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 Der Autor Hermann Hesse:
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- Geboren am 2. Juli 1877 in Calw
- Pietistisch, strenge Erziehung
- Besuchte die Lateinschule in

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Der Steppenwolf von Hermann Hesse

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Der Autor Hermann Hesse: Der Steppenwolf - Geboren am 2. Juli 1877 in Calw - Pietistisch, strenge Erziehung - Besuchte die Lateinschule in Göppingen - Erster Selbstmordversuch mit 15 Jahren - 1921: Siddhartha. Eine indische Dichtung - 1927: Der Steppenwolf - 1946: Nobelpreis für Literatur - 9. August 1962: Tod in Montagnola, Schweiz Inhalt, Interpretationsansätze und Aufbau: Einleitung (führt in Harrys Leben und Krise ein): - Vorwort des Herausgebers: Bekanntschaft mit Harry Haller: Fiktiver Herausgeber berichtet von seiner Bekanntschaft mit Harry Haller → Er erzählt, wie er zu dem Manuskript kam und wieso er es trotz Bedenken veröffentlicht hat Er schildert, wie Haller sich vor einigen Jahren für ein paar Monate eine Mansardenwohnung bei seiner Tate gemietet hat Beschreibung Harry Hallers durch den Herausgeber: Herausgeber hat zweispaltige Haltung ggb. ihm: Positiv Negativ - Höflich - Freundlich - Hat Haller liebgewonnen - Moderne, anständige Kleidung - Dem Herausgeber gefällt das eigenartige und traurige Gesicht Hallers →→ Er beschreibt es als ,,waches, sehr gedankenvolles, durchgearbeitetes und vergeistigtes Gesicht" (S. 10) - Er macht den Eindruck eines ,,bedeutenden, eines seltenen und ungewöhnlich begabten Menschen" ,,sein Gesicht war voll Geist, und das außerordentlich zarte und bewegliche Spiel seiner Züge spiegelte ein interessantes, höchst bewegtes, ungemein zartes und sensibles Seelenleben" (S. 13) - Der Herausgeber sieht Haller als überaus gebildeten und belesenen Menschen: ,,dann mußte unsereiner sich ihm ohne weiteres unterordnen, er hatte mehr gedacht als andre Menschen und hatte in geistigen Angelegenheiten jene beinahe kühle Sachlichkeit, jenes sichere Gedachthaben und Wissen, wie es...

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nur wahrhaft geistige Menschen haben“ (S. 14) Neutral - Mann von etwa fünfzig Jahren - Nicht sehr groß; Gang und Kopfhaltung eines großgewachsenen Menschen - Glattrasiert; kurze Haare - Ungesellig - Unentschlossener, mühsamer Gang - Unsorgfältig gekleidet - Hat an ihm „mancherlei auszusetzen“ (S. 11) - ,,auf irgendeine Art geistes- oder gemüts- oder charakterkrank" (S. 16) - Verachtet sich selbst →Genie des Leidens - ,,Gedanken- und Büchermensch" (S. 18) - Haller hat körperliche - kein gesundes Leben (hoher Beschwerden: ,,Erst Alkoholkonsum) - Führt ein trostloses, verlorenes und wehrloses Leben das Leben eines Selbstmörders später merkte und erfuhr ich, daß er krank war und ihm das Gehen Mühe machte." (S. 9) - Haller geht keiner geregelten Tätigkeit nach - Dem Herausgeber scheint es, als komme Haller aus einer ,,fremden Welt" (S. 9) ➜ er ist höflich und freundlich ohne Hochmut, aber ihn umgibt eine „ungute oder feindliche Atmosphäre" (S. 9) - ,,sich selbst hassen“ (S. 17) - Herausgeber ist über den Damenbesuch verwundert: Haller geht vergnügt mit ihr aus dem Haus, kommt aber traurig und elend zurück Skepsis des Herausgebers: Haller möchte nur für ein paar Monate bleiben