Charakterisierung von Kommissär Matthäi
Matthäi wird zunächst als typischer Ermittler eingeführt:
- Intelligent und empathisch
- Fähig, um die Ecke zu denken
- Ordentlich gekleidet, raucht und trinkt nicht
Der Kommandant beschreibt ihn als Mann mit überragendem Verstand, der jedoch durch die geordneten Verhältnisse in der Schweiz gefühllos geworden ist.
Zitat: "Sein Verstand war überragend, doch durch das allzu solide Gefüge unseres Landes gefühllos geworden." (S. 14)
Im Laufe der Handlung durchläuft Matthäi jedoch eine dramatische Entwicklung:
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Erste Gefühlswahrnehmungen: Er denkt an die Kinder und das Versprechen, das er der Mutter gegeben hat.
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Durchbruch der Gefühle: Am Flughafen realisiert er die mögliche Gefahr für andere Kinder.
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Persönlichkeitsveränderung: Matthäi beginnt zu trinken und zu rauchen, bricht in Häuser ein und wohnt in Hotels.
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Wahnzustand: Am Ende ist er nicht mehr ansprechbar, ein Alkoholiker, der ständig wiederholt "Ich warte, er wird kommen."
Highlight: Die Entwicklung Matthäis vom rationalen Ermittler zum gebrochenen Mann symbolisiert das Scheitern der reinen Vernunft an der Realität - ein zentrales Thema in Dürrenmatts Werk.





