeteilt werden:
Erregende Synapsen (EPSP)
- Erzeugen ein erregendes postsynaptisches Potential
- Führen zur Depolarisation der postsynaptischen Membran
- Aktivieren Na⁺-Kanäle, wodurch Na⁺ in die Zelle einströmt
- Die Membranspannung wird positiver
Hemmende Synapsen (IPSP)
- Erzeugen ein inhibitorisches postsynaptisches Potential
- Führen zur Hyperpolarisation der postsynaptischen Membran
- Aktivieren K⁺- oder Cl⁻-Kanäle
- K⁺ strömt aus der Zelle aus oder Cl⁻ strömt ein
- Die Membranspannung wird negativer
Wichtiges Konzept: Der grundlegende Unterschied zwischen erregenden und hemmenden Synapsen liegt in ihrem Effekt auf das Membranpotential. Während EPSP die Zelle näher an die Schwelle zur Auslösung eines Aktionspotentials bringen, entfernen IPSP die Zelle weiter von dieser Schwelle.
Koffein und Adenosin - Gegenspieler im Nervensystem
Adenosin (macht müde):
- Entsteht beim Abbau von ATP
- Wird bei hoher Konzentration aus dem Neuron transportiert
- Schützt vor Überbelastung der Nervenzelle
- Bindet an Rezeptoren/G-Proteine der prä- und postsynaptischen Membran
- Verhindert die Transmitterfreisetzung durch Hemmung des Ca²⁺-Einstroms
- Löst IPSP an der postsynaptischen Membran aus
Koffein (macht wach):
- Bindet an dieselben Rezeptoren wie Adenosin (kompetitive Hemmung)
- Blockiert die hemmende Wirkung von Adenosin
- Nervenzellen arbeiten auch bei hoher Belastung weiter
- Löst EPSP an der postsynaptischen Membran aus
Wirkungsmechanismus: Koffein wirkt als Nervengift, indem es die natürliche Schutzfunktion des Adenosins blockiert. Es verhindert die Bindung von Adenosin an seine Rezeptoren und kann bei übermäßigem Konsum zu Nebenwirkungen wie Nervosität, Schlaflosigkeit und erhöhtem Blutdruck führen.




























