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Analyse Nathan der Weise Szene 4,7

Analyse Nathan der Weise Szene 4,7

 Szenenanalyse 4.7
Das Drama „Nathan der Weise“ wurde von G.E Lessing im Jahr 1779 geschrieben und ist der
Epoche der Aufklärung zuzuordnen.
 Szenenanalyse 4.7
Das Drama „Nathan der Weise“ wurde von G.E Lessing im Jahr 1779 geschrieben und ist der
Epoche der Aufklärung zuzuordnen.

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Analyse ohne Intention mit Erwartungshorizonz

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Szenenanalyse 4.7 Das Drama „Nathan der Weise“ wurde von G.E Lessing im Jahr 1779 geschrieben und ist der Epoche der Aufklärung zuzuordnen. Das Drama spielt in Jerusalem zur Zeit des Waffenstillstands des dritten Kreuzzuges. Es geht um den Umgang der drei monotheistischen Weltreligionen untereinander. Die Hauptfigur Nathan, übernimmt die Rolle des Aufklärers. Nathan, ein jüdischer Kaufmann, kommt von einer Reise aus Babylon wieder und erfährt, dass seine Tochter Recha bei einem Hausbrand fast mit verbrannt ist, jedoch wurde sie von einem begnadigten Tempelherr gerettet. Nathan möchte sich daraufhin bei ihm bedanken, was der Tempelherr erst ablehnt, da Nathan ein Jude ist, doch nach einem Gespräch mit Nathan wird ihm seine Intoleranz klar und möchte Nathan als Freund. Der Tempelherr erfährt von Daja, Rechas Erzieherin, das Recha nur die Adoptivtochter Nathans sei und Christin sei. Der Tempelherr hält bei Nathan um Rechas Hand an, was Nathan jedoch erst abweist, da es sein könnte, dass der Tempelherr und Recha Geschwister sind, was der Tempelherr jedoch nicht weiß. Als seine Bitte abgelehnt wird, sucht er den Patriarchen auf um Nathan anzuklagen, jedoch ist er von der Skrupellosigkeit des Patriarchen überrascht und verrät Nathan nicht, doch der Patriarch hat schon herausgefunden, dass die Geschichte des Tempelherrn nicht nur eine Hypothese ist. Danach hat der Tempelherr auch ein Gespräch mit dem...

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Sultan und verpflichtet sich am Hof des Sultan zu bleiben, er berichtet auch von Nathans Verhalten bezüglich Recha und der Sultan verspricht zwischen ihm und Nathan zu vermitteln. Danach sprechen Sittah und Saladin alleine und Sittah tätigt die Aussage, dass der Tempelherr Assad (Der Bruder des Sultans) sehr ähnlich sehe. Sie schlägt vor, Recha einzuladen um sie besser kennenzulernen. Währenddessen unterhält sich Daja mit Nathan über die Heirat zwischen Recha und dem Tempelherrn und versucht Nathan zu der Heirat zu drängen, der jedoch ablehnt. Die vorliegende Szene liegt im vierten Akt und befindet sich in der fallenden Handlung. Der Klosterbruder sucht Nathan auf, jedoch erkennt Nathan den Klosterbruder nicht sofort und er deutet an, ihm etwas wertvolles gegeben zu haben. Nathan versteht die Andeutung erst, als der Klosterbruder erklärt, dass sich ein Jude der ein Christenmädchen erziehe sich in großer Gefahr befinde, da der Patriarch davon erfahren habe. Daraufhin gibt der Klosterbruder zu, dass er es war, der Nathan im Auftrag von Wolf von Filnek, Recha überbracht hat. Dieser war Nathans Freund und Waffenbruder und musste in den Krieg ziehen und konnte Recha nicht mitnehmen. Zusätzlich sei die Mutter während der Geburt verstorben. Nathan erzählt, dass er einen Tag bevor Recha zu ihm gebracht worden sei, seine Frau und sieben Söhne während eines Progroms der Christen verloren habe. Der Klosterbruder drückt daraufhin seine Wertschätzung gegenüber Nathan aus und beide beginnen zu überlegen, wer aus Rechas Familie noch am leben sei. Heraus kommt, dass Rechas Mutter die Schwester von Conrad von Stauffen ist. Dem Klosterbruder fällt ein, dass er ein Buch habe, wo alle Verwandtschaftsbeziehungen eingetragen seien, jedoch auf arabisch. Nathan trägt ihm auf dies zu holen und denkt darüber nach, wer ihn beim Patriarchen angeklagt habe und hat