und bittet darum, seine Ankunft nicht polizeilich zu melden → Skepsis des Herausgebers; Verhalten erscheint ihm seltsam und verdächtig, fast kriminell Tante nimmt Haller in Schutz: ,,Und in den ersten Wochen blieb es denn auch so, daß ich an dem neuen Mieter mancherlei auszusetzten hatte, während meine Tante ihn jedes Mal mit Wärme in Schutz nahm." (S. 11) Beziehung zwischen dem Herausgeber und Haller: Herausgeber ist von Beginn an fasziniert von Haller und sucht immer wieder dessen Nähe → Er beobachtet Haller und spioniert in seinem Zimmer Haller entpuppt sich als ungeselliger Gedanken- und Büchermensch, der durch Schwermut und Selbsthass in Vereinsamung lebt ● Haller und der Herausgeber machen gemeinsame Unternehmungen ● ● Gemeinsame Wirtshausbesuche; der übermäßige Alkoholkonsum Hallers stört den Herausgeber Sie besuchen Vortrag eines Geschichtsphilosophen: Haller entlarvt mit einem Blick die Oberflächlichkeit / Eitelkeit des Redners sowie der gesamten Gesellschaft: ,,der Blick des Steppenwolfes durchdrang unsere Zeit, das ganze betriebsame Getue, die ganze Streberei, die ganze Eitelkeit, das ganze oberflächliche Spiel einer eingebildeten, seichten Geistigkeit" (S. 15) Begegnungen zwischen dem Herausgeber und Haller: Haller macht oft Halt am Araukarienplatz → bürgerliche Idylle zieht Haller an; er bewundert die Ordnung, Sauberkeit und Reinlichkeit: „Aber mehr und mehr mußte ich sehen, daß er in der Tat unsre kleine bürgerliche Welt aus seinem luftleeren Raume, aus seiner Fremdheit und Steppenwolfigkeit heraus geradezu bewunderte und liebte" (S. 24) Zufällige Begegnung bei einem Symphoniekonzert: ● O Bei Händels Musik findet Haller keinen Anschluss O Friedemann Bach macht Haller glücklich Verschwinden Hallers: ● Haller verlässt ohne Abschied die Stadt Herausgeber glaubt nicht, dass sich Haller das Leben genommen hat ● Haller stellt Herausgeber sein Manuskript, dass er während seiner Aufenthaltszeit geschrieben hat, zur Verfügung In den Aufzeichnungen erkennt der Herausgeber nicht nur das Manuskript eines psychisch kranken Menschen; vielmehr offenbaren sich ihm hier die Verwirrungen und seelischen Konflikte einer ganzen Generation, die „zwischen zwei Zeiten, zwischen zwei Lebensstile hineingerät“ „denn Hallers Seelenkrankheit ist – das weiß ich heute nicht die Schrulle eines einzelnen, sondern die Krankheit der Zeit selbst, die Neurose jener Generation, welcher Haller angehört" (S. 30) → Kritik an der Zeitgeschichte ist Grund, Aufzeichnungen öffentlich zu machen, Leser soll aber eigene Bewertung abgeben Funktion des Vorworts: Sachlicher Ton → erweckt Eindruck von Objektivität und realem Geschehen Gibt dem Leser eine genaue Beschreibung von Hallers äußerem und inneren Zustand → Einführung in Hallers Lebenssituation Ich - Perspektive des Herausgebers; er beschreibt, welche Wirkung Haller auf ihn hat → ermöglicht Identifikation mit Herausgeber; vermittelt bürgerliche Sichtweise auf Haller ● Mischung aus Distanz und Faszination des Herausgebers gegenüber Haller Leserlenkung → Leser übernimmt das Bild, das der Herausgeber von Haller entwirft ● Hallers Selbstbeschreibung passt zu den bereits im Vorwort dargestellten ● ● - Harry Hallers Aufzeichnungen 1: Lebenssituation von Haller: ● ● ● Eigenschaften → das Vorwort bestätigt Hallers Selbstbild und macht seine Aufzeichnungen glaubwürdiger ● Haller unterscheidet zwischen ,,maßvoll angenehmen, durchaus erträgliche, leidliche laue Tage", "bösen Tagen", die mit körperlichen Schmerzen verbunden sind, und den ,,Tagen des Seelensterbens, jenen argen Tagen der inneren Leere und Verzweiflung“, die ihn an der Gesellschaft verzweifeln lassen (S. 33 f.) Haller kritisiert die moderne Kultur: ,,die Menschenwelt und sogenannte Kultur in ihrem verlogenen und gemeinen blechernen Jahrmarktsglanz auf Schritt und Tritt wie Brechmittel entgegengrinst" (S. 34) Kann maßvolle angenehme Tage nicht lange aushalten, weil sich schnell der Wunsch nach starken Gefühlen (auch negativen) durchsetzt: „daß ich gerade diese Zufriedenheit nicht gut vertrage, daß sie mir nach kurzer Dauer unausstehlich und ekelhaft wird" (S. 35) Haller verabscheut die von einer verlogenen Menschheit durch Kriege, Politik und Wirtschaft zerstörte Welt → Ekel vor Gesellschaft schlägt manchmal in Gewaltfantasien um: ,,Wut auf dieses abgetönte, flache, normierte und sterilisierte Leben und eine rasende Lust, irgendetwas kaputt zu schlagen (...) ein kleines Mädchen zu verführen oder einigen Vertretern der bürgerlichen Weltordnung das Gesicht ins Genick zu drehen" (S. 35) Ambivalentes Verhältnis zum Bürgertum: Haller wohnt als Einsiedler in einer „Mansarde“ / „Klause“ in einem bürgerlichen Haus → Er muss eine bürgerliche Umgebung durchqueren, um zu seiner Wohnung zu gelangen: ,,der heimatlose Steppenwolf und einsamer Hasser der Bürgerwelt, ich wohne immerzu in richtigen Bürgerhäusern, das ist eine alte Sentimentalität von mir." (S. 36) Haller ist in einem bürgerlichen Umfeld aufgewachsen und kann daher die Sehnsucht nach Geborgenheit und bürgerlicher Ordnung nicht vollständig hinter sich lassen: ,,heimliche Sehnsucht nach so etwas wie Heimat" (S. 37) Das Bürgertum ist Bezugspunkt von Hallers Abgrenzung als Steppenwolf → Er hat den Kontrast zwischen seiner Klause und dem ordentlichen, sauberen Haus gerne ● ● ● Auftauchen der Goldnen Spur: Haller läuft durch die Straßen und denkt über seine Jugend und die Krise der Gesellschaft nach → Er kann nur sehr selten Seligkeit, Liebe oder Glück empfinden Nur beim Hören klassischer Musik oder dem Lesen seiner Lieblingsdichter kann er noch das empfinden, was er die „goldene Spur“ / „Gottesspur“ nennt, die aber in der heutigen Zeit immer schwieriger zu finden sei → deshalb vergleicht er sich mit einem ,,Steppenwolf", der sich in eine „fremde und unverständliche Welt“ verirrt hat, ein Tier, ,,das seine Heimat, Luft und Nahrung nicht mehr findet" (S. 41) ● Trotz seiner Abneigung gegen die bürgerliche Gesellschaft, hat Haller den ,,Geruch von Stille, Ordnung, Sauberkeit, Anstand und Zahmheit“ (S. 37) gern Araukarien - Szene → Haller setzt sich auf die Treppe und betrachtet in Begeisterung die Pflanze (Symbol für bürgerliche Werte) Abneigung ggb. moderner Kultur: Haller fühlt sich fremd und unwohl in einer ,,so sehr bürgerlichen, so sehr geistlosen Zeit" (S. 40) Sakrale Überhöhung → Haller sieht den Vorplatz mit der Araukarie als „Tempel" (S. 37), bezeichnet die Araukarie als „Kinderbaum von größter Vollkommenheit" (S. 37) Hat Sehnsucht nach Heimat ● ● Er vergleicht sich mit einem Steppenwolf in einer ihm befremdlichen, unverständlichen Welt: ,,Wie sollte ich nicht ein Steppenwolf und ruppiger Eremit sein inmitten einer Welt, von deren Zielen ich