Die Jagdgifte der Meeresschnecken
Das Aktionspotential ist ein elektrisches Signal, das entlang der Nervenzellmembran weitergeleitet wird. Es besteht aus mehreren Phasen:
- Ruhephase: Negative Spannung an der Zellmembran
- Depolarisation: Schneller Anstieg durch Öffnung der Na⁺-Kanäle und Na⁺-Einstrom
- Repolarisation: Schließung der Na⁺-Kanäle und Öffnung der K⁺-Kanäle
- Hyperpolarisation: Kurzzeitiges Unterschreiten des Ruhepotentials durch K⁺-Ausstrom
Für ein Aktionspotential muss der Schwellenwert (etwa -55 mV) durch eine Depolarisation überschritten werden. Danach läuft es nach dem Alles-oder-Nichts-Prinzip ab.
Schlüsselkonzept: Die Aktionspotential Depolarisation entsteht, wenn spannungsabhängige Na⁺-Kanäle sich öffnen und positiv geladene Natriumionen in die Zelle einströmen. Dies führt zu einer positiven Aufladung der Innenseite der Membran.
An der chemischen Synapse erfolgt die Signalübertragung zwischen Nervenzellen:
- Ein Aktionspotential erreicht die präsynaptische Endigung
- Spannungsgesteuerte Ca²⁺-Kanäle öffnen sich
- Calcium strömt ein und bewirkt die Verschmelzung von Vesikeln mit der Membran
- Neurotransmitter (z.B. Acetylcholin) werden in den synaptischen Spalt freigesetzt
- Bindung an Rezeptoren der postsynaptischen Membran
- Öffnung von Ionenkanälen und Depolarisation der postsynaptischen Zelle
Wirkung der Conotoxine:
- α-Conotoxin: Blockiert Acetylcholinrezeptoren an motorischen Endplatten → verhindert Muskelkontraktion → Lähmung
- μ-Conotoxin: Blockiert postsynaptische Natriumkanäle → keine Erregungsweiterleitung → ebenfalls Lähmung