die Befürchtung, dass es Daja war. Die Szene lässt sich in drei Abschnitte aufteilen. Im ersten Abschnitt (2912-2974) erklärt der Klosterbruder wieso er Nathan aufsucht und gibt sein Anliegen preis. Im nächsten Abschnitt (2975-3036) wird der Respekt des Klosterbruders gegenüber Nathan deutlich, da er denkt, dass Liebe wichtiger sei als Religion. Im letzten Abschnitt (3037-3077) erzählt Nathan aus seiner Vergangenheit. Er beschreibt wie sehr der Verlust seiner Familie ihn getroffen hat. Nathan ist die Hauptfigur des Dramas. Er ist ein reicher jüdischer Kaufmann, der mit seiner Adoptivtochter Recha und der christlichen Erzieherin Daja in Jerusalem lebt. Nathan ist großzügig und macht anderen teure Geschenke. Nathans Frau und seine sieben Söhne, wurden während eines Progroms von Christen ermordet. Kurz darauf wurde ihm die Tochter seines Freundes Wolf von Filnek überbracht, die er wie seine eigene Tochter liebt und großzieht. Nathan zeichnet sich durch seine Weisheit aus, da er Gelassenheit und Besonnenheit ausstrahlt und sein Handeln überlegt ist und sich amit von der Mehrheit abhebt. Auch äuf sich das in der Toleranz gegenüber den anderen Religionen. Er behält stets seine tolerante Haltung und versucht diese auch anderen zu vermitteln, was besonders in der „Ringparabel“ deutlich wird. Nathan ist das Idealbild einer aufgeklärten Person. Der Klosterbruder ist ein Christ, der als Laienbruder im Kloster des Patriarchen tätig ist. Früher lebte er in Jericho, sein Haus wurde jedoch von arabischen Räubern überfallen und er wurde verschleppt. Er konnte fliehen und ist beim Patriarchen untergekommen und fühlt sich von ihm abhängig. Er handelt aufgeklärt, was daran deutlich wird, dass er Recha vor 18 Jahren Nathan überbrachte und Nathan vor dem Patriarchen warnt. Außerdem ist er sehr tolerant und respektvoll. Am Anfang der Szene will der Klosterbruder Nathan sein Anliegen schildern. Mithilfe einer Metapher in Vers 2921/22 „Ihr habt so machen Ja Euren Namen in die Hand gedrückt!" versucht er Nathan zu schmeicheln. Nathan denkt erst, der Klosterbruder möchte Geld von ihm und wäre bereit ihm etwas zu geben. Jedoch stellt sich diese Annahme als falsch heraus (V.2923). Der Klosterbruder beginnt Andeutungen bezüglich Rechas Herkunft zu machen. Dazu benutzt er eine Metapher in Vers 2933 ,,Erst heut an dies mein Ech vertrautes Pfand erinnert worden" Nathan versteht jedoch nicht, worauf der Klosterbruder hinaus möchte und wird ungeduldig, was an seinen vermehrten Ausrufen deutlich wird (V.2954). In Vers 2963 verwendet der Klosterbruder eine Parallelismus um Nathan zu verdeutlichen, dass es verboten ist, ein Christenmädchen im jüdischen Glauben zu erziehen. In diesem Abschnitt hat der Klosterbruder einen größeren Redeanteil, während Nathan wenig sagt. Im folgenden gibt sich der Klosterbruder zu erkennen und dass er der Reiter war, der Recha überbracht hat. (V.2975) Es kommt zur ersten Klärung einiger Familienverhältnisse. Durch eine Wiederholung „Ein Herr von Filnek.-Wolf von Filnek" macht der Klosterbruder deutlich, dass es sich dabei um Rechas Vater handel. Der Klosterbruder sorgt sich auch um Recha, was die mehreren Fragen zu Recha zeigen (V.2993 ff.). Durch Ausrufe ,,Traut mir Nathan“ (V.2997) möchte der Klosterbruder Nathan dazu bringen ihm zu vertrauen. Durch die Metapher in Vers 3013 „Und Kinder brauchen Liebe. Wär es ein eines wilden Tieres Lieb auch nur, in solchen Jahren mehr, als Christentum“ wird deutlich, dass dem Klosterbruder Liebe wichtiger ist als Religion. Mit Verlauf des Dialoges wird deutlich, dass der Klosterbruder aufgeklärt ist, was an den ,,Und was denn nicht das ganze Christentum auf das Judentum aufgebaut?"