keines teile, von deren Freuden keine zu mir spricht!" (S. 40) ● Seine Abscheu gegenüber der modernen Massenkultur bestätigt sein Einzelgänger Dasein: ,,was für mich Wonne, Erlebnis, Ekstase und Erhebung ist, das kennt und sucht und liebt die Welt höchstens in Dichtung, im Leben findet sie es verrück." (S. 40) Haller ist mit seinen Gedanken auf sich selbst konzentriert; die Außenwelt ist nur Bezugspunkt für seine Kritik und Abgrenzung: ,,dann bin ich verrückt, dann bin ich wirklich der Steppenwolf, den ich mich oft nannte, das in eine ihm fremde und unverständliche Welt verirrte Tier, das seine Heimat, Luft und Nahrung nicht mehr findet." Haller ist angewidert von modernen Massenvergnügen: „ich kann alle diese Freuden, die mir ja erreichbar wären und um die tausend andre sich mühen und drängen, nicht verstehen, nicht teilen." (S. 40) Erster Kontakt mit dem magischen Theater: Ihm fällt ein kleines hübsches Portal mit Spitzbogen" an einer Mauer auf; darüber erkennt er eine Lichtreklame ,,Magisches Theater. Eintritt nicht für jedermann" (S. 43) ➜ erster Blick auf das magische Theater; erinnert ihn an „das Gleichnis von der golden aufleuchtenden Spur“ (S. 43) "" Lichtspiel erlischt wieder; die Pforte bleibt Haller verschlossen → Haller empfindet Sehnsucht nach ,,der Pforte zu einem Zaubertheater" (S. 43); seine Stimmung verbessert sich

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So ein schöner Lernzettel 😍😍 super nützlich und hilfreich!

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(S. 9) - Haller geht keiner geregelten Tätigkeit nach - Dem Herausgeber scheint es, als komme Haller aus einer ,,fremden Welt" (S. 9) ➜ er ist höflich und freundlich ohne Hochmut, aber ihn umgibt eine „ungute oder feindliche Atmosphäre" (S. 9) - ,,sich selbst hassen“ (S. 17) - Herausgeber ist über den Damenbesuch verwundert: Haller geht vergnügt mit ihr aus dem Haus, kommt aber traurig und elend zurück Skepsis des Herausgebers: Haller möchte nur für ein paar Monate bleiben und bittet darum, seine Ankunft nicht polizeilich zu melden → Skepsis des Herausgebers; Verhalten erscheint ihm seltsam und verdächtig, fast kriminell Tante nimmt Haller in Schutz: ,,Und in den ersten Wochen blieb es denn auch so, daß ich an dem neuen Mieter mancherlei auszusetzten hatte, während meine Tante ihn jedes Mal mit Wärme in Schutz nahm." (S. 11) Beziehung zwischen dem Herausgeber und Haller: Herausgeber ist von Beginn an fasziniert von Haller und sucht immer wieder dessen Nähe → Er beobachtet Haller und spioniert in seinem Zimmer Haller entpuppt sich als ungeselliger Gedanken- und Büchermensch, der durch Schwermut und Selbsthass in Vereinsamung lebt ● Haller und der Herausgeber machen gemeinsame Unternehmungen ● ● Gemeinsame Wirtshausbesuche; der übermäßige Alkoholkonsum Hallers stört den Herausgeber Sie besuchen Vortrag eines Geschichtsphilosophen: Haller entlarvt mit einem Blick die Oberflächlichkeit / Eitelkeit des Redners sowie der gesamten Gesellschaft: ,,der Blick des Steppenwolfes durchdrang unsere Zeit, das ganze betriebsame Getue, die ganze Streberei, die ganze Eitelkeit, das ganze oberflächliche Spiel einer eingebildeten, seichten Geistigkeit" (S. 15) Begegnungen zwischen dem Herausgeber und Haller: Haller macht oft Halt am Araukarienplatz → bürgerliche Idylle zieht Haller an; er bewundert die Ordnung, Sauberkeit