Optische Aktivität
Optische Aktivität ist eine physikalische Eigenschaft bestimmter Substanzen, polarisiertes Licht zu drehen. Damit ein Stoff optisch aktiv sein kann, muss er zwei wichtige Eigenschaften aufweisen:
- Die Substanz muss durchsichtig sein
- Die Moleküle müssen chiral sein (asymmetrisch angeordnet)
Von jedem chiralen Molekül existieren zwei Versionen, die sogenannten Isomere. Je nach Anordnung des chiralen Moleküls kann das polarisierte Licht in eine bestimmte Richtung gedreht werden:
- Linksdrehend: Das Licht wird nach links gedreht
- Rechtsdrehend: Das Licht wird nach rechts gedreht
Wichtiger Begriff: Chiralität bedeutet, dass ein Molekül nicht mit seinem Spiegelbild zur Deckung gebracht werden kann. Diese Eigenschaft ist entscheidend für die optische Aktivität von Substanzen wie Zucker und Aminosäuren.
Polarisiertes Licht ist Licht, das nur auf einer Ebene schwingt. Im Gegensatz zu unpolarisiertem Licht schwingt es langsamer und regelmäßiger. Durch einen Polarisationsfilter kann unpolarisiertes Licht in polarisiertes Licht umgewandelt werden, indem es in seine Polarisationsrichtungen aufgetrennt wird.
Die Messung der optischen Aktivität erfolgt mit einem Polarimeter. Dabei wird gemessen:
- In welche Richtung sich das Licht dreht
- Wie stark die Drehung ist (Drehwinkel in Grad)
Diese Messungen haben verschiedene Anwendungen:
- Polarisationsfilter verbessern die Bildqualität bei Kameras, indem sie Spiegelungen reduzieren
- Die Identifikation von Stoffen anhand ihrer Drehrichtung und ihres Drehwinkels (z.B. bei der Analyse von Zucker oder Aminosäuren)