(V.3020) deutlich wird. Die Redeanteile sind mittlerweile ausgeglichen. Im letzten Abschnitt der Szene kommt es zu einer Rückblende in Nathans Vergangenheit. Der Klosterbruder hat Verständnis was durch die Metapher „Euer Auge steht voll Wasser?" (V.3036) deutlich wird. Durch Nathans Ausrufe (V.3051, 3053, 3060) wird deutlich wie verzweifelt er nach dem Tod seiner Familie war und ihm das immer noch emotional berührt. Nathans Aufgeklärtheit wird durch den Parallelismus in Vers 3069ff. deutlich. Der Dialog zwischen Nathan und dem Klosterbruder wirkt sehr vertraut. Beide gehen aufeinander ein und begegnen sich respektvoll. Die Gedanken der Aufklärung spiegeln sich häufig im Drama wieder. Die Erziehbarkeit des Menschen wird anhand Nathans Aufklärungsprozesse an Recha, dem Tempelherrn und Saladin dargestellt. Recha verliert ihren Wunderglauben, der Tempelherr seine Intoleranz gegnüber anderer Religionen und Saladin sieht ein, dass es keine wahre Religion gibt. In dieser Szene unterhalten sich zwei aufgeklärte Personen und kommen am Ende zu einer Lösung, da keiner irrationale Barrieren, wie Religion, in den Weg stellt, sondern zusammen arbeiten um das Ziel zu erreichen. Hausbrand, gelegt von Nathans tener Verlust, den Tod seiner gesamten Familie durch ein radikalen Christen, basiert auf Lessings tragischem Familienschicksal. (Intention) In der vorliegenden Szene beginnt die Entwirrung der Familienverhältnisse, weil herauskommt wer der Vater von Recha ist. Die Szene ermöglicht es, dass es am Ende des Dramas zur Aufklärung der Familienverhältnisse kommen kann. Das hat zur Folge, dass die Liebe zwischen Recha und dem Tempelherrn unmöglich ist. Es wird deutlich, dass die Nächstenliebe, die Tolerant und die Humanität religionsübergreifend sind. Auch die Vernunft und Aufgeklärtheit beim Klosterbruder werden verdeutlicht. Erwartungshorizont zu IV, 7 Verstehensleistung 1 2 3 4 Analysieren Sie den Auszug aus dem Drama „Nathan der Weise" von Gotthold Ephraim Lessing. Der Prüfling nennt die Publikationsdaten und das Thema des Dramas beschreibt den Handlungszusammenhang, etwa: Vorgeschichte: - Tempelherr rettet Recha, die vermeintliche Tochter des Juden Nathan, der von der religiösen Toleranz überzeugt ist und an die Wirkung des Verstandes, der in jedem Menschen Gutes hervorbringt, glaubt; trotz der Abneigung gegen Juden verliebt sich der Tempelherr in Recha Daja offenbart dem Tempelherrn, dass Recha eine Christin und nicht Tochter Nathans ist; Tempelherr ist verunsichert und sucht Rat beim Patriarchen: Darf ein Jude ein christliches Mädchen erziehen? Nathan vermutet, dass Recha und der Tempelherr Geschwister sein könnten; Sultan Saladin und seine Schwester Sittah halten es für möglich, dass der Tempelherr der Sohn ihres verstorbenen Bruders Assad ist Klosterbruder, der den Auftrag des Patriarchen hat, den Juden zu suchen, der ein Christenkind erzogen hat, kommt zu Nathan Nathan hat Sorge, dass die Aufdeckung der Wahrheit über Rechas Herkunft zur Folge hat, dass er nicht länger als Rechas rechtmäßiger Vater gelten wird; Klosterbruder hat vor 18 Jahren als Reitknecht Nathan einen kleines Christenkind anvertraut Thema des Auszugs: Das von Nathan und dem Klosterbruder geteilte Geheimnis über die Vorgeschichte: die Lebens- und Glaubensgeschichte Nathans und die Herkunft Rechas stellt den Aufbau des Auszuges dar (unter Berücksichtigung inhaltlicher und/oder formaler Aspekte), z.B. Klosterbruder zeigt Verständnis, indem er Gründe nennt, die Nathans Rolle als Ziehvater rechtfertigen, und begründet seine religiöse Toleranz (Z. 1 – 19) Nathan offenbart seine Vorgeschichte und seinen Weg zur ,,Weisheit" (Z. 20-65) Nathans Bereitschaft zur Freigabe Rechas, Klären der Herkunft Rechas (Z. 66-130) Monolog Nathans: Sorge um Recha, Wer hat das Geheimnis dem Patriarchen verraten? (Z. 131-139) untersucht die Figurenkonzeption, - konstellation und Konfliktstrukturen, z. B.: Nathan: vertraut dem Klosterbruder: offenbart nur Klosterbruder sein Geheimnis, fordert Verschwiegenheit (Z. 24) aufgrund der ,,frommen Einfalt“ (Z. 27) erzählt er rückblickend von der Ermordung seiner gesamten Familie