und Reinlichkeit: „Aber mehr und mehr mußte ich sehen, daß er in der Tat unsre kleine bürgerliche Welt aus seinem luftleeren Raume, aus seiner Fremdheit und Steppenwolfigkeit heraus geradezu bewunderte und liebte" (S. 24) Zufällige Begegnung bei einem Symphoniekonzert: ● O Bei Händels Musik findet Haller keinen Anschluss O Friedemann Bach macht Haller glücklich Verschwinden Hallers: ● Haller verlässt ohne Abschied die Stadt Herausgeber glaubt nicht, dass sich Haller das Leben genommen hat ● Haller stellt Herausgeber sein Manuskript, dass er während seiner Aufenthaltszeit geschrieben hat, zur Verfügung In den Aufzeichnungen erkennt der Herausgeber nicht nur das Manuskript eines psychisch kranken Menschen; vielmehr offenbaren sich ihm hier die Verwirrungen und seelischen Konflikte einer ganzen Generation, die „zwischen zwei Zeiten, zwischen zwei Lebensstile hineingerät“ „denn Hallers Seelenkrankheit ist – das weiß ich heute nicht die Schrulle eines einzelnen, sondern die Krankheit der Zeit selbst, die Neurose jener Generation, welcher Haller angehört" (S. 30) → Kritik an der Zeitgeschichte ist Grund, Aufzeichnungen öffentlich zu machen, Leser soll aber eigene Bewertung abgeben Funktion des Vorworts: Sachlicher Ton → erweckt Eindruck von Objektivität und realem Geschehen Gibt dem Leser eine genaue Beschreibung von Hallers äußerem und inneren Zustand → Einführung in Hallers Lebenssituation Ich - Perspektive des Herausgebers; er beschreibt, welche Wirkung Haller auf ihn hat → ermöglicht Identifikation mit Herausgeber; vermittelt bürgerliche Sichtweise auf Haller ● Mischung aus Distanz und Faszination des Herausgebers gegenüber Haller Leserlenkung → Leser übernimmt das Bild, das der Herausgeber von Haller entwirft ● Hallers Selbstbeschreibung passt zu den bereits im Vorwort dargestellten ● ● - Harry Hallers Aufzeichnungen 1: Lebenssituation von Haller: ● ● ● Eigenschaften → das Vorwort bestätigt Hallers Selbstbild und macht seine Aufzeichnungen glaubwürdiger ● Haller unterscheidet zwischen ,,maßvoll angenehmen, durchaus erträgliche, leidliche laue Tage", "bösen Tagen", die mit körperlichen Schmerzen verbunden sind, und den ,,Tagen des Seelensterbens, jenen argen Tagen der inneren Leere und Verzweiflung“, die ihn an der Gesellschaft verzweifeln lassen (S. 33 f.) Haller kritisiert die moderne Kultur: ,,die Menschenwelt und sogenannte Kultur in ihrem verlogenen und gemeinen blechernen Jahrmarktsglanz auf Schritt und Tritt wie Brechmittel entgegengrinst" (S. 34) Kann maßvolle angenehme Tage nicht lange aushalten, weil sich schnell der Wunsch nach starken Gefühlen (auch negativen) durchsetzt: „daß ich gerade diese Zufriedenheit nicht gut vertrage, daß sie mir nach kurzer Dauer unausstehlich und ekelhaft wird" (S. 35) Haller verabscheut die von einer verlogenen Menschheit durch Kriege, Politik und Wirtschaft zerstörte Welt → Ekel vor Gesellschaft schlägt manchmal in Gewaltfantasien um: ,,Wut auf dieses abgetönte, flache, normierte und sterilisierte Leben und eine rasende Lust, irgendetwas kaputt zu schlagen (...) ein kleines Mädchen zu verführen oder einigen Vertretern der bürgerlichen Weltordnung das Gesicht ins Genick zu drehen" (S. 35) Ambivalentes Verhältnis zum Bürgertum: Haller wohnt als Einsiedler in einer „Mansarde“ / „Klause“ in einem bürgerlichen Haus → Er muss eine bürgerliche