Eigenschaften und Verwendung von Salpetersäure
Besondere Eigenschaften bei Metallreaktionen:
- Manche Metalle widerstehen der Salpetersäure durch Passivierung
- Zu diesen gehören: Gold, Platin, Iridium, Aluminium, Titan, Zirconium, Hafnium, Niob, Tantal und Wolfram
- Bei der Passivierung bildet sich eine fest haftende, undurchlässige Oxidschicht auf dem Metall
Salpetersäure wurde früher "Scheidewasser" genannt, weil sie Gold und Silber trennen konnte (Silber wird aufgelöst, Gold nicht). Gemischt mit Salzsäure entsteht "Königswasser", das auch Gold auflösen kann.
Wichtiger Fachbegriff: Salpetrige Säure (HNO₂) entsteht als Zwischenprodukt bei der Herstellung von Salpetersäure und ist weniger stabil als Salpetersäure selbst.
Verwendung von Salpetersäure:
- Als Nitrate (Salze der Salpetersäure) für Düngemittel und Explosivstoffe
- Silbernitrat für die Photoindustrie
- Zur Trennung von Gold und Silber (Quartation)
- In Königswasser zum Auflösen von Gold
- Zum Beizen und Brennen von Metallen
- Bei der Herstellung von Farbstoffen, Heilmitteln und Desinfektionsmitteln
- Zum Polieren von Metallen
- Neuerdings zur Erzeugung von DNA-Mutationen (Achtung: krebserregend!)
Chemischer Nachweis: Salpetersäure kann durch die Ringprobe nachgewiesen werden. Dabei wird die Probe mit Eisen(II)-sulfat-Lösung versetzt und mit konzentrierter Schwefelsäure unterschichtet, wodurch eine ringförmige Braunfärbung entsteht.
Reaktion mit Kupfer - Versuchsbeobachtung:
- Es entstehen braune Dämpfe (NO₂)
- Kupfer löst sich auf, die Flüssigkeit färbt sich blau Cu2+−Ionen
- Reaktionsgleichung: M + HNO₃ → 3MNO₃ + NO + 4H₂O M=Mu¨nze/Kupfer
- Anschließend: 2NO + O₂ → 2NO₂
Hinweis zur Sicherheit: Salpetersäure ist im Haushalt nur selten zu finden und sollte wegen ihrer ätzenden und oxidierenden Wirkung mit großer Vorsicht behandelt werden. Sie hat einen stechenden Geruch und darf niemals ohne Schutzausrüstung verwendet werden.