bei dem Pogrom durch Christen, seiner existentiellen Lebens- und Glaubenskrise und seinem Hass gegen das Christentum (Z. 43-49) Überwindung der Verzweiflung, Sieg der inneren Stimme der Vernunft (Z. 51ff.) - Anrufung Gottes als die Instanz, die ihm neue Lebensperspektive vermittelt (57f.); Finden von neuem Gottvertrauen und Nächtenliebe /3 /5 /2 /4 4 5 6 beharrt auf seinem Willen (Autonomie Nathans), unterwirft ihn zugleich dem Willen Gottes (Z. 57f.): Abhängigkeit von Gott, der moralisches Handeln erlaubt (Gottvertrauen); Bescheidenheit Nathans Beginn eines neuen Lebensabschnittes: Anvertrauen Rechas = Gottesgeschenk (Z. 63ff.); Nathans direkte Zuwendung und Zuneigung zum Kind (humane Grundeinstellung, neuer Auftrag Gottes) sieht im Klosterbruder vorbildliches jüdisches Verhalten: Wertschätzung des Klosterbruders (Z. 70f.) fordert Tatkraft, keine Sentimentalitäten (Z. 71f.) hat Angst, Recha zu verlieren (Z. 75ff.) Bereitschaft zur Freigabe Rechas in die Obhut eines leiblichen Verwandten (Z. 89) - lobt Rechas Erziehung und Vielseitigkeit (indirekt Lob an sich selbst) vermutet, dass Daja dem Patriarchen das Geheimnis um die Herkunft Rechas verraten hat Klosterbruder: Aufziehen Rechas durch Nathan selbst notwendig für Aufbau der notwendigen Liebe zum Kind (Z. 7-8); Liebe zum Kind ist wichtiger als die christliche Orthodoxie; betrachtet Nathan als wirklichen Vater unterstützt Nathans Entschluss, Recha nach den allgemeinen Maximen der Vernunftreligion zu erziehen, denn „Zum Christentume hat´s noch immer Zeit" (Z. 11) kritisiert (den Patriarchen), dass Christen die jüdische Tradition des Christentums oft vergessen ist geschockt von den Erlebnissen Nathans, ist tief beeindruckt, zeigt sein Mitgefühl (Z. 43, 50) bezeichnet Nathan aufgrund seiner Tat als einen wahren Christen (Z. 67), Nathan als Beispiel besten Christentums: Kompliment, größte Wertschätzung Sorge um Recha, über Religionsgrenzen hinausgehende Nächstenliebe: übergab Nathan die bedürftige Recha, um sie vor dem Tod zu retten stimmt Nathan zu (Z. 88, 91): Unterlegenheit gehorsam und verspricht, Nathan das Gebetbuch seines ehemaligen Herr zu bringen, das die Verwandtschaftsverhältnisse klären helfen könnte setzt die Ergebnisse der Analyse in Beziehung z.B. zu Kants Definition der Aufklärung zur Epoche der Aufklärung zum ideengeschichtlichen Hintergrund zum Autor Lessing beschreibt dramaturgische Gestaltungsmittel und erläutert deren Funktionen Stellung des Auszugs im Drama: fallende Handlung mit retardierendem Moment (Freytag); Vorantreiben des Klärung der Herkunft Rechas Rückblick Nathans und des Klosterbruders: Aufgreifen der Vergangenheit, um (Selbst-) Erziehung Nathans und das Verwandtschaftsverhältnis Rechas aufzuklären Dialog Nathan - Klosterbruder (Z. 1-130): größere Redeanteile Nathans bei der Aufklärung der eigenen Lebensgeschichte, Nathan als zentrale Figur, die die Grundlage zur Auflösung des Herkunftsgeheimnisses Rechas legt Monolog Nathans (Z. 131-139): Sorgen und ungeklärte Fragen Nathans beschreibt sprachliche Gestaltungsmittel und erläutert deren Funktion Diminutiv (Z. 7), Metapher ,,sieben" (Z. 64, 73): Liebe Nathans als Vater zu Recha (Z. 7) Imperative (Z. 24): Aufruf Nathans zur Verschwiegenheit des Klosterbruders Wiederholung („Allein erzähl ich sie“, Z. 27, 28): Vertrauen Nathans zum Klosterbruder /18 /4 /8 7 8 Ausrufe, Imperative, Wiederholung „Christ“ (Z. 42, 66ff.) : Mitgefühl und Geschocktsein des Klosterbruders, Aufbauen Nathans, Nathan als wahrer Christ Metaphern (Z. 44f.), Alliteration, Aufzählung (Z. 46f.): Nathans Leiden am Verlust der Familie und sein Hadern mit Gott, Handlungsunfähigkeit Nathans Personifikation der Vernunft, Appell der Vernunft („Steh auf!