Fettmoleküle und ihre Funktionen
Fette erfüllen zahlreiche lebensnotwendige Aufgaben in unserem Körper. Sie dienen als wichtige Energiespeicher und bilden Wärmeisolierung, die uns vor Kälte schützt. Zudem sind sie essenziell für den Aufbau von Biomembranen und schützen unsere Organe vor Verletzungen.
Der Aufbau von Fetten folgt einem einheitlichen Prinzip: Ein Glycerinmolekül verbindet sich mit bis zu drei Fettsäuren. Diese Verbindung entsteht durch eine Esterbindung zwischen der OH-Gruppe des Glycerins und der Carboxylgruppe der Fettsäure, wobei Wasser abgespalten wird. Jede Fettsäure besteht aus einem langkettigen Kohlenwasserstoff mit einer Carboxylgruppe.
Wir unterscheiden zwischen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren. Gesättigte Fettsäuren besitzen nur Einfachbindungen zwischen den Kohlenstoffatomen und kommen überwiegend in tierischen Lebensmitteln vor. Sie sind bei Zimmertemperatur meist fest. Ungesättigte Fettsäuren hingegen enthalten eine oder mehrere Doppelbindungen und finden sich hauptsächlich in pflanzlichen Ölen.
💡 Wusstest du? Während gesättigte Fettsäuren in größeren Mengen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen können, sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren lebensnotwendig und müssen über die Nahrung aufgenommen werden!
Eine besondere Form der Lipide sind die Phospholipide. Sie bilden die Grundlage unserer Zellmembranen. Bei Phospholipiden ist das Glycerin mit zwei Fettsäuren und einer Phosphorsäuregruppe verbunden. Diese Struktur verleiht ihnen einen hydrophilen (wasserliebenden) Kopf und hydrophobe (wasserabweisende) Fettsäureschwänze. In Wasser bilden sie automatisch Doppelschichten, die für den Aufbau von Zellmembranen entscheidend sind.