Sturm & Drang (1786-1785)

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 STURM & DRANG
STURM & DRANG
1765-1785
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GESELLSCHAFT
Soziale Ungleichheit, Standesschranken
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Die Epoche des Sturm & Drang (1786-1785) einfach erklärt. - Schaubild & Definition - Hintergrund - wichtige historische Ereignisse - Menschenbild - Literatur & Formen - Themen, Sprache & Stil - Autoren & Werke

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STURM & DRANG STURM & DRANG 1765-1785 << Aufklärung | Sturm & Drang | Klassik >> ■ GESELLSCHAFT Soziale Ungleichheit, Standesschranken - absolutistisch-autoritäre Herrschaftsstrukturen - S & D als Literarische Revolte gegen die gesellschaftlichen Misstände SUBJEKT Dichter als Genie - Vitalität, Emotionalität, Spontanität - Individualität & Freiheit statt Autoritätsgehorsam FREIHEIT NATUR & GOTT - „Zurück zur Natur" (Rousseau) Natur als Quelle der Kreativität & Originellen - Pantheismus: Mensch, Welt, All & Natur sind eine Einheit, die das Göttliche ausdrückt - DEUTSCH HINTERGRUND Begriff „Sturm und Drang" geht auf ein gleichnamiges Drama von Friedrich Maximillan von Klinger zurück → alternativ auch als Geniezeit bezeichnet Wendung gegen den fortschrittsoptimistischen Rationalismus der Aufklärung Aufbruchsstimmung: Befreiung von gesellschaftlichen Einschränkungen & Misständen Idealismus begründet in seiner Rationalismuskritik den Subjektivismus: Gegenstand der Erkenntnis sind Abbilder der Dinge als Produkte der geistigen Tätigkeit (Kants Erkenntnistheorie) seit Kants „Kopernikanischer Wende": metaphysische Fragen sind nicht rational bzw. wissenschaftlich beantwortbar → Bedeutung für die Ethik: das Tun des Menschen ist nicht nach metaphysischen Prinzipien regelbar Subjektivismus, Vorrang des Wollens vor dem Sollen und Gefühlskult der Empfindsamkeit: Entdeckung des kreativen Anteils des Individuums an der literarischen Produktion Ablösung künstlerischer Produktion von ihrer Zweckgebundenheit und weitgehende Autonomie des Künstlers und der Schönheit des ästhetischen Werkes Vorbilder sind Homer, Shakespeare, Bibel, Volksdichtung Wichtige Ereignisse 1766/67: Herder und Goethe begegnen sich in Straßburg 1772-1775: ,,Göttinger Hainbund" als Freundschafts- & Dichterbund 1771-1775: Goethes Zeit in Frankfurt ab 1775: Goethes Zeit in Weimar → dichterisches und politisches...

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Wirken 1779: Goethe wird Leiter der Kriegskommission in Weimar STURM & DRANG ■ ■ ■ ■ ■ DEUTSCH MENSCHENBILD Ideal: natürlicher und unverbildeter Mensch, Individualität mit schrankenloser Selbstentfaltung, Befreiung von Bevormundung und von unbegründeter Autorität, Mensch als Individuum mit Herz und Verstand (→ so gesehen eine Weiterentwicklung der Aufklärung) „Originalgenie" als Begriff für den Kraftmenschen: Dichter als Schöpfer → Medium der Literatur als ultimativer Ausdruck der Schöpferkraft des Menschen Kampf um Freiheit von Regeln / Zwängen im ästhetischen, aber auch gesellschaftspolitischen Sinne Begriffe wie Herz, Fantasie und Gefühl als Ergänzung zur auf den Verstand reduzierten Vernunft einflussreiche Vordenker sind u.a. Rousseau und E. Youn Herder als Wegbereiter des Sturm und Drang fordert programmatisch Rückkehr zur natürlichen Sprache, zum,Gesang der Natur und zu nationaler Originalität LITERATUR Vertreter dieser Epoche sind hauptsächlich gebildete Männer aus dem Bürgertum „Göttinger Hain" (Mitglieder u.a. Boie, Voss, Hölty, Graf Stolberg): Freundschafts- und Dichterbund überwiegend norddeutscher Studenten → Vorbild Klopstock und Nähe zur Empfindsamkeit lit. Zentren sind Straßburg (Herder, Lenz, Goethe); Frankfurt (Goethe, Schlosser, Klinger) & Schwaben (Schiller, Schubart) starke Kritik an der Empfindsamkeit und dem Geniekult durch Nicolai und Lichtenberg Abkehr von Regelpoetiken THEMEN & STIL Kraftausdrücke, Dialekt etc. als Ausdruck natürlicher Sprache Gefühlsbetontheit / Leidenschaftlichkeit der Sprache: Ausrufe, Hyperbeln, starke Bildlichkeit etc. Leitbegriffe und Leitthemen: Herz, Natur, Abend, Nacht, Freundschaft, Liebe, Einsamkeit, Freiheit, Brüderlichkeit, Gleichheit, Einstehen für Gerechtigkeit, politischer Widerstand Erlebnislyrik: unmittelbarer Ausdruck des Gefühls (vor allem Liebeslyrik) Dramen: geschichtlich verortbare Stoffe mit Kritik an autoritären Strukturen Abkehr vom hohen Stil der aristotelischen Tragödie; Tendenz zu einer freieren Form des offenen Dramas Briefroman als Gestaltungsmöglichkeit der individuellen Perspektive einer Romanfigur Autoren & Werke - Johann G. Herder: Von deutscher Art und Kunst (Sammlung programmatischer Schriften) - Johann W. von Goethe: Prometheus (Ode), Die Leiden des jungen Werthers (Briefroman), Götz von Berlichingen (Drama), Urfaust (Drama), Sesenheimer Lieder (Sammlung mit Ertebnistyrik) Friedrich Schiller: Die Räuber (Drama), Kabale und Liebe (Drama) Friedrich M, Klinger: Sturm und Drang (Drama) - Jakob R. M. Lenz: Die Soldaten (Drama) Gottfried A. Bürger: Balladen (u.a.: Lenore) Dieses Dokument wurde von @lernendes.wesen erstellt.

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K

So ein schöner Lernzettel 😍😍 super nützlich und hilfreich!

Die Epoche des Sturm & Drang (1786-1785) einfach erklärt. - Schaubild & Definition - Hintergrund - wichtige historische Ereignisse - Menschenbild - Literatur & Formen - Themen, Sprache & Stil - Autoren & Werke

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