“ Z. 57) (Z. 52ff.): Sieg der Vernunft über die tiefe Lebenskrise Fragen (Z. 105, 108,114): Nathan will Herkunft Rechas klären Imperative (Z. 131ff.): Aufforderung Nathans an den Klosterbruder, das Gebetbuch zu holen religiöse Wortwahl: religiöse Sozialisation des Klosterbruders arbeitet Intentionen heraus, etwa Aufzeigen des Lebensschicksals Nathans und seiner vernunftgeleiteten Selbsterziehung als Grundlage für seine „weise" Menschlichkeit und praktizierte Nächstenliebe an Recha vertrauensvolles und religionsunabhängiges Verhältnis von Nathan und dem Klosterbruder, das auf Toleranz und Humanität beruht, gemeinsamer Grundsatz: Liebe als Fundament praktizierter Religiosität Nathan führt die Entdeckung der verwandtschaftlichen Beziehungen, durch das Einfordern des Gebetbuchs, herbei untersucht die Bedeutung der Textstelle für das Gesamtverständnis des Dramas und arbeitet die Bedeutung der Textstelle für die nachfolgende Handlung heraus, etwa: Am Ende des vorliegenden Auszuges bleiben Fragen offen: Ist der Tempelherr mit Assad, ist Recha, als Nichte eines Conrad von Stauffen (den der Tempelherr als seinen Vater angab, III,9, mit dem Tempelherrn verwandt? Klären der Verwandtschaftsverhältnisse durch Nathan dank des Gebetbuches: Recha und der Tempelherr sind Geschwister, ihr Vater ist der Bruder Saladins und Sittahs am Ende Freude aller Beteiligten über die verwandtschaftlichen Beziehungen: Versöhnung der Religionen, Idealzustand der Gesellschaft: Harmonie, frei von Hass und Vorurteilen Nathan verliert Recha nicht als Tochter: Nathan als geistiger Vater Rechas /12 /6 /8 /70

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Sultan und verpflichtet sich am Hof des Sultan zu bleiben, er berichtet auch von Nathans Verhalten bezüglich Recha und der Sultan verspricht zwischen ihm und Nathan zu vermitteln. Danach sprechen Sittah und Saladin alleine und Sittah tätigt die Aussage, dass der Tempelherr Assad (Der Bruder des Sultans) sehr ähnlich sehe. Sie schlägt vor, Recha einzuladen um sie besser kennenzulernen. Währenddessen unterhält sich Daja mit Nathan über die Heirat zwischen Recha und dem Tempelherrn und versucht Nathan zu der Heirat zu drängen, der jedoch ablehnt. Die vorliegende Szene liegt im vierten Akt und befindet sich in der fallenden Handlung. Der Klosterbruder sucht Nathan auf, jedoch erkennt Nathan den Klosterbruder nicht sofort und er deutet an, ihm etwas wertvolles gegeben zu haben. Nathan versteht die Andeutung erst, als der Klosterbruder erklärt, dass sich ein Jude der ein Christenmädchen erziehe sich in großer Gefahr befinde, da der Patriarch davon erfahren habe. Daraufhin gibt der Klosterbruder zu, dass er es war, der Nathan im Auftrag von Wolf von Filnek, Recha überbracht hat. Dieser war Nathans Freund und Waffenbruder und musste in den Krieg ziehen und konnte Recha nicht mitnehmen. Zusätzlich sei die Mutter während der Geburt verstorben. Nathan erzählt, dass er einen Tag bevor Recha zu ihm gebracht worden sei, seine Frau und sieben Söhne während eines Progroms der Christen verloren habe. Der Klosterbruder drückt daraufhin seine Wertschätzung gegenüber Nathan aus und beide beginnen zu überlegen, wer aus Rechas Familie noch am leben sei. Heraus kommt, dass Rechas Mutter die Schwester von Conrad von Stauffen ist. Dem Klosterbruder fällt ein, dass er ein Buch habe, wo alle Verwandtschaftsbeziehungen eingetragen seien, jedoch auf arabisch. Nathan trägt ihm auf dies zu holen und denkt darüber nach, wer ihn beim Patriarchen angeklagt habe und hat die Befürchtung, dass es Daja war. Die Szene lässt sich in drei Abschnitte aufteilen. Im ersten Abschnitt (2912-2974) erklärt der Klosterbruder wieso er Nathan aufsucht und gibt sein Anliegen preis. Im nächsten Abschnitt (2975-3036) wird der Respekt des Klosterbruders gegenüber Nathan deutlich, da er denkt, dass Liebe wichtiger sei als Religion. Im letzten Abschnitt (3037-3077) erzählt Nathan aus seiner Vergangenheit. Er beschreibt wie sehr der Verlust seiner Familie ihn getroffen hat. Nathan ist die Hauptfigur des Dramas. Er ist ein reicher jüdischer Kaufmann, der mit seiner