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Sachtextanalyse - Scharfes Handy

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Sachtextanalyse - Scharfes Handy

 Scharfes Handy
Die Glosse ,,Scharfes Handy" von Harald Martenstein ist am 15. Januar 2004 in der Wochenzeitung „Die Zeit“,
Jahrgang 47, Nr.

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Sachtextanalyse zu Scharfes Handy von Harald Martenstein

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Scharfes Handy Die Glosse ,,Scharfes Handy" von Harald Martenstein ist am 15. Januar 2004 in der Wochenzeitung „Die Zeit“, Jahrgang 47, Nr. 4 erschienen. Sachtextanalyse: Der Autor thematisiert ironisch die Bedeutung der Handys für die Jugendlichen von heute. Am Beispiel seines Sohnes zeigt er aufm, wie enorm wichtig Handymarken und Aussehen für den Status eines Jugendlichen in seiner Gruppe sind. Martenstein wendet sich mit der Glosse hauptsächlich an Eltern, die sich dem „Technikwarn" der Jugendlichen nicht mehr gewachsen fühlen. Er möchte den Leser unterhalten und zum Nachdenken anregen über die Bedeutung der Handys für ihre Kinder. Der zwölfjährige Sohn wünscht sich zu Weihnachten ein neues teures Handy eines bestimmten Herstellers. Der Vater ist nicht bereit, ihm dieses Handy zu besorgen und schenkt ihm ein preiswertes Handy eines anderen Herstellers. Der Sohn ist damit nicht zufrieden. Er antwortet wegen des Handys in der Schule verspottet zu werden. Der Autor endet mit dem Gedanken, dass sein Handy an Wert gewinnen werde, sollten Nostalgie-Handys in Mode kommen. Der Text lässt sich in vier Sinnabschnitte gliedern. Im ersten Abschnitt (Zeile 1-21) macht der Autor gleich zu Beginn des Textes deutlich, dass es ihm nicht um eine private Auseinandersetzung zwischen ihm und seinem Sohn geht, sondern um ein allgemeines Problem zwischen Eltern und ihren pubertierenden Kindern. Martenstein spricht nicht...

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von „meinem“ Kind, sondern von „dem“ Kind. Er sagt gleich im ersten Satz, dass er das Kind nur sinngemäß zitiere (vgl. Z. 1). Der zwölfjährige Sohn wünscht sich zu Weihnachten ein neues teures Handy eines bestimmten Herstellers. Zunächst beschreibt Martenstein sein eigenes Handy mit ironischem Unterton. Es könne weder Motorrad fahren noch fotografieren (vgl. Z. 7 ff.). Die Anapher „es“, die sich auf das Handy bezieht, betont noch einmal die Ironie. Auch die Personifizierung des Handys als „ehrliches, braves Handy vom Lande, das versucht, seine Arbeit zu tun“ (Z. 9 ff.) ist Ausdruck einer ironischen Haltung des Autors. Danach versucht der Vater, seinem Sohn den Wunsch auszureden, indem er durch Übertreibungen darstellt, was geschieht, wenn Kinder teurere Handys besitzen als ihre Eltern. So werde es u.a. „Frösche regnen […] und Fische w[ü]rden an Land kommen“ (Z. 17 f.). Im zweiten Abschnitt (Zeile 25-38) veranschaulicht der Autor die Bedeutung von Handys für Jugendliche. Diese dienten hauptsächlich als Statussymbol, denn die Schüler „zeigen einander die Displays, führen Klingelgeräusche vor oder rezitieren [...] aus der Gebrauchsanweisung" (Z. 27 ff.). Sie nutzen ihre Handys jedoch nicht zum Telefonieren (vgl. Z. 30). Die rhetorische Frage „Wozu auch?“ (Z. 31) leitet die Begründung ein, warum Zwölfjährige nur wenig telefonieren. Durch die Anapher „sie“ werden die Gründe, warum Kinder keine Handys benötigen, eindringlich dargestellt, da sie weder eine Wochenendbeziehung führen, noch einen Pannendienst benötigen (vgl. Z. 33 ff.). Martenstein bezeichnet Handys übertrieben (mit einem Neologismus) als „Präpubertierendenstatussymbol Nummer eins" (Z. 38). Im zweiten Abschnitt (Zeile 25-38) veranschaulicht der Autor die Bedeutung von Handys für Jugendliche. Diese dienten hauptsächlich als Statussymbol, denn die Schüler „zeigen einander die Displays, führen Klingelgeräusche vor oder rezitieren [...] aus der Gebrauchsanweisung“ (Z. 27 ff.). Sie nutzen ihre Handys jedoch nicht zum Telefonieren (vgl. Z. 30). Die rhetorische Frage „Wozu auch?“ (Z. 31) leitet die Begründung ein, warum Zwölfjährige nur wenig telefonieren. Durch die Anapher „sie“ werden die Gründe, warum Kinder keine Handys benötigen, eindringlich dargestellt, da sie weder eine Wochenendbeziehung führen, noch einen Pannendienst benötigen (vgl. Z. 33 ff.). Martenstein bezeichnet Handys übertrieben (mit einem Neologismus) als „Präpubertierendenstatussymbol Nummer eins“ (Z. 38). Im vierten und letzten Abschnitt (Zeile 52-65) bezieht sich Martenstein auf einen Kollegen, der ein sehr altes Handy besitzt und dafür beneidet wird (vgl. Z. 52 ff.). Um dem Leser eine Vorstellung des Handys zu ermöglichen, vergleicht Martenstein die Größe und das Gewicht des Handys mit einer Gurke und einem Kasten Bier (vgl. 54 f.). Der Kollege spricht von einem neuen Trend. Es würden bald Nostalgie-Handys gebaut werden, aus denen ein „Kuckuck […] herausschlüpft und das Schlesierlied singt“ (Z. 62 f.). Diese Aussagen sind wieder sehr ironisch und übertrieben dargestellt, um den Leser zu unterhalten. Der Autor ermöglicht dem Leser durch Ironie, das Problem „Handy“ einmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Denn nicht nur die Jugendlichen werden ironisch dargestellt, Martenstein zeigt auch ein großes Maß an Selbstironie. Dadurch vermeidet er es, für eine der beiden Gruppen Partei zu ergreifen. Aus der Distanz betrachtet ist das Problem auf einmal nicht mehr so ernst, sondern hat auch komische Züge. Das macht einerseits nachdenklich und wirkt andererseits sehr unterhaltsam.

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So ein schöner Lernzettel 😍😍 super nützlich und hilfreich!

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