Umgebung durchqueren, um zu seiner Wohnung zu gelangen: ,,der heimatlose Steppenwolf und einsamer Hasser der Bürgerwelt, ich wohne immerzu in richtigen Bürgerhäusern, das ist eine alte Sentimentalität von mir." (S. 36) Haller ist in einem bürgerlichen Umfeld aufgewachsen und kann daher die Sehnsucht nach Geborgenheit und bürgerlicher Ordnung nicht vollständig hinter sich lassen: ,,heimliche Sehnsucht nach so etwas wie Heimat" (S. 37) Das Bürgertum ist Bezugspunkt von Hallers Abgrenzung als Steppenwolf → Er hat den Kontrast zwischen seiner Klause und dem ordentlichen, sauberen Haus gerne ● ● ● Auftauchen der Goldnen Spur: Haller läuft durch die Straßen und denkt über seine Jugend und die Krise der Gesellschaft nach → Er kann nur sehr selten Seligkeit, Liebe oder Glück empfinden Nur beim Hören klassischer Musik oder dem Lesen seiner Lieblingsdichter kann er noch das empfinden, was er die „goldene Spur“ / „Gottesspur“ nennt, die aber in der heutigen Zeit immer schwieriger zu finden sei → deshalb vergleicht er sich mit einem ,,Steppenwolf", der sich in eine „fremde und unverständliche Welt“ verirrt hat, ein Tier, ,,das seine Heimat, Luft und Nahrung nicht mehr findet" (S. 41) ● Trotz seiner Abneigung gegen die bürgerliche Gesellschaft, hat Haller den ,,Geruch von Stille, Ordnung, Sauberkeit, Anstand und Zahmheit“ (S. 37) gern Araukarien - Szene → Haller setzt sich auf die Treppe und betrachtet in Begeisterung die Pflanze (Symbol für bürgerliche Werte) Abneigung ggb. moderner Kultur: Haller fühlt sich fremd und unwohl in einer ,,so sehr bürgerlichen, so sehr geistlosen Zeit" (S. 40) Sakrale Überhöhung → Haller sieht den Vorplatz mit der Araukarie als „Tempel" (S. 37), bezeichnet die Araukarie als „Kinderbaum von größter Vollkommenheit" (S. 37) Hat Sehnsucht nach Heimat ● ● Er vergleicht sich mit einem Steppenwolf in einer ihm befremdlichen, unverständlichen Welt: ,,Wie sollte ich nicht ein Steppenwolf und ruppiger Eremit sein inmitten einer Welt, von deren Zielen ich keines teile, von deren Freuden keine zu mir spricht!" (S. 40) ● Seine Abscheu gegenüber der modernen Massenkultur bestätigt sein Einzelgänger Dasein: ,,was für mich Wonne, Erlebnis, Ekstase und Erhebung ist, das kennt und sucht und liebt die Welt höchstens in Dichtung, im Leben findet sie es verrück." (S. 40) Haller ist mit seinen Gedanken auf sich selbst konzentriert; die Außenwelt ist nur Bezugspunkt für seine Kritik und Abgrenzung: ,,dann bin ich verrückt, dann bin ich wirklich der Steppenwolf, den ich mich oft nannte, das in eine ihm fremde und unverständliche Welt verirrte Tier, das seine Heimat, Luft und Nahrung nicht mehr findet." Haller ist angewidert von modernen Massenvergnügen: „ich kann alle diese Freuden, die mir ja erreichbar wären und um die tausend andre sich mühen und drängen, nicht verstehen, nicht teilen." (S. 40) Erster Kontakt mit dem magischen Theater: Ihm fällt ein kleines hübsches Portal mit Spitzbogen" an einer Mauer auf; darüber erkennt er eine Lichtreklame ,,Magisches Theater. Eintritt nicht für jedermann" (S. 43) ➜ erster Blick auf das magische Theater; erinnert ihn an „das Gleichnis von der golden aufleuchtenden Spur“ (S. 43) "" Lichtspiel erlischt wieder; die Pforte bleibt Haller verschlossen → Haller empfindet Sehnsucht nach ,,der Pforte zu einem Zaubertheater" (S. 43); seine Stimmung verbessert sich