Adoptivtochter Recha und der christlichen Erzieherin Daja in Jerusalem lebt. Nathan ist großzügig und macht anderen teure Geschenke. Nathans Frau und seine sieben Söhne, wurden während eines Progroms von Christen ermordet. Kurz darauf wurde ihm die Tochter seines Freundes Wolf von Filnek überbracht, die er wie seine eigene Tochter liebt und großzieht. Nathan zeichnet sich durch seine Weisheit aus, da er Gelassenheit und Besonnenheit ausstrahlt und sein Handeln überlegt ist und sich amit von der Mehrheit abhebt. Auch äuf sich das in der Toleranz gegenüber den anderen Religionen. Er behält stets seine tolerante Haltung und versucht diese auch anderen zu vermitteln, was besonders in der „Ringparabel“ deutlich wird. Nathan ist das Idealbild einer aufgeklärten Person. Der Klosterbruder ist ein Christ, der als Laienbruder im Kloster des Patriarchen tätig ist. Früher lebte er in Jericho, sein Haus wurde jedoch von arabischen Räubern überfallen und er wurde verschleppt. Er konnte fliehen und ist beim Patriarchen untergekommen und fühlt sich von ihm abhängig. Er handelt aufgeklärt, was daran deutlich wird, dass er Recha vor 18 Jahren Nathan überbrachte und Nathan vor dem Patriarchen warnt. Außerdem ist er sehr tolerant und respektvoll. Am Anfang der Szene will der Klosterbruder Nathan sein Anliegen schildern. Mithilfe einer Metapher in Vers 2921/22 „Ihr habt so machen Ja Euren Namen in die Hand gedrückt!" versucht er Nathan zu schmeicheln. Nathan denkt erst, der Klosterbruder möchte Geld von ihm und wäre bereit ihm etwas zu geben. Jedoch stellt sich diese Annahme als falsch heraus (V.2923). Der Klosterbruder beginnt Andeutungen bezüglich Rechas Herkunft zu machen. Dazu benutzt er eine Metapher in Vers 2933 ,,Erst heut an dies mein Ech vertrautes Pfand erinnert worden" Nathan versteht jedoch nicht, worauf der Klosterbruder hinaus möchte und wird ungeduldig, was an seinen vermehrten Ausrufen deutlich wird (V.2954). In Vers 2963 verwendet der Klosterbruder eine Parallelismus um Nathan zu verdeutlichen, dass es verboten ist, ein Christenmädchen im jüdischen Glauben zu erziehen. In diesem Abschnitt hat der Klosterbruder einen größeren Redeanteil, während Nathan wenig sagt. Im folgenden gibt sich der Klosterbruder zu erkennen und dass er der Reiter war, der Recha überbracht hat. (V.2975) Es kommt zur ersten Klärung einiger Familienverhältnisse. Durch eine Wiederholung „Ein Herr von Filnek.-Wolf von Filnek" macht der Klosterbruder deutlich, dass es sich dabei um Rechas Vater handel. Der Klosterbruder sorgt sich auch um Recha, was die mehreren Fragen zu Recha zeigen (V.2993 ff.). Durch Ausrufe ,,Traut mir Nathan“ (V.2997) möchte der Klosterbruder Nathan dazu bringen ihm zu vertrauen. Durch die Metapher in Vers 3013 „Und Kinder brauchen Liebe. Wär es ein eines wilden Tieres Lieb auch nur, in solchen Jahren mehr, als Christentum“ wird deutlich, dass dem Klosterbruder Liebe wichtiger ist als Religion. Mit Verlauf des Dialoges wird deutlich, dass der Klosterbruder aufgeklärt ist, was an den ,,Und was denn nicht das ganze Christentum auf das Judentum aufgebaut?"(V.3020) deutlich wird. Die Redeanteile sind mittlerweile ausgeglichen. Im letzten Abschnitt der Szene kommt es zu einer Rückblende in Nathans Vergangenheit. Der Klosterbruder hat Verständnis was durch die Metapher „Euer Auge steht voll Wasser?" (V.3036) deutlich wird. Durch Nathans Ausrufe (V.3051, 3053, 3060) wird deutlich wie verzweifelt er nach dem Tod seiner Familie war und ihm das immer noch emotional berührt. Nathans Aufgeklärtheit wird durch den Parallelismus in Vers 3069ff. deutlich. Der Dialog zwischen Nathan und dem Klosterbruder wirkt sehr vertraut. Beide gehen aufeinander ein und begegnen sich respektvoll. Die Gedanken der Aufklärung spiegeln sich häufig im Drama wieder. Die Erziehbarkeit des Menschen wird anhand Nathans Aufklärungsprozesse an Recha, dem Tempelherrn und Saladin dargestellt. Recha verliert ihren Wunderglauben, der Tempelherr seine Intoleranz gegnüber anderer Religionen und Saladin sieht ein, dass es keine wahre Religion gibt. 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Erwartungshorizont zu IV, 7 Verstehensleistung 1 2 3 4 Analysieren Sie den Auszug aus dem Drama „Nathan der Weise" von Gotthold Ephraim Lessing. Der Prüfling nennt die Publikationsdaten und das Thema des Dramas beschreibt den Handlungszusammenhang, etwa: Vorgeschichte: - Tempelherr rettet Recha, die vermeintliche Tochter des Juden Nathan, der von der religiösen Toleranz überzeugt ist und an die Wirkung des Verstandes, der in jedem Menschen Gutes hervorbringt, glaubt; trotz der Abneigung gegen Juden verliebt sich der Tempelherr in Recha Daja offenbart dem Tempelherrn, dass Recha eine Christin und nicht Tochter Nathans ist; Tempelherr ist verunsichert und sucht Rat beim Patriarchen: Darf ein Jude ein christliches Mädchen erziehen? Nathan vermutet, dass Recha und der Tempelherr Geschwister sein könnten; Sultan Saladin und seine Schwester Sittah halten es für möglich, dass der Tempelherr der Sohn ihres verstorbenen Bruders Assad ist Klosterbruder, der den Auftrag des Patriarchen hat, den Juden zu suchen, der ein Christenkind erzogen hat, kommt zu Nathan Nathan hat Sorge, dass die Aufdeckung der Wahrheit über Rechas Herkunft zur Folge hat, dass er nicht länger als Rechas rechtmäßiger Vater gelten wird; Klosterbruder hat vor 18 Jahren als Reitknecht Nathan einen kleines Christenkind anvertraut Thema des Auszugs: Das von Nathan und dem Klosterbruder geteilte Geheimnis über die Vorgeschichte: die Lebens- und Glaubensgeschichte Nathans und die Herkunft Rechas stellt den Aufbau des Auszuges dar (unter Berücksichtigung inhaltlicher und/oder formaler Aspekte), z.B. Klosterbruder zeigt Verständnis, indem er Gründe nennt, die Nathans Rolle als Ziehvater rechtfertigen, und begründet seine religiöse Toleranz (Z. 1 – 19) Nathan offenbart seine Vorgeschichte und seinen Weg zur ,,Weisheit" (Z. 20-65) Nathans Bereitschaft zur Freigabe Rechas, Klären der Herkunft Rechas (Z. 66-130) Monolog Nathans: Sorge um Recha, Wer hat das Geheimnis dem Patriarchen verraten? (Z. 131-139) untersucht die Figurenkonzeption, - konstellation und Konfliktstrukturen, z. B.: Nathan: vertraut dem Klosterbruder: offenbart nur Klosterbruder sein Geheimnis, fordert Verschwiegenheit (Z. 24) aufgrund der ,,frommen Einfalt“ (Z. 27) erzählt er rückblickend von der Ermordung seiner gesamten Familie bei dem Pogrom durch Christen, seiner existentiellen Lebens- und Glaubenskrise und seinem Hass gegen das Christentum (Z. 43-49) Überwindung der Verzweiflung, Sieg der inneren Stimme der Vernunft (Z. 51ff.) - Anrufung Gottes als die Instanz, die ihm neue Lebensperspektive vermittelt (57f.); Finden von neuem Gottvertrauen und Nächtenliebe /3 /5 /2 /4 4 5 6 beharrt auf seinem Willen (Autonomie Nathans), unterwirft ihn zugleich dem Willen Gottes (Z. 57f.): Abhängigkeit von Gott, der moralisches Handeln erlaubt (Gottvertrauen); Bescheidenheit Nathans Beginn eines neuen Lebensabschnittes: Anvertrauen Rechas = Gottesgeschenk (Z. 63ff.); Nathans direkte Zuwendung und Zuneigung zum Kind (humane Grundeinstellung, neuer Auftrag Gottes) sieht im Klosterbruder vorbildliches jüdisches Verhalten: Wertschätzung des Klosterbruders (Z. 70f.) fordert Tatkraft, keine Sentimentalitäten (Z. 71f.) hat Angst, Recha zu verlieren (Z. 75ff.) Bereitschaft zur Freigabe Rechas in die Obhut eines leiblichen Verwandten (Z. 89) - lobt Rechas Erziehung und Vielseitigkeit (indirekt Lob an sich selbst) vermutet, dass Daja dem Patriarchen das Geheimnis um die Herkunft Rechas verraten hat Klosterbruder: Aufziehen Rechas durch Nathan selbst notwendig für Aufbau der notwendigen Liebe zum Kind (Z. 7-8); Liebe zum Kind ist wichtiger als die christliche Orthodoxie; betrachtet Nathan als wirklichen Vater unterstützt Nathans Entschluss, Recha nach den allgemeinen Maximen der Vernunftreligion zu erziehen, denn „Zum Christentume hat´s noch immer Zeit" (Z. 11) kritisiert (den Patriarchen), dass Christen die jüdische Tradition des Christentums oft vergessen ist geschockt von den Erlebnissen Nathans, ist tief beeindruckt, zeigt sein Mitgefühl (Z. 43, 50) bezeichnet Nathan aufgrund seiner Tat als einen wahren Christen (Z. 67), Nathan als Beispiel besten Christentums: Kompliment, größte Wertschätzung Sorge um Recha, über Religionsgrenzen hinausgehende Nächstenliebe: übergab Nathan die bedürftige Recha, um sie vor dem Tod zu retten stimmt Nathan zu (Z. 88, 91): Unterlegenheit gehorsam und verspricht, Nathan das Gebetbuch seines ehemaligen Herr zu bringen, das die Verwandtschaftsverhältnisse klären helfen könnte setzt die Ergebnisse der Analyse in Beziehung z.B. zu Kants Definition der Aufklärung zur Epoche der Aufklärung zum ideengeschichtlichen Hintergrund zum Autor Lessing beschreibt dramaturgische Gestaltungsmittel und erläutert deren Funktionen Stellung des Auszugs im Drama: fallende Handlung mit retardierendem Moment (Freytag); Vorantreiben des Klärung der Herkunft Rechas Rückblick Nathans und des Klosterbruders: Aufgreifen der Vergangenheit, um (Selbst-) Erziehung Nathans und das Verwandtschaftsverhältnis Rechas aufzuklären Dialog Nathan - Klosterbruder (Z. 1-130): größere Redeanteile Nathans bei der Aufklärung der eigenen Lebensgeschichte, Nathan als zentrale Figur, die die Grundlage zur Auflösung des Herkunftsgeheimnisses Rechas legt Monolog Nathans (Z. 131-139): Sorgen und ungeklärte Fragen Nathans beschreibt sprachliche Gestaltungsmittel und erläutert deren Funktion Diminutiv (Z. 7), Metapher ,,sieben" (Z. 64, 73): Liebe Nathans als Vater zu Recha (Z. 7) Imperative (Z. 24): Aufruf Nathans zur Verschwiegenheit des Klosterbruders Wiederholung („Allein erzähl ich sie“, Z. 27, 28): Vertrauen Nathans zum Klosterbruder /18 /4 /8 7 8 Ausrufe, Imperative, Wiederholung „Christ“ (Z. 42, 66ff.) : Mitgefühl und Geschocktsein des Klosterbruders, Aufbauen Nathans, Nathan als wahrer Christ Metaphern (Z. 44f.), Alliteration, Aufzählung (Z. 46f.): Nathans Leiden am Verlust der Familie und sein Hadern mit Gott, Handlungsunfähigkeit Nathans Personifikation der Vernunft, Appell der Vernunft („Steh auf!“ Z. 57) (Z. 52ff.): Sieg der Vernunft über die tiefe Lebenskrise Fragen (Z. 105, 108,114): Nathan will Herkunft Rechas klären Imperative (Z. 131ff.): Aufforderung Nathans an den Klosterbruder, das Gebetbuch zu holen religiöse Wortwahl: religiöse Sozialisation des Klosterbruders arbeitet Intentionen heraus, etwa Aufzeigen des Lebensschicksals Nathans und seiner vernunftgeleiteten Selbsterziehung als Grundlage für seine „weise" Menschlichkeit und praktizierte Nächstenliebe an Recha vertrauensvolles und religionsunabhängiges Verhältnis von Nathan und dem Klosterbruder, das auf Toleranz und Humanität beruht, gemeinsamer Grundsatz: Liebe als Fundament praktizierter Religiosität Nathan führt die Entdeckung der verwandtschaftlichen Beziehungen, durch das Einfordern des Gebetbuchs, herbei untersucht die Bedeutung der Textstelle für das Gesamtverständnis des Dramas und arbeitet die Bedeutung der Textstelle für die nachfolgende Handlung heraus, etwa: Am Ende des vorliegenden Auszuges bleiben Fragen offen: Ist der Tempelherr mit Assad, ist Recha, als Nichte eines Conrad von Stauffen (den der Tempelherr als seinen Vater angab, III,9, mit dem Tempelherrn verwandt? Klären der Verwandtschaftsverhältnisse durch Nathan dank des Gebetbuches: Recha und der Tempelherr sind Geschwister, ihr Vater ist der Bruder Saladins und Sittahs am Ende Freude aller Beteiligten über die verwandtschaftlichen Beziehungen: Versöhnung der Religionen, Idealzustand der Gesellschaft: Harmonie, frei von Hass und Vorurteilen Nathan verliert Recha nicht als Tochter: Nathan als geistiger Vater Rechas /12 /